Stickoxide in Berlin (Quelle: rbb/Caroline Winkler/Martina Springmann)
rbb/C. Winkler/M. Springmann
Video: Abendschau | 12.12.17 | Robin Avram | Studiogast: Regine Günther | Bild: rbb/C. Winkler/M. Springmann

Stickoxid-Messreihe von rbb|24 und TU Berlin - An diesen Berliner Straßen herrscht Abgasalarm

Mehr Berliner als bislang bekannt sind zu hoher Stickoxid-Belastung ausgesetzt - das zeigen Messungen von rbb|24 und der TU Berlin. Das Problem ist flächendeckend: An 73 Standorten liegen die Werte über dem Grenzwert. Unsere Datenanalyse zeigt die Belastung in Ihrer Nähe.

Das rbb-Rechercheprojekt "abgasalarm" wurde - gemeinsam mit dem "abgasalarm-" Rechercheprojekt des SWR - für den internationalen Rundfunkpreis "Prix Italia 2018" nominiert und in die Shortlist aufgenommen.

Unsichtbar und gesundheitsgefährdend: Stickoxide sind eines der größten Umweltprobleme des Landes Berlin. Recherchen von rbb|24 zeigen: Weitaus mehr Einwohner als bislang bekannt sind von einer zu hohen Stickoxid-Belastung in der Atemluft betroffen. Dass Berlin nicht nur an einigen Stellen, sondern ein flächendeckendes Luftverschmutzungsproblem hat, zeigt eine aufwändige Stickoxid-Messreihe, die der Rundfunk Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) durchgeführt hat. Viel Verkehr und dichte Bebauung sind dabei die wichtigsten Faktoren für viel zu hohe Werte, die an 73 Berliner Straßen gemessen wurden.

Infografik Die zehn höchsten Stickstoffdioxid-Werte in Berlin
| Bild: Martina Springmann

Die höchste Belastung, die rbb|24 im Messzeitraum Oktober/November 2017 festgestellt hat, gab es mit 77 Mikrogramm am Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg. Gesetzlich erlaubt ist im Jahresmittel nur eine rund halb so hohe Belastung von höchstens 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Auch am Kurt-Schumacher-Damm (74 Mikrogramm) und am Kleinen Tiergarten (72 Mikrogramm) ergab die vierwöchige Messung eine extrem hohe Durchschnittsbelastung. Das Land Berlin hatte 2016 nirgendwo mehr als 66 Mikrogramm im Jahresdurchschnitt gemessen.

Messreihe schließt viele Lücken

Bis zur rbb-Messkampagne gab es für viele Berliner Kieze keine verlässlichen Zahlen. Das Land Berlin misst nur an 39 Standorten. "In Reinickendorf, Pankow, in Teilen von Prenzlauer Berg, oder in den östlichen Randbezirken, gibt es keine einzige Stelle, an der der Senat misst", sagt der Umweltchemiker Wolfgang Frenzel von der TU Berlin. Er hat die Messkampagne koordiniert, um diese Datenlücken zu füllen. Auch an den Stadtautobahnen wird kaum gemessen.

Studierende der TU stellten deshalb an 110 Standorten -  also an rund dreimal mehr Orten als der Senat - sogenannte Passivsammler auf: eine wissenschaftliche, lang etablierte Methode, die die Behörde auch selbst einsetzt.

Das Ergebnis: "Die Stickoxid-Grenzwerte werden in Berlin flächendeckender und stärker überschritten, als die bisher verfügbaren Messungen des Senats es zeigen", fasst Wolfgang Frenzel die Zahlen zusammen. Es gibt zahlreiche Straßen, an denen die Luftverschmutzung weit höher ist als bisher bekannt.

Alle Ergebnisse erfahren Sie auf unserer interaktiven Karte - und auch, wie hoch die Belastung in ihrer Nähe ist.

#abgasalarm-Karte

Jeder Punkt entspricht einer Messstelle. Wenn Sie einen Punkt anklicken, erhalten Sie den Stickstoffdioxid-Wert. Sie können nach Adressen suchen und so nahegelegene Messstationen finden. Dazu Straßennamen + Hausnummer eingeben. Sie können sich auch nur die Messstellen oberhalb des Grenzwerts oder nur die landeseigenen Messungen anzeigen lassen. Wichtiges zu Messmethode und Datenauswertung finden Sie in der Infobox am Ende des Beitrags.

Verteilung aller Messstationen


 

Ein Jahr weniger Lebenszeit an vielbefahrenen Straßen

Die Auswirkungen von Stickoxiden auf die Gesundheit sind groß: Die Lunge und das Herz-Kreislaufsystem werden belastet. Die Atemwege können sich entzünden, was negative Auswirkungen anderer Luftschadstoffe wie Feinstaub verstärkt. Folgen können Atemnot, Bronchitis, Lungenödem und Lungenfunktionsminderung sein. Besonders gefährdet sind chronisch Lungenkranke wie Asthmatiker, aber auch Senioren und Kinder.

"Im Mittel leben wir alle durch die Belastung durch Feinstaub und Stickoxid zehn Monate kürzer. Wer an einer starkbefahrenen Straße lebt, hat dabei eine höhere Wahrscheinlichkeit, mehr Lebenszeit zu verlieren als im Durchschnitt", sagte Umweltmedizinerin Barbara Hoffmann von der Universität Düsseldorf. Die Europäische Umweltagentur hat eine Hochrechnung erstellt, wonach 2016 in ganz Deutschland 12.860 Menschen wegen Stickoxiden vorzeitig starben. "Ich halte die Hochrechnung unterm Strich für seriös", sagt Hoffmann.  

Infografik Stickstoffdioxid-Messung an der Autobahn

Umwelthilfe: Fahrverbot rückt näher

Zwischen 1990 und 2010 ist der in Deutschland gemessene Anteil von Stickoxiden in der Luft deutlich gesunken. Seitdem verringert sich der Ausstoß allerdings kaum noch. Einer der Hauptgründe liegt im Dieselskandal: 2015 wurde bekannt, dass Dieselautos von Volkswagen ein Vielfaches mehr an Stickoxid ausstoßen, als am Prüfstand gemessen. Nach und nach wurde bekannt, dass dies auch bei Dieselfahrzeugen anderer Marken der Fall ist. Wenn die Hersteller der angeblich sauberen Diesel-Autos sich an die Umweltauflagen gehalten hätten, wäre die Belastung weitaus geringer.

Wegen der anhaltenden Luftverschmutzung hat die EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat rund 60 Kommunen verklagt, weil die Grenzwerte überschritten werden – auch die Hauptstadt. "Der Berliner Senat wird durch diese Veröffentlichung des rbb stärker unter Druck kommen, etwas zu machen", sagt Jürgen Resch, DUH-Geschäftsführer. "Es wird nicht reichen mit Tempo-30-Zonen zu arbeiten. Berlin kommt um ein Fahrverbot nicht herum."

Voraussichtlich im Frühjahr 2018 wird die Klage gegen das Land Berlin verhandelt, die den Senat zu Fahrverboten zwingen könnte. "Diese Messergebnisse sind erschreckend. Wir sind uns sicher, dass auch das Gericht beeindruckt sein wird," sagt Resch weiter. In dem Verfahren will die DUH die Messergebnisse von rbb|24 und der TU Berlin einbringen und eine amtliche Nachuntersuchung erzwingen.

Schutz gegen Stickoxid nur schwer möglich

Betroffene können sich kaum gegen die Belastung durch Stickoxide schützen. Atemschutzmasken oder Luftfilter können die kleinen Moleküle nicht aufhalten. Jedoch zeigen die rbb-Messungen sowie Forschungsergebnisse, dass es zum Teil große Unterschiede in der Belastung auf der Straßenseite und in Innenhöfen gibt.

Infografik: Stickstoffdioxid-Werte: Straße und Innenhof im Vergleich

So wurde vor dem Haus des Rundfunks an der Masurenallee eine Belastung von 53 Mikrogramm gemessen, im Innenhof aber nur ein Wert von 30. Die Messung im 1. Stock der Eylauerstraße in Kreuzberg zeigt ein ähnliches Bild: Straßenseitig wurden 42 Mikrogramm gemessen, 31 Mikrogramm im Innenhof. Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat dementsprechend eine klare Empfehlung: "Nicht zur Straßenseite lüften bei hohem Verkehrsaufkommen."

Infografik Schematische Darstellung: Stickstoffdioxid Ausbreitung an windarmen Tagen

Besonders an windarmen Tagen verteilen sich die Stickoxide nicht gleichmäßig in der Stadt. Diese strömen dann nach oben ab und verteilen sich in der Atmosphäre. Wenn Wind weht, können sich auch die Schadstoffe in der Stadt besser verteilen - das führt an punktuellen Hotspots zu einer Entlastung, umgekehrt werden dann aber auch sonst verschonte Gebiete belastet.

Infografik: Schematische Darstellung der Ausbreitung von Stickstoffdioxid an windreichen Tagen

Bessere Luft herrscht meist auch in weiter oben gelegenen Stockwerken. So belegen beispielsweise Messungen am rbb-Gebäude in der Masurenallee, dass die Stickoxid-Werte nach oben hin tendenziell abnehmen. Das zeigt, wer am stärksten von Luftschadstoffen betroffen ist: Bewohner großer Straßen in den untersten Stockwerken. Genau dort, wo die Mieten tendenziell günstiger sind und oft Menschen leben, die nicht so viel Geld haben.

Infografik Stickstoffdioxid nach Stockwerken

Wichtiges zu Messmethode und Daten

  • Wie wurde gemessen?

  • Wie wurden die Messorte ausgewählt?

  • Wie genau/valide sind die Ergebnisse?

  • Warum sind die Messwerte so unterschiedlich?

  • NO, NO2, Stickoxid: Was ist was?

  • Welche Grenzwerte gibt es?

Projektbeteiligte:

Daten: Dominik Wurnig, Kira Schacht, Götz Gringmuth-Dallmer

Text/Video: Robin Avram, Dominik Wurnig, Raphael Jung

Technische Entwicklung: Manuel Reich, Arne Schlüter, Jenny Gebske

Grafik: Martina Springmann, Caroline Winkler

Redaktion: Friederike Steinberg, Karin Losert

Sendung: Abendschau, 12.12.2017, 19.30 Uhr

Kommentar

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97 Kommentare

  1. 97.

    Die Regierung beschließt Fahrverbote für eine bessere Luft. Doch wen trifft es mal wieder? Den Bürger, der am Ende der Kette steht. Der sich vielleicht ein Diesel gekauft hat, weil es für ihn die günstigste Alternative war. Die Dieselfahrverbote soll nicht mal alle Dieselfahrer treffen, sondern nur den Bürger. Betroffene Firmen sollen Sonderregelungen bekommen und der ÖPNV (der an manchen Messstationen mit 7 Verschiedenen Buslinien lang fährt und davon fahren die meisten im 5 - 10min Takt !!)auch. Aber klar die einzelnen Dieselautos sind schuld. Die Flugzeuge und Ausflugsdampfer natürlich nicht, wo man förmlich den Dreck fast sieht den die in die Luft abgeben. Die Dieselfahrer sollen eventuell für Nachrüstungen bezahlen. Für Sachen die die Autoindustrie falsch gemacht hat! Aber lass den Bürger dafür bezahlen. Die Lösung wäre ein Verbot für einen verkauf von Neuwagen, so führt das nur zu einer Verlagerung der orte. Für mich einfach nur total unverständlich die Beschlüsse

  2. 96.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    um es trotz intensiver Beschäftigung mit dem Thema kurz zu machen:
    Die ganze Absurdität der Diskussion zeigt sich exemplarisch an drei Fakten:
    1. Kann der "tendenziell arme" Bewohner des ersten Stocks ruhig nach vorne raus lüften. In seiner Wohnung gilt ja der Innenraumwert von 60ug/m3.
    2. Experten, wie Hr. Prof. Hans Drexler / Erlangen sagen z.B. "Auch bei 100 Mikrogramm NO2 sehen wir noch keinen Effekt, der krank machen kann."
    3. Für den Verkehrspolizisten, der auf einer stark befahrenen Kreuzung den Verkehr regelt, gilt der MAK-Wert von 950ug/m3. Ist ja sein besonders belasteter Arbeitsplatz.
    Mit freundlichen Grüßen
    Lothar Schenk

  3. 95.

    Zwei Hausblöcke weit vom Görlitzer Bahnhof (77 Mikrogramm) wohnte ich als Kind. Seit Jahren wohne ich in Nähe der Meßung am Kurt-Schumacher-Damm (74 Mikrogramm). Dazu arbeitete ich mehrere Jahre in Nähe der Meßstelle an Heinrich-Heine-Straße (60 Mikrogramm) und in Nähe der Meßstelle an Albertinenstraße (49 Mikrogramm). Also, über den Daumen scheint kein Unding zu behaupten dass ich schon seit 6 Jahren nur Luft atme welche mit über grenzwert-liegender Stickstoffbelastung (wobei ich selbst kein Auto habe).

    Was wohl erklären würde warum mir manchmal die Lunge schmerzt, etwas was ich vor Jahren nie erlebt hatte und weswegen ich nun manchmal aufwache und nicht wieder einschlafen kann (auch wenn von mir erwartet wird dass ich gefälligst ausgeruht zur Billigarbeit zu erscheinen habe, was ansonsten als sanktionsbehaftetes sozialwidriges Verhalten eingestuft während sich die Herrschaft mit tonnenschweren Schlitten und Adel mit Privatjets wohl als vorbildlich gilt).

  4. 94.

    1. Mehr Bäume und Sträucher

    2. Bessere Förderung von Elektroautos, bessere Elektroauto-Aufladestation-Struktur

    3. Bessere Radfahrbedingungen (wird ja anscheinend schon dran gearbeitet dank Investitionen von 20 Mio.)

    4. Kostenloser ÖPNV

    5. Fahrverbote

  5. 92.

    Da hat also mal jemand völlig weltfremde Grenzwerte festgelegt in der irrigen Meinung, die könne man mit modernen Autos problemlos einhalten, dann lass uns mal das so machen. Jahre später bricht dann eine Hysterie aus, die keiner mehr stoppen kann. Statt die Grenzwerte auf realistische Werte zu setzen, muss nun unbedingt dieser Quatsch eingehalten werden. Wer verklagt denn mal die EU nachzuweisen, warum diese Grenzwerte so liegen? Wo liegen denn all die Leichen, die dem Stickoxid zum Opfer gefallen sein sollen? Wenn heute ne 95-jährige Oma fünf Minuten früher stirbt, weil die Luft über dem Grenzwert liegt, dann muss rundherum das Leben aller anderen auf den Kopf gestellt werden. Am besten Ihr reißt gleich noch ein paar Häuser ab und sät 'ne Wiese. Dann ist gute Luft, nur eben keine Stadt mehr. Nur schade wenn die Oma dann an Heuschnupfen 5 Minuten früher stirbt. Waldsterben überlebt, Laktose-Intoleranz u.Glutenunverträglichkeit, jetzt eben Stickoxide: Sorgen so ohne Krieg u. Hunger OmG

  6. 91.

    Da Berlin eine Stadt mit viel Flugverkehr ,ich halte ich die Meßergebnisse für falsch,ein Flugzeug hat den 10tausendfachen NOx-Ausstoß eines Diesel-PKW da sich die Abgase alle mit dem Wind verteilen, müssen die Stickoxide nicht von den Autos stammen,es steht ja keine Herkunft daran,warten wir ab, wann es die Umweltplaketten für Flieger gibt. Mir fehlt die Sachlichkeit und Kompetenz in dieser Diskusion,die auch durch die Politik mit viel Inkompetenz geführt wird!

  7. 90.

    Kleiner Hinweis, auch an die Vorredner: Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels! Es geht hier nicht um Sklaverei, sondern um Stickoxid. Danke!

  8. 89.

    Ich kann täglich drüber lachen! Es werden keine Autos ohne Umweltplakette kontrolliert, wenn sie nicht zufällig vor dem Ordnungsamt parken. Fahren ist denen wumpe!!!
    "Jammern auf hohem Niveau"! Nehmt die Öffis, die BVG fährt zumindest auch im Winter regelmäßig!
    Verschwindet mit euren Drecksschleudern aus der Stadt!

    Ich kann keine Staus, zugeparkte Radwege, Autos auf Gehwegen, LKWs an Sonntagen und hupende Idioten in Einzelbeförderung mehr sehen!!!

  9. 88.

    Es ist und bleibt "Sklaverei". Das gesellschaftliche System, das Establishment, will das so.
    Ich erinnere an die Präposition "Dienst". Woher kommt das Wort? Woher leitet sich das Wort "Service" ab?
    Im Angesicht des technologischen Vorsprunges, eine Frage: woher kommt es das die Menschen immer noch mehr als 8h in Vollzeit arbeiten müssen? Die Arbeit geht doch viel schneller, eigentlich, aber nein man muss trotz der Technologie mehr und mehr schaffen, das ist unter Berücksichtigung des Lebensunterhalts egal in welcher Berufswahl, moderne Sklaverei.
    Sie wohnen entweder auf einem anderen Planeten oder sind Ruheständler und/oder hatten früher nicht so viel zu tun.
    Und zu allem Überfluss gehen einem die Ökos jetzt noch mit ihrem blöden Abgas-Quatsch auf den Geist, während dessen in den anderen Staaten die Menschen in Ruhe gelassen werden, erleidet die dt. Bevölkerung immer wieder Zwangsaktionismus.

  10. 87.

    Da fragt man sich doch echt, warum es manche Leute gibt, die den Kurzfrist-Arbeitsplatz-Grenzwert von 950 Mikrogramm pro Kubikmeter zum Maß aller Dinge machen wollen. Unter dem folgenden Link findet sich eine Erklärung zu den unterschiedlichen Grenzwerten:

    https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft

    Übrigens sind die 40 µm/m³ für die Außenluft auch nur ein willkürlicher Grenzwert. Stickstoffdioxid hat bereits bei geringeren Konzentrationen schädliche Auswirkungen. Mit einem weiteren Absenken des Grenzwertes ist in wenigen Jahren zu rechnen. In der Schweiz und in Österreich gelten bereits 30 µg/m³ als Grenzwert.

  11. 86.

    Ich dankek dem rbb für diese Untersuchungen!
    Hier werden gesetzliche Grenzwerte z.T. massiv überschritten. Es ist ein Unding, dass das bisher ohne Konsequenzen blieb! Es wurde jahrelang nichts getan. Es wurde jahrelang Betrügersoftware der Autohersteller eingesetzt. Jetzt ist genug mit Experimentieren und Kleinreden. Jetzt müssen Fahrverbote her!

  12. 85.

    Wie wäre es mit Berliner Bügeln zum Parken von Fahrrädern und Lastenrädern auf den bestehenden Autoparkplätzen vor allen Bildungseinrichtungen, wie z.B. Kitas, Horten, Schulen, Bibliotheken, Volkshochschulen, Hochschulen, Universitäten. Zumindest soweit dort nicht bereits Busspuren oder Radschnellwege geplant sind. Eine Konversion von Autoparkplätzen zu Fahrradparkplätzen kann auch sinnvoll den gesunden Verkehr erleichtern zu U- und S-Bahnhöfen, öffentlichen Mensen, Bürgerämtern und Rathäusern, Kinos, Kirchen und Gemeindezentren etc. pp. ... So kann konkret vor Ort den sauberen Verkehrsmitteln der Vorrang eingeräumt werden. Aktuell scheinen viele Bezirke relativ offen für solche Anträge von entsprechenden Einrichtungen. Es ist viel mehr Initiative und Druck von vor Ort nötig, um die Verkehrswende voranzubringen ;)

  13. 84.

    Hallo,
    mir ist schon klar, dass wenn ich Ihre Meßkampagne als unqualifizierte Panikmache bezeichne, dann lesen Sie nicht weiter, deshalb vergessen Sie bitte den Satz. Mir geht es um eine emotionsfreie, offene wissenschaftlich fundierte Beurtreilung der NOX Situation. Deshalb möchte ich zu bedenken geben, dass in Deutschland der Wert von 60µg/m³ für das Wochenmittel gelten, was bei zusätzlich einer 10% igen Meßungenauigkeit schon einige Messstellen aus dem kritischen Bereich heraus fallen ließe. Aber auch diese Argumentation wäre unsinnig! Bitte beachten Sie, dass diese "40µg/m³" eine Grenze für JAHRESMITTELWERTE darstellen! Wie Sie selbst erklären, hängt der aktuelle Meßwert von vielen meteorologischen Parametern ab, die ich jahreszeitlich grundsätzlich ändern... D.h. wenn Sie wirklich eine seriöse Aussage zur NOX Situation machen wollten, dann hätten Sie mindestens den Messzeitraum von einem Jahr wählen müssen, besser 2-3 Jahre. Ich befürchte, so sehen es auch die Richte.

  14. 83.

    Dies ist ja einer der Hauptgründe weshalb dieser innerstädtische Flughafen geschlossen werden muß.

  15. 82.

    Wichtig wäre in der ganzen emotional geführten Diskussion Fakten und wissenschaftliche Einschätzungen auf den Tisch zu legen.In Berlin gibt es viel Flugverkehr,jedes Triebwerk eines Flugzeuges stößt das tausendfache an NOx als ein PKW aus.Über Flugverbote hat komischerweise noch Keiner geredet,jede Heizung erzeugt bei der Verbrennung NOx,Die ganze Diskussion sollte bei ihrer Brisanz viel sachlicher werden,hin zu der Erkenntnis das mit Nebenwirkungen bei modernen Technologien gerechnet wird,viel wichtiger sind Überlegungen wie dieses kompensiert werden können!

  16. 81.

    Guten Morgen, die TU plant eine eigene Veröffentlichung mit den Daten als Grundlage.
    LG vom rbb|24-Team

  17. 80.
    Antwort auf [Kritischer Begleiter] vom 14.12.2017 um 07:42

    Guten Tag! Erstmal danke für Ihr Lob. Zu Ihrer Frage: Die Röhrchen wurden in einer Höhe von etwa 2,5 - 3 Metern angebracht - durch die Höhe wollten wir sicherstellen, dass die Messröhrchen nicht abhanden kommen. Wie stark die Verflüchtigungen zwischen Fußgänger- bzw. Fahrradfahrer-Höhe ausfallen, erkundigen wir uns nochmal beim Experten.

    Beste Grüße aus der rbb|24-Redaktion

  18. 79.

    Hallo RBB,
    ich konnte leider nirgends einen Link auf die Teilnehmer der TU finden.
    Gibt es auch die wissenschaftliche Auswertung oder das Paper irgendwo als Download ?

  19. 78.

    Ist eigentlich wie immer,es wird nur geredet und die Handlung bleibt aus. Fakt ist doch daß man in Berlin nicht immer ein Auto braucht, wenn ich aber sehe die ganzen Kurzstreckenfahrten die nicht sein müssen Ist es kein Wunder dass die Luft immer schlechter wird. ÖPNV müsste preiswerter sein,siehe Wien.

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