Regionale Starter bei den Olympischen Spielen - Laura Lindemann verpasst die erhoffte Medaille

Laura Lindemann in Tokio
Audio: Inforadio | 27.07.2021 | Laura Lindemann | Bild: imago images/ Frank Hoermann

Die Potsdamer Triathletin Laura Lindemann hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die erhoffte Medaille verpasst. Auch die deutschen Wasserspringerinnen mit der Berlinerin Christina Wassen verpassten die Podestplätze. Seglerin Svenja Weger fällt weiter zurück.

Die Potsdamer Triathletin Laura Lindemann hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die erhoffte Medaille verpasst. Die WM-Dritte von 2020 kam am Dienstag als Achte ins Ziel - 2:48 Minuten hinter Olympiasiegerin Flora Duffy von den Bermudas.

Dabei sah es zunächst vielversprechend aus für die 25-jährige Lindemann: Sie kam als Siebte nach den 1,5 Kilometern Schwimmen aus dem Wasser, nach den 40 Kilometern auf dem Rad war sie sogar Zweite. Erst im letzten Abschnitt des Wettkampfs, dem 10-Kilometer-Lauf, brach Lindemann ein. Als Flora Duffy ihr Tempo anzog, konnte Lindemann nicht mehr folgen.

Bestes Ergebnis einer deutschen Triathletin

"Ich war wirklich die ganze Zeit am Limit", sagte Lindemann hinterher. "Beim Laufen hat einfach die Kraft gefehlt. Ich bin losgelaufen, und da habe ich schon gemerkt, dass ich extrem viel beim Radfahren geben musste. Dann habe ich mich noch ins Ziel gerettet."

Dennoch war es der beste Platz einer deutschen Triathletin in einem olympischen Rennen. Anja Dittmer (2004) und Anne Haug (2012) hatten jeweils Platz elf belegt. "Ich denke, heute Abend werde ich realisieren, dass es ein gutes Ergebnis ist", sagte Lindemann, die bei den Olympischen Spielen 2016 den 28. Platz belegte.

Die zweite deutsche Starterin in Tokio 2021, Anabel Knoll aus Ingolstadt, belegte Rang 31.

Fünfter Platz für Synchronspringerinnen

Die Berlinerin Christina Wassen verpasste die Bronzemedaille im Synchronspringen gemeinsam mit ihrer Partnerin Tina Punzel nur knapp. Vom Turm mussten sie sich mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Gold ging an die chinesischen Teenagerinnen Chen Yuxi (15 Jahre) und Zhang Jiaqi (17 Jahre) vor den US-Amerikanerinnen Jessica Parratto und Delaney Schnell. Die Mexikanerinnen Gabriela Agundez Garcia und Alejandra Orozco Loza holten Bronze.

Für Punzel wäre es der zweite Medaillengewinn bei den Olympischen Spielen in Tokio gewesen. Sie hatte am Sonntag zusammen mit der Berlinerin Lena Hentschel vom 3-m-Brett die erste Medaille für die deutschen Athleten in Tokio gewonnen.

Seglerin Svenja Weger fällt weiter zurück

Svenja Weger vom Potsdamer Yacht-Club fällt beim olympischen Laser-Radial-Wettbewerb weiter zurück. In den beiden Rennen am Dienstag kam sie unter 44 Boten bei wechselhaftem Wind auf die Ränge 14 und 29.

Am ersten Wettkampftag hatte sie nach den ersten beiden Rennen noch in Führung gelegen, musste diese aber bereits gestern durch zwei schwächere Wettfahrten abgeben. Nun liegt Weger in der Gesamtwertung nach sechs von zehn Wettfahrten noch auf dem 17. Platz.

Deutschen Hockey-Männer vorm Einzug ins Viertelfinale

Die deutschen Hockeyspieler bezwangen am frühen Dienstagmorgen Großbritannien souverän mit 5:1 (1:1). Die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes, bei der mit Martin Häner und Martin Zwicker zwei Berliner dabei sind, feierte damit den zweiten Sieg im dritten Spiel und steht kurz vor dem Erreichen der K.O.-Runde: Die besten vier Mannschaften aus der Sechser-Gruppe kommen ins Viertelfinale.

Am Donnerstag (4.45 Uhr MESZ) kann Deutschland, Olympiasieger von London 2012, gegen die noch punktlosen Südafrikaner den Viertelfinaleinzug perfekt machen.

Sendung: Inforadio, 27. Juli 8.15 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Meine größten Respekt für die Olympiaqualifikation, die Teilnahme und das Ergebnis. Auch wenn es nicht das für die Sportlerin ersehnte, aber hey, sie ist bei den olympischen Spielen. Das Genörgle geht mir auf den Keks. Die einzigen, die Kritik üben dürfen, sind die Sportler und deren Trainerstab. Alle anderen sollten besser schweigen oder es besser machen.

  2. 2.

    Diese Olympischen Spiele dokumentieren deutlich und schonungslos das Niveau des bundesdeutschen Leistungssports: Mittelmaß.
    Alles wurde zuvor schöngeredet und mit Vorschußlorbeeren bedacht. Nun, im Wettstreit mit den besten Sportlern der Welt, zeigt sich, saß die Deutschen, wie bei allem, hinterherhinken.
    Wenn wundert's, wenn Turnerinnen sich jammernd über ihr hartes Training beklagen und den "schwarzen Peter" ihren Trainern zuschieben. Auch im bundesdeutschen Sport ist Leistung, Wille, hartes Training und Ehrgeiz nicht mehr gefragt. Nur so kann man im Weltmaßstab mithalten und Maßstäbe setzen.

  3. 1.

    Schade, man hat den Eindruck, dass andere Dinge, statt der Sport, im Vordergrund stehen. Und für manche Journalisten ist die "arrogante" anmutende Art der Berichterstattung wie "Mission Gold" seit eh her der "Stein des Anstoßes" in anderen Ländern und wirkt zusätzlich unsympathisch. Jedenfalls ist eines so gewiss: die Erfolglosigkeit.

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