Ölhaltige Flüssigkeiten ausgetreten - Schleusen Diemitz und Regow nach Sperrung wieder frei

Archivbild: An der Schleuse Diemitz warten auf beiden Seiten Dutzende Boote. (Quelle: dpa/B. Wüstneck)
Bild: dpa/B. Wüstneck

Die Schleusen Diemitz (Mecklenburgische Seenplatte) und Regow (Uckermark) sind wieder frei. Das teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Oder-Havel am Mittwochvormittag mit. Damit ist auch ein wichtiger Wasserweg von und nach Berlin wieder befahrbar.

Die beiden Schleusen zwischen Mecklenburg und Berlin waren zuvor gesperrt. Grund für die Sperrungen war eine ölhaltige Flüssigkeit, die sich am Dienstagnachmittag in den Schleusenkammern ausgebreitet hatte.

Die Schleuse Regow an der Oberen-Havel-Wasserstraße habe noch am Abend wieder gereinigt werden können, hieß es. Die Schleuse Diemitz, die mit bis zu 40.000 Booten im Jahr die am meisten genutzte Schleuse südlich der Müritz ist, wurde am Mittwochmorgen wieder geöffnet.

Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen aufgenommen

In Diemitz hatte ein Charterboot den Öl-Dieselfilm verursacht. "Gut, dass das in der Schleuse passiert ist", sagte der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel. So konnten Mitarbeiter eines Entsorgers die Flüssigkeit, die wohl von der Antriebsmaschine stammte, fast vollständig absaugen. Das Verursacher-Hausboot steuerte jetzt vorsichtig den Heimathafen in der Nähe an und soll dort genauer untersucht werden, so der Sprecher weiter.

Die Ursache für die Verunreinigung in der Schleuse Regow sei noch unklar. Die Wasserschutzpolizei ermittelt weiter wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.

Schleuse Steinhavel wird erneuert

Die schiffbare Verbindung zwischen der Müritz, Fürstenberg (Oberhavel), Zehdenick und Berlin nutzen in der Hochsaison hunderte Freizeitskipper und auch Flusskreuzfahrt-Anbieter. Vom 13. September 2021 an müssen sie Umwege einplanen. Der Wasserweg wird dann an der Schleuse Steinhavel, nordwestlich von Fürstenberg, gesperrt. Bis Ende Mai 2022 soll die Schleuse komplett erneuert werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.09.2021, 10 Uhr

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1 Kommentar

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  1. 1.

    "Ein Sachverständiger habe ermittelt, dass kein technischer Defekt vorliege."
    Na dann bleibt ja nur die Möglichkeit, dass ein Sportbootführer diese ölhaltige Flüssigkeit ins Wasser gekippt hat oder wie soll man die Feststellung des Sachverständigen jetzt verstehen?
    Und wer bezahlt den gesamten Ärger dann samt Reinigung und Entsorgung wieder? Der Steuerzahler... Auf dem Wasser gibt es nämlich kein Verursacherprinzip wie auf der Straße.

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