Ein großes Radsymbol ist auf der Oberbaumbrücke zu sehen. Nach der Sanierung der Straße sind die Radwege zwar etwas breiter geworden, allerdings gibt es keine Sicherung zum allgemeinen Straßenverkehr. Quelle: dpa/Paul Zinken
Bild: dpa/Paul Zinken

Friedrichshain-Kreuzberg - Oberbaumbrücke in Berlin soll breitere Radwege bekommen

Radfahrer sollen auf der Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg erneut mehr Platz bekommen. Die Radfahrstreifen sollen in beide Richtungen um einen Meter auf drei Meter verbreitert werden, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Montag mitteilte. Für den Ausbau werden die zuvor überbreiten Fahrstreifen für den Kraftverkehr von knapp 4,5 Meter auf 3,25 Meter verkleinert.

Markierungen für Radwege wurden erst falsch aufgetragen

Wann genau es mehr Platz fürs Rad auf der vielbefahrenen Brücke geben wird, ist noch unklar, da zunächst die BVG etwa ein Jahr lang die Brücke sanieren wolle. Der Ausfall der U-Bahn über die Spree verkompliziere die Verkehrssituation, hieß es aus der Senatsverwaltung.

Die erneute Veränderung der Platzverteilung ist laut Senatsverwaltung eine Reaktion darauf, dass immer wieder Kraftfahrzeuge auf die Radwege fuhren. Zudem seien die im Herbst 2019 beschlossenen Markierungen nicht richtig aufgetragen worden. Die Oberbaumbrücke, die über die Spree führt und die Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain miteinander verbindet, ist Teil des Berliner Innenstadtrings. Die Brücke wurde ab 1895 fertiggestellt und nach der Wende, 1992, wiederhergestellt. Täglich überqueren etwa 60.000 Fahrzeuge die Brücke. 

Sendung: Abendschau, 09.03.2020, 19.30 Uhr

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24 Kommentare

  1. 24.

    Eine verbreitete Logik, alle anderen für erfahrene Unball verantwortlich zu machen, die man selbst herbeigeführt hat, weil ja partout nicht sein kann, was nicht sein darf.

    So, als wenn alle anderen, die einen Regenschirm aufgespannt haben, dafür verantwortlich sind, dass man selbst nassgeworden ist, weil man selbst keinen dabeigehabt hat.

  2. 23.

    ... die man bekanntlich nicht füttern soll, ich weiß. Ich weiß auch warum ich keine Antwort bekomme. Einfach weil die Zahl frei erlogen war.

    Das gipfelt dann doch tatsächlich daran der BVG die Schuld an dem täglichen Dauerstau zu geben. Solchen verbohrten Fanatikern kann man tatsächlich nur mit Verboten kommen, ein appelieren an den gesunden Menschenverstand ist bei diesen Leuten eine vergebene Liebesmüh.

  3. 22.

    Ein Teil davon habe ich in meinem eben geschriebenen Beitrag zu entschlüsseln versucht, der andere, der ggf. weitaus größere Teil, mag einem Begriff geschuldet sein, der mit "Tr" anfängt.

  4. 21.

    Die Minderheit der Berliner Haushalte besitzt ist ein Kfz. Der Unterschied zwischen Ihren Zahlen und meinen liegt u. a. darin, dass Sie die bloße Anzahl von Kfz. durch die Berliner Haushalte teilen, ich hingegen den Umstand berücksichtige, dass es Haushalte mit zwei, drei und vier Kfz. gibt, die zumeist nutzlos herumstehen.

    Es ist offensichtlich, dass eine Verkehrsart, die nicht nur Platz für den jeweils Fahrenden, sondern auch noch nach vorn und hinten benötigt, mehr Fläche verbraucht als eine Verkehrsart, bei der die Fahrgäste eben diesen Platz nicht benötigen und bspw. in Fußgängerbereichen wie am Alexanderplatz deren Fahrweg auch von anderen benutzt werden kann.

    Gemessen an der Fahrgastzahl der Straßenbahn am Alexanderplatz wäre es so, als würde sich dort eine sechsspurige Hauptverkehrsstraße über den Platz ziehen. Gäbe es diese Autostraße tatsächlich, würde sich nahezu kein Mensch dort auf dem Platz mehr aufhalten wollen.

  5. 20.

    "66% der Berliner Haushalte besitzen eines, Tendenz steigend."

    Dafür hätte ich gerne einen Beleg. Irgendeinen.

  6. 19.

    Ich weiß nicht was man immer von Individualverkehr faselt. Fahren denn die Leute mit dem Bus, Tram, U und S-Bahn alle zum gleichen Ziel? Nein, sie haben auch individuelle Ziele und Absichten. Sie betreiben lediglich eine Art Carsharing, das alle anderen Verkehrsteilnehmer und den Gleichheitsgrundsatz behindert.

  7. 18.

    Autofahren ist offenkundig nicht gescheitert. 66% der Berliner Haushalte besitzen eines, Tendenz steigend. Nur den Autos und deren Flächenverbrauch ist es zu verdanken, dass heute überhaupt noch Flächen und freie Sicht in der Stadt existieren, die man jetzt Gegen den Willen der Anwohner und Wähler zweckentfremdet.
    Auch die Umweltargumente überzeugen nicht. Wenn man Autos aus Hass von roter Ampel zu roter Ampel fahren, grundlos anfahren und bremsen und Umwege fahren lässt, nur des behindern Willens und auch Die BVG mit ihren verschiedensten, flächendeckenden, systematischen Verkehrsbehinderungen folgerichtig nicht nur selbst durch schmutzigste Dieselmotoren die Luft verschmutzen sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer dazu nötigt. Ob Vorrangschaltungen, mitten auf der Straße haltende Fahrzeuge oder die Kapazität für alle 10 Min 1x fahren, für die restlichen 9 durch Busspuren zu halbieren.

  8. 17.

    Zuallererst ist das Konzept "Autofahren" in der Stadt gescheitert. Und zwar deshalb, weil es ein Individualverkehrsmittel ist und als Auto zudem noch hoch belastend. Hoch belastend in puncto Flächeninanspruchnahme beim Fahren wie auch beim Abstellen. Zu über 90% steht es in der Stadt auf wertvollen Plätzen nutzlos herum.

    In abgeschwächter Form ist das Konzept Fahrrad als Individualverkehrsmittel zu überdenken. Damit meine ich, ob und in welcher Weise es als Massenverkehrsmittel für einen Verkehr taugen kann, bei dem sehr Viele das gleiche Ziel haben.

    Am Tauglichsten für die Städte sind die Bahnen, dann die Busse. Die Bahnen deshalb, weil sie ein entsprechend großes Fassungsvermögen haben und ihre Abstellfläche am Rand der Städte. Ansonsten fahren sie, stehen also nicht nutzlos herum. Der Bus ist in der Stadt der "Rumpf-ÖPNV." Bahnen? Das sind in der Stadt zuallererst Straßenbahnen, dann zusätzlich bei Bedienung der oberen und unteren Ebene auch U- und S-Bahnen.

  9. 16.

    Und verursacht zu 80 % die Unfälle? Man braucht kein eigens Auto in der Stadt. Wenn hier also was gescheitert ist, dann der motorisierte Individual Verkehr.

    Wer von "Radfahren ist etwas für den Wald oder fürs Dorf und für die Freizeit aber nicht für Städte." faselt ist vermtl. das letzte Mal vor 50 Jahren gefahren oder zum Vatertag, um die Pappe nicht zu verlieren.

    Gucken sie sich mal wieviele Rad fahren und welche Räder! Dazu müßten sie aber mal die Augen aufmachen, dann passieren auch weniger Unfälle.
    Außerdem sollte man von Fahrradtechnik ein wenig mehr wissen und nicht gerade so den Lenker vom Sattel unterscheiden können.

  10. 15.

    Das Konzept Radfahren in einer Großstadt ist gescheitert, das sollte man sich endlich eingestehen. Bei so vielen Unfällen.
    Radfahren ist etwas für den Wald oder fürs Dorf und für die Freizeit aber nicht für Städte.

  11. 14.

    Solange es kein durchgehendes Netz breiter Radwege gibt macht es Ihrer Meinung nach keinen Sinn einen breiten Radweg zu bauen. Klingt nach einem guten Plan um ein Radwegnetz dauerhaft zu verhindern.

  12. 13.

    Total bescheuert die Radwege auf ca 200m zu verbreitern. Vor und nach der Oberbaumbrücke haben die Radwege deutlich weniger Breite bzw teilen sich den Fahrweg sogar mit der Fahrbahn. Naja...wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder.

  13. 12.

    Frage an die Redaktion:
    Woher habt ihr die Aussage "Täglich überqueren etwa 60.000 Fahrzeuge die Brücke"?

    Die VLB weißt für die Brücke "19.800 Kfz" aus. Selbst wenn ich da noch 10.000 Fahrräder draufreche, komme ich auf nicht mal die Hälfte eurer Zahlen. Könnt ihr das mal bitte begründen?

  14. 11.

    Sie sterben nicht aus diese Autofahrer die meinen sie würden mit den paar Euro alles bezahlen. Das sind auch die diejenigen, die meinen es ist ein Grundrecht das sie Fufgänger und Radfahrer schädigen können. Das nenen sie dann Freihheit. Das ist eine mehr als armselige Definition des Begriffs Freiheit.

  15. 10.

    Als Radfahrer, der auf dem täglichen Arbeitsweg auch Straßenabschnitte ohne Radweg nutzen muß, würde ich einen solchen „STVO-Crashkurs“ DRINGEND auch 80% der Autofahrer*innen empfehlen.

  16. 9.

    HAHAHAHAHAAHAHAHHAHAHAHAHAHHAHHAAHAHHA!
    Auch Fahrradfahrer zahlen Steuern, mit denen die schönen Straßen für den motorisierten Individualverkehr gebaut und saniert werden, also den Ball immer schön flach halten. Außerdem verursachen Sie mir ihrem PKW/LKW Probleme, die wir ohne sie nicht hätten. Demnach ist Ihre hochgelobte Kfz-Steuer ein Tropfen auf den heißen Stein. Der StVO-Crashkurs ist sinnvoll, allerdings noch mehr für Autofahrer*innen, da scheint man schon wieder alles vergessen zu haben.

  17. 8.

    In diesem Fall - wie schon in anderen Beiträgen betont - sehe ich es anders. Die zuvor üppig erscheinende Breite für den Autoverkehr war weniger oder garnicht der Bevorzugung des Autoverkehrs geschuldet, sondern offenbar dem Lichtraumprofil der Straßenbahn. Dabei geht es ja nicht nur um die Breite der Fahrzeuge, sondern auch um den zusätzlichen Sicherheitsabstand.

    Mir scheint hier ein Sieg des Individualverkehrs - wenngleich auch seines umweltschonenden Anteils - gegenüber einem Gemeinschaftsverkehr eingetreten zu sein, der die Verkehrswende konterkariert. Technisch Bewandertere als ich mögen das mit dem Lichtraumprofil noch einmal eingehend überprüfen. Ist es das wert, wenn sich im Zweifelsfall damit eine Option verbaut wird?

  18. 7.

    Eine Steuer, die Fahrradfahrer genauso finanziell an den von ihnen verursachten Kosten beteiligt wie jetzt schon Autofahrer? Super Idee, dann steigen sicher viel mehr Leute aufs Fahrrad um, wenn sie dafür noch ca. 2000 € im Jahr _erhalten_ [sic]!
    (s. https://www.zeit.de/auto/2013-02/Autofahren-kosten-Studie)

  19. 6.

    Wenn Sie der Artikel lesen, werden Sie feststellen, dass diese Maßnahmen nötig waren, weil Autofahrer der Radweg misachtet haben. Vielleicht sollte man also Autofahrern einen regelmäßigen STVO Crash-Kurs vorschreiben.

  20. 5.

    Wann wird endlich eine KfZ Steuer erhoben, die alle Kosten abdeckt? Warum finanziert der Steuerzahler ihren Parkplatz?

    Und wie Führerscheinbesitzer ihre Rechte&Pflichten im Strassenverkehr kennen, sieht man jeden Tag an Raser, Dränglern und Falschparkern.

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