Archivbild: Das Karstadt Kaufhaus in Neukölln ca. 1929 (Quelle: dpa/ akg-images)
Audio: Inforadio | 30.10.2019 | Oda Tischewski | Bild: dpa/ akg-images

Pläne für Karstadt-Neubau am Hermannplatz - Viel Kritik am "Bikini-Haus im Kreuzberg-Style"

Ein Investor will "Babylon Berlin"-Flair an den Hermannplatz holen: Das Karstadt-Kaufhaus soll abgerissen und durch eine Kopie des Originals aus den 1920er Jahren ersetzt werden. Der erwartete Jubelsturm bleibt aus. Hier hat man ganz andere Sorgen. Von Oda Tischewski

Auf dem Hermannplatz ist Markt. An fünf Tagen in der Woche preisen hier Gemüsehändler ihre Ware an. Es gibt frischen Fisch und Lederwaren, Fladenbrot und Currywurst, Kräutertöpfe und T-Shirts. Der unwirtliche, weitgehend betongraue Platz bekommt ein fröhlicheres Gesicht, vor den Imbissbuden bilden sich lange Schlangen. Auf dem langgezogenen Rechteck an der Bezirksgrenze zwischen Kreuzberg und Neukölln herrscht reger Durchgangsverkehr. Die Straßen sind ewig vom Verkehr verstopft, unter dem Platz kreuzen sich die U-Bahnlinien 7 und 8.

Für die einen ist der Hermannplatz ein praktischer Ort, an dem sich gut Besorgungen erledigen lassen, für die anderen ein Platz, an dem sie nicht auffallen und in Ruhe gelassen werden. Ein junger Mann mit aufgedunsenem Gesicht ist vor dem U-Bahn-Eingang zusammengesackt, die angebotene Hilfe lehnt er lallend ab. "Gentrifick Dich!" hat jemand an eine Hauswand geschrieben.

"Da entwickelt sich echte Wohnungsnot"

Gentrifizierung, sagt der Soziologe Sigmar Gude, sehe aber eigentlich anders aus: Wohnungen würden aufwendig saniert und dadurch schicker. Letzteres könne man am Hermannplatz nicht beobachten. "Augenblicklich sehe ich in Nord-Neukölln nur, dass die vorhandenen Wohnungen teurer vermietet werden."

Ausbaden müssen es die, die keine Alternative haben. Vor allem Migranten können oft nicht einfach auf die Außenbezirke oder nach Brandenburg ausweichen. Vor allem in Wohnungen von ärmeren Menschen müssten sich deswegen mehr und mehr Mieter den Wohnraum teilen. "Da entwickelt sich echte Wohnungsnot."

Auf einer Brandschutzwand an einem Haus in der Neukölln Donaustraße ist ein gemaltes Bild mit dem alten Karstadt-Gebäude am Hermannplatz zu sehen.
| Bild: imago images / Klaus Martin Höfer

Kaufhaus im Stil der "Goldenen Zwanziger"

In diese alles andere als luxuriöse Umgebung hinein plant das österreichische Unternehmen Signa nun sein nächstes Großprojekt: einen Nachbau des Karstadt-Gebäudes aus dem Jahr 1929. Es wurde 1945 von den Nazis gesprengt. Das laut Plan 71 Meter hohe Haus soll den Vorkriegsglanz an den Hermannplatz zurückholen, wie er in der Serie "Babylon Berlin" zu sehen ist.

Signa will das pragmatische Karstadt-Gebäude aus den 60er Jahren abreißen. Der britische Architekt David Chipperfield plant neun Stockwerke mit insgesamt etwa 72.000 Quadratmetern Nutzfläche - nicht nur für Karstadt, sondern auch für eine Bibliothek, für Gastronomie und Büros.

Doch Anwohner wie die Architektin Niloufar Tajeri von der "Initiative Hermannplatz" befürchten, dass damit ein funktionierendes Zentrum ersatzlos verschwindet. Sie verweist auf die Mietpreissteigerung der vergangenen zehn Jahre. "146 Prozent in Nord-Neukölln. Wir haben Verdrängung erlebt." Tajeri befürchtet, dass Signas Pläne "negative Konsequenzen" für die Anwohner haben wird.

Die Anwohner sind nicht allein mit ihren Bedenken. Der Bezirk Kreuzberg, als Standort des Karstadt-Gebäudes, und der Bezirk Neukölln, zuständig für den Hermannplatz, haben die Pläne der Signa geprüft und sind mehr als skeptisch: Zu groß und an dieser Stelle nicht erforderlich, lautet die Einschätzung. Der Kreuzberger Baustadtrat Florian Schmidt erteilt deswegen erstmal keine Baugenehmigung. "Auf der Postkarte ist es schön", sagt Schmidt. "Aber wenn man es betrachtet, hat das so eine erdrückende Wirkung. Da hilft auch nicht die romantische Vorstellung, dass da alte Zeiten à la Babylon Berlin wieder auferstehen."

"Das ist Verdrängung, wenn das gebaut wird"

Darüber hinaus mutmaßt Schmidt, dass Karstadt am Hermannplatz am Ende gar kein Karstadt mehr beherbergen könnte - sondern vielmehr Geschäfte mit hohen Preisen, die der Signa hohe Mieten zahlen. "Wir haben keine Notwendigkeit, am Hermannplatz, in einem extrem verdichteten Quartier, einen stadtweit relevanten Shopping-Tempel zu errichten." Die Stadt sei nicht unterversorgt. "Nur weil viel Geld investiert wird, muss es dann auch passieren? Nein." Der Kiez entwickele sich inzwischen positiv, aber auch in Richtung Verdrängung. Was Signa vorhabe, wäre eine Art "Bikini-Haus, Kreuzberg-Syle".

Auch die Händler am Hermannplatz sind größtenteils nicht begeistert von den Plänen der Signa. George Wojatzis vom Kartoffelpufferimbiss sieht darin das sichere Ende für sein Geschäft. "Das ist Verdrängung, wenn das gebaut wird. Dann sind auch die kleinen Gewerbe weg." Auch der Puffer-Imbiss, der seit 30 Jahren auf dem Hermannplatz steht, glaubt Wojatzkis.

Abu Aktu Fausi, der auf dem Markt am Hermannplatz an seinem Kaffeestand sitzt, hält auch nichts von dem Neubau. Zwar soll es darin dann auch eine überdachte Markthalle geben, aber das sei eben nicht dasselbe wie ein Markt unter freiem Himmel, meint er. Auch seine Kollegen würden seine Meinung teilen, doch daran, dass sie den Bau verhindern können, glaubt er eigentlich nicht. "Die sind alle sauer. Wir haben Zettel verteilt, haben eine Demo geplant. Aber der wird es schaffen, sein Luxuseinkaufszentrum zu bauen."

Neuköllns Bürgermeister ist begeistert

Martin Hikel wird der Kaffeeverkäufer wahrscheinlich nicht auf seine Seite bringen können. Der Bezirksbürgermeister von Neukölln ist von dem Signa-Projekt begeistert - ganz anders als sein eigenes Stadtentwicklungsbüro. "Ich habe auch nur die Bilder gesehen und fand die sehr beeindruckend", sagt Hikel. "Weil ich das alte Karstadt-Gebäude einfach sehr beeindruckend fand." Dennoch müsse man natürlich mit den Eigentümern reden über das, was im Inneren geschehen soll. Darum knüpft Hikel Bedingungen an seine Unterstützung für den Bau. "Für mich als Neuköllner Bürgermeister ist es von großer Bedeutung, dass es eine Ergänzung zum bestehenden Einzelhandel in der Karl-Marx-Straße ist, keine Konkurrenz." Hikel erwartet "eine gewisse Kiez-Orientierung": Das neue Kaufhaus dürfe "nicht einfach nur wie ein UFO dort landen", sondern müsse einen echten Nutzen bringen.

Auch Niloufar Tajeri von der "Initiative Hermannplatz" stellt klare Forderungen an die Verwaltung. "Sich mal kümmern um den Platz und verstehen, was da genau nicht in Ordnung ist." Nicht akzeptabel sei, sagt Tajeri, das Bauprojekt nutzen zu wollen, um den Hermannplatz grundsätzlich aufzuräumen und die Menschen, die dort jetzt sind, zu vertreiben.

Und auch Mathias Zillig, Bestatter am Hermannplatz, hat bodenständige Wünsche. "In erster Linie bezahlbarer Wohnraum, anständige Grünanlagen für die Kinder, eine vernünftige Stadtreinigung." Zillig schaut aus dem Fenster. "Sie sehen es draußen an den Fassaden, wie es aussieht. Es ist einfach runtergekommen."

Aufnahme des Warenhaus Karstadt am Hermannplatz in Berlin circa im Jahr 1935 (Bild: imago)

Beitrag von Oda Tischewski

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23 Kommentare

  1. 23.

    Die prekäre Lage geht wesentlich auf bezirkliche Politik einerseits und auf den Senat andererseits zurück. Der Bezirk hat immer fleißig Umwandlung in Eigentumswohnungen genehmigt; das ist eine Einladung für Mieterhöhung. Zudem ist es das erfolgreiche Konzept der Grünen:Wandel durch Aufwertung.
    Am Hermannplatz ist auch Neukölln zuständig das aber gar keine Konzepte hat. Außer dem mietdeckel nach lompscher art die nur die eigene Wählerschaft im Blick hat. Doch gerechterweise muss an Peter strieder und Ingeborg Junge reyer erinnert werden. Die Innenstadt den Reichen. Nur dumm, dass dann keiner mehr SPD wählt. Zusammenfassend hat der Eigentümer keine Verantwortung dafür aber r2g besetzt das Rathaus in kreuzberg.

  2. 22.

    Wen kümmern die Anwohner. Vom Großteil der Kommentarschreiber niemand. Im Fortschritt marsch. Der neue Führer ist die Ökonomie. Geld regiert die Welt. Die Millionäre und Milliardäre haben die Hälfte bereits in der Tasche. Einer von ihnen denkt mit dem Bau vom neuen Karstadt natürlich nur an den Fortschritt und den Wohlstand der Menschen, die da leben. Es bringt nichts, sich über diejenigen aufzuregen, die andere für blöder als sich selbst verkaufen und daran auch noch verdienen wollen. Sie haben bereits jetzt das bekommen was sie sich redlich verdient haben. Sie sind ausreichend damit bestraft das sein zu müssen was sie sind und brauchen für ihre eigene jämmerliche Wertschätzung ihr Geld und die Abwertung anderer. Solidarische Grüße an alle anständigen Menschen, derren Traüme, Wünsche und Sehnsüchte sich woanders erfüllen als in einem neuen Konsumtempel. Und P.S Babylon Berlin spielt gerade in der Realität.

  3. 21.

    Randgruppenpolemik bringt Stillstand, und das ist richtig beobachtet. Stillstand bedeutet auch weniger Steuereinnahmen, und weniger Einnahmen führen auch zu Kürzungen von Geldern für Randgruppen. Leider beherrschen viele nicht die Gesetze des ökonomischen Kreislaufs, und leider gibt es auch nicht gerade uneigennützige Politiker, die dieses fehlende Wissen zu ihrem Zweck mißbrauchen. Daher muss dieses Projekt in die Hand des Senats. Das führt zu einer gesamtökonomischen Betrachtung, verhindert aber auch nicht, dass trotzdem für Niedriglohnempfänger, Kleinstunternehmer und das Milieu doch noch etwas übrigbleibt. Signa hat ja bereits deutlich signalisiert, dass man über vieles reden kann.

  4. 20.

    Wenn die Leute schon immer solche Blokierer gewesen wären und damit durchkämen, dann stünde weder dieser Karstadt noch existierte die Stadt. Und ihre eigene Wohnung auch nicht. So, wie sie auch schon die Wohnungen für andere auf dem Tempelhofer Feld blokiert haben. Hauptsache ich habe meins oder kann das von anderen möglichst billig und zu meinen Bedingungen nutzen.
    Berlin hat mit die billigsten Mieten aller deutschen Großstadte und nirgendwo wird mehr gejammert als hier. Wir können doch nicht auf alle Zeit alles Blokieren, damit ein paar ewig gestrige sich nicht umgewöhnen brauchen.

  5. 19.

    Was alle immer mit Verdrängung haben.. ihr blokiert den Fortschritt. Ich wüsste gerne mal wen ihr selbst so alles verdrängt habt, als ihr bei euch eingezogen seid. Die meisten sind doch gar keine echten Berliner mehr. Nur noch 47% hat der rbb mal berichtet.
    Ihr könnt doch nicht jedem vorschreiben arm zu leben. Ich gehe arbeiten und ich will mir dafür auch etwas leisten. Ich bin bereit für eine höhere Qualität auch mehr zu bezahlen. Ob Fleisch, Klamotten, Wohnung.
    Wenn es genug Kundschaft gibt rechnen sich die Geschäfte und wenn nicht dann nicht. Ihr paar Hanseln könnt doch nicht immer die ganze Stadt in Geiselhaft für eure privaten Lebensumstände nehmen. Ändert sie oder findet euch damit ab. Der Großteil kann und will sich auch etwas leisten. Was ist denn das für eine Lebenseinstellung, dass andere für die eigene Bequemlichkeit verzichten sollen. Und überhaupt diese Einstellung, wenn ich 1x hier gewohnt habe, gehört alles mir und ich bestimme über alles.

  6. 18.

    Was wäre denn Ihr Vorschlag? Ich meine das jetzt nicht satirisch. Ich fand den Entwurf auch toll; wohne dort allerdings nicht. Deshalb wäre es schon interessant, was die Anwohner darüber denken. P.S. Babylon Berlin geht im Januar auf Sky weiter... ;)

  7. 17.

    Echt geil, Karstadt aus Berlin Babylon wollt ihr haben. Sehnsucht nach den guten alten Zeiten. Jetzt also die 20iger.
    Berlin als kreative Weltstadt und internationaler Impulsgeber. Bis dann die Weltwirtschaftskrise und dann die Nazis vom Himmel über Berlin gefallen sind. Aber keine Angst, das böse Finazkapital, dass in Form von Black Rock und Konsorten die Klauen wieder ausstreckt sind nur das Produkt irgendwelcher Weltverschwörungsphantasten. Und wer Berlin einst an den Bettelstab und unter der Leitung von Sarrazin in die Hände von privaten Investoren getrieben hat ... Schwamm drüber. Das Ergebnis ist u.a in Neukölln zu besichtigen, wo das Geld nun statt in Kultur-Freizeit und Bildungseinrichtungen in die Aufwertung für kaufstarke Schichten gesteckt wird, Tja wäre da nicht das Problem wohin mit den Menschen, die nicht in die schöne neue Welt passen und sich in dem Dreck offenbar wohlfühlen? Träumt weiter. Nur der Himmel über Berlin weiß wo ihr einmal wach werdet.


  8. 16.

    Das heutige Karstadt-Gebäude stammt nicht aus den Sechzigern. Neben einem kleinen Rest des Originalbaus (in der Straße Hasenheide) wurde es Schritt für Schritt ab den frühen Fünfzigerjahren errichtet. Die letzte Erweiterung fand in den Neunzigern statt, seither hat das Haus sein heutiges Äußeres.

    Nebenher: Woher wissen Sie, dass das Warenhaus 1945 gesprengt wurde? Dafür sind mir keine belastbaren Belege bekannt. Es gibt auch die These, dass es bei den Endkämpfen in Brand geriet und dann, weil die Strom- und Wasserversorgung und damit die Sprinkleranlage ausgefallen war, in sich zusammenbrach. Einen solchen Riesenklotz kann man nicht mal so eben sprengen, dafür ist eine umfangreiche Vorbereitung notwendig. Zumal wenn das Gebäude so gleichmäßig in sich zusammenfiel wie es am Hermannplatz geschah.

  9. 15.

    Not in my backyard, bloß nichts verändern, ist doch alles schön wie es ist... Berlin war vor dem Krieg eine kreative Weltstadt und internationaler Impulsgeber. Wir haben alle Chancen, hieran nun wieder anzuknüpfen aber warum verkriecht sich die halbe Stadt immer noch in Schrebergarten-Denke?

    Lasst den Dialog zu und seid offen für Veränderungen! Berlin als ewig unfertige Stadt steht für den stetigen Wandel aber heute haben wir die Chance gemeinsam anzupacken. Habt keine Angst vor Touristen, sondern seid stolz darauf, dass es die Welt in unsere/Eure tolle Stadt zieht, lasst uns auch Architektonisch wieder internationale Akzente setzen.

  10. 13.

    Alles was geeignet ist diesen Bezirk und diese Gegend aufzuwerten, sollte unverzüglich gebaut werden. Was genau ist denn in dieser Gegend schützens- oder erhaltenswert? Die Hermannstraße, inkl. des Kindl-Boulevards ist eine Katastrophe sondergleichen. Dutzende Friseure, drittklassige Freßbuden, Spielhallen, Wettbüros, etc.und auf den Haupt-und vor allem den Nebenstraßen türmt sich der Müll.
    Ich arbeite seit nunmehr 10 Jahren in dieser Gegend und muss leider sagen das Neukölln einer der widerlichsten und dreckigsten Bezirke Berlins geworden ist. Die paar, mit Zeltplanen überdachten, Buden auf der Mittelinsel am Herrmannplatz sind sowas von überflüssig.
    Aber, und auch das widerhole ich mantra-artig, in Berlin ist Dreck, Verkommenheit, Dissozialität und Egoismus in den letzten Jahren zur Selbstverwirklichung verklärt worden. Allet schick in Berlin, allet sexy, hauptsache die Leute können sich weiterhin im Dreck suhlen.

  11. 12.

    "Der Hermannplatz wird umgebaut" heißt es immer wieder. @rbb Wie ist denn da der Stand der Dinge? Straßenverlegung auf nur eine Platzseite? Straßenbahnanschluss Richtung Warschauer Brücke und Potsdamer Platz via Urbanstaße? Bahnhofssanierung? Was sind die nächsten Schritte? Gibt es einen Zeitplan? Wie passt dazu die gewünschte Megabaustelle Karstadt? Alles verzögert sich um weitere zehn Jahre?! Die öffentlichen Verkehrsinfrastrukturprojekte sind weniger wichtig??

  12. 11.

    Bitte bauen!

  13. 10.

    Wohne seit 40 Jahren in Berlin. Doppelt so lang wie in meinem Heimatort. Wir "Einwohner" brauchen keinen kolossaleren Konsumtempel und vor allem keine Touristen, für die unser Lebensraum als Freizeitpark mißbraucht wird. Die Suff und Lärmhorden, die da durchziehen sind nicht auch nicht gerade appetitlich. Aber da damit müssen Sie als Berlinfan sich ja nicht rum ärgern.

  14. 9.

    Als Außenstehender und bestimmt auch bekennender Nutzer von AirBnB ist es leicht, Sprüche rauszuhauen....weiter so.

  15. 8.

    Es ist allmählich zum Fremdschämen, dass Sie keine Meldung auslassen um gegen Radfahrer zu hetzen auch wenn diese null Anlass dazu bietet. Peinlich, peinlich!!!

  16. 7.

    In Schöneberg oder Prenzlauer Berg hatte man kein Problem mit Verdrängung und Luxuswohnungen.

    Ein paar Marktbuden und die Spielhöllen sind jedoch schützenswert ?
    Und der Dreck und Müll auf den Strassen kommt von wem ?
    Selbst der muss geschützt werden.
    Das neue Berlin - immer eine Reise wert.

  17. 6.

    Als bekennder Berlinfan kann ich nur sagen das bei allem Argwohn und Angst vor höheren Mieten so eine Chance nicht so schnell wiederkommt. Es würde ein Magnet für die Einheimischen und Touristen werden und den Kiez enorm aufwerten. Ich kann verstehen das viele sich darum Sorgen das der Wohnraum teurer werden könnte aber ist das ein Argument. Soll Berlin am besten in der Mittelmässigkeit versinken damit man sich die Mieten in Zukunft leisten kann, die Rechnung geht nicht auf wenn der Bedarf da ist steigen auch Mieten und dann ist es egal ob abgeranztes Ghetto oder schicker Bezirk, da braucht man nur in andere Metropolen schauen da kosten Kellerlöcher egal wo sie sich befinden mehr als ne schöne Wohnung in Berlin. Hier ist die Politik gefragt dem Wahnsinn des Mietenwuchers entgegenzuwirken und nicht eine Stadt runterzuwirtschaften
    damit es bezahlbaren Wohnraum gibt.Und Nein arm ist nicht sexy zumindest nicht abgefuckt.Oh Dickes B

  18. 5.

    Ich verstehe nicht, was alles an Gegenargumenten angeführt und kritiklos im Artikel zusammen getragen wird: Drinnen gäbe es einen überdachten Markt, aber das ist eben nicht Freiluft. Hä? Nee, ist klar, draußen, so am Kartoffelpuffer stand, das ist Berlin. Dreckig, speckig, billig. So soll es bleiben. Und die Reihe passt bloß nicht das letzte Zitat, wo es tatsächlich Mal jemand zu runtergekommen findet. Warum wohl??

  19. 4.

    "Vor allem Migranten können oft nicht einfach auf die Außenbezirke oder nach Brandenburg ausweichen."

    Und das können sie genau warum nicht? Es gibt sicherlich Gründe, warum ein Umzug für Menschen eine besondere Härte oder gar unmöglich ist, z.B. aufgrund des Alters oder der finanziellen Situation. Stellt der Migrationshintergrund per se schon eine Beträchtigung dar? Vielleicht kann ja jemand bei der Aufklärung helfen.

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