Abgesperrter Bereich in Großkoschen am Senftenberger See
Audio: Antenne Brandenburg | 14.08.2019 | Iris Wußmann | Bild: rbb/Daniel Mastow

Senftenberger See - Wasserpark in Großkoschen muss abgebaut werden

Erst im September war nach Rutschungen der Strand am Senftenberger See abgesperrt - nun stehen dort wieder Verbotsschilder. Ein 150 Meter langes Stück ist nicht zugänglich, weil der dortige Wasserspielplatz keine Genehmigung hat. Von Iris Wußmann

Verantwortliche vom Brandenburger Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe und vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz wälzen Akten und klären Zuständigkeiten: Nach der Sperrung einer Wasserrutschen-Landschaft am Senftenberger See aus Sicherheitsgründen ist bekannt geworden, dass die Nutzung der Anlage nicht genehmigt war.  

Abgesperrter Wasserpark in Großkoschen am Senftenberger See
Abgesperrter Wasserpark Großkoschen | Bild: rbb/Daniel Mastow

Ein Sachverständiger hatte festgestellt, dass durch die an Ankern befestigten Spielgeräte die Böschung ins Rutschen kommen könnte. Zwar steht ein abschließendes Gutachten noch aus. Aber weil der Betreiber die Spielgeräte ohne Genehmigung zu Wasser gelassen hat, muß Investor Michael Kiraly den Wasserpark erst einmal abbauen.

Die Schuldfrage ist noch nicht endgültig geklärt. Offenbar hatten zwei Sachverständige zwei verschiedene Meinungen zu dem Wasserpark, sagt Grit Klug vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz: Ein Sachverständiger habe gemeint, es sei schwierig, der andere, es sei möglich. Und in diesem Spannungsfeld von "schwierig" bis "möglich" habe der Investor seine Anlage dann errichtet.

Touristen offenbar verunsichert

Kiraly spricht von Kommunikationsproblemen. Auch davon, dass er bereits eine Million Euro in das Projekt investiert habe. Diese Saison sei für ihn jedenfalls gelaufen, sagte er dem rbb.

Der Chef des Zweckverbandes Lausitzer Seenland, Detlev Wurzler, weist darauf hin, nach  Bekanntwerden der Sperrung gebe es Absagen von Touristen. Der Imageschaden sei enorm. Dabei handele es sich nur um einen kleinen Teil des Ufers, der vorübergehend gesperrt werden musste. Der See und der Uferbereich des gesamten Senftenberger Sees seien nicht gefährdet, versichert Wurzler.

Besucher am abgesperrten WasserparkBesucher am abgesperrten Wasserpark

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

3 Kommentare

  1. 3.

    Diese dummen Ideen vom Lausitzer Seenland scheinen allmählich im wahrsten Sinne "unter zu gehen" ... Ich bin schon auf den zur Zeit noch sehr trockenen Ostsee gespannt - und auf die Touristenströme, die sich dieses Elend rund um Cottbus anschauen wollen. Wer den wolkigen Versprechen der Braunkohleindustrie und vor allem den letzten Politiker-Dekaden Glauben geschenkt hat, ist selbst Schuld! Echte Rekultivierung oder eine Sinnvolle Nutzung der Brachen sähe anders aus, als nur die Grube zu fluten. Aber so lassen sich einfach die ganzen Sünden der Vergangenheit und Gegenwart leicht verstecken, denken sich Industrie und Politik. Macht nur weiter so, die Quittung kommt noch!

  2. 2.

    Wer genau genehmigt denn? Derjenige welcher übernimmt dann auch Verantwortung für die Entscheidung?? Oder ist das Ufer generell nicht sicher, so wie die bereits abgesackte Insel? Sucht man einen Privatmann als Schuldigen um abzulenken? rbb24#weiterermitteln

  3. 1.

    Muss mit "ß". Ernsthaft?

Das könnte Sie auch interessieren