Gewerbesteuereinnahmen eingebrochen - Gemeinde Heiligengrabe steht vor massiven Einsparungen

Fr 22.12.23 | 09:00 Uhr
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Das sanierte Wulffen Haus (Stiftsdame Emma-Gertrud Marthe von Wulffen 1884-1965) im Klosterstift Heiligengrabe, aufgenommen am 13.04.2016 in Heiligengrabe (Brandenburg). (Quelle: dpa-Zentralbild/Bernd Settnik)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.12.2023 | Joern Pissowotzki | Bild: dpa-Zentralbild/Bernd Settnik

Aufgrund des dramatischen Rückgangs an Gewerbesteuern muss im nächsten Jahr in der Gemeinde Heiligengrabe (Ostprignitz-Ruppin) massiv gespart werden.

Nach Gewerbesteuereinnahmen von acht Millionen Euro in diesem Jahr kann Heiligengrabe 2024 nur noch mit einer Million Euro rechnen, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Schült (Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin) dem rbb. Ursache für den Rückgang seien unter anderem die hohen Energiekosten für die Unternehmen.

Einsparungen bei der Feuerwehr und bei Bauprojekten

Die Gemeinde setzt deshalb den Rotstift an: "Wir haben, wenn wir alle Projekte umsetzen, die in der Pipeline sind, ein Defizit im Haushalt von sechs Millionen Euro", sagte Schült. Daher seien nun Einsparungen unter anderem bei der Feuerwehr nötig. So könne die Gemeinde keine neuen Fahrzeuge anschaffen und auch größere Bauprojekte im nächsten Jahr nicht verwirklichen.

Die Gemeinde Heiligengrabe ist durch den Ende des 13. Jahrhunderts gegründeten Kloster Stift zum heiligen Grabe bekannt, sowie einen Industrie- und Gewerbepark am Autobahndreieck Wittstock-Dosse. Sie gehört flächenmäßig zu den größten Gemeinden Deutschlands. Die meisten Gewerbesteuern kamen in Heiligengrabe in den vergangenen Jahren vom Holzverarbeitungsunternehmen Swiss Krono.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.12.2023, 5:00 Uhr

14 Kommentare

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  1. 13.

    Erstmal wären belastbare Quelle für Ihre "Argumente" vonnöten. Sie können ja mal mit der Behauptung aus Satz 2 anfangen.

  2. 12.

    Nun ja, nicht ganz richtig. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland verzichtet freiwillig auf preiswerte Energie aus Russland. Und NS2 wurde nicht von Angehörigen russischer Dienste zerstört. Und die CO2-Steuer hat auch nicht Russland zu verantworten.

  3. 11.

    Massive Erhöhung der Grundsteuer wäre eine Möglichkeit

  4. 10.

    Und sowas zum Heiligenabend!

  5. 9.

    Nicht ganz wahr diese Aussasge. Die Energiepreise sind schon seit dem unbedachtem Ausstieg aus der Kernkraft gestiegen. Auch der Ausbau der subventionierten Windenergie ließ die Energiepreise steigen, da die Windstromanbieter immer den garantierten Abnahmepreis bekommen egal wie gerade der Strompreis an der Leipziger Strombörse war. Nach dem Auslaufen der Vertragszeiten werden viele Mühlen nicht mehr betrieben trotz voller Funktionsfähigkeit und technischer Sicherheit. Rücklagen für den Abbau der alten Räder wurden auch nicht gebildet, wurden ja auch nicht von der Politik gefordert. nun bitte ich um rege Gegenargumentation der guten Grünstromgemeindemitglieder. Mit der Einführung der CO² Umlage werden und wurden die Energieoreise auch noch politisch nach oben getrieben. Falls ich mich da irren sollte bitte Gegenargumente liefern.

  6. 8.

    Habeck glaubt nicht an massenweise Insolvenzen
    Zwar könne ich er sich vorstellen, "dass bestimmte Branchen aufhören zu produzieren" – einen Automatismus für reihenweise Firmenpleiten gebe es deshalb jedoch nicht. Wörtlich fuhr Habeck fort: "Dann sind die nicht insolvent, aber sie hören auf zu verkaufen."

  7. 7.

    "Was hat jetzt genau die Bundesregierung mit der Gewerbesteuer der Gemeinde Heiligengrabe zu tun?" . Wenn die Ursache für den Rückgang der Gewerbesteuer "unter anderem die hohen Energiekosten für die Unternehmen" sind, ist dafür zum großen Teil die Ampelregierung mit ihrer sogenannten Energiewende ursächlich verantwortlich. Bekanntlich hat Deutschland mit die höchsten Strompreise der Welt, verursacht durch übereilte Abschaltung heimischer Atom-und Kohleenergie.

  8. 6.

    Was hat jetzt genau die Bundesregierung mit der Gewerbesteuer der Gemeinde Heiligengrabe zu tun? Nicht, dass ich ein Fan der Ampel bin, aber ich frag für einen Freund...

  9. 5.

    Hab ich heute Morgen auch gedacht als der Kaffee mal wieder zu heiß war. Und das Brötchen zu trocken.

  10. 4.

    Blödsinn! Die steigenden Energiepreise haben mit einem rechtspopulistischen Diktator in Russland zu tun, der u. a. von der rechtspopulistischen AfD bewundert wird!

  11. 3.

    Es gibt große Betriebe, die zahlen gar keine bzw. wenig Gewerbesteuer. Oder so wenig, dass sogar die „Straßenbeleuchtung“ zur Anfahrt und das Saubermachen teurer sind als die Einnahmen....Soll es in Brandenburg geben und „gefeiert“ werden.

  12. 2.

    Ist ja ein Ding, der Mittelstand finanziert die öffentlichen Projekte und dieser wird im Gegensatz zu Transferleistungsempfänger nicht gefördert.

  13. 1.

    Der links grüne Traum ist ausgelebt, hoffe die Ampel tritt zurück.

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