Luftreinhalteplan - Auf diesen Berliner Straßenabschnitten gilt bald Tempo 30

Di 19.03.19 | 16:22 Uhr | Von Dominik Wurnig
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Auf der Leipziger Straße in Berlin darf nicht schneller als 30 km/h gefahren werden.
Video: Abendschau | 19.03.2019 | Tobias Schmutzler | Bild: imago/Klaus Martin Höfer

Zur Verbesserung der Berliner Luftqualität will Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther auf 85 Straßenabschnitten Tempo 30 einführen. rbb|24 zeigt Ihnen alle neuen Tempo-30-Bereiche auf einer Karte.

Im Oktober 2018 wurde das Land Berlin vom Verwaltungsgericht verdonnert, endlich mehr zur Reduktion der Stickstoffdioxid-Belastung zu machen. Nun hat Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) im Rahmen des neuen Luftreinhalteplans die Maßnahmen vorgestellt.

Neben Durchfahrverboten auf neun Straßen, wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 85 Straßenabschnitten angekündigt. Auf dieser interaktiven Karte sehen sie alle neuen Strecken, wo man ab Juli nur noch Tempo 30 fahren darf.

Hier soll ab Juli nur noch Tempo 30 erlaubt sein

Quelle: Luftreinhalteplan-Entwurf/Senat UVK

Beitrag von Dominik Wurnig

32 Kommentare

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  1. 32.

    Die Tempo 30 Zonen werden zu mehr Schadstoffausstoß führen, da ein Auto bei Tempo 30 im 3.oder 4. Gang fahren muss und nicht im 5. wie bei Tempo 50. Somit dreht der Motor höher und produziert mehr Schadstoffe. Außerdem wird der Verkehr zähflüssiger. Soviel zur Intelligenz des Berliner Senats, der Grünen und deren Wähler. Hier geht es praktisch nur um ideologische Gründe.

  2. 31.

    Herzlichen Glückwunsch, all diese Straßen sind am Tage durch Stau ohnehin auf eine Realgeschwindigkeit von quasi 0 km/h begrenzt. Und jetzt soll man da auch abends/nachts wenn die Schadstoffbelastung gering ist unter dem Stau am Tage leiden? Blinder, politischer Aktionismus!

  3. 30.

    Gute morgen,
    Das ist ein sehr gute Idee 1Monate das Auto,Motorrad stehen lassen. Dann lieber mit dem Fahrrad fahren durch Berlin.

  4. 29.

    Sie können tun und lassen was sie wollen, wenn sie dafür bezahlen und nicht wie ein Schmarotzer andere für ihren Luxus bezahlen lassen wollen. Mit unserem Geld, unserer Lebensqualität und mit unserer Gesundheit.

  5. 28.

    Ist ja schön, was Sie so alles möchten, geht leider an der wirtschaftlichen, beruflichen und privaten Realität vieler Menschen völlig vorbei. Im übrigen sind mir "motorisierte Egoisten" lieber, sofern sie sich an die Verkehrsregeln halten, als grüne Dauerbesserwisser, die Toleranz ständig einfordern, aber im Verkehrsbereich mit ihren absurden Maximalforderungen völlig vermissen lassen. Soll doch bitte jeder selbst entscheiden, wann er welches Verkehrsmittel benutzt.
    Es soll übrigens Menschen geben, die zugleich Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und ÖPNV-Nutzer sind und sich jeweils anlassbezogen! für das richtige Verkehrsmittel entscheiden.

  6. 27.

    Ihr Vorschlag geht in die richtige Richtung, ich bin für innerorts flachendeckend 30 km/h außer auf der Stadtautobahn (die aber langfristig zurück- oder gar abgebaut werden muß) und wenige Ausfallstraßen wie das westliche Ende der Heerstraße.

    Wozu noch eine Geschwindigkeitsregel, 30 km/h kennt jeder. Der Schilderwald lichtet sich, jeder weiß woran er ist. Bei flächendeckend 30 km/ wird der Verkehr fließender, umwelterträglicher und Unfälle laufen glimpflicher ab.

    Zusätzlich möchte ich bestimmte Innenstadtbereiche komplett für den motorisierten Verkehr sperren, Ausnahmen gäbe es nur für Handwerker, Ärzte, Behinderte usw.

  7. 26.

    1 Woche? Bitte ein Jahr! Zum einen merken dann viele Leute wie überflüssig ihr Auto ist und alle Berliner wie schön es ist wenn man nicht von motorisierten Egoisten terrorisiert wird.

  8. 25.

    Was ist mit der Drakestraße? Hier rasen die Autos am Wochenende und nachts, wie auf der Autobahn?

  9. 24.

    Ich bin dafür dass wir sämtliche Kraftfahrzeuge und jegliche technische Innovation verdammen und wieder in Höhlen leben. So wie unsere Öko-Freunde die alle Automobile verteufeln.
    @Uwe
    Ja, wir sollten auch die Geschichte zurückschreiben und die Mauer wieder aufbauen!.....Mann, Mann! Merkst du noch was???

  10. 23.

    Es wird nichts bringen für die Luft, denn man kann tagsüber kaum viel schneller als 30 fahren und die meisten Abschnitte sind zu klein. Dann könnte man noch den Wind bitten, nur aus einer günstigen Richtung zu wehen.

  11. 22.

    Dann hat nik nix verstanden. Viel Spaß Spaß beim Weiterrätseln.

  12. 21.

    So ist das, aber das wäre ja mit Realitätssinn und echten Veränderungen und auch noch Arbeit verbunden. Symbolpolitisch für das eigene Klientel Schilder aufstellen ist viel schöner. Was hier jemand geschrieben hat, dass die verschiedenen Gruppen immer stärker GEGENEINANDER ausgespielt werden, stimmt völlig. (Fahre meist Rad und abends Auto, Sicherheitsfrage.)

  13. 20.

    Bravo, Frau Günther! Weiter so!
    Jeder Kilometer mit Tempo 30 bringt ein bisschen mehr Sicherheit in den Straßenverkehr (z.B. schon durch die kürzeren Bremswege), vermindert den Straßenlärm, (Reifengeräusche werden leiser, und auch das Beschleunigen und Abbremsen macht weniger Krach), führt zu einer Verringerung des aufgewirbelten Feinstaubs, ... und ... und.
    Ein prima Schritt, der gerne noch größer werden darf.

  14. 19.

    Die werden sich auf Fahrräder spezialisieren. Die Abzocke der Tankstellen, Autowerkstätten und Autoversicherungen wird aber erstmal vorbei sein.

  15. 18.

    Ich wär dafür innerhalb des Berliner Rings Tempo 30 auf allen Strassen. Und Einfahrverbot nach Berlin für Autos aus den Umlandgemeinden

  16. 17.

    Was für geistige Sprühwurst hier wieder verbreitet wird.. bitte - fahrt dort einfach mal lang! Und zwar nicht nachts um 2. Und VERSUCHT einfach, geblitzt zu werden... das geht nicht! Da ist immer Stau. Da kann man nicht schneller fahren. Und die Avus zählt morgens auch dazu, ab Hüttenweg.

    Alle, die hier so ominöse Dinge äußern (danke nik für die Zusammenfassung) sind sicher bereits länger nicht mehr (mit dem Auto tagsüber) in Berlin unterwegs gewesen, oder?

    Außer beim Bus-Streik rollt da nämlich nix. Außer der Rubel, beim Tankwart...

  17. 16.

    Es wird immer schikanöser und der Schilderwald wächst und wächst. Wie kann eine Senatsverwaltung nur einen derartigen Unsinn beschließen?
    Lärm- und Abgasreduzierung ließen sich auf anderen Wegen erreichen: Umfangreiche Straßensanierungen mit Flüsterasphalt, "grüne Wellen" bei Tempo 50 auf Hauptstraßen, ein massiver Ausbau des gesamten ÖPNV und ja, auch Ausbaumaßnahmen zur Bündelung des Autoverkehrs (A100-Verlängerung, TVO, TVN). Als Bewohner der südlichen Innenstadt erlebe ich den Dauerstau ringsherum, hat übrigens viel mit der nie realisierten Westtangente zu tun, auch wenn bestimmte Kreise das nicht hören wollen.
    Warum hört man eigentlich so wenig von der Opposition und dem ADAC? Viele Autofahrer sind hart arbeitende Menschen, die mit ihrem Steueraufkommen nicht unerheblich zur Finanzierung des Berliner Haushalts beitragen, sie haben diese Politik einfach satt!

  18. 15.

    Wir sollten die Autos einen Monat stehen lassen und sehen was Werkstätten, Tankstelle und alle rund ums Auto so machen.

  19. 14.

    Trauriger Aktionismus...
    Werte Politikerinnen und Politiker, sorgt doch besser für p bezahlbare Mieten, Verpflichtet die Immobiliengesellschaft zur Gemeinnützigkeit, raus aus der Immobilienspekulation. Bei Vermietung muss die Arbeitsplätznähe bevorzugt berücksichtigt werden, dann wird auch weniger gefahren werden. Berliner müssten nicht abwandern und lange Strecken fahren müssen, sich nicht durch die neuen 30iger Abschnitte quälen müssen . Dies würde sich langfristig auch auf die Luftqualitätswert auswirken.
    Wer von den Immobilienunternehmen nicht mitspielt, enteignet diese. Müssen wir Berliner befürchten, das ihr vielleicht selber bei den Immobilienspekulation involviert seit und daher an den falschen Stellrädern dreht ?

  20. 13.

    Der Grund, weshalb sich niemand daran hält, ist doch offensichtlich: Anders als vor Schulen oder bei baulichen Maßnahmen rechnet keiner mit so einem Quatsch, schon gar nicht alle paar hundert Meter. Das sollte wirklich dringend überdacht werden. Mein Vorschlag: Tempo 40 in der ganzen Stadt, überall. Dann kann man sich wenigstens wieder auf den Verkehr konzentrieren und muss nicht sinnlose Schilder beachten.

  21. 12.

    Warum nicht gleich auch auf der Avus und Berliner Ring?

  22. 11.

    "Irritierend" ist vor allem, wie "Neo" sich hier sprachlich ereifert, ohne nennenswert etwas inhaltlich zu sagen:

    bescheuerten Flickenteppich - dämlich - Wessiland - geistige Zentralverriegelung - offensichtlich - unsinnige Aktionismus - Opium ins Volk streuen [!sic] - auszuspielen - völliger Inkompetenz - bis aufs Messer

    Sorry, aber das ist im Hinblick auf den Diskurs einfach nur Banane.

  23. 10.

    Gibt es schon einen neuen Luftreinhalteplan? Andere Medien meldeten, dass es sich bisher nur um einen noch nicht im Senat abgestimmten Entwurf halten solle.

  24. 9.

    Freut mich natürlich als Berliner. Dürfte 'ne gute Einnahmequelle werden.

  25. 8.

    Danke für diesen Kommentar ,es ist irritierend, dass RRG überhaupt noch gewählt wird.

  26. 7.

    Die Aktion dient nur der Abzocke durch die Polizei.
    Sinnvoller ist die Verkehrsleitstelle aufzulösen, da hier nur der Stau erzeugt wird. Ferner muss der Verkehr aus dem Umland weitgehend vor der Stadt abgefangen werden, dazu braucht man natürlich P+R und den VBB B-Bereich innerhalb des Berliner Ringes.
    Sinnvolles Denken kann man leider von den aktuellen Politikerinnen und Politiker nicht erwarten!!

  27. 6.

    Das ist doch reiner Aktivismus- auf diesen Straßen kann man sowieso nicht schneller fahren, weil sie immer verstopft sind- was soll der Quatsch?

  28. 5.

    Was ein bescheuerten Flickenteppich. Wer ist so dämlich, diese Abschnitte so festzulegen, als jemand der 1986 aus Wessiland nach Berlin zugewandert ist.
    Die geistige Zentralverriegelung ist offensichtlich. Dieser unsinnige Aktionismus, um Opium ins Volk zu streuen, Autofahrer gegen Fußgänger und Radler auszuspielen anstatt sich dem eigentlichen problemlos widmen. Das ist das Ergebnis völliger Inkompetenz. RRG bekämpft die, die hier Steuern zahlen bis aufs Messer.

  29. 4.

    Hallo rbb-Team,
    wie wär's mit einem wirklich investigativen Beitrag zu diesem Thema. Einfach mal selbst versteckt die vorbeisausenden Fahrzeuge in den aktuellen mit Tempo 30 wegen Luftreinhaltung geschilderten Abschnitten messen: Ergebnis wird sein, dass sich - sofern grad nicht so viel los ist - kaum jemand die 30 einhält. Schön bspw. am Kulturforum nördlich der Potsdamer Brücke zu beobachten. Frage an die Politik: Was nützt geschildertes Tempo 30, wenn sich nur wenige dran halten? Frage an Politik + Polizei: Warum wird hier nicht stets und ständig "geblitzt"?

    PS: Bitte im Beitrag korrigieren: es sind keine Tempo-30-ZONEN. Sondern einfach Tempo 30. Das ist ein Unterschied, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tempo-30-Zone#Rechtliche_Situation_in_Deutschland

  30. 3.

    So ein kompletter Unsinn.

    Baut lieber endlich den Nahverkehr vernünftig ins Umland aus, dann braucht ihr solche unsinnigen Konzepte nicht.

  31. 2.

    Das riecht nach Stop and Go. Lecker, lecker Stickoxide. Und davon jede Menge mehr...

  32. 1.

    Voll o.k., kann mich nicht erinnern, dort tagsüber je schneller gefahren zu sein... Staubedingt natürlich.

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