Marco Baldi, Manager ALBA, Foto: imago images/Bernd König
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Alba-Manager Marco Baldi - "Wir müssen einen Weg finden, das Boot manövrierfähig zu halten"

Was Sie jetzt wissen müssen

Alba Berlin kämpft in Zeiten der Corona-Krise wie auch die anderen Vereine der Basketball-Bundesliga ums nackte Überleben. "Wir sitzen ja alle im selben Boot, da gibt es einen gemeinsamen Nenner", sagte Manager Marco Baldi der Deutschen Presse-Agentur am Samstag - und: "Es gibt keine Einnahmen, dafür aber Ausgaben. Wir müssen momentan einen Weg finden, zu überleben. Und das Boot manövrierfähig zu halten."

Trainingsbetrieb ruht, Spieler freigestellt

Der 57-Jährige setzt in der Krise vor allem auf den Zusammenhalt - sowohl im Verein, als auch in der Bundesliga. Dabei appelliert er an die Konkurrenz, dass jetzt nicht jeder Verein nur auf seine Probleme schauen solle. "Man muss jetzt über Standards nachdenken, die für alle gelten. Sei es bei den Gehältern oder in Lizensierungsfragen", sagte Baldi.

Bei Alba ruht weiterhin der Trainingsbetrieb, alle Spieler sind freigestellt. Bundesliga und Euroleague pausieren mindestens bis Ende April. Ob es danach mit Geisterspielen ohne Publikum weitergeht, ist noch unklar.

Baldi: "Natürlich gibt es auch den Punkt des No Return"

Baldi hält diese Option nach eigener Aussage nicht für ausgeschlossen. "Natürlich wollen wir lieber mit Fans spielen, denn Sport ist ja auch ein Sozialgut. Aber das darf man nicht vom Tisch wischen", sagte er. "Zunächst muss aber erst einmal die Pandemie unter Kontrolle bekommen werden. Das kommt an erster Stelle", fügte er hinzu.

Noch hoffe er, dass beide Saisons zu Ende gespielt werden können, sagte Baldi. "Natürlich gibt es aber auch den Punkt des No Return. Doch aus heutiger Sicht ist das unmöglich zu sehen."

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