Bei Anwendung der Quotientenregel in der Regionalliga - Altglienicke erwägt Prüfung rechtlicher Mittel

Altglienickes Co-Trainer Torsten Mattuschka (Quelle: imago images / Matthias Koch)
Bild: imago images / Matthias Koch

Regionalligist VSG Altglienicke erwägt, rechtliche Mittel zu prüfen, falls die Meisterschaftsentscheidung in der Regionalliga Nordost per Quotientenregel fallen sollte. Demnach wäre die VSG trotz Tabellenführung nicht Meister, sondern der Zweite Lok Leipzig. Die Sachsen sind punktgleich mit den Berlinern, haben jedoch eine Partie weniger absolviert.

"Wir sind nicht bei der Matheolympiade"

"Bei Anwendung der Quotientenregel werden wir rechtliche Mittel prüfen. Das hat nichts
mit Sport zu tun. Wir sind nicht bei der Matheolympiade", kündigte VSG-Co-Trainer Torsten Mattuschka an.

Die Quotientenregel scheint beim Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) derzeit die wahrscheinlichste Lösung für eine Wertung der unterbrochenen Saison. Eine weitere
Option ist unter anderen ein Viererturnier der aufstiegswilligen Teams aus Altglienicke, Leipzig, Energie Cottbus und Hertha BSC II in Erfurt. "Wir fordern ein Endspiel gegen Leipzig. Wir sind Herbstmeister und Tabellenführer und hätten am letzten Spieltag noch in Leipzig gespielt", sagte Mattuschka.

Trainerteam verlängert Verträge um ein Jahr

Zu einem möglichen Aufstieg in die 3. Liga müsste der Nordostmeister noch Relegationsspiele gegen den Sieger der Regionalliga West bestreiten. Sollte eine sportliche Entscheidung nicht mehr möglich sein, befürworten die Berliner eine zweigleisige 3. Liga, die mit mehreren Regionalligisten aus den fünf Staffeln aufgefüllt werden könnte. Altglienicke gehört zu den 25 Unterstützern des Anliegens des Saarländischen Fußballverbandes.

Unabhängig von der Ligazugehörigkeit wird der Trainerstab der VSG erhalten bleiben. In dieser Woche haben Chefcoach Karsten Heine, Assistent Mattuschka sowie Torwart- und Athletiktrainer Roman Linke ihre Verträge um ein Jahr verlängert.

Sendung: Inforadio, 10.05.2020, 10:15 Uhr

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1 Kommentar

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  1. 1.

    Die Saison zu beenden ist richtig, aber bitte nicht so. Das ist keine sportliche Lösung. Da spielt Sympathie für den einen oder anderen Verein keine Rolle. Ich hoffe, dass sich auch Cottbus und Hertha mit der VSG um eine sportliche Lösung bemühen.

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