Zum Weltblutspendetag - Fußballer des 1. FC Frankfurt rufen Fans zur Spende auf, und machen gleich mit

Trainer Tony Schürer vom 1. FC Frankfurt bei der Blutspende
Audio: Antenne Brandenburg | 14.06.2021 | Marie Stumpf | Bild: Marie Stumpf/rbb

Die Bereitschaft zur Blutspende ist wegen der Coronapandemie deutlich zurückgegangen. Anlässlich des Weltblutspendetages bitten die Kicker vom 1. FC Frankfurt (Oder) deshalb zur Nadel und locken die Fans mit Saisonkarten.

Zum Weltblutspender-Tag am Montag gingen die Sportler des 1. FC Frankfurt mit gutem Beispiel voran. Unter dem Motto "Es ist nur ein kleiner Piks, der bis zu drei Leben retten kann" spendet das Team am Nachmittag im Blut- und Plasmazentrum des Frankfurter Oderturm. Als größter Fußballverein der Region wollen die Mitglieder einen Beitrag dafür leisten, die Öffentlichkeit für das Thema Blut- und Plasmaspenden zu sensibilisieren [www.fcfrankfurt.de].

"Spenden ist ein Muss"

Mit dabei ist auch Tony Schnürer. Er ist Trainer der 2. Frankfurter Männermannschaft, arbeitet hauptberuflich aber als Pfleger im Krankenhaus Markendorf. Seine letzte Spende liegt sieben Jahre zurück. Mit der Aktion am Montag möchte auch er jetzt wieder aktiv werden. "Ich denke, Spenden ist ein Muss und ich sehe, wer das Blut benötigt."

Anhänger des Vereins, die ebenfalls Blut spenden gehen, werden mit Dauerkarten für die neue Fußballsaison des 1. FC Frankfurt belohnt. Ein paar mehr sind deswegen schon gekommen. Vom Fußballclub selbst haben sich neun Sportler die Nadel setzten lassen - darunter auch Trainer Thorsten Beck und Kapitän Erik Huwe. Laut Vereins-Vizepräsident André Wolf gehören Sport und Medizin zusammen. Er sagt pragmatisch: "Vielleicht braucht man selber irgendwann Blut."

Weniger Spenden in Pandemie-Zeiten

Bundesweit werden pro Tag etwa 15.000 Blutspenden benötigt, um den Bedarf zu decken. Statistisch gesehen braucht jeder Mensch einmal im Leben eine Blutkonserve oder daraus hergestellte Medikamente, erklärt Anne-Kathrin Landesfeind vom Haema Blutspendedienst. Für sie ist Aktion der Fußballer umso wichtiger, weil die Spenden während der Corona-Pandemie spürbar abgenommen haben. In einigen Regionen Deutschlands sei es bereits zu Engpässen bei der Bereitstellung von Blutprodukten gekommen.

Auch in Frankfurt (Oder) fehlten im Moment beispielsweise zahlreiche Studenten, die sonst regelmäßig Blut und Blutplasma gespendet haben. "Zwar waren viele Menschen zu Hause, al-lerdings oft wegen der Kinderbetreuung", sagt Anne-Kathrin Landesfeind. "Nach dem Tenor unserer Spender blieb deshalb nebenher weniger Zeit." Gleichzeitig steige aber der Bedarf an Blut, da viele Operationen, die wegen der Pandemie verschoben wurden, jetzt nachgeholt werden.

Die Aktion der Kicker soll auch über den Aktionstag hinaus weiterlaufen. Insgesamt ruft der Verein seine Anhänger zwei Monate lang zum Spenden auf.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.06.2021, 16:40 Uhr

Mit Material von Marie Stumpf

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