Berlin-Haselhorst - Fahrer rammt Polizeiwagen bei Flucht mit Carsharing-Auto

Unfall Spandau Haselhorst Miles Polizei Fluchtfahrt (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Bei dem Versuch, sich einer Kontrolle durch Polizeibeamte zu entziehen, rammte der Fahrer eines Carsharing-Wagens in der Nacht zu Donnerstag zwei Einsatzfahrzeuge der Berliner Polizei

Zunächst fuhr er nach rbb-Informationen in der Daumstraße in Haselhorst in das erste Polizeifahrzeug und riss ihm dabei das Vorderrad heraus. Anschließend floh er weiter und kollidierte in der Kleine Eiswerderstraße mit einem weiteren Einsatzwagen. Dort endete seine Flucht.

Jendro: Carsharing-Anbieter in der Pflicht

Nach rbb-Informationen sollen drei Menschen bei den Unfällen verletzt worden sein. Die Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden. Die Hintergründe zu der Fluchtfahrt sind noch unklar.

Benjamin Jendro, Sprecher der Polizeigewerkschaft für Berlin, erklärte: "Der Vorfall aus der Nacht zeigt, wie schnell eine vermeintlich simple polizeiliche Maßnahme eskalieren kann, weil Leute bei der Flucht vor der Polizei Verletzung und gar den Tod von Menschen billigend in Kauf nehmen." Es sei festzustellen, dass immer wieder Carsharing-Fahrzeuge benutzt würden. Jendro sieht daher auch die Anbieter dieser Angebote in der Pflicht, weil "auch jemand ohne Führerschein mit gefälschten oder geklauten Daten diesen Zugang nutzen, sich in der Stadt austoben und andere gefährden kann."

Sendung: Abendschau, 04.02.2021, 19:30 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Es ist an der Zeit, dass die Regeln für die Anmietung von Fahrzeugen verschärft werden !

  2. 8.

    Nur der Vollständigkeit halber: Laut Polizeipressemeldung Nr. 0277 war der Fahrer 31 Jahre alt und das Fahrzeug soll von seiner 27-Jährigen Beifahrerin angemietet worden sein.

  3. 7.

    Und was hat ihr Kommentar mit dem vorliegenden Sachverhalt des Unfalls zu tun , wenn jemand falsch Parkt oder vor der Polizei flieht. Und da OA macht noch gut viel zu gut deinen Job, da die draußen im freien rumlaufen gibt es da kein Homeoffice

  4. 6.

    Das kann ich nur bestätigen. Carsharing-Autos fallen nicht nur im ruhenden Verkehr unangenehm durch Regelverletzungen auf. Sei es nun, weil den Nutzern Fahrpraxis fehlt, sie eigentlich gar nicht fahren dürften oder ganz simpel: es ist ja nicht ihr Auto.
    Vergessen wird aber, dass die Unternehmen alles weitergeben, nur war der Ungemach dann schon da.

  5. 5.

    Mir bereitet das auch Kopfzerbrechen, wie eine Autovermietung oder Carsharer an (zu) junge Menschen, oder Leute ohne Führerschein, Autos vermieten, ohne den Zusammenhang zwischen Anmietungsgrund und Kundenprofil und Farhzeugklasse mal ansatzweise auf Plausibilität zu prüfen. Telemetrie und Leistungsbegrenzung sollte außerdem mal in Erwägung gezogen werden, finde ich.

  6. 4.

    Technisch ist die Drosselung entsprechend des Tempolimits ortsgenau möglich, klappt bei den Leihrollern auch. Doch die "Vision Zero" will im Berliner Senat glaub ich niemand wirklich erreichen ;)
    Gute Besserung den Verletzten.
    Leider verstehen zu viele carsharing als Autoscooter.
    Wäre besser sie mieten nur die entsprechenden Spielzeuge:
    www.rentinorio.de/mieten/veranstaltungen_party_events/eventmodule_und_attraktionen/autoscooter_mini_scooter/

  7. 3.

    Wenn ich mich Hier im Wohngebiet umsehe und Falschparker , die sind seit Corona inflationär, betrachte ? Regeln ( rechts parken, Ausfahrten/ Kreuzungen frei halten, Zu-Fuß-gehenden-Wege nicht blockieren, Feuetwehrzufahrten ) sind für Leihauto - Fahrer nicht wichtig. Ist ja nicht Ihr Auto und da spielt es Keine Rollo ob Carsharing, Stromsharing, Pflegedienst oder Leihwagen-im Auftrag- Lieferdienst. Das OA hat in Steglitz-Zehlendorf Homeoffice. Öffentliche Ordnung findet auf der Straße nicht mehr statt. Es ist Kalt, Dunkel, die Menschen sind in Eile und Kleinkinder, Rollator-Senioren und Rollstuhlfahrer haben das Haus nicht zu verlassen. Wegen der Grundrechte die JEDER hat, Nur die Anderen Nicht !

  8. 2.

    Fahren Ohne Fahrerlaubnis ? Online Buchbar ? Gilt das auch für Wohnmobile, Lkw, Sport-Flugzeuge, Hubschrauber, Sportboote ? - Da kann Jede Privatperson am Computer ein Häckchen rausnehmen, holt Papiere, Schlüssel und Fahrzeug und fährt Menschen töten ?

  9. 1.

    Gerade sehr jünger Fahrer kommen hier immer öfters in den Zeitungen mit solchen Meldungen. Es wäre interessant mehr zum Hintergrund zu erfahren. Und jeder der so fährt gehört sofort in den Knast für Jahre ! Die Anbieter selber können nichts dafür , außer bei frischen jungen Fahrern dir Preise zu erhöhen um Sie abzuschrecken oder die Telemetriedaten zu verwenden, wie der Fahrer fährt um dann ggf ihn zu sperren ....

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