Krisen, Kostenexplosion, Konkurrenz - "Jeden Tag verlieren wir in der Hauptstadt ein Taxifahrzeug"

Fr 05.08.22 | 06:35 Uhr | Von Georg-Stefan Russew
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Taxis stehen an einem Taxistand am Potsdamer Platz. (Foto: Monika Skolimowska/dpa)
Monika Skolimowska/dpa
Audio: rbb24 inforadio | 05.08.2022 | Jan Thomsen | Bild: Monika Skolimowska/dpa

Das Berliner Taxigewerbe gerät durch die vielen Krisen wie Corona, horrende Spritpreise und die steigende Inflation unter Druck. Es fordert vom Senat, die Tarife fix anzuheben und die Konkurrenz mehr zu kontrollieren. Von Georg-Stefan Russew

Berliner Taxi-Unternehmer haben in den vergangenen zwei Jahren kräftig Federn lassen müssen. "Anfang 2020 hatten wir noch rund 8.300 Taxen in Berlin. Aktuell sind es nur noch 5.600", klagt Hermann Waldner, Taxi-Unternehmer in der Hauptstadt. Zugleich vertritt er als Vize-Präsident des Bundesverbands Taxi die Geschicke seines Berufsstands auf Bundesebene. Wenn der Senat jetzt nicht schnell die Taxitarife anhebe, drohe vielen Betrieben das Aus, sagt er.

Kostensteigerungen von bis zu 20 Prozent und mehr

"Die Sorgen sind groß", betont Waldner. Durch die Corona-Krise seien viele Unternehmen nur durch das Aufbrauchen der Rücklagen gekommen. Dann sei das Geschäft wieder angelaufen. Aber rasant gestiegene Kraftstoffpreise, eine grassierende Inflation sowie die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Oktober auf zwölf Euro pro Stunde "sind schlichtweg nicht zu stemmen. Kostensteigerungen von bis zu 20 Prozent und mehr müssen wir auffangen", rechnet Waldner vor.

"Jeden Tag verlieren wir in der Hauptstadt ein Taxifahrzeug", sagt auch der Vorsitzende der Berliner Taxi-Innung, Leszek Nadolski. Für viele Taxi-Unternehmer in der Hauptstadt gehe es um die "nackte Existenz". Oft rechne sich das Geschäft nicht mehr. Dazu kommt vor allem in Berlin die unregulierte Konkurrenz durch Mietwagen-Unternehmen und Fahrdienstvermittler wie Uber & Co. Es müsse etwas passieren, so Nadolski.

Gesamtsystem müsse verändert werden

Auch wenn die Anhebung der Taxitarife eventuell potenzielle Fahrgäste abschrecke, sei diese unumgänglich, wenn sich im Gesamtsystem nicht etwas Grundsätzliches verändere, betonen Waldner und Nadolski.

Erste deutsche Kommunen haben reagiert und ihre Tarife angehoben. Taxifahren ist so vielerorts bereits teurer geworden. In Berlin steht eine solche Entscheidung des Senats noch aus.

"Dazu muss man wissen", betont Waldner, "dass Taxen Teil des öffentlichen Personen-Nahverkehrs sind." Das ziehe zahlreiche Pflichten für Taxi-Unternehmer nach sich. So müssten Taxen rund um die Uhr fahren, damit jeder, der es möchte, 24 Stunden am Tag mobil sein kann. "Wenn jetzt ab Oktober der Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde kommt, dann müssen lange Warte- und Bereitschaftszeiten auch mit einem höheren Stundenlohn bezahlt werden", sagt Waldner. Aber die Einnahmeseite habe sich nicht verändert. Als Teil des ÖPNV könnten Taxifahrer auch nicht ihre Tarife anpassen.

"Wir sind das Stiefkind des ÖPNV"

"Wir sind das Stiefkind des ÖPNV. Wir müssen alles selbst erwirtschaften. Wir werden nicht wie die BVG vom Land subventioniert", sagt Innungs-Chef Nadolski. "Wir müssen immer fahren und können uns unsere Fahrgäste nicht wie Uber und Co. aussuchen, denn wir haben Beförderungspflicht."

"Wenn sich in Berlin in Sachen Tariferhöhung bis spätestens Oktober nichts tut, werden wir eine riesige Pleitewelle bei Taxi-Unternehmen erleben", mahnt Leszek Nadolski. Er selbst habe den Kampf gegen Uber & Co. aufgegeben. Da sei die Politik gefragt, Chancengleichheit herzustellen. Wenn man Taxen als Teil des ÖPNV wolle, müsse Berlin auch dafür etwas tun. Schließlich bestelle das Land mit Regionalisierungsmitteln auch den regionalen Bahnverkehr. Analog könne ein ähnliches System bei Taxen etabliert werden. Schließlich, so Nadolski, erfüllten Taxen einen öffentlichen Auftrag.

Auch ließe sich die Preisspirale nicht endlos nach oben drehen, sagt Nadolski weiter. Entweder sorge der Berliner Senat mit mehr Kontrollen von Mietwagenunternehmen und anderen für einen fairen Wettbewerb oder man unterstütze Taxiunternehmen mit staatlichen Geldern, fordert er.

Keine Regionalisierungsmittel vom Senat - aber Gespräche zur Tariferhöhung liefen

"Taxen erfüllen nicht nur in Berlin eine wichtige Aufgabe", sagt der Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, Jan Thomsen. Gleichwohl seien der Verkehrsverwaltung in Sachen Regionalisierungsmittel für die Taxibranche die Hände gebunden. Dieser Topf sei für die Bestellung des Schienen-Personennahverkehrs da, so Thomsen. Zudem sei dieser vollkommen ausgereizt.

In Sachen Tariferhöhung - aufgrund sehr viel höherer Spritpreise und der Anhebung des Mindestlohns - sehe die Lage aber anders aus. Hier sei man bereits mit allen Seiten im Gespräch, sagt Thomsen. Wie schnell es hier zu einem Abschluss komme, sei aber offen, weil sehr viele Aspekte zu beachten seien. Unter anderem müsse man sich in Sachen Flughafentarif mit dem Landkreis Dahme-Spreewald abstimmen. Hier seien vor Kurzem einheitliche Tarife für Berliner Taxifahrer und ihre Berufskollegen aus Dahme-Spreewald eingeführt worden. "Da braucht es Abstimmungsbedarf."

Und dann werde zudem auch über Festpreise diskutiert, sagt Thomsen. Hiervon versprechen sich Taxi-Unternehmer mehr Transparenz zu Mitwettbewerbern, so Nadolski. "Umleitungen oder längere Wege müssten so nicht von den Fahrgästen getragen werden", sagt der Chef der Berliner Taxi-Innung. Diese seien für Kunden und Taxifahrer eine "gute Sache", weil transparent.

Für den Senat sei dieser Vorstoß keine neue Sache, sagt Thomsen. Im Rahmen der Einführung des Flughafentarifs sei bereits hierüber diskutiert worden. Letztlich sei man diesem Vorstoß nicht gefolgt.

Jetzt liegen die Festpreise im Rahmen der Tarifrunde erneut auf dem Verhandlungstisch. Nun orientierten sich die Vorschläge der Taxibranche am neuen Münchner Modell, sagt Nadolski. Per Reichweitentarif könne dort innerhalb eines Umkreises von 5, 10 und 45 Kilometer zu einem Festpreis gefahren werden. Bei Fahrantritt müsse nur der Wunsch nach diesem neuen, transparenten Tarif geäußert werden.

"Ob die hier kommen, müssen wir mal schauen", betont Thomsen. Es liege letztlich daran, ob diese in Berlin gut umsetzbar und ob sie ein "faires Angebot an Kunden" seien. Ob man bis Oktober mit den Verhandlungen durch sei, müsse man sehen. "Wir arbeiten jedenfalls mit Hochdruck daran."

Senat will mit verstärkten Kontrollen im Mietwagen-Bereich reagieren

Dagegen sei man am Thema Kontrollen der Mietwagen-Branche dran, sagt Thomsen weiter und verweist auf einen aktuellen Fall vom Mittwoch. Hier sei einem Geschäftsführer wegen illegalen Betreibens eines Mietwagen-Unternehmens ein Bußgeld in Höhe von einer halben Million Euro aufgelegt worden.

Das Unternehmen soll von August 2021 bis März 2022 mehr als 100.000 Fahrten über Vermittlungsplattformen mit rund 160 Fahrzeugen durchgeführt haben, ohne die dafür erforderliche Genehmigung zu besitzen, hieß es weiter. Dies sei durch Kontrollen des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo) und der Polizei Berlin aufgedeckt worden.

Überdies sei schon länger bekannt, dass einzelne Mietwagen ohne Genehmigung in der Stadt unterwegs seien, sagt Thomsen weiter. Bisherigen Ermittlungen zufolge hätten die Unternehmen bei der Registrierung gefälschte Unterlagen vorgelegt. Der aktuelle Fall sei der erste in einer Reihe weiterer Verfahren, in denen das Amt ermittle, so Thomsen. "Und wenn wir das verschärfter machen, dann wird sich auch dort etwas bereinigen."

Sendung: rbb24 inforadio, 05.08.2022

Beitrag von Georg-Stefan Russew

64 Kommentare

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  1. 64.

    Für die die es nicht wissen..
    Mietwagen zahlt 19 % UmSt. Taxi 7%. Mietwagen zahlt ca. 30% Provision an Vermittler Taxi 7% an UBER. Taxi kann überall Fahrgäste mitnehmen (Winker, Bhf. Halteplätze) UBER muss zurück zum Betriebssitz. Wie können die dann überhaupt überleben? Tscha, denkt mal nach..

  2. 63.

    Uber ist mir sowas von wurscht. Ich nehme immer den Taxiruf und mache durchweg gute Erfahrungen.
    Ausreißer gibt's ja überall, aber ich finde, durch die Konkurrenz reißen sich mehr und mehr Taxidriver mächtig am Zippel und das merkt man als Fahrgast. Und da die Kosten für uns alle steigen, darf ich nicht erwarten, dass in diesen Zeiten die Beförderung günstiger wird. Dann wäre ich nicht besser als andere Billigheimer, die meinen, für 19€ durch Europa fliegen zu müssen.

  3. 62.

    Aus welchem Grund sollte die BVG/der Senat mit dieser Branche fusionieren, wie Sie es vorschlagen? Taxen bzw. deren Fahrer sind privatwirtschaftliche Dienstleister, die sich am Markt orientieren müssen. Der Senat hat doch nicht die Aufgabe, den Taxlern Aufträge zuzuschustern und ihnen damit eine Arbeitsgarantie und wirtschaftliche Vorteile gegenüber bsw. Uber zu verschaffen. Das würde m. E. auch keiner rechtlichen Prüfung standhalten.

    Und Ihr Beispiel mit der Fahrt von der Waldbühne nach Marzahn, finde ich schon etwas kurios. Denn Sie haben der Taxe doch nahezu den selben Preis bezahlt, der Sie bei Uber so empört hat. Zudem handelte es sich doch um eine "Ausnahmesituation", da eben hunderte Konzertbesucher von dort aus abgeholt werden wollte. Im Normalbetrieb ist Uber m. W. grundsätzlich preiswerter als Taxi.

  4. 61.

    Es ist schon ein bisschen her, wo die wöchentliche Taxi Fahrt vom TXL nach Hause einem Dreh am Glücksrad schien. Die meisten Fahrer kannten noch nicht mal die Hauptstraßen und mussten ihr Navi bemühen. Kommunikation war auch oft schwierig, sodass ich wenn ich nur Handgepäck dabei hatte lieber mit dem TXL gefahren bin. Zugegeben es gab auch positive Ausnahmen, aber die wurden immer seltener. Insofern geht mir dieses selbst verschuldete scheiße Gejammere der Taxi Lobby ziemlich auf den Docht, denn es gibt kein Gewerbe für den den der Spruch mehr gilt: geht mit der Zeit, sonst geht ihr mit der Zeit...

  5. 60.

    Naja, manchmal, wenn man krank ist und zu Nachkontrollen ins Krankenhaus muss, zum Beispiel nach einer Augen-OP(man kann nicht ausreichend sehen), dann ist man verdammt dankbar, wenn ein Taxifahrer einen quer durch die ganze Stadt fährt.....

  6. 59.

    Ich würde als Senat versuchen das die Wasserköpfe bei der BVG UND dem Taxiverband endlich mal wirklich zusammen arbeiten und das 365Tage 24 Stunden dazu müsste die Vermittlung der BVG und Taxen eben gemeinsam in einer Zentrale arbeiten und dann könnte der Bedarf wo gerade nötig von Taxen übernommen werden je nachdem wer entsprechend in der Nähe ist und Rufbusse die oft unwirtschaftlich sind von einer Taxe übernommen werden so das kostendeckend gearbeitet wird.
    Den Ausgleich dann vom Senat .

  7. 58.

    Lesen Sie eigentlich oder tuen Sie nur so 56,70€ Taxi und Uber 65€ kann ich nicht rechnen oder Sie ?
    Wissen Sie überhaupt wie bei Uber Preis zustande kommt?
    Der wechselt nämlich je nach Nachfrage wenig Bedarf billiger um den gerechten geregelten Taxitarif der übrigens festgelegt ist 24 Stunden auch an Feiertagen immer gleich und nicht schwankend so große Nachfrage wie bei meinem Fall nach Konzert entsprechend Teuer.

  8. 57.

    Ich lese ja unter anderem den Tagesspiegel und komischerweise steht da das Uber Rote Zahlen schreibt.
    Und übrigens lesen Sie mal meinen Kommentar wo ich mal nachts nach Konzert Uber ausprobieren wollte und es stellte sich raus da grosser Bedarf an Fahrgästen Uber 65€ für exakt die gleiche Fahrt 2 Personen 56.70€ im Taxi uns kosteten.
    Das ist nämlich die Wahrheit in Wirklichkeit ist Uber teurer und versucht in Nicht guten Zeiten mit wenig Bedarf durch Dumpingpreise Taxen es schwer zu machen

  9. 56.

    Warum und wer sollte denn Uber „trockenlegen“ wollen? Dafür gibt es gar keinen Grund. Und fehlender Versicherungsschutz? Aus welcher Zeit kommen sie denn bitte?

  10. 55.

    Das ist bei den Taxifahrern auch nicht anders. Übrigens sind 450 Eur eine Pauschale

  11. 54.

    Man k ö n n t e Uber trockenlegen durch Kundenboykott, aber Kunden wollen die billige Uber-Beförderung ohne Versicherungsschutz.

  12. 53.

    Nö, einfach kein Bock auf andere, schwitzende und riechende Menschen.

    Muss man nicht wirklich haben.

    Das ist kein Luxus, sondern Selbstschutz!

  13. 52.

    80er waren die Besten, unbestritten.

    Ich habe keine Lust mit anderen ein Taxi zu teilen und Zeit zu verschwenden.

    E-Taxi ist schon sehr gut.

  14. 51.

    Ich habe nichts gegen uber aber über die Hälfte sind illegal als minijob angemeldet aber arbeiten 12 Std am tag , ich werde öfters angesprochen von uberfahrern wenn ich nach hause fahren möchte

  15. 50.

    Niemand braucht heute eine Funkzentrale oder eine Taxigenossenschaft mehr. Wenn die Taxiunternehmen ihr Geschäftsmodell überdenken und der heutigen Zeit anpassen, könnten die Tarife wieder auf den Boden der Normalität zurückkehren

    Nur Jammern können die Taxifahrer gut. Aber wer am lautesten jammert. dem geht's auch sehr gut...

  16. 49.

    Daher werden die Berliner Taxen immer mehr vom Markt verschwinden und andere Unternehmen werden sich durchsetzen.

    Diese Unternehmen haben übrigens die gleichen Kosten und schaffen es dabei Gewinne zu erwirtschaften.

    Bisher fürchten die Taxiunternehmen die Konkurrenz wie der Teufel das Weihwasser.

    Letztlich entscheidet der Kunde. was er nutzt. Wenn UBER ect so mies wären, warum steigt deren Umsatz unaufhörlich? Und günstiger ist der Tarif bei vergleichbaren kosten auch.

  17. 48.

    Zwischen der BVG und den Taxiunternehmen gibt's wohl erhebliche Unterschiede. Der Senat darf Taxiunternehmen nicht unterstützen. Das ist auch nicht nötig. Taxiunternehmen agieren auf dem freuen Markt. Wenn sie da nicht bestehen, gegen sie halt unter.

    Übrigens sind Uber Tarife deutlich geringer als die der Taxen.

    Schon komisch, dass die Taxiunternehmen Konkurrenz fürchten.

    Letztlich hat das Geschäftsmodell Taxi zu den aktuellen Bedingungen ausgedient. Viel zu teuer. unfreundliche Fahrer ect

  18. 47.

    "Wer die Dienste in Anspruch nimmt, außer dass er sie aus gesundheitlichen Gründen nutzen muss, hat ein echtes Luxusproblem."
    Oder er muss einfach mit viel Gepäck zum nächsten Fernbahnhof.
    Nur mal so ein Beispiel, das zufällig mich ab und zu betrifft. Bei bald vier Millionen Berlinern mag es sogar noch ein paar andere Gründe geben, Taxi zu fahren.
    Über sowas erstmal nachdenken, ehe man so ein Pauschalurteil verbreitet?

  19. 45.

    Wenn Sie grundsätzlich nicht einsteigen, wie wollen Sie dann Taxis und Taxifahrer beurteilen?
    Die Klischees, die Sie hier hervorholen, kenne ich nicht. Wenn ich mit dem Taxi fahre, bin ich immer zufrieden.
    Aber manchen Leuten hier scheint die Branche ein Dorn im Auge zu sein, aus welchen Gründen auch immer.
    Aber wer grundsätzlich gar nicht Taxi fährt, kann es ja nun wirklich schlecht beurteilen...

  20. 44.

    Zitat: "Der Senat sollte Sie endlich auch wie die BVG unterstützen das wäre gerecht ."

    Bei allem Verständnis - aber was wäre daran 'gerecht', wenn der Senat Millionen in die privatunternehmerische Taxibranche buttern, diese also subventionieren würde, Teichert?

  21. 43.

    Ich 2020/21 war sehr lange auf Krücken/Spezialschuh angewiesen und hatte trotz mitunter sehr kurzer Strecken mit den Fahrer/-innen( jawoll, es gibt wirklich Frauen als Taxifahrerin) von Taxifunk fast nur gute Erfahrungen. Keine Probleme um Bitte für Quittungen für die Berufsgenossenschaft, hilfsbereit beim Ein- und Aussteigen usw. Aber wie in jedem Dienstleistungsgewerbe gibt es "so' ne und solche". Übrings, die Frauen von Taxifunk sind doch etwas umsichtiger, aber auch konsequenter ....

  22. 42.

    Tja, so ungefähr dieser Umgangston Menschen gegenüber, die für ihr Geld Service erwarten, könnte Teil des Problems sein.

  23. 41.

    Ich muss mich da anschließen.
    Mir hat auch der eine oder andere Taxifahrer erzählt ,daß Sie erheblich höhere Kosten ausgesetzt sind .
    Der Senat sollte Sie endlich auch wie die BVG unterstützen das wäre gerecht .
    Mir graut es wenn ich nur noch solche Uber Fahrzeuge sehe und gezwungen bin deren Tarife dann bestimmt immer über den geregelten Tarif der Taxen liegt.

  24. 40.

    Sorry, aber ich habe in Berlin selbst noch nie ein Taxi gebraucht. Wer die Dienste in Anspruch nimmt, außer dass er sie aus gesundheitlichen Gründen nutzen muss, hat ein echtes Luxusproblem.

  25. 39.

    Genau!
    z.B. Ostkreuz - BER in ca. 20 min schafft man kaum mit Auto bzw. Taxi

  26. 38.

    Lustig. Am Besten zum Nulltarif in einem Luxusschlitten mit Minibar kutschiert werden wollen, das Fahrpersonal erahnt jeden Wunsch und hat ansonsten die Klappe zu halten und zu fahren. Sind ja nur Taxifahrende ohne weiteres Leben. Dass Taxipersonal Lohn, bzw. Lebenshhaltung hat, die Fahrzeuge ihre Betriebskosten mitbringen, scheint hier die überwiegende Zahl an Kommentierenden nicht zu interessieren. Wer nicht bereit ist, dass zu tragen, sollte seinen Hintern zu Fuß, mit Öffis oder dem Rad bewegen. Was glaubt die Mehrheit hier, wer sie ist?

  27. 37.

    Naja bei den Preisen und teilweise unwissenden Fahrern !

  28. 36.

    Also ich würde mich mehr auf das Angebot als Sammeltaxi konzentrieren. Einzelfahrten sind umwelttechnisch so 80er.

  29. 35.

    Vielleicht sollten Sie den BER erst einmal kennenlernen, hat nämlich einen direkten Bahnsteig mit Zugverbindung in die Innenstadt. Wie in anderen Hauptstädten auch z.B. in Wienh
    .

  30. 34.

    Häh. Da fährt nen Zug. Und sehr viele Uber, Bolt-Anbieter lungern da auch rum. Bin nun seit Eröffnung häufig geflogen, nie Probleme gehabt und musste nie für meinen Starrsinn Freunde anbetteln. Was ist das nur für eine unfähige Generation.

  31. 33.

    Zitat: "Es sind keine Taxen mehr gewünscht in Berlin, hat das noch nicht jeder verstanden? Wir sollen alle zu Fuß gehen oder Bahn fahren."

    Rischtisch, Daniel! Der Berliner Senat will das Taxigewerbe ausmerzen, weil dann, so dessen Kalkül, nicht mehr die aktuell zugelassenen 1,23 Mio. Fahrzeuge, sondern (die aktuell) 5.600 gewerblich genutzte PKW weniger in Berlin unterwegs sind - und man davon ausgeht, dass die bisherigen Kunden dieser dann alle aufs Fahrrad steigen und den ÖPNV nutzen. So schlau, um das zu erkennen, muss man erstmal sein . . .

  32. 32.

    Im Gegensatz zu Geschäften, wo man teilweise schon auf Englisch angequatscht wird, hat bei mir bis jetzt jeder Taxifahrer Deutsch gesprochen. Dass manche einen Akzent haben oder nicht perfekt sprechen, stört mich nicht.

  33. 31.

    Ich habe mein Auto schon vor 20 Jahren abgeschafft - und zwar als die Verbotswelle noch nicht rollte.
    Manchmal vermisse ich es für Speckgürtel-Besuche.
    Aber in der Innenstadt lebt man ohne Auto wirklich ruhiger und preiswerter. Da kann man sich schon mal das Nachttaxi gönnen, wenn man aus den Gewalt-Gegenden nach Hause muss.

  34. 30.

    Ich habe Freunde die mich am Flughafen abholen, sonst ist BER eine Lachnummer in der Welt, Dankeschön SPD

  35. 29.

    Antwort auf Sander
    Es waren keine 2€ die Fahrt im Taxi hat 56.70€ gekostet der Rest war Trinkgeld

  36. 28.

    Sicherlich ist im Taxigewerbe jahrelang einiges schief gelaufen.Auch einige Taxifahrer sind schuld am schlechten Ruf der Taxibranche von daher war Konkurenz zum aufwachen nötig.
    Jedoch wie werden die Verbrecher Uber&Co finanziert?! Meint ihr die gelegentlichen Aktionen und günstigen Fahrten bleiben so? Haben die erstmal den Markt leergefegt werdet ihr deren Seite so richtig kennenlernen.Im übrigen,es dominiert im Mietwagengewerbe die Schwarzarbeit,andersherum alle die morgens aufstehen subventionieren eure Gutscheinaktionen.Denkt mal drüber nach.

  37. 27.

    Es waren doch sie, die der Meinung gewesen ist, E Roller verbrauchen keinen Berliner Strom, weil die mit Akku fahren? Danke, keinen Gesprächsbedarf.

  38. 26.

    seitdem wir seit 7 jahren kein Auto mehr haben, da Ü 80 !
    fahren wir bei passender Gelegenheit mit TAXI-- !!, wenn nicht U-Bahn oder Bus
    günstiger gehts nicht- Parkplatz vorm Haus alleine 30€ im Monat- oder lange suchen
    Autokosten, etc. rechnet doch mal nach !--

  39. 25.

    "ich erwarte von einem Dienstleistungsgewerbe ....., sondern auch eine Dienstkleidung wie es z.B. auch an Flughäfen der Fall ist." Na klar! Livree und weiße Handschuhe?? Taxifahrer sind Einzelselbständige - wessen "Dienstkleidung" sollten die Ihrer Meinung nach tragen??

  40. 24.

    Da haben sie eben mal Glück gehabt. Ich möchte weder Klassikradio hören, noch mich mit dem Fahrer unterhalten, ganz gleich wo dieser her kommt, hätte ich bis auf wenige Ausnahmen aufgrund von Verständnisproblemen auch gar nicht gekonnt. Ich will einfach ein sauberes Taxi und Serviceorientierte Fahrer und die sind offensichtlich eine aussterbende Spezies wenn ich die Mehrzahl der Kommentare hier richtig deute. Mit weiteren Preissteigerungen versetzt sich das Gewerbe den eigenen Todesstoß. So schafft sich Taxi ab aber das wird auch keiner bemerken, die Alternativen sind längst da und da meine ich jetzt nicht mal Uber.

  41. 23.

    Abgesehen von Ihrem verallgemeinerten Genörgel: die Situation am BER ist ein Politikum, Gerangel zwischen Berlin und Brandenburg und anscheinend immer noch nicht gelöst. Da können Sie beruhigt auch zukünftig "grundsätzlich nicht" einsteigen.

  42. 22.

    Kann ich nur bestätigen, ich war wegen eines gebrochenen Fußes auf Taxen angewiesen, ging super. Immer pünktlich, freundliche Fahrer, saubere Autos, Zahlung mit Karte kein Problem, Quittung für die Krankenkasse auch nicht. Welche Sprache Jemand spricht, ist mir egal, irgendwie kommt man schon klar.

  43. 21.

    Wir leben im Kapitalismus. Angebot und Nachfrage, schon mal davon gehört? Ich weiss ja nun nicht, wie lange die Wartezeit gewesen ist, aber wegen 2€ Ersparnis so ein Aufriss zu machen ist irgendwo schon albern.

  44. 20.

    Gott sei Dank gibt's Konkurrenz zum klassischen Taxi.

    Ich fahre nur noch mit uberi.

    An der aktuellen Lage ist das Taxigewerbe selbst Schuld

  45. 19.

    Hallo Sabine waren in der Waldbühne und wollten wie andere nach Hause aber das wollten andere auch also versuchte ich eine Taxe zu bekommen war aber gerade schwer also schaute was Uber nach Marzahn dafür nimmt 65€ wollte der Fahrer da haben wir lieber doch auf Taxe gewartet und 56,70€ mit Trinkgeld 63€ bezahlt der Fahrer war nett und erklärte das Uber seinen Verdienst nach Auftragslage anpasst viele Aufträge dann erheblich teurer als Taxi

  46. 18.

    Muss mich den Vorrednern anschließen, ich erwarte von einem Dienstleistungsgewerbe nicht nur von A nach B gebracht zu werden, sondern auch eine Dienstkleidung wie es z.B. auch an Flughäfen der Fall ist. Ein gepflegtes Aussehen ist wohl selbstverständlich. Oft hat man aber das Gefühl der Fahrer wohnt in seinem Taxi. Und bitte jetzt nicht wieder die Leier von die haben es auch schwer usw..Auch Bussfahrer haben Dienstkleidung an!

  47. 17.

    Ich bin ein Taxiliebhaber. Das sage ich vorweg, damit man mich nicht falsch versteht. Nun ruft das Taxi Gewerbe die Politik und sieht sich als Teil des ÖPNV. Das finde ich schon wieder lustig. Danke an Uber und wie sie alle heißen, dass man mich als Taxi Fan von diesem Dilemma erlöst hat, für viel Geld von einer chronisch schlecht gelaunten Berufsgruppe durch die Gegend gefahren zu werden. Macht eure Arbeit endlich. Kommt im Jahr 2022 an. Seid freundlich. Setzt euch gut gelaunt in eure Autos und bringt die Leute auf kurzen oder schnellsten Weg ans Ziel. Vielleicht noch eine kleine Flasche Wasser anbieten, nach der Temperatur fragen (AirCo) und nachdem Musikgeschmack. Auf beiden Seiten bestätigen Ausnahmen natürlich die Regel.

  48. 16.

    Alle drei Monate mal ein Taxi zu nehmen….. Ach, wie niedlich. Da haben Sie einfach Glück gehabt. Die meisten Taxifahrer steigen nicht mal aus, um einem mit Gepäck zu helfen. Es ist nicht anhängig vom Anbieter. Taxigewerbe, Uber usw…. Derjeweilige Fahrer verkauft die Leistung. Es ist immer eine Frage, auf wen man trifft. Hab auch Uberfahrer gehabt, die mit ihrem Navi nicht klarkamen und die Heerstrasse nicht von alleine fanden.

  49. 15.

    Ich finde es völlig korrekt, dass Subventionen an die Masenverkehrsmittel gehen, statt an den Individualverkehr, auch wenn der offiziell Teil des ÖPNV ist.

  50. 14.

    Ich bin der Meinung das die traditionellen Taxiunternehmen in Deutschland nichts mehr zu suchen haben. Sie sind zu teuer. Dieses Problem bestand bereits bevor es ordentliche Konkurrenz gab. Gott sei dank hat sich die freie Marktwirtschaft gegen die Monopolisten durchsetzen können. Jetzt geht es den Taxiunternehmen natürlich an den Kragen. Gute Konkurrenz revolutioniert den Markt. Wenn die Taxiunternehmen flexibel genug sind können sie überleben. Ansonsten gehören sie nicht mehr in das Stadtbild.

  51. 13.

    Die Taxis mit denen ich gefahren bin, waren allesamt gepflegt und die Fahrer sprachen super unsere Sprache - also was soll diese blödsinnige Stigmatisierung? Im ganzen Leben begegnen einem Menschen, die nicht der Sprache mächtig sind - nicht nur im Droschkengewerbe - also keine unsubstantiierten Urteile abgeben bitte.
    Meine letzte Taxifahrt vor drei Monden hatte einen Fahrer aus dem Irak - perfektes Deutsch und im Radio lief Klassikradio - ich fands genial und unser Gespräch ebenso.

  52. 12.

    Das liegt an der dort ansässigen Autowerkstatt. Diese nimmt alle kaputten Taxen an und verteilt diese im Wohngebiet. (Habe schon 26 parkende Taxen gezählt)
    Leider ist man machtlos, da alle Taxen sind angemeldet sind und die können parken wo sie wollen.
    So ist das Taxigewerbe bei den dortigen Anwohnern gerade nicht sehr beliebt!

  53. 11.

    9 Euro Ticket auf Taxen ausweiten, dann fahren auch wieder mehr Personen mit dem Taxi!

  54. 10.

    Zustimmung in allen Punkten und ich mache auch kein Geheimnis aus meiner Schadenfreude: von mir aus kann das "Produkt Taxi" komplett von Markt verschwinden, das können die Privaten besser.
    So wenig Dienstleistungsgedanke und Freundlichkeit bei einem so teuren Produkt und dann diese Jammerei!

  55. 9.

    Ich wohne mein ganzes Leben in Berlin - über 40 Jahre - und bin in der ganzen Zeit 2x mit dem Taxi gefahren. Ich werde sie nicht vermissen.

  56. 8.

    Jetzt mal ehrlich: Was kann denn ein Taxifahrer besser als ein x-belieber Uber, Wolt oder wie-auch-immer-Fahrer? Man braucht heute keine Ortskunde mehr, die Zeiten der Taxifahrer-Bibel (der Kaupert) sind schon lange vorbei.
    Das ist alles pure Besitzstandwahrung ohne jeglich Grundlage. Und jetzt bitte nicht mit der Haftungs-Leier kommen, die wird völlig überbewertet.

  57. 7.

    Es sind keine Taxen mehr gewünscht in Berlin, hat das noch nicht jeder verstanden? Wir sollen alle zu Fuß gehen oder Bahn fahren. Da wird sich der Senat ein Teufel drum kümmern. Die sind froh um jede Taxe die hier weniger aufm Feld ist. Und die (neu) Berliner ja anscheinen auch.

  58. 6.

    10 min Fahrt Taxi 18-22€, Uber 11-16€. Ist doch klar bei dem Preisunterschied... Und dazu gibt es auch noch Rabatt Aktionen bei der Taxi Konkurrenz. Freie Marktwirtschaft räumt auf.

  59. 5.

    In der Eresburgstr. zwischen Schöneberger Straße und Alboinstr. stehen schon seit längerer Zeit, teilweise seit Monaten,
    15 bis 20 Taxen und werden nicht bewegt.
    Da die Eresburgstr. eine Sackgasse und reines Wohngebiet ist , bekommen die Anwohner keine Parkplätze mehr.
    Leider hat sich bis jetzt niemand um dieses Problem gekümmert.

  60. 4.

    Der wichtigste Punkt wurde hier wieder mal vergessen, die schlecht deutsch sprechenden, unfreundlichen, ungepflegten Fahrer, die das äußere Erscheinungsbild prägen. Ich steige da grundsätzlich nicht ein. Die Konkurrenz ist immer noch groß, Taxis stehen immer noch überall herum, außer am BER, da scheint man nichts auf die Reihe zu bekommen, aber wieder mal nach höheren Preisen rufen. So wird das nichts, liebes Taxi Gewerbe.

  61. 3.

    "Jeden Tag verlieren wir in der Hauptstadt ein Taxifahrzeug" und wieviele User, TIER etc. Kommen täglich hinzu?

  62. 2.

    Da hat der Herr Herrmann wohl Angst das ihm passives Einkommen verloren geht, er könnte auch seine Gebühren senken. Aber das macht er nicht, statt dessen nutzt er seine Marktposition aus.

  63. 1.

    Als ich vor drei Monaten auf Taxi angewiesen war, habe ich nur gute Erfahrungen mit deen Taxifahrern gemacht. Ich würde NIE irgendein Faketaxi nehmen. Entweder die echten oder keine.

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