Kein medizinisches Personal mehr nötig - Senat plant ab März Selbst-Schnelltests in Kitas und Schulen

Ein Schüler wartet im Rahmen von freiwilligen Corona-Schnelltests in einer Schul-Mensa auf sein Testergebnis (Bild: dpa/Sebastian Kahnert)
Bild: dpa/Sebastian Kahnert

An Berlins Schulen und Kitas sollen in absehbarer Zeit neuartige Corona-Schnelltests zum Einsatz kommen. Es handelt sich um sogenannte Selbst-Schnelltests, für die kein medizinisches Personal mehr nötig ist.

Nach Angaben der Bundesregierung und der zuständigen Bundesbehörden seien solche Tests wohl ab März in der Breite verfügbar, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Der Berliner Senat wolle diese möglichst rasch beschaffen und prüfe, ob das womöglich schon vorher machbar sei.

Kalayci spricht von "weiterem Meilenstein"

"Wir werden mehrmals in der Woche, bisher geplant zweimal die Woche, flächendeckend im Bereich der Bildung, aber auch in Berufsschulen und Kitas diese massen- und flächenmäßigen Testungen dann auch durchführen", erläuterte Kalayci. Für die Teststrategie des Landes sei das "ein weiterer Meilenstein".

Eine Beschaffung mache indes nur Sinn, wenn die Qualität stimme, betonte die Senatorin. Denn manche solcher auf dem Markt bereits verfügbaren Tests seien mit großen Risiken verbunden und lieferten falsche positive oder falsche negative Ergebnisse. Das sei dann natürlich fatal.

Um welche Tests genau es sich dabei handelt und ob nur Beschäftigte oder auch Kinder und Jugendliche getestet werden sollen, wurde derweil nicht mitgeteilt. In Potsdamer Kitas werden ab Montag "Antigen-Spucktests" verwendet, die komplett schmerzfrei ablaufen und nach 15 Minuten Ergebnisse liefern sollen. Ob diese dann auch in Berlin zum Einsatz kommen sollen, ist unklar.

Senat beschaffte über acht Millionen Antigen-Schnelltests

Wie Kalayci ergänzte, kaufte der Senat seit ihrer Verfügbarkeit Mitte Oktober 8,1 Millionen Antigen-Schnelltests an. 5,4 Millionen seien bereits verteilt: "Die werden eingesetzt tagtäglich."

2,2 Millionen dieser Tests, die medizinisches Personal vornimmt, seien an Einrichtungen der stationären Pflege und 1,4 Millionen an die ambulante Pflege gegangen. Hinzu kämen Kältehilfe, Krankenhäuser, Justizvollzug, Hebammen, Feuerwehr oder Polizei. "Wir sind, was den Einsatz von Schnelltests angeht, sehr, sehr schnell", unterstrich Kalayci.

Sendung: Abendschau, 28.01.2021, 19:30 Uhr

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11 Kommentare

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  1. 11.

    Schön das sie sich ein Wattestäbchen tief in Nase und Rachen schieben können. Ich könnte und werde es auch nicht tun. Mein Kind hatte dermaßen Brechreiz, daß brauchen wir nicht.

  2. 10.

    Symptomlose Kinder zu testen ist völlig unverhältnismäßig! Sollten Kinder dazu gezwungen werden, werde ich mich das erste Mal einer Demo anschließen und das als normal Bürger ohne jeglicher Gesinnung!  Langsam reicht's!! Eine sinnfreie Entscheidung nach der Anderen! Meine Solidarität schwindet von Entscheidung zu Entscheidung seitens unserer Regierung!  Unsere Regierung hat keinen Plan, handelt willkürlich und nicht Lösungsorientiert! Sie zerstören Existenzen ohne belegbare Beweise der sogenannten Infektionsherde! Die Bevölkerung wurde gezwungen für sinnfreie Stoffmasken Geld auszugeben! Wie oft wurde, unter den Kommentatoren, bereits zu Beginn der Pandemie dazu angeraten/vorgeschlagen medizinische Masken zu tragen besonders für ältere und schutzbedürftige Personen! (auch von mir) Ein Jahr und etliche Tote später, wo 'das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist', gibt's eine Tragepflicht für medizinische Masken! Einfach nur lächerlich! Habe mich an die Gegebenheiten gehalten mit Aussicht auf Besserung! Jetzt reicht's! Unsere Regierung hat einfach nicht's unter Kontrolle und dadurch ist kein Ende der getroffenen Maßnahmen zu sehen!!

  3. 9.

    Ist ja schön für sie dass sie das können, ich würde sowas niemals machen, eher würde ich tot auf dem Bordstein liegen.
    Entweder so ne einfachen spucktests oder eben gar nicht.

  4. 8.

    Auch für die normalen Schnelltests ist kein medizinisches Personal notwendig. Wenn die Person ordentlich geschult wird, wie der Test korrekt anzuwenden ist, dann kann das so ziemlich jeder. Ich bin Bürokauffrau, wurde von einem Arzt geschult und teste mich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit einmal die Woche selbst. Ja, es kostet Überwindung, sich das Stäbchen so tief in Mund und Nase zu schieben (und dort ein paar Mal zu drehen), ja, es ist unangenehm, ABER es ist gut machbar und für mich persönlich angenehmer, als wenn es jemand anderes macht.

  5. 7.

    Und wieder kommt von RRG man plant, was diese Truppe nicht schon alles geplant hat, gerade beim Thema Schulen und corona. Aber was ist denn davon wirklich praktisch umgesetzt worden? Also wieder nur Gelaber und mehr nicht, diesem Senat kann man nicht vertrauen.

  6. 5.

    Plant!!!!!!! So wie beim BER?

  7. 4.

    Kann man Lehrer und Kinder eigentlich zwingen?
    Und wenn der Test so einfach ist - kann ihn dann ja auch jeder zu Hause machen, bevor er als Lehrer oder Schüler zum gemeinsamen Zusammenrotten in die Schule geht.

  8. 3.

    Einmal testen ist eh Quatsch. Die Tests müssen über Wochen regelmäßig mindestens 2 mal in der Woche eingesetzt werden und das nicht nur in einer Kita oder Schule sondern in allen. Da stellt sich aber das Problem wer soll das bezahlen. Also kommt die Schnapsidee von Frau Kalayi wieder in die hintere Schublade.

  9. 2.

    Wenn das klappt, wenn nicht nur Personal sondern auch Kinder getestet werden, ist das die hoffnungsvollste Maßnahme ever. Die Schulverwaltung jedoch wird es spätestens wieder schleifen und versemmeln.

  10. 1.

    Frage: Wer bezahlt das?

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