Absichtserklärung von Leag und Rock Tech - Lausitzer Lithiumhydroxid soll "grün" produziert werden

Di 01.08.23 | 12:54 Uhr
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Zwei Prozessingenieur besprechen sich am 10.03.2022 in der Prozessoptimierung und Fertigungskontrolle bei der Herstellung von Lithium-Ionen Zellen in einer Anlage. UniverCell produziert Elektroden, Zellen, Module und Batterien auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. (Quelle: dpa/Christian Charisius)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.08.2023 | Nachrichten | Bild: dpa/Christian Charisius

Bei der Produktion von Lithiumhydroxid in Guben (Spree-Neiße) will das Unternehmen Rock Tech Lithium auf sogenannten grünen Strom setzen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei gemeinsam mit dem Lausitzer Energiekonzern Leag unterzeichnet worden, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit.

Ab 2026 will Rock Tech in Guben Lithiumhydroxid produzieren. Der Grundstoff ist wichtig für die Produktion von Akkus und Batterien, etwa für E-Autos. Die Produktion in Guben wird die erste in Europa sein.

Weitere Zusammenarbeit geplant

Die Leag produziert bislang zwar hauptsächlich Strom aus Braunkohle, will aber bis 2030 mit der sogenannten "Gigawatt-Factory" insgesamt sieben Gigwatt Strom aus erneuerbaren Energien produzieren. Dafür plant der Konzern große Windparks und Photovoltaik-Flächen.

Kombiniert werden soll die Gigawatt-Factory mit der Produktion von Wasserstoff. Der soll als Speicher dienen, um in sonnen- und windarmen Zeiten rückverstromt zu werden. Rock Tech will seine Produktion auch mit diesem Schritt langfristig klimaneutral machen, so die Mitteilung.

Perspektivisch wollen die beiden Unternehmen nach eigenen Angaben auch in den Bereichen Fachkräftesicherung, Entsorgung und Wasserstofflieferungen zusammenarbeiten. Auch der Bau eines eigenen Wasserstoff-Elektrolyseurs in Guben sei denkbar, heißt es in der Mitteilung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.08.2023, 13:30 Uhr

42 Kommentare

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  1. 42.

    „Der Grund ist der miserable Wirkungsgrad über die gesamte Wirkungskette von weit unter 50 %. Also dann mit Grünem Wasserstoff ausserhalb jeglicher wirtschaftlicher Überlegungen.“
    Warum sollte das nun auf einmal ein wirtschaftliches Problem sein?
    Mein Diesel schafft das nicht und hat wohl auch keiner zuvor geschafft.
    AKW und Kohlekraftwerke schaffen dies ebenfalls nicht, solange die Wärme nicht irgendwie nutzbar ist.
    Nun reden wir aber für die Anwendung an die Sie wahrscheinlich denken (Rückverstromung) von einer sehr wichtigen für die Versorgungssicherheit aber bilanziell mit eher geringen Marktanteil. Der Wirkungsgrad ist also für wirtschaftliche Überlegungen wichtig aber nicht entscheidend in einem Land wo Versorgungssicherheit hochkritisch ist.

  2. 41.

    Ich staune schon über die Realtitätsferne mancher Foristen. Selbst Minister Habeck glaubt icht, dass Wasserstoff bei der Gebäudeheizung eine Rolle spielen könnte. Ist unter den einschlägigen Stichworten leicht zu ergoogeln.

  3. 40.

    Na als Physiker fallen Ihnen echt keine weiteren Möglichkeiten ein, die im übrigen schon erprobt sind oder gerade erprobt werden.

    Ich nenn mal ein paar. Wärmespeicher, ob Salz, Eis, Wasser, gibt einige Möglichkeiten Wärme auch saisonal zu speichern. Großwärmepumpen. Sehr effizient. Geothermie, z.B. seit Jahren in Erding. Biomasse, Biogas, Abwärme aus Abwasser, und und und. H2 wäre für städtische Fernwärme eventuell noch dort eine Option, wo eh Großindustrielle Verbraucher vorhanden, zb FFO. Wohl am ehesten aber nur als Abwärme von H2 Motoren oder BSZ.

    Da ist technologieoffenheit tatsächlich mal sinnvoll, um den günstigsten TechnologieMIX hinzubekommen.

  4. 39.

    Was hat die Gebäudegasheizung mit diesem Artikel zu tun? Gerade bei Fernwärme wird grüner Wasserstoff jedoch mit hoher Wahrscheinlich eine große Rolle spielen. Hinweise darauf findet man, wenn man sich kurz mit der Materie befasst hat, sogar in diesem Artikel. Das wollen Sie aber partout nicht einsehen. Wer jedoch schon länger in Brandenburg lebt, wird sich daran erinnern, dass die LEAG z.B. Cottbus mit Fernwärme versorgt.

  5. 38.

    In der Düngemittel- und Raffinerieindustrie könnte Wasserstoff durchaus eine Rolle spielen. Allerdings nicht bei der Gebäudeheizung. Auch nicht als Fernwärme. Da wird Herr Habeck noch die Frage beantworten müssen, wie denn die Fernwärme laut Gebäudenergiegesetz (GEG) erzeugt werden soll, wenn nicht fossil.

  6. 37.

    Indra (Jahrgang 1940) ist Anfang des Jahrhunderts in Rente gegangen. Zu seiner Zeit waren in der Tat E-Autos keine Alternative zum Verbrenner. ZEBRA-Batterien waren der letzte Schrei bei den alten OEM - und Wasserstoff. LI-Akkus steckten noch in den Kinderschuhen. Selbst Tesla hatte erst später seinen ersten Roadster angekündigt.

    Ebenfalls für Lacher ist auch "Autopapst" Dudenhöfer (Jahrgang 1951) gut. Der gibt Habeck die schuld, dass Lindner die deutsche Förderung für BEV gekürzt hat und deshalb die einheimische Autoindustrie weltweit Probleme hat, beim Blitzscalling von Tesla und den Chinesen mitzuhalten.

    Um Gumpert (Jahrgang 1944)und seine Nathalie mit 60 kWh-Batterie ist es still geworden.

  7. 36.

    Da stimme ich Ihnen voll zu.

    Wenn man sich anschaut was für "Experten" egal ob Ingenieur oder klein geschriebene "physiker" in Deutschland "Ihre Expertenmeinung" kund tun, weiß ich warum es bergab geht. Neben German Angst und "wenns Deutschland schlecht geht, geht's der ....besser" haben manche Berufsbilder wohl ihre Profession verloren. Früher suchte ein Ing die Lösung, heute, zumindest manche in DE, nur eine Ausrede warum das nicht gehen kann. Ok ein Indra sieht eben sein Lebenswerk entwertet, da hilft aber keine Alterssturheit sondern eine Psychotherapie!

  8. 35.

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/rohstoffe-rock-tech-kuendigt-zweite-lithium-fabrik-in-deutschland-an/28027798.html

    Sind Sie neidisch nicht rechtzeitig eingestiegen zu sein? Wer rechtzeitig investiert war hat sein Geld vervielfacht.

    Mining Projekte sind aber immer hochrisiko Investments.

    Wenn die Mine in Kanada erfolgreich läuft ist Rocktech ein sicher gutes Geschäft, wenn nicht...naja...

    Altech in Schwarze Pumpe ist da viel kritischer. Nach ihrer Kaolin-Mine in Australien, die angebliche Fabrik in Malaysia für hochreines Aluminiumoxid, jetzt neben dem "nano" Aluminiumoxid beschichtetem Silizium-Graphit-Anodenmaterial, ganz neu auch noch in Festkörperakkus....ja ne is klar, da Lob ich mir Lithiumhydroxid als Produkt!

  9. 34.

    Und? Das kurzfristige Denken in Quartalszahlen führt aktuell mit dazu, dass bei so manchem alteingesessenen Verbrenner-Hersteller "der Dachstuhl brennt", während es bei u.a. Tesla, Geely und BYD brummt, äh surrt. Von Januar bis Mai 2023 haben nur die deutschen Hersteller verglichen mit den ersten fünf Monaten in 2019 in Europa eine halbe Million Fahrzeuge weniger verkauft. In China sieht es ebenfalls düster aus.

  10. 33.

    Und? Das kurzfristige Denken in Quartalszahlen führt aktuell mit dazu, dass bei so manchem alteingesessenen Verbrenner-Hersteller "der Dachstuhl brennt", während es bei u.a. Tesla und BYD brummt, äh surrt. Von Januar bis Mai 2023 haben nur die deutschen Hersteller verglichen mit den ersten fünf Monaten in 2019 in Europa eine halbe Million Fahrzeuge weniger verkauft. In China sieht es ebenfalls düster aus.

  11. 32.

    Ich kann auch dieses "Mit Deutschland geht's bergab-Geschrei" nicht mehr hören. Die Industrie investiert hier Milliarden in Zukunftstechnologien.
    Aber wie will man alte Leute wie Herrn Sinn überzeugen, der sagt dass durch den Ausbau grüner Technologien die fossilen Brennstoffe billiger werden, also deren Verbrauch steigt. Oder die AfD, welche den verstrahlten Restmüll der Atomkraftwerke für wertvolle Rohstoffe hält.
    Bei solchen "Experten" ist Deutschland geliefert!

  12. 31.

    Ihre Preislüge wurde ja schon entlarvt. Es gibt, was Sie wie so oft mittlerweile wider besseren Wissens verschweigen, bekanntlich allein in Deutschland hunderte Kilometer Pipelines für grauen Wasserstoff, weil der u.a. in der Düngemittel- und Raffinerieindustrie in erheblichen Umfang kommerziell genutzt wird. Dadurch verursacht allein letztere Branche ca. 20 Prozent der CO2-Emissionen des gesamten deutschen Industriesektors - und das vor allem, damit das Auto bei der CO2-Herstellung BrummBrumm machen kann.

    Wasserstoff großtechnisch zu speichern, ist analog zu Erdgas auch kein Problem. Seit über fünf Jahrzehnten nutzt man dafür Salzkavernen, seit kurzem auch Porenspeicher. Siemens hat kürzlich eine Turbine des Typs 4000F, wie sie in vielen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung zu finden ist, erfolgreich auf Wasserstoff umgerüstet.

  13. 30.

    Was RockTech körperlich ausmacht (Mitarbeiterzahl, etc), habe ich im Internet nicht gefunden. Lt Finanzen.net sind Umsätze und Dividenden Null, RockTech will ja mit dem Geldverdienen erst anfangen. Das Atienergebnis ist durchweg negativ. 2020 stand es auf -0.08, 2021 auf -0.38 und 2022 auf - -0.79.

  14. 29.

    Am besten immernoch, wenn AKW Fans von giftiger Lithiumgewinnung phantasieren.

    Ist das dann noch komisch oder schon traurig?

  15. 28.

    Lenken Sie doch nicht von Ihrem Unwissen ab. Allein schon Ihre Behauptung niemand würde Wasserstoff nutzen...oder nur mal wieder ihre typische Ungenauigkeit?

    10mal mehr? Ok stellen Sie mal Ihre Rechnung auf. Sie müssten ja erstenmal "den Gaspreis" festlegen als Bezugsgröße.

    Letztes Jahr war Grüner Wasserstoff sogar deutlich günstiger als grauer. Schon im April 2022 kostete grauer H2 über 6 Euro das kg, während Grüner H2 unter 5 Euro kostete. Mit steigender CO2 Bepreisung ist der Drops eh gelutscht.

    Jetzt kommen natürlich die Fossilfans und Klimawandelleugner um die Ecke, wie man denn CO2 besteuern kann. Ganz einfach, CO2 ist ein Klimaschädliches Gas und muss besteuert werden, leider wird nichteinmal so hoch besteuert, wie die Schäden für die Allgemeinheit sind.

  16. 27.

    Rock Tech will in Guben mit Lithium aus Kanada und Australien arbeiten. RBB24 hatte berichtet
    https://www.rbb24.de/studiocottbus/wirtschaft/2023/03/rock-tech-unternehmen-spatenstich-guben-lithiumfabrik-.htm
    Übrigens lassen sich Batterien recyceln. Das soll in Guben gemacht werden.
    https://www.rbb24.de/studiocottbus/wirtschaft/2022/11/brandenburg-guben-industrie-ansiedlung-china-batterien-recycling.html
    Auch in Schwarzheide und Grünheide sollen dafür bekanntlich Anlagen entstehen.
    Machen Sie das mal mit Benzin.

    Komisch, dass Sie Eingriffe in die Natur nur bei allem rund um die Energiewende stören, Sie zu dem in der Region ein Vielfaches an Wasser verbrauchen konventionellen Bergbau aber ebenso dröhnend schweigen wie zu den Folgen der Rohölgewinnung. Tragen Sie eigentlich Wäsche oder verzichten Sie wg. des Wasserbedarfs darauf? Für eine Traktionsbatterie wird bekanntlich ähnlich viel Wasser benötigt wie für dreißig Tassen Kaffee.

  17. 26.

    Dann haben Sie den Auslöser gefunden, warum es mit der deutschen Wirtrtschaft bergab geht.
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/strompreise-atomkraft-energiewende-100.html
    Andere alte Päpste können nichtmals Lindner von Habeck unterscheiden.

  18. 25.

    Das Genehmigungverfahren beginnt bald.

    Die erste BI dagegen hat sich schon gegründet, 7 Personen.

    Zusammenfassung: "hier nicht, buddelt doch woanders"

  19. 24.

    Wen interessiert ob da die größte Lagerstätte ist. Die tatsächlichen Förderstätten sind das wichtige, und da ist Australien extrem beherrschend und ansonsten nur Chile relevant. In Chile wird daneben Kupfer abgebaut, wobei Chile größter Kupferförderer ist. Kupferabbau ist tatsächlich ziemlich dreckig...

  20. 23.

    Wen interessiert ob da die größteLagerstätte ist. Die tatsächlichen Förderstätten sind das wichtige, und da ist Australien extrem beherrschend und ansonsten nur Chile relevant. In Chile wird daneben Kupfer abgebaut, wobei Chile größter Kupferförderer ist. Kupferabbau ist tatsächlich ziemlich dreckig...

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