Symbolbild - Polizisten sind in Berlin im Außendienst. (Bild: imago images/Schoening)
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28 Polizisten infiziert - Hunderte Berliner Polizisten in Quarantäne laut GdP

In Berlin sind nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zur Zeit 28 Polizisten mit dem Coronavirus infiziert und rund 270 in Quarantäne. Die Zahlen stammen aus einem Begleitgremium der Berliner Sicherheitskräfte, an dem die GdP teilnehme, wie Gewerkschaftssprecher Benjamin Jendro am Samstag mitteilte. Demnach seien 87 Mitarbeiter in angeordneter Quarantäne und 184 Polizisten in vorsorglicher Isolation. Die Berliner Polizei konnte am Samstag die Zahlen zunächst nicht bestätigen.

Die Arbeitssituation der Beamten habe sich seit Beginn der Pandemie verbessert. "Es gibt jetzt flexiblere Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zum Ausweichen ins Homeoffice - dort wo es machbar ist", sagte Jendro der Deutschen Presse-Agentur. Schutzmasken für Mund und Nase sowie Desinfektionsmittel seien in ausreichender Menge vorhanden. "Den direkten Bürgerkontakt wird man natürlich nicht verhindern können". Bei größeren Einsätzen müssten Hundertschaften vollzählig bereit stehen, trotz Corona.

Zuletzt war angesichts der steigenden Corona-Zahlen der Großeinsatz rund um die Räumung des besetzten Hauses "Liebig 34" in Friedrichshain am Freitag kritisiert worden. So hatte beispielsweise die Berliner Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (Linke) auf Twitter geschrieben: "Berlin wird zum Risikogebieten erklärt und tausende Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet räumen ein Haus. Geht‘s noch?" Die Polizei war rund um die Räumung mit bis zu 2.100 Kräften aus acht Bundesländern im Einsatz, bei einer Demonstration in der Nacht zu Samstag gegen die "Liebig 34"-Räumung mit 1.900 Kräften. Die Berliner Polizei hat nach eigenen Angaben rund 26.100 Mitarbeiter.

Sendung: Abendschau, 10.10.2020, 19:30 Uhr

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16 Kommentare

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  1. 16.

    Ich wußte gar nicht, dass man sich in Chatgruppen auch mit Corona infizieren kann.

  2. 14.

    Ach hör doch auf, hier ständig Märchen zu servieren! Zumindest ein Teil, dieser ach so "Autonomen" lässt sich schön vom Staat finanzieren. Anderenfalls hätte es keiner Hausdurchsuchung in der R94 gegeben, wegen gefälschter Mietverträge und somit erschlichener Leistungen vom Arbeitsamt. Diese Krawallbrüder leben ohnehin auf Kosten der Steuerzahler und lassen sich von denen die Wohnung bezahlen. Denen hat niemand irgend etwas weggenommen. In der L34 hat man sich die Miete gleich ganz gespart und selbst davor zum absoluten Spottpreis gehaust. Wer kostenfrei wohnen will, muss halt kaufen. Im Hunsrück oder Sauerland gibt's noch genügend spottbillige Häuser. Die sehen genau so runtergekommen aus, dort kann sich das Klientel aber frei entfalten, ohne Anderen auf die Nerven zu gehen.

  3. 13.

    "Normale Menschen können sich doch hier bald nichts mehr leisten. "
    Sie meinen also, dass dann alle anderen Bewohner des Samariterviertels keine "normalen" Menschen sind ???

  4. 12.

    "Was schönes kaufen", aha. Dieser weltfremde Zynismus richtet sich nicht nur gegen eine Handvoll Linksradikale, sondern gegen alle Berliner Mieter. Normale Menschen können sich doch hier bald nichts mehr leisten. Die jungen Linksradikalen zerschlagen Scheiben, weil man ihnen die (übrigens alles andere als luxuriöse) Wohnung weggenommen hat. Die Vermieter lassen den Staat bewaffnete Polizisten schicken, um Leute auf die Straße zu setzen die nicht mehr in der Lage sind ihre Profitvorstellungen zu befriedigen - das ist auch Gewalt. Und letztere Gewalt ist viel häufiger und betrifft viel mehr Menschen. Darum finde ich dass sich Herr Geisel auf der falschen Seite positioniert hat, für die Profitinteressen weniger, und gegen das Recht auf Wohnen vieler. In dieser Stadt wird täglich das Leben von Menschen zerstört, damit wenige sich eine goldene Nase verdienen können. Dazu sagt Herr Geisel nichts. Aber geht mal eine Scheibe kaputt, dann droht das Ende des Abendlandes. Was für eine verlogene..

  5. 10.

    Da diese Typen ja jahrelang keine Miete und Strom gezahlt haben und sicher jahrelang fleißig arbeiten waren haben sie ganz bestimmt gaaaanz viel Geld angesammelt und können sich was schönes mieten oder kaufen.

  6. 9.

    Die "mehrere dutzend" Bewohner waren seit fast zwei Jahren von der Räumung bedroht!
    Seit einigen Monaten war auch mit der Durchsetzung der Räumung zu rechnen.

    Das war eigentlich ausreichend Zeit, um nach Alternativen zu suchen.

    Aber selbst, wenn man ihnen unter der Voraussetzung einer friedlichen Räumung Alternativen angeboten hätte, wären die Bewohner nicht darauf eingegangen, weil Ihnen die Erhaltung des "Status Quo" wichtiger gewesen wäre.

    Siehe dazu auch die Räumung des Jugendzentrums "Potse". Da werden auch Gesprächsangebote seiten des Senats/Bezirks abgelehnt und Alternativen als unzumutbar zurückgewiesen.
    Und wenn dann - endlich - geräumt wird, werden sich wieder Stimmen erheben, warum der "Staat" so "rücksichtslos" ist ...

  7. 7.

    Infiziert heißt nicht erkrankt ! wann kommt das auch mal bei ihnen an, ist das wirklich so schwer zu verstehen.

  8. 6.

    Warum redet eigentlich keiner davon, dass hier mehrere Dutzend Bewohner mitten in der Epidemie in die Obdachlosigkeit geschickt wurden? Innensenator Geisel demonstriert Empörung als Verteidiger der kaputten Schaufensterscheiben - aber für die Menschen tut er nichts, weder für die Polizisten, noch für die Hausbewohner!

  9. 5.

    Warum redet eigentlich keiner davon, dass hier mehrere Dutzend Bewohner mitten in der Epidemie in die Obdachlosigkeit geschickt wurden? Innensenator Geisel demonstriert Empörung als Verteidiger der kaputten Schaufensterscheiben - aber für die Menschen tut er nichts, weder für die Polizisten, noch für die Hausbewohner!

  10. 4.

    Hätten die Linksradikalen das widerrechtlich besetzte Haus endlich geräumt und bei der Demo sich nicht wie kriminelle aufgeführt und Randale gemacht, dann hätte man auch nicht soviel Polizei gebraucht. Aber da kriminelles Handeln von den Linksradikalen angekündigt wurde musste die Polizei handeln.

  11. 3.

    Welches Land soll das sein, in dem die Polizei nicht gebraucht wird? Welche Gesellschaft soll das abbilden?

  12. 2.

    Haben die Beamten nicht den nötigen Corona Schutz getragen ?
    Also für Arbeitskräfte die auch pendeln müssen,reicht doch der Mundschutz aus.

  13. 1.

    Den Polizisten gute Besserung es wundert mich nicht bei den ganzen Einsätzen. Wenn man für alles verheißt wird was die Politik verbockt.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

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