Klimaneutral heizen, bessere Dämmungen - Berliner Grüne wollen zwei Milliarden in "Wärmewende" investieren

So 15.01.23 | 15:42 Uhr
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Archivbild: Handwerker am 15.05.2012 bei der Daemmung der Aussenmauern eines Altbau in Berlin Wedding. (Quelle: dpa/Thomas Koehler)
Audio: rbb24 Inforadio | 15.01.2023 | Ute Schuhmacher | Bild: dpa/Thomas Koehler

Die Berliner Grünen wollen zwei Milliarden Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Wärmeversorgung für die Stadt investieren. Ziel ist es, mit dem Geld bis zum Ende dieser Legislaturperiode (2026) die klimaneutrale Wärmeversorgung zu fördern. So steht es in einem Papier der Grünen das dem rbb vorliegt. Es soll am Montag vorgestellt werden.

Demnach will die Partei eine Milliarde Euro in den nächsten 3,5 Jahren investieren, um beispielsweise fossile Heizungen durch solche zu ersetzen, die mit erneuerbarer Energie betrieben sind. Ein Bonusprogramm wollen sie für den Einbau von Wärmepumpen auflegen. Geothermie soll ausgebaut werden, wo das sinnvoll ist.

Aber auch Abwärme soll künftig besser genutzt und in die Wärmenetze eingespeist werden - etwa aus Restaurants und Pizzerien, Rechenzentren und U-Bahnstationen. Nahwärmenetze wollen die Grünen ausbauen lassen und eine Fachkräfte-Offensive für Klimaberufe starten.

Kosten für energetische Sanierungen auffangen

Die zweite Milliarde soll ausgegeben werden, um Gebäude energetisch zu sanieren. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wollen die Grünen gern in die Pflicht nehmen. Sie sollen Vorbild sein was die energetische Gebäudesanierung angeht. Die Kosten einer energetischen Sanierung sollen über diese Mittel zudem so verteilt werden, dass Mieterinnen und Mieter nicht so stark belastet werden.

Mit diesem Plan konkretisieren die Berliner Grünen eins ihrer Wahlkampfziele. Was davon umgesetzt werden kann, hängt wie bei den Vorschlägen aller anderen Parteien auch vom Wahlergebnis der Wiederholungswahl am 12. Februar ab.

Sendung: rbb24 Abendschau, 15.01.2023, 19.30 Uhr

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31 Kommentare

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  1. 31.

    Wirklich merkwürdig "ziemlich erfolglos"?
    Was ist mit der Wahlwiederholung?
    Eins aber ist erkennbar: ihre häufig wechesnden Kick, erkennbar an den sich immer wiederholten Diffamierungen. Substanziell eher dürftig und wie immer am Thema vorbei.

  2. 30.

    Vermieter sollten gar nicht mehr vermieten sondern nur noch selbst nutzen, für Selbstnutzung bauen und die Mieter sich selber überlassen. So einfach ist das. Diese Anspruchs- und Vollversoegungsmentalität hat inakzeptabele Ausmaße angenommen. Sich auf Kosten derer, die sich etwas aufbauen die E*** zu schaukeln ist inakzeptabel. Das Mieterparadies Deutschland muss zurückrudern und diese Auswüchse beenden und damit Mieter dazu drängen (und auch fördern), sich endlich selber zu kümmern statt von den Leistungen anderer zu leben.

  3. 29.

    Klingt gut - wie die Ankündigung der Grünen, die Strassenbahn zügig wieder zurück in den Westteil der Stadt zu bringen oder eine breiteren Radweg entlang der Heerstraße zu bauen, für den schon Günther hatte Bäume fällen lassen.

    Gut, dass es noch vor RRG Planungen wie die Tram zum U-Bahnhof Turmstrasse gab, die die Grünen nicht mehr haben stoppen können.

  4. 28.

    Kann mir nicht helfen....Bei einigen Usern bekommt man den Eindruck die Synapsen brauchen mehrere Ahrtal's bis sie funktionieren.
    Ein Indikator was uns erwartet ist die Munich Re. Jedes Jahr höhere Unwetterschäden.....
    Die Kostenfrage ist berechtigt....wenn nichts getan wird.
    Wer es immer noch nicht verstanden hat, mit dem Klimawandel kann man nicht verhandeln.
    Die Rechnung kommt, zeitversetzt aber dafür heftig. Für jeden!!!

  5. 27.

    Könnte mir vorstellen, dass man auf Töpfe aus dem Green Deal der EU setzt.
    Berlin allein dürfte schwierig werden.

  6. 26.

    WOLLEN ist keine Wende. Fördern ist wirklich gut, aber nichts Besonderes. Beim Verkehr gab es und gibt es höchstens einen Etikettenschwindel? Gewendet (um 180 grd hat sich nichts im Sinne des Wortes Wende).
    Das Heizen hat super viel Einsparpotenzial. Da lohnt sich jede Anstrengung. Damit dies nicht zu teuer wird, sind solche gewaltigen Anstrengungen nötig, die ganz bestimmte Ideologen nicht bereit sind zu leisten. Mit feststellen und zuteilen.... wird es.... allein nicht klappen....und nur teuer. Dieses wichtige Thema muss ganz anders besetzt werden. Es gilt die Kräfte freizusetzen die von alleine ein Interesse daran haben mit CO2 einsparende Heizungen Geld zu verdienen und billiger werden als bisher.

  7. 25.

    Warum eigentlich nicht? Ist das andere Wärme im Hochhaus oder Mehrfamilienhaus?
    Kann man die Wärme einer Wärmepumpe nicht nach oben fördern?
    Die nutzen doch auch bloß Wasser zum Transport der Wärme.

  8. 24.

    "U.a. sollte hier zukünftig durch Standardbefristung von Mietverträgen mehr hervorgehoben werden, welche Vorteile der Status Eigentümer mit sich bringt im Vergleich zum einfachen Mieter."

    Im Gegenteil, Mieter müssen noch mehr vor solche Raffkes geschützt werden, die denken sie wären im Wilden Wstern wo das Rechts des Stärkeren zählt.

    Aus welchen Land stammen sie denn wo solche Raubrittermethoden legal sind? Oder sind sie extra nach Berlin gekommen weil in ihren Heimtaland solchen Verbrechern einen Riegel vorgeschoben wird?

  9. 23.

    "Bei den Grünen heißt das nur, die Menschen gegen einander aufzuhetzen " Nein, das versucht die rechtsextreme AfD und deren Sprachrohre hier. Nur ziemlich erfolglos wie alles bei dem braunen Haufen.

  10. 22.

    "Hier sollte man dann aber auch Wohnungsbesitzern, die ihre Gasetagenheizung durch eine umweltfreundlichere Heizung austauschen wollen, dieses erlauben und nicht unnötig durch Mehrheitsbeschlussanforderungen (WEG) hier dann den Umrüstungswilligen Steine in den Weg schmeißen. Außerdem muss die neue Heizung schneller auf Mieter umlegbar sein, z.B. 10 Jahre zu jeweils 10%, weil dieser dann dadurch ja auch deutlich an Heizkosten einsparen wird."

    Sie hören sich an wie diese gierieg Heuschrecken die in Berlin eingefallen sind um einen möglichts hohen Reibach zu machen ohne einen Finger krumm machen zu müssen.

    Das sollte der Bund schnellstmöglich unterbinden aber das ist mit einer sPD Geywitz nicht zu machen.

  11. 21.

    Ich kann im Restaurant auch nicht bestellen und sagen der Herr Steffen zahlt. Also sollten hier um bei dem Artikel zu bleiben, der Mieter, der der Nutznießer ist, weil er weniger verbraucht, dann auch die Kosten über einen 10-Jahres-Zeitraum an den Wohnungsgeber zahlen müssen. Nicht immer nur schmarotzend fordern, sondern auch mal selbst die Zeche zahlen wäre hier ein guter erster Schritt.

  12. 20.

    Ach wie drollig ist das denn? Bitte wachen Sie auf und beschäftigen Sie sich dringend mal mit den Grundlagen hinsichtlich wie finanziert sich eine Stadt und landeseigene Betriebe. Die landeseigenen Wohnungsgeber sind ebenso wie der Staat dem Steuerzahler verpflichtet. Warum soll jemand hier für durch Dumpingmieten an Mietschmarotzer verursachte Schulden langfristig aufkommen? Geld wächst nämlich nicht auf Bäumen und es gibt mehr als eine Aufgabe, die Berlin zu finanzieren hat. Wie sooft ist ihr Tunnelblick auch bei diesem Thema wirklich einmal mehr sehr realitätsfern.

  13. 19.

    Wende? Bei den Grünen heißt das nur, die Menschen gegen einander aufzuhetzen

  14. 18.

    "Umbau der Gesellschaft auf allen Ebenen-ideologisch begründet."

    Nein, wissenschftlich begründet aber damit haben Klimawandelleugner so ihre Probleme.

    "Betroffene Bürger werden sich wundern, was die schöne grüne Nachhaltigkeit kostet."

    Folgende Generation werden sich wundern was unsere Untätigkeit und Versäumnisse in Zukunft kosten werden.

  15. 17.

    "Die Landeseigenen sind doch jetzt schon Pleite. Wie sollen die das denn jetzt auch noch stemmen. Und alle Zuschüsse vom Land Berlin sind unser aller Steuergelder, das Geld fällt also auch nicht so einfach vom Himmel (Berlin hat super viele Schulden bereits jetzt)!

    Die ladeseigenen können nicht Pleite gehen oder kann die Bundeswehr pleite gehen? Die stemmen das genau so wie es die Privaten machen, über Kredite und diese Steuergelder sind gut angelegt, besser als sinnloser Autobahnbau.

  16. 16.

    Stimme Ihnen zu, aber nur davon das Deutschland oder Berlin hier voran preschen, wird die Welt nicht zu retten sein. Schauen Sie sich international doch bitte mal um, Polen, Russland, Indien, China und Afrika tun nicht gerade viel für das Weltklima. Solange die Menschen immer noch im Schnitt 2mal pro Jahr in den Urlaub fliegen, der Neubau aus Beton gebauten Häusern weiter voran getrieben wird und die Welt weiter gezumüllt und überbevölkert wird, ist es nicht eine Frage, ob Leben auf der Welt endlich ist sondern vielmehr wann der Zeitpunkt kommen wird. Schätzungen gehen bereits jetzt schon davon aus, dass max. 1 Milliarden Menschen global den Klimakollaps "überleben" werden...

  17. 15.

    Die können investieren wie sie wollen, ich würde diese Partei niemals wählen.

  18. 14.

    Auf der einen Seite die Ideologie - Wärmepumpen retten die Welt. Auf der anderen Seite der leergefegte Wärmepumpen-Markt. Ach ja, und die fachkräftelosen Ausführungsbetriebe nicht zu vergessen. Das führt im übrigen auch dazu, dass sehr sehr viele Wärmepumpen einfach nur installiert werden, und NICHT programmiert. Also Stromfresser, die nebenher Wärme abgeben...Hauptsache gerettet!
    Und bei der Wärmedämmung werden sich 90% aus Kostengründen Polystyrol-Platten an die Wände pappen...nachhaltig!

  19. 13.

    Wer das bezahlen soll?
    Die Geberländer, von denen Berlin am Leben erhalten wird.

  20. 12.

    "Die Grünen, Linken und die SPD haben irgendwie den Kontakt zu den Themen verloren, die die Menschen wirklich bewegen." Welche denn?

    "Erst muss die Eigentumsquote massiv in Berlin gesteigert werden, dann kann man sich mit energetischer Sanierung befassen."

    Warum? Um Banken noch reicher zu machen?

    "Eines der Hauptprobleme der Stadt ist der zu hohe Anteil an Mietern, die aber als Rosinenpicker die Rechte eines Eigentümers meinen zu haben. U.a. sollte hier zukünftig durch Standardbefristung von Mietverträgen mehr hervorgehoben werden, welche Vorteile der Status Eigentümer mit sich bringt im Vergleich zum einfachen Mieter."

    Sie haben eine denkwürdige Auffassung von demokratischen Rechten und unserem Rechtssystem. Die aktuelle Gesetzgebung bevorzugt immer noch einseitig die Rechte von Vermietern.

    Deren Lobbyverbände gehen im Bundestag ein und aus, schreiben Gesetze mit und "spenden" Millionen um sich Parteien und Gesetze zu kaufen.

  21. 11.

    Betroffene Bürger werden sich wundern was es kostet, wenn wir unser Leben nicht nachhaltiger gestalten.

  22. 10.

    Die Landeseigenen sind doch jetzt schon Pleite. Wie sollen die das denn jetzt auch noch stemmen. Und alle Zuschüsse vom Land Berlin sind unser aller Steuergelder, das Geld fällt also auch nicht so einfach vom Himmel (Berlin hat super viele Schulden bereits jetzt)!

  23. 9.

    Hier sollte man dann aber auch Wohnungsbesitzern, die ihre Gasetagenheizung durch eine umweltfreundlichere Heizung austauschen wollen, dieses erlauben und nicht unnötig durch Mehrheitsbeschlussanforderungen (WEG) hier dann den Umrüstungswilligen Steine in den Weg schmeißen. Außerdem muss die neue Heizung schneller auf Mieter umlegbar sein, z.B. 10 Jahre zu jeweils 10%, weil dieser dann dadurch ja auch deutlich an Heizkosten einsparen wird.

  24. 8.

    Die Grünen, Linken und die SPD haben irgendwie den Kontakt zu den Themen verloren, die die Menschen wirklich bewegen. Erst muss die Eigentumsquote massiv in Berlin gesteigert werden, dann kann man sich mit energetischer Sanierung befassen. Eines der Hauptprobleme der Stadt ist der zu hohe Anteil an Mietern, die aber als Rosinenpicker die Rechte eines Eigentümers meinen zu haben. U.a. sollte hier zukünftig durch Standardbefristung von Mietverträgen mehr hervorgehoben werden, welche Vorteile der Status Eigentümer mit sich bringt im Vergleich zum einfachen Mieter. Zur Definition "Miete" = vertragliche, zeitlich beschränkte Gewährung des Gebrauchs einer Sache gegen Entgelt.

  25. 7.

    Wärmepumpen funktionieren nicht ohne Strom. Sie sind zwar nicht schlecht, aber auch nicht gut. Für ein Einfamilienhaus mag es gehen , für mehrstöckige Gebäude , wie zum Beispiel im märkischen Viertel, taugen sie nichts.

  26. 6.

    Von der Idee ein schönes Programm. Wie finanziert das Berlin?

  27. 5.

    Das grundlegende Problem ist, daß die Entscheidung von Menschen getroffen werden, die im Zweifel nur zwei Dinge mitbringen müssen, Weltanschauung und Parteibuch. Nach fachlicher Kompetenz wird nicht gefragt. Die Sternstunden hatten wir gerade im Bereich Innen und Verteidigung. Eigentlich müsste jede "Idee" vorher von einigen Profs und Ingenieuren an einer ausgelosten Uni auf Machbarkeit überprüft werden. Dürfte eine Menge Steuergeld sparen.

  28. 4.

    Was für Sie gut und lange überfällig ist, werden Normalverdiener sehr teuer bezahlen: Umbau der Gesellschaft auf allen Ebenen-ideologisch begründet. Betroffene Bürger werden sich wundern, was die schöne grüne Nachhaltigkeit kostet.

  29. 3.

    Bei der Sanierung von Wohnungen sollten meiner Meinung nach, die Mieter gar nicht belastet werden. Durch klare Zielfefinition wie zb. Kw/m2 könnten die Wohnungsbaugesellschaften konkrete Maßnahmen ableiten und diese dann durch einen Landeseigenen Klimafond decken. Es muss nur konkrete und umsetzbare Ziele geben. Daran krankt es noch! "Klimaneutral" finden Alle toll, die Frage ist, zu welchem Preis für den einzelnen Bürger?!

  30. 2.

    Der Nutzen von Gebäudedämmung wird gern überschätzt, für Nahwärmenetze muss man die Straßen aufreissen und Klimaberufe gibt es nicht, nur IHK-Ausbildungsberufe wie Elektroniker, Anlagenmechaniker SHK etc..
    Und zu guter Letzt: Wo soll im Winter die Wärme herkommen? Von der Sonne schon mal nicht und von der Abwärme der Pizzaria nebenan auch nicht, das reicht einfach nicht.

  31. 1.

    Sehr gut und lange überfällig.

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