In einem Raum in der Berliner Gemäldegalerie steht nur ein Wachmann, weil das Museum wegen des Coronavirus geschlossen ist
Audio: rbb88,8 | 29.12.2020 | Silke Mehring | Bild: dpa/Christophe Gateau

Rückgang durch Corona-Krise - Fast zwei Millionen weniger Besucher in Berliner Staatlichen Museen

Die Corona-Krise hat in den öffentlich geförderten Beriner Museen zu einem drastischen Rückgang der Besucherzahlen mit deutlichen Einnahmeausfällen geführt.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Staatlichen Museen nahm laut einer DPA-Meldung vom Dienstag in den ersten neun Monaten des Jahres 6,1 Millionen Euro durch den Ticketverkauf ein. Das sind im rund 12,4 Millionen Euro weniger Einnahmen als im gleichen Zeitraum 2019. Die Stiftung präsentiert 15 Sammlungen mit 4,7 Millionen Objekten an 19 Standorten in Berlin.

Nach einer der DPA vorliegenden aktualisierten Auflistung der Kulturverwaltung brach die Zahl der Besucher um fast 1,9 Millionen auf noch gut 875.000 ein.

Auch andere geförderte Häuser betroffen

Das Desaster wirkt sich auch bei anderen geförderten Häusern in Berlin von Brücke-Museum bis zum Centrum Judaicum aus. Insgesamt gingen die Einnahmen der Museen durch Eintritte um mehr als 15,2 Millionen auf noch gut 8,1 Millionen Euro zurück.

Bei den Besuchern waren es in den ersten neun Monaten noch knapp 1,5 Millionen Eintritte, ein Minus von fast 2,9 Millionen verkauften Tickets.

Sendung: Abendschau, 29.12.2020, 19:30 Uhr

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3 Kommentare

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  1. 3.

    Die museen sind geschlossen, klar werden weniger tickets verkauft, welch überraschung

  2. 2.

    Nun das überrascht nicht wirklich. Mit den Corona Beschränkungen ... Selbst wenn sie geöffnet sind, wer will schon mit Maske ins Museum ? Wenigstens brauchen die Angestellen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht um ihren Job zu bangen, sind ja subventioniert. Insofern ist es egal ob sie viel oder wenig Einnahmen haben. Das ist dann eher für die Statistik interessant.

  3. 1.

    Habe im Sommer die Pop-Art-Ausstellung in der Ausstellungshalle der Gemäldegalerie am Kulturforum besuchen wollen. Die verpflichtenden Zeitfenstertickets konnten online nur mit Visa-/Mastercard bezahlt werden, die ich beide nicht nutze. Um ein Ticket zu erwerben, hätte ich zur Tageskasse fahren müssen, um dann später nach erneuter Anreise endlich hereingelassen zu werden. Das ist weder besucherfreundlich, noch achtsam gegenüber Klima und meiner Zeit. Insofern überrascht die Meldung mich nicht, auch wenn meine Kritik wohl nur einen kleinen Beitrag zum Besuchermanko erklärt.

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