Das Brauhaus Neulich in der Selchower Straße. Die Stadt Berlin sucht nach Gästen der Gaststätte, nachdem sich mehrere Besucher mit Covid-19 infiziert haben. (Quelle: dpa/F. Sommer)
Bild: dpa/F. Sommer

Berlin-Neukölln - Bezirk: Lage nach Corona-Ausbruch in Bar "unter Kontrolle"

Knapp eine Woche nach der öffentlichen Suche nach Kontaktpersonen wegen Corona-Fällen in einer Bar in Berlin-Neukölln hält der Bezirk die Lage für "unter Kontrolle". Ein Bezirkssprecher sagte am Montag, "es ist beherrschbar." Weitere Gäste des Lokals “Brauhaus Neulich“ im Schillerkiez seien gefunden worden, lediglich acht Neuköllner hätten nicht erreicht werden können. Die Anwesenheitsdokumentation in dem Lokal war laut Bezirk teils unvollständig oder fehlerhaft.

Inzwischen sei die Zahl der Infizierten von 18 auf 22 gestiegen, erklärte der Sprecher. Darunter seien zwei Mitarbeiter der Kneipe. Die neu berichteten Fälle stammten allerdings nur aus Neukölln. Damit bleibt unklar, ob in anderen Bezirken oder Städten weitere Menschen positiv getestet wurden, nachdem sie in der Kneipe waren. Dies werde nicht zusammengetragen, hieß es. Insgesamt waren im Zusammenhang mit der Bar mehr als 70 Menschen unter Quarantäne gestellt worden.

Brauhaus Neulich ist noch geschlossen

Das "Brauhaus Neulich" ist nach Bekanntwerden der Corona-Fälle vorübergehend geschlossen worden. Die Betreiber teilten Ende Juli auf Facebook mit, dass es unter den infizierten Gästen vom 16. Juli keine schweren Krankheitsverläufe gebe. In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt bereite man sich darauf vor, Anfang August unter Einhaltung der Corona-Hygienevorschriften für den Straßenverkauf wieder zu öffnen.

Gaststättenverband bemängelt nachlassende Disziplin

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und der Berliner Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hatten kritisiert, dass zu viele Restaurants und Kneipen keine Corona-Listen mit den Kontaktdaten ihrer Gäste führten. Zudem gebe es viele Gäste, die sich weigerten, die Listen auszufüllen oder die sie falsch ausfüllten.

Pop und der Verband appellierten an beide Seiten, sich an die Vorschriften zu halten, hieß es vom Gaststättenverband Dehoga. Es sei fatal, wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen sollten. Vor der Neuköllner Kneipe war bereits eine Bar in Mitte in die Schlagzeilen geraten. Mehrere Menschen hatten sich in dem Restaurant "MIO Berlin" am Alexanderplatz angesteckt. Auch hier war die Gästeliste unvollständig und enthielt teilweise falsche Angaben.

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1 Kommentar

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  1. 1.

    Verstehe diesen Irrsinn nicht, wir haben über 10000 Bars und Kneipen in Berlin und bei 2 in Worten zweien ist mal etwas aufgetreten, ich glaube da würde ich eher von Meteoriten getroffen werden als infiziert zu werden.

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