Ein umgestuerzter Dinosaurier und ein stillgelegtes Riesenrad im ehemaligen Spreepark (Quelle : dpa)
Audio: Inforadio | 08.09.2020 | Jan Menzel | Bild: dpa

Erste Testwoche beginnt - Der Spreepark wird zum Labor

Im Spreepark, dem einstigen DDR-Vergnügungspark in Berlin, startet in dieser Woche ein erster Probebetrieb. Die Projektwoche "Labor Spreepark" beginnt am Mittwochabend mit einer Bürgerveranstaltung, bei der Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) über die Bürgerbeteiligung und den Stand der Entwicklung des Spreeparks informiert.

Von Donnerstag bis Sonntag sind mehrere Veranstaltungen mit Theater, Diskussionen, Performance und Workshops geplant, bei denen die Kunst- und Kulturszene eigene Formate im Spreepark testen soll. Für die Bürgerveranstaltung muss man sich anmelden, für Termine wie Open-Air-Theater und Podiumsdiskussion sind Tickets erforderlich.

Schrittweise Eröffnung ab 2022

Der "VEB Kulturpark Berlin" im Stadtteil Treptow war der einzige Vergnügungspark der DDR. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik im Plänterwald eröffnet worden. Nach dem Mauerfall führte ein privater Betreiber den Spreepark. 2001 wurde das rund 23 Hektar große Gelände nach Insolvenz geschlossen und die Anlagen verfielen. 2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Anfang 2016 übernahm Grün Berlin das Areal.

Ab 2022 soll der Spreepark etappenweise als Natur- und Kulturpark wiedereröffnet werden. Bis dahin sollen in mehreren Projektwochen Kultur- und Umweltbildungsangebote getestet werden. Den Plänen zufolge wird 2022 das "Eierhäuschen" als Lokal wiedereröffnet. Zwei Jahre später soll sich das dann sanierte Riesenrad wieder drehen. Geplant ist auch eine Dinosaurier-Wiese für Kinder, mit den Kunststoff-Reptilien aus DDR-Zeiten. Das Gesamtprojekt soll bis 2026 abgeschlossen sein.

Sendung: Fritz, 08.09.2020, 17:40 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Schade,dass Berlin es nicht auf die Reihe kriegt, 1 einzigen Freizeitpark in der Stadt zu haben. Ich war damals gern im Spreepark und meiner Meinung nach wäre es ausbaufähig gewesen!

  2. 4.

    War als Kind oft da und auch nach der Wende. Schade was dann daraus geworden ist und noch viel schader, wie RRG dem Gelände den Rest gibt, für irgendwelche Hippies. Wie RRG solche Chancen verspielt macht einen fassungslos.

  3. 3.

    Man hätte besseres Daraus machen können aber die Grünen sind ja immer dagegen. Ein großer Vergnügungspark wollte das Gelände umbauen aber die Grünen waren dagegen. Es hätte der Stadt bestimmt mehr Geld eingebracht als sowas.

  4. 2.

    Eigentlich würde ich es ja begrüßen, wenn da was passiert. Doch wenn ich den Namen von Frau Günther lese, überkommt mich nur das kalte Grauen.... P.S: Ich war zu DDR-Zeiten noch im Kulturpark. Es gab für relativ wenig Geld viel geboten und es war für mich als Kind immer ein Highlight.

  5. 1.

    Ein richtiger Vergnügungspark stünde Berlin und seinen Touristen nicht nur besser zu Gesicht sondern generierte auch mehr Besucher für die Stadt. Wieder so ein Subventions-Patient von RRG. Ich höre jetzt schon das Gejammer, wenn sich Berlin sowas nicht mehr leisten kann.

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