Der Prignitz-Express (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Sieben-Tage-Inzidenz über 200 - 15-Kilometer-Regel gilt wieder in der Prignitz

In der Prignitz gilt ab sofort wieder die sogenannte 15-Kilometer-Regel - das heißt, die Bewegungsfreiheit der Prignitzer wird eingeschränkt. Wie die Kreisverwaltung am Dienstag bekanntgab, habe der Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Corona-Fällen je 100.000 Einwohner überschritten.

Die Prignitzer dürfen damit vorerst nur noch aus triftigen Gründen den Landkreis weiter als 15 Kilometer verlassen. Das gilt zum Beispiel für die Arbeit, den Arztbesuch oder für Einkäufe. Einreiseverbote gibt es hingegen nicht - allerdings wird appelliert, auf Besuche in Corona-Hotspots zu verzichten.

Vorerst für fünf Tage gültig

Die 15-Kilometer-Regel gilt in der Prignitz nun vorerst für fünf Tage - unabhängig davon, ob der Sieben-Tage-Inzidenzwert innerhalb dieses Zeitraumes wieder unter die 200er-Marke rutscht. Bleibt der Wert hingegen in den kommenden drei Tagen über der Marke, drohen weitere Verschärfungen. So müssten unter anderem Kitas wieder geschlossen werden. Der Landkreis bereite sich bereits auf diese Situation vor und kläre die Notbetreuungsmöglichkeiten, wie ein Landkreissprecher sagte.

Der Landkreis Prignitz meldete am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 218 Fällen je 100.000 Einwohnern. Innerhalb eines Tages gab es demnach 36 neue Corona-Fälle. Betroffen sind unter anderem Seniorenheime und Pflegedienste in Perleberg, Marienfließ und Karstädt. Die Kreisverwaltung stützt sich dabei auf Zahlen der örtlichen Gesundheitsämter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bekommt die Fallzahlen mit etwas Verzug gemeldet, so dass die Prignitz bei den aktuellen Brandenburger Fallzahlen vom Dienstag noch mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 geführt wird.

Die Prignitz ist aktuell der einzige Brandenburger Landkreis, in dem die 15-Kilometer-Regel wieder angewendet wird.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.02.2021, 17 Uhr

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4 Kommentare

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  1. 4.

    Egal wo der Ort ist der so hohe Inzidenzen hat, müßte dieser abgeriegelt werden um alle anderen zu schützen. Es wird sonst der Virus wieder in andere Kreise übertragen Lieber so als ewig alle Läden überall zu schließen. Das wäre für die Arbeitgeber auch besser.

  2. 3.

    gilt für Berlin aber genauso. Also nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. Ist in anderen Bundesländern auchnicht anders.

  3. 2.

    2020 jiess es bei eingrenzbaren Ausbrüchen würde nicht gleich alles dicht gemacht

    Jetzt wird alles dicht gemacht obwohl es eingrenzbar ist

    Was soll die Geiselhaft bringen wenn es in Altenheimen abgeht?

    Unlogische Regeln schaffen nur Frust und Trotz

  4. 1.

    Auch nach knapp 2 Monaten haben es die Brandenburger nicht geschafft ihre Pflegeheimbewohner zu impfen. 116117 wie bitte?

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