Archivbild: Attila Hildmann (M), Vegan-Koch und Corona-Skeptiker, spricht bei einer Kundgebung gegen die Corona-Politik der Bundesregierung am Olympiastadion. (Quelle: dpa/C. Soeder)
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Öffentliche Androhung von Straftaten - Brandenburger Staatsschutz ermittelt gegen Attila Hildmann

Die Brandenburger Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen gegen den Kochbuchautor Attila Hildmann ausgeweitet. "Wegen der öffentlichen Androhung von Straftaten haben wir Anzeige von Amts wegen aufgenommen", teilte die Polizei am Montag per Twitter mit. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen.

Dabei soll es erneut um Äußerungen Hildmanns in einem Internetkanal gehen. Zur Frage, ob Hildmann sich antisemitisch oder volksverhetzend geäußert hat, schrieb die Polizei: "Die Prüfungen im Zusammenhang mit Attila Hildmann sind noch nicht abgeschlossen."

Anschuldigungen gegen Medien und Politik

Über seinen Telegram-Kanal verbreitet Attila Hildmann Verschwörungsmythen von einem geplanten Völkermord durch Impfungen gegen das Coronavirus, zudem ist von einem "zionistischen Regime unter Merkel" und Bill Gates die Rede. Zudem schimpfte der Verfasser über die Medien und deren Berichte über ihn, betonte aber auch, er nehme kein Wort zurück. In den vergangenen Wochen hatte Hildmann mehrfach Demonstrationen und Autokorsos gegen die Corona-Einschränkungen organisiert.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.06.2020, 18:30 Uhr

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20 Kommentare

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  1. 20.

    Theorie kann man das aber nicht nennen, das wäre faktisch falsch. Höchstens Hypothese, da die sich aber jedweder Wissenschaftlichkeit verweigern muss man von Verschwörungs-Mythen und von Menschenfeindlichkeit, bzw. Menschenverachtung sprechen.

  2. 17.

    "Zionistisches Regime", aha. Es ist schon traurig: Es ist 2020, wir sind vegan und multikulturell - aber diese Dummheit stirbt wohl nie aus.

  3. 15.

    Indem Sie einerseits Verschwörungstheoretiker*innen verharmlosen, indem Sie sie nur in Anführungszeichen setzen und andererseits einen raumgebenden Dialog einfordern, fördern Sie eine höhere Gesellschaftsfähigkeit für solche Demokratiefeind*innen. Zudem stellt sich die Frage, warum ausgerechnet Talkshows, in den Worten Georg Schramms öffentliche Bedürfnisanstalten, dazu beitragen sollten, sachlich und inhaltlich Erkenntnisse sowie Einordnungen anhand wissenschaftlicher sowie praktischer Expertise zu vermitteln. Illner, Maischberger, Will, Plasberg und Co. sind nicht dafür bekannt. Eher werden Emotionalisierungen und unsachliche, eskalative Zuspitzungen gewählt, als tatsächlich mal Wissenschaftler*innen einzuladen.

    Wer sich mit Verschwörungstheorien befassen will, sollte Expert*innen zu Rate ziehen. Dafür gibt es geeignete politsche Bildung, ob an öffentlichen Hochschulen oder auch bei best. Organisationen, die politisch bilden. Alles andere wäre naive Anerkennung.

  4. 14.

    Attila Hildmann ist einfach nur Medieng...! Er mag vielleicht kochen können und hat ein paar Kochbücher schreiben lassen, aber ansonsten ist er wenig präsent in der Öffentlichkeit. Er hat seine Chance genutzt und hat das was er wollte.So gesehen clever, aber wenn es vorbei ist, kräht kein Hahn mehr nach ihm.

  5. 13.

    Inspiration, ggf. Querdenken, ist etwas ganz anderes als sehr wohl verschiedenen Auffassungen zu einer Phalanx zzusammenzurechnen.

    Die AfD nennt das Altparteien, Hildmann "das System".
    Das erklärte "Viel Feind, viel Ehr", war immer schon der Nektar, aus dem Verschwörungstheoretiker ihren Anhang zogen.

    Es gibt keine geistige Mauer, allenfalls gibt es individuelle Denkverhaftungen und -blockaden und dies auf "allen Seiten." Hildmann ist für mich der Letzte, der dies aufbrechen könnte.

  6. 11.

    Angesichts seiner Entwicklung und den letzten Äusserungen dürften diese Ermittlungen zügig zu einem Ergebnis führen. Wäre auch ein Signal an alle Anhänger von Verschwörungsmythen. Der Staat muss schneller und entschiedener gegen solche Menschen vorgehen. Sie konterkarieren die Meinungsfreiheit.

  7. 10.

    Auf jeden Fall ist dieser Mann ein geistiger
    Brandstifter.
    Er dürfte gar keine Gelegenheit haben in der Öffentlichkeit seinen Mist loszuwerden.
    In den Medien gar nicht erwähnen.

  8. 9.

    Jetzt fehlt beim Superkoch nur noch das Aluhütchen anstatt Kochmütze!!!

  9. 8.

    Ich würde mir wünschen, sich der verschiedenen Ansichten von sogenannten "Verschwörungstheoretikern" mal anzunehmen und offene Fragen zu beantworten. Früher war im Fernsehen eine ausgeglichene Talkshow möglich, wobei Hildmann beileibe nicht der Sprecher aller Andersdenkenden ist. Im Grunde ist er den meisten sogar peinlich. Dennoch gibt es Fragen, die von Politikern und Medien einfach nicht beantwortet werden. Das schafft durchaus Unruhe.

  10. 7.

    Allein schon dieser Zeigefinger auf dem Bild, das kennen wir doch irgendwo her oder!?

  11. 6.

    Der Mann ist meines Wissens gebürtiger Berliner und seine "Heimat" (wie sie es bezeichnen) somit Deutschland.

  12. 5.

    Eigentlich gehören die Leute weggesperrt oder zumindest so lange geschüttelt, bis ihre Synapsen wieder logisch ticken, die solchen angeblichen Heilsbringen wie Attila Hildmann Glauben schenken. Wegen kruder Verschwörungstheorien kann keiner weggesperrt werden. Viel gefährlicher sind die Masse an Menschen, die sich dadurch animiert fühlen, Aktionen gegen unsere Grundgesetze auszuführen. Freiheit in vielen Meinungen ist manchmal auch beschwerlich für unsere Gesellschaft. Gerade auch, wenn Unverantwortlichkeit und bildungsfernes unlogisches Denken unsere Freiheit für sich beanspruchen.

  13. 4.

    Ihr erster Satz ist richtig, die Rassismus Keule überflüssig.
    Es gibt genug "Bio" Deutsche die zwischen den Ohren auch nur Luft,schlimmstenfalls braune Grütze haben.

  14. 3.

    Man hat viel zu lange zugeschaut was der Mann für Unfug treibt. In seiner „Heimat“ wäre das Problem längst geklärt, nur hier in Deutschland kann er ohne Strafe seinen geistigen Müll verbreiten.

  15. 2.

    Na ja, ganz dicht ist der eh nicht. Aber immerhin ist der Aluhut gut getarnt.

  16. 1.

    Hoffentlich wird dieser Typ weggesperrt. Das PsychKG wäre eine Möglichkeit (Unterbringung wg. Selbst-/Fremdgefährdung). Es wurden Menschen schon wegen geringeren Dingen belangt.

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