Ein Verkehrsschild "Verbot für Kraftfahrzeuge" mit dem Zusatz "Gilt für Diesel"
Audio: Inforadio | 27.08.2019 | Sebastian Schöbel | Bild: dpa

Daten der Verkehrsverwaltung - Neuanmeldungen von Diesel-Pkw in Berlin sinken weiter

Der Diesel verliert in Berlin weiter an Boden: Von den neu angemeldeten Autos machen sie im Schnitt nur noch rund ein Viertel aus. Das geht aus Zahlen der Verkehrsverwaltung hervor. Die AfD interpretiert die Zahlen anders.

Der Diesel ist in Berlin weiter auf dem Rückzug. Das geht aus Zahlen der Verkehrsverwaltung zu neu angemeldeten Pkw vor, die dem rbb vorliegen.

Zwischen März und Juli 2019 wurden zwar geringfügig mehr Diesel-Pkw angemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, nämlich 61. Allerdings wurden in dieser Zeit auch deutlich mehr Benziner angemeldet als im Vorjahr: 3.362 Fahrzeuge. 

Die AfD interpretiert die Zahlen dennoch als Vertrauensbeweis für den Diesel: Die Daten würden belegen, dass sich die Berliner nicht "von den Weltuntergangsszenarien des Berliner Senats irritieren" ließen, so der verkehrspolitische Sprecher Frank Scholtysek.

AfD glaubt weiter an Diesel

Der rot-rot-grüne Senat hatte zuletzt Dieselfahrverbote und Tempo 30 zur Luftreinhaltung auf mehreren Straßen eingeführt. Dennoch, so Scholtysek: "Vielfahrer, zu denen auch die Pendler zählen, können und wollen darauf nicht verzichten."

Tatsächlich aber sinkt der Anteil der Diesel-Pkw bei den Neuanmeldungen in Berlin drastisch: 2018 lag er noch bei rund 27 Prozent, 2014 sogar bei fast 40 Prozent. Im Schnitt hatte damit nur noch jeder vierte neuangemeldete Pkw in Berlin einen Diesel-Motor.

Die Luftreinhaltungsmaßnahmen des Senats dürften für die Neuanmeldungen in diesem Jahr kaum eine Rolle spielen: Laut Verkehrsverwaltung hatten alle neuen Diesel die Abgasnorm 6 und sind damit von Fahrverboten ausgenommen.

Beitrag von Sebastian Schöbel

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3 Kommentare

  1. 3.

    Man müsste es so machen wie in Japan. Bevor man ein Auto anmelden darf, muss man nachweisen, dass man einen Parkplatz hat.

  2. 2.

    Ich nich....
    Da der Antriebsquelle mit Wasserstoff der Klimaneutralste ist, sollte dieses Technologie auch vom Bund endlich mla gefördert werden. Die E-Fahrzeuge haben durch deren Herstellung der Batterien eine verheerende Bilanz.
    Der Diesel hat im Vergleich zum Benziner die höhere Energiedichte und als Lastmotor ist ein Diesel für Langstrecke geeignet, wenn im günstigen Drehzahlband gefahren, weniger verbraucht, weniger CO2 emittiert und mit Harnsäureinjektion sehr wenig NoX verursacht. Da kann kein Benziner mithalten.
    Wenn das CO2, das in der Atmosphäre ist, durch Filtertechnik gebunden und zu Kraftstoff gewandelt würde (die Technologie ist in Erforschung in Schleswig-Holstein) könnte die Bilanz auch gehalten werden werden.
    Abgesehen davon muss in Großstädten dringend der ÖPNV und das Fahrradwegenetz um- und ausgebaut werden um Kfz herauszuhalten.

  3. 1.

    ....hmmm ... es gibt in Berlin, unabhängig von den Neuzulassungen, etwa 3300 Elektroautos. Davon sind Garantiert mehr als 2/3 Firmenzulassungen. Wer glaubt an E-Autos ?

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