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Quelle: imago images/Noah Wedel

Geplante Veranstaltung in Berlin

Radikal islamischer Prediger Hoblos an Einreise in Schengen-Raum gehindert

Der radikale islamische Prediger Mohamed Hoblos ist kurz vor zwei Großveranstaltungen in Hamburg und Berlin von den Behörden an der Einreise gehindert worden. Informationen von rbb24 Recherche zufolge versuchte der Australier zunächst über die Schweiz in den Schengen-Raum zu gelangen und danach über Oslo.

Zweimal sei er von den Behörden zurückgewiesen worden. Das erfuhr der rbb aus deutschen Sicherheitskreisen. Über den geplanten Auftritt hatte zuerst die "B.Z." berichtet.

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Mit Tiktok in den Dschihad?

Der Terrorangriff der Hamas auf Israel stärkt die Islamistenszene. Radikale Prediger sind längst in sozialen Medien unterwegs und erreichen dort Jugendliche aus der Mitte der Gesellschaft. Ein Gespräch mit Extremismusexpertin Claudia Dantschke.

Mohamed Hoblos ist ein international bekannter Prediger. In sozialen Medien ist er sehr erfolgreich. So folgen seinen Predigten auf Youtube und Tiktok mehrere Hunderttausend Menschen. Für diese Woche hatte er Auftritte in Hamburg und Berlin geplant.

Besucher aus "salafistischen Personenspektrum" vermutet

In Berlin war die Veranstaltung bereits mit 800 Tickets ausverkauft - bei einem Eintritt von zehn Euro. Der Veranstaltungsort war zunächst geheim und sollte erst am Donnerstag bekanntgegeben werden.

Die Behörden gingen davon aus, dass Hoblos Besucher aus dem "salafistischen Personenspektrum" anziehe.

In der Vergangenheit enthielten Hoblos' häufig sehr emotionalen Vorträge vereinzelt auch "islamistische Inhalte", so die Berliner Innenverwaltung. Derzeit seien aber keine gewaltbefürwortenden Aussagen oder Aufrufe zur Gewalt durch Hoblos bekannt.

Sendung: rbb24 Inforadio, 18.01.2024, 13:00 Uhr

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