BKA-Einsatz - Razzia in Brandenburg wegen Geldwäsche-Verdacht

Archivbild: Steuerfahnder nehmen am 12.01.2017 an einer Razzia in Brandenburg teil. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)
Bild: dpa/Sebastian Willnow

Wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung haben Ermittler am Dienstag Geschäfts- und Wohnräume in mehreren Bundesländern durchsucht.

Eine Im- und Exportfirma sowie Wohnräume in Brandenburg standen wegen des Verdachts der Geldwäsche im Fokus der Ermittler, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten. Der 57 Jahre alte Firmeninhaber steht im Verdacht, illegale Gewinne aus Straftaten im Ausland in den legalen Wirtschaftskreislauf in Deutschland gebracht zu haben. Außerdem bestehe der Verdacht, dass über die Firma mehr als 7 Millionen Euro an Offshore-Gesellschaften geflossen sind. Wo genau die Razzia stattfand, teilte das BKA nicht mit.

Ermittlungen zu Geldwäsche-Netzwerk "Troika Laundromat"

Der 57-Jährige war bei Ermittlungen zu dem Geldwäsche-Netzwerk ins Visier der Ermittler geraten, das im vergangenen Jahr unter dem Titel "Troika Laundromat" bekannt geworden war. Nach Berichten eines internationalen Rechercheverbunds sollen aus Russland mehrere Milliarden Euro in den Westen gelangt sein. Allein auf deutschen Konten seien rund 190 Millionen Euro gelandet. Das BKA ist nach eigenen Angaben seit Anfang 2019 im Besitz entsprechender Datensätze.

In einem weiteren Verfahren wird gegen sechs deutsche Beschuldigte ermittelt, die mit Hilfe einer Bank in Puerto Rico sogenannte Offshore-Gesellschaften gegründet haben sollen. Es wurden Wohnräume in Hessen - Wiesbaden, Frankfurt am Main, Hattersheim, Neu-Anspach, Oberursel, Schwalbach am Taunus - sowie in Bonn durchsucht. Zugleich gab es weitere Durchsuchungen bei mehreren Banken im gesamten Bundesgebiet zur Sicherung von Beweisen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.08.2020, 10 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Dann stellen Sie Ihr Konto am besten der organisierten Kriminalität zwecks Geldwäsche zur Verfügung. Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung werden Ihnen dann sicher gern erklären, welche strafbaren Handlungen Sie begangen haben.

  2. 2.

    Geld aus Straftaten! Das kann alles mögliche sein, von Drogen über Waffen- und Menschenhandel. Da kann man doch nicht einfach wegschauen, wir sind ja immer noch ein Rechtsstaat!

    Davon abgesehen bleibt da bei uns sowieso nicht ernsthaft was hängen, das geht alles auf irgendwelche Oligarchen-Konten, so ist das im organisierten Verbrechen.

  3. 1.

    Und was ist da jetzt so schlimm, wenn Geld ins Land geschafft wird. Ich finde das wieder einfach nur hetzend von den Behörden...seit doch dankbar, dass Geld nach Deutschland kommt, es bleibt doch immer was im Kreislauf hängen und davon profitiert Deutschland !!!

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