Garagenkomplex und Pkw brennen am 12. November 2020 in Neuruppin. (Quelle:NonStopNews)
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Haftantrag wegen elf Delikten - Mutmaßlicher Serienbrandstifter in Neuruppin gefasst

Ein mutmaßlicher Serienbrandstifter in Neuruppin ist von der Polizei gefasst worden. Der 19-Jährige werde für eine Reihe von Bränden in und um die Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin verantwortlich gemacht, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Als versuchtes Tötungsdelikt werde ein Feuer in einem Wohnmobil am 4. Oktober eingestuft. Zur Tatzeit schliefen zwei Personen im Fahrzeug, die von einem Rauchmelder aber geweckt wurden.

Insgesamt werden dem Verdächtigen elf Brände an Fahrzeugen und Garagen zugeschrieben. Der Brand am Auto des Neuruppiner Bürgermeisters Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) am 20. Oktober kann dem Tatverdächtigen bislang nicht sicher zugeordnet werden.

Polizei suchte bereits nach drei Männern

Der 19-Jährige war nach dem Brand einer Strohmiete am Montag ins Visier der Ermittler geraten. Zwischen den Orten Kantow und Gottberg hatten zivile Polizeibeamte ein Auto mit hoher Geschwindigkeit bemerkt und gestoppt. In dem Wagen befanden sich drei Männer im Alter von 19, 22 und 25 Jahren. Brandbeschleuniger konnten sichergestellt werden.

Gegen den 19-Jährigen stellte die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Dienstag Haftantrag. Der Richter vom Amtsgericht Neuruppin verkündete Untersuchungshaft. Die beiden anderen Männer wurden mangels dringenden Tatverdachts wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Fahrzeug- und Garagenbränden in Neuruppin gekommen, Polizei und Feuerwehr gingen schon länger von Brandstiftung aus und suchten etwa auch im Fall des abgebrannten Bürgermeister-Dienstwagens nach drei Männern, die in der Nähe des Tatorts gesehen wurden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.11.2020, 14:00 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Den gleichen Gedanken hatte ich auch beim lesen des Artikels.

  2. 1.

    Hoffentlich ist der nicht Mitglied der Feuerwehr

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