Ein Jugendlicher auf einem S-Bahnsteig in Berlin (Quelle: dpa/Steinberg)
Bild: dpa/Wolfram Steinberg

Unbegleitete Minderjährige - Geflüchtete Kinder in Berlin verschwunden - Flüchtlingsrat klagt über halbherzige Suche

Kurz nach ihrer Ankunft aus Moria werden zwei Flüchtlingskinder in Berlin vermisst. Die Polizei vermutet, dass sie zu Angehörigen weitergereist sind. Doch die Vormunde fragen sich, was die Polizei getan hat, um die Jungen zu finden. Von Roberto Jurkschat

Am Samstag, den 15. April, ein paar Monate bevor Reza und Hamid* verschwinden, steigen die beiden Jungen in Hannover aus einem Flugzeug der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines. Über das Aufnahmeprogramm der Bundesregierung dürfen die beiden Jungen aus Afghanistan mit 48 weiteren Kindern und Jugendlichen nach Deutschland einreisen. Vorher hatten Reza und Hamid mehrere Monate im überfüllten Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos gelebt. Nach dem Brand sind sich Flüchtlingshelfer und griechische Behörden einig: Die beiden Jungen im Alter von acht und 13 Jahren werden als "besonders schutzbedürftig" eingestuft und in einer Gruppe von insgesamt 50 unbegleiteten Minderjährigen nach Deutschland gebracht.

Wegen der Pandemie geht es vom Flughafen in Hannover erst einmal in Quarantäne - in eine Jugendhilfeeinrichtung im Kreis Osnabrück. Anfang Mai müssen Reza und Hamid dann schon wieder weiter, mit sechs weiteren unbegleiteten Minderjährigen kommen die Jungen nach Berlin.

Wenige Wochen später sind die beiden spurlos verschwunden. Was ist passiert?

Über Angehörige "keine Informationen"

Während ihrer ersten Zeit in Berlin wohnten Reza und Hamid in der zentralen Clearing-Einrichtung für unbegleitete Kinder in Wilmersdorf. Aus Akten des Landesjugendamtes geht hervor, dass die beiden in den ersten Wochen an einem Deutschkurs im Rahmen des Projektes "Gemeinsam stark – Fit für die Schule" teilnahmen, wie Iris Brennberger, Sprecherin des Jugendsenats rbb|24 erläutert.

In der Clearingstelle versuchen die Mitarbeiter mehr über die Jungen herauszufinden: Gibt es Angehörige in Deutschland? Gibt es Erkrankungen, die behandelt werden müssen? Haben die Kinder gültige Ausweise - oder muss es eine Altersfeststellung geben?

Für den achtjährigen Hamid hatte das Clearing laut Iris Brennberger Hinweise auf Verwandte ergeben. Allerdings nicht in Deutschland, sondern "in einem EU-Land". Der 13-jährige Reza sei während seiner Flucht aus Afghanistan von seinen Eltern getrennt worden. Über deren Aufenthaltsort gebe es "keine Informationen", so die Sprecherin.

Streifzüge durch Wilmersdorf

Wenn Kinder in Berlin als unbegleitete Minderjährige registriert werden, bekommen sie in der Regel einen gesetzlichen Vormund: Nach Angaben des Berliner Flüchtlingsrates übernehmen diesen Job meistens Mitarbeiter aus den Jugendämtern der Bezirke. In einem Drittel der Fälle würden aber auch Vereine oder Einzelpersonen als Vormunde einspringen.

Für Reza hat Mara Hiesl vom Berliner Verein Xenion im Juli die Vormundschaft übernommen. Wie Hiesl rbb|24 berichtet, soll sich der 13-Jährige in der Wilmersdorfer Unterkunft von Betreuern und auch von anderen Kindern in seinem Alter abgeschottet haben. Stattdessen habe er die Unterkunft immer wieder allein verlassen. In der Nähe der Clearingstelle liegen Geschäfte, das Bayerische Viertel, der Volkspark Wilmersdorf und das Schöneberger Rathaus. "Keiner weiß genau, was er alleine auf diesen Streifzügen gemacht hat", sagt die Betreuerin.

Durch die Gespräche in der Clearingphase sei für den Jungen ein "psychosozialen Hilfsbedarf" festgestellt worden. Doch eine Therapie habe Reza noch nicht beginnen können, sagt Hiesl. "In Berlin gibt es einfach nicht ausreichend Therapieplätze mit den passenden Dolmetschern, die Wartezeit liegt hier meistens bei mehreren Monaten."

Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.
Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.

Hohe Erwartungen

Nach etwa neun Wochen ist das Clearing für Reza Mitte Juli abgeschlossen. Die Einrichtung in Wilmersdorf ist für Flüchtlingskinder immer nur eine erste Station, in der Regel blieben die meisten nicht länger als zwei oder drei Monate, bevor sie dann in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung unterkommen. Rezas neues Zuhause wird die Jugendunterkunft des Paul-Gerhard-Werks in Kreuzberg.

Dort, so berichtet Einrichtungsleiterin Katja Heydenreich rbb|24, habe der 13-Jährige allein in einem Doppelzimmer gewohnt. Der Junge sei von Betreuern "sehr fordernd, sehr ungeduldig und aufbrausend" beschrieben worden. Vor allem habe er immer wieder nach Geld zum Einkaufen gefragt. "Viele Jugendliche kommen hier nur mit zwei Plastiktüten zu uns. Die meisten müssen erst einmal verarbeiten, dass es einen Wohlstand um sie herum gibt, den sie selbst nicht haben können", sagt Heydenreich. Andererseits gehörten falsche Versprechen von Markenkleidung und luxuriösen Unterkünften zum Geschäft der Schlepper. "Das können wir an den Fotos sehen, die den Minderjährigen zum Teil von den Schleppern zugespielt werden", sagt die Einrichtungsleiterin.

Tatsächlich erstatten Jugendämter im Rahmen der sogenannten Erstausstattung pro Kind 126 Euro für Kleidung sowie 52 Euro für Schulmaterial - und weitere 52 Euro für ein Wörterbuch. 50 Euro habe Reza als Vorschuss ein paar neue Kleidungsstücke bekommen, sagt Heydenreich. Damit sei er losgezogen und ein paar Stunden später mit zwei Jeanshosen und einem T-Shirt zurückgekommen, die Ausgaben mit den passenden Quittungen dokumentiert. Das restliche Geld für die Erstausstattung bekommt Reza nicht mehr. Am 25. Juli, zehn Tage nach seinem Einzug in die neue Unterkunft, verlässt er das Haus - und kommt nicht mehr zurück.

Polizei geht nicht von "Hilflosigkeit" aus

"Aufgrund der geführten Ermittlungen wird angenommen, dass eine Weiterreise zu Familienangehörigen erfolgt ist", erklärt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage von rbb|24. Vor dem Hintergrund der "bewältigten Fluchtroute nach Deutschland" sei nicht von einer Hilflosigkeit des 13-Jährigen auszugehen. "In der Aufnahmeeinrichtung, in welcher er sich nur wenige Tage aufhielt, soll er sich nicht an die Regeln gehalten und auch keine Hilfsangebote angenommen haben. Offensichtlich hat er die ihm gewährte Hilfe in Form der Unterbringung freiwillig aufgegeben."

Vormündin Mara Hiesl sagte rbb|24, aus ihrer Sicht deute nichts darauf hin, dass Reza wirklich bei Verwandten sei. "Über Angehörige in Deutschland oder in Europa haben weder die Clearingstelle noch ich je etwas gehört, obwohl wir mit dem Jungen Kontakt hatten", sagt Hiesl. Die Betreuerin kritisiert, dass sie als Vormündin nicht von der Polizei befragt werde: "Es geht hier um einen 13-jährigen Jungen, für den ich rechtlich zuständig bin und der schon seit Sommer vermisst wird."

Reza ist nicht der erste Flüchtlingsjunge, der in Berlin spurlos verschwindet. Nora Brezger vom Berliner Flüchtlingsrat sagte rbb|24, dies komme immer wieder vor: "Und leider hören wir häufiger Beschwerden von Vormunden, die anschließend nicht von der Polizei dazu befragt worden sind. Die Polizei geht in der Regel davon aus, dass die Minderjährigen bei Angehörigen sind. Wir erwarten aber, dass nach jungen Geflüchteten genauso intensiv gesucht wird, wie nach deutschen Minderjährigen."

16 unbegleitete Minderjährige in Berlin vermisst

In Berlin wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums (BMI) Ende März 16 unbegleitete Minderjährige vermisst, davon fünf Kinder und elf Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren [pdf-Download]. In ganz Deutschland lag die Zahl bei fast 1.800 vermissten Flüchtlingskindern, allein 615 von ihnen wurden in Bayern vermisst, wo viele Minderjährige als erstes registriert werden.

Als Hauptgrund für das Verschwinden sollen die zuständigen Landesstellen dem BMI "die Weiterreise zu Familienangehörigen" genannt haben. Ein anderer Faktor sei die "Unzufriedenheit der Minderjährigen mit dem Unterbringungsort und/oder der Verteilentscheidung der Jugendämter".

Immer wieder ist aber auch von Menschenhandel und anderen Straftaten mit Flüchtlingskindern die Rede. Aufgrund möglicher Gefahren durch kriminelle Gruppen sprach zuletzt auch das Deutsche Kinderhilfswerk eine Warnung aus. "Kriminelle Netzwerke üben psychischen oder physischen Druck auf Flüchtlingskinder aus, damit sie die Betreuungseinrichtungen verlassen", betonte der Bundesvorsitzende des Kinderhilfswerks, Holger Hofmann.

Benjamin Jendro von der Berliner Polizeigewerkschaft GdP erklärte rbb|24, Minderjährige würden aufgrund enttäuschter Erwartungen immer wieder eine "leichte Beute für Kriminelle der Organisierten Kriminalität darstellen". Durch die Anonymität der Großstadt sei die Suche nach vermissten Kindern und Jugendlichen oft "ein Suchen der Nadeln im Heuhaufen".

Über Reza hatte Einrichtungsleiterin Katja Heydenreicht eine Notiz in einem Übergabebuch der Unterkunft gefunden. Demnach soll ein Jugendlicher berichtet haben, Reza habe ihm von "vielen Verwandten" in Berlin erzählt.

Das Landesjugendamt versucht dort zunächst durch Gespräche mit Kindern und mit Übersetzern herauszufinden, ob die Kinder in Deutschland Angehörige haben. Außerdem wird eine Vormundschaft und die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung organisiert.

Notiz in der Unterkunft über "viele Verwandte in Berlin"

Kurz nach Razas Verschwinden geht bei der Berliner Polizei die Vermisstenanzeige für den achtjährigen Hamid ein. Nach dem Clearing war Hamid im Juli nach Lichtenberg gezogen, in eine Einrichtung des Jugendhilfeträgers RBO Inmitten.

Muriel Zenk von der Caritas Berlin sagt, sie könne sich gut an ihr erstes Treffen mit dem Achtjährigen erinnern: "Er hat gestrahlt und ganz viel von seinem Handyspiel und seinem Freund in der Einrichtung erzählt", sagt die Vormundin. Hamids neunjähriger Freund sei ebenfalls aus Moria nach Berlin geholt worden. "Jeder hat gesehen, wie unzertrennlich die beiden waren, deshalb durften sie in Lichtenberg auch zusammen in ein Doppelzimmer. Die haben da direkt ihre Betten zusammengeschoben", sagt Zenk.

Zimmernachbarn sollen sich zwischendurch über zu viel Lärm aus dem Zimmer der beiden Jungen beschwert haben. Als es hieß, sie könnten bei zu viel Radau getrennt untergebracht werden, sei es ruhiger geworden, sagt Zenk. "Natürlich macht es sich immer bemerkbar, wenn Kinder in dem Alter noch keinen geregelten Tagesablauf haben und mehrere Wochen auf die Aufnahme in einer Schule warten", so die Betreuerin.

Achtjähriger kehrt nicht mehr zurück

Etwa sieben Wochen sei in der Einrichtung alles normal gelaufen, dann erfährt die Caritas-Betreuerin Anfang September, dass Hamid verschwunden ist. "Er soll einem Betreuer gesagt haben, dass er Süßigkeiten kaufen geht, dann ist er rausgegangen und nicht wieder gekommen", sagt Zenk rbb|24.

Ein Sprecher der Polizei schilderte rbb|24 den Vorgang so: "Kurz vor seinem Verschwinden, so ergaben die Ermittlungen, hatte er telefonischen Kontakt zu seiner Schwester. Als er nach diesem Gespräch ausdrücklich alleine zum Einkaufen ging, was er zuvor jedoch immer mit einem Freund tat, kehrte er nicht mehr zurück." Es habe "umfangreiche Ermittlungen" gegeben, um den Jungen zu finden: "Unter anderem im Umfeld seiner Einkaufsmöglichkeiten und im Bereich des ÖPNV, auch ein nahegelegener Park wurde nach ihm abgesucht", heißt es, allerdings ohne Erfolg.

Monate später taucht Hamid in Belgien auf

Ein Mitarbeiter der Einrichtung hat Muriel Zenk nach ihrer Schilderung erzählt, Personenspürhunde seien Hamids Spur gefolgt. Von der Unterkunft seien sie etwa einen Kilometer weit bis auf die Frankfurter Allee gekommen. Dort habe sich die Spur wieder verloren.

Zenk sagt, Hamids Freund habe ihr einige Tage später erzählt, er habe Hamid noch einmal gesehen: Er sei mit seinem Profil bei einem Handyspiel online gewesen. Aber auf eine Nachricht habe er nicht reagiert.

Nach Angaben der Polizei gibt es Hinweise, dass Verwandte des Achtjährigen in Belgien leben. Dies sei der Vermisstenstelle im Landeskriminalamt vom Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) bestätigt worden, wie Polizeisprecher Stefan Petersen erklärt. Über das Bundeskriminalamt habe sich die Berliner Polizei daraufhin mit den zuständigen Behörden in Belgien in Verbindung gesetzt. "Das gesuchte Kind ist in Belgien unter Vormundschaft gestellt worden", teilte die Polizei rbb|24 Ende Dezember mit. Die Identität des Kindes sei zweifelsfrei festgestellt worden.

Wie der Junge nach Belgien gekommen ist und wer die Vormundschaft übernommen hat, dazu könne die Polizei keine Angaben machen, hieß es. "Diese Informationen könnten möglicherweise Bestandteil eines Ermittlungsverfahrens werden."

* Namen von der Redaktion geändert

Roberto Jurkschat ist Mitglied des grenzüberschreitenden Journalismusprojekts Lost in Europe, das das Verschwinden von minderjährigen Flüchtlingen in Europa untersucht.

 

Beitrag von Roberto Jurkschat

30 Kommentare

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  1. 30.

    Da stimme ich Ihnen zu und ich gehe bei den Kindern /Jugendlichen im Artikel davon aus,dass hier das passiert ist,was wir seit 2015 hundertfach erlebt haben. Ob unbegleitete Kinder und Jugendliche oder erwachsene Geflüchtete,alle haben ein Handy und können Kontakt zu ihren Familien halten. Leben die in einer anderen deutschen Stadt,wollen sie auch dort hin und kein Gesetz wird sie davon abhalten. Das gilt auch für andere Länder. Menschlich verständlich und mit unserer Bürokratie oft schlecht vereinbar. So kommt und kam es auch zu Mehrfachbeantragungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das werden wir nie völlig in Griff bekommen und da kommen auch Polizei und Ermittler an ihre Grenzen.Würde hier härter durchgegriffen,gäbe es auch wieder einen Aufschrei in der Bevölkerung.


  2. 29.

    So, wie es millionen Fußballtrainer gibt, gibt es offenbar auch jede Menge "fähige"Ermittler. Ich frage mich nur, warum sie nicht längst die Reihen der Polizei stärken. In jedem Jahr verschwinden Kinder und Jugendliche. Die meisten kehren zurück, oder werden gefunden. Manche tauchen nie wieder auf, wurden Opfer von Straftaten. Was soll die Polizei tun? Jedes Gebäude in Berlin durchsuchen? Da höre ich schon wieder das Geschrei vom Polizeistaat.

  3. 28.

    Ja, ja, die Zusammenhänge... "warum helfen sich die riesigen afrikanischen Völker nicht gegenseitig, schauen Sie doch mal auf den Globus, wie sich die Relationen darstellen. Warum ist ausgerechnet die vergleichsweise kleine und tausende Kilometer entfernte BRD zuständig?"

    Boah... da schüttelts mich richtig!

    Wenn Fischer über Weltpolitik philosophieren, bleibt nicht viel im Netz hängen... vor allem bei solchen "Relationen"!

  4. 27.

    Das Problem für Deutschland aus meiner Sicht sind nicht "irgendwelche Migranten", sondern "irgendwelche Deutsche", die früher weit mehr als 90 Fehltage hatten und nun gewisse Zusammenhänge nicht verstehen.

    Das macht aber nichts, da wir in einer Demokratie leben, in der - glücklicherweise - nur die wenigsten 90 Fehltage aufbringen/aufgebracht haben und die auch gegen "Zusammenhanglosigkeit" gewappnet ist.

    Sicherlich ist es nicht leicht, Flüchtlingen zu helfen... besonders, wenn "Zusammenhanglose" gewisse Terminologien überhaupt nicht auf die Reihe bekommen. Genau deswegen wurde das "Wir schaffen das!" auch nicht komplizierter ausgedrückt!

    "dieser Art der zugewandertern Migrationsbevölkerung":
    Schuster, bleib bei Deinem Leisten!
    In diesem Zusammenhang vllt. leichter zu verstehen: Fischer, geh fischen! ;-)

  5. 26.

    Wie sich das mit dieser Art der zugewanderten Migrationsbevölkerung entwickelt, ist einem aktuellem WELT Beitrag zu entnehmen, wo der Lehrer Frank Schaller von einer sogenannten Brennpunktschule einen Hilferuf absetzt:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus223660796/Bildung-im-Brennpunktviertel-Einige-Schueler-haben-bis-zu-90-Fehltage.html

  6. 25.

    Wenn man dem von Ihnen verlinkten Text liest, steht da " kein verbindlicher völkerrechtlicher Vertrag, sondern formell lediglich eine Absichtserklärung".

    Der weihevolle Text ist nicht geeignet, die Armutswanderungen dieser Zeit zu regulieren. Mal davon abgesehen, warum helfen sich die riesigen afrikanischen Völker nicht gegenseitig, schauen Sie doch mal auf den Globus, wie sich die Relationen darstellen. Warum ist ausgerechnet die vergleichsweise kleine und tausende Kilometer entfernte BRD zuständig? Das grösste Problem ist die Bevölkerungsexplosion in Afrika und in vielen anderen unterentwickelten Staaten, sie können einfach ihren eigenen gewaltigen Bevölkerungsüberschuss nicht mehr ernähren, und der drängt mit aller Macht auf die Besiedelung von Europa's entwickelten Industriestaaten. Dieses Problem ist hausgemacht, doch es ist wegen der überwiegend archaischen Vorstellungen dort ein Tabu-Thema und keine Staatsführung dort wagt sich, das Problem anzugehen.

  7. 24.

    Der berliner Senat, insbesondere Frau Scheeres in ihrer Funktion bekommen es nicht mal für unsere Kinder auf die Reihe, will man da erwarten das man sich um die Migrationskids kümmert ? Der Skandal über verschwundene Flüchtlingskids wird kommen und aufgedeckt werden und ... niemand wird zur Rechenschaft gezogen werden. Ich schäme mich für den berliner Senat und unser Land !

  8. 22.

    Wem kann man da die Schuld geben, daß diese Kinder verschwunden sind ? Kein Wunder , so wie sie sich im Flüchtlingsheim verhalten haben. Da frage ich mich, ob es überhaubt Sinn macht sie hier bei uns aufzunehmen. Man sollte sie lieber in ihrem Kulturkreis belassen und dort helfen.

  9. 21.

    "Seit 1966 wurden 168 Staaten durch Ratifikation, Akzession oder Sukzession Vertragspartei, da-runter die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1973."
    Alles dazu hier - 1000 Zeichen reichen einfach nicht -
    https://www.bundestag.de/resource/blob/419332/19b6137551bc9f5fdfcd3d6d37fd4439/WD-2-010-16-pdf-data.pdf

    Beitritt der EU zur Europäischen Menschenrechtskonvention
    Die 1950 angenommene Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten wurde von den 47 Mitgliedstaaten des Europarates ratifiziert. Alle 27 EU-Mitgliedstaaten sind Vertragsparteien der Konvention
    https://www.consilium.europa.eu/de/policies/human-rights/


  10. 20.

    Man stelle sich das vor: 280 Mio. "Deutsche" als "ein wirtschaftlicher Markt"! Der feuchte Traum eines jeden Ökonomen! Was das für Möglichkeiten böte...

  11. 19.

    Die Grünen forderten im Bundestag die unbegrenzte Migration nach Deutschland - über das Hilfsmittel des Klimawandels. Alle Klimaflüchtlinge sollen dann auch noch deutsche Staatsbürger werden. In früheren Interviews hatte CSU Minister Müller von 200 Millionen drohenden Klimaflüchtlingen gesprochen.

  12. 18.

    Für solche Fragestellungen ist keine UN Behörde zuständig, sondern der Souverän in den jeweiligen demokratischen Ländern, soweit es sich um solche handelt.
    Und soweit ich das überblicke will kein EU Land einen Tansferbetrieb aus aller Welt, wie er Ihnen offensichtlich vorschwebt.

  13. 17.

    Denjenigen, die wieder und wieder fragen, warum "die" das dürfen, warum "die" hierher kommen, warum "die" flüchten usw. möchte ich gern eine kleine Lektüre empfehlen:
    https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

    Also so zwischen Bildniveau und "The biggest Looser" ist doch noch Luft, oder?

  14. 16.

    Das hieße ja im Umkehrschluß, dass alle Menschen aus diesen Gebieten ein Recht auf Einreise in die EU haben, nicht nur jene, die sich auf den Weg gemacht haben!

  15. 14.

    " In Afghanistan sowie Syrien und Irak herrschen zahlreiche fundamentale Fluchtgründe vor. " Die will ich im Einzelfall nicht ausschließen. Grundsätzlich wird jetzt der Einzelfall geprüft. Eine pauschales Recht auf Einreise gibt es inzwischen auch aus diesen Gründen nicht. Es gibt daher auch kein "Menschenrecht" für die dauerhaft angestrebte Ansiedelung in Deutschland.

  16. 13.

    Angesichts der absolut vermeidbaren Notlagen dieser Kinder, der teilweise behördlichen Unfähigkeit bzw. des Unwillens, die Kinder der eigenen staatliche gebotenen Veratnwortung halber wieder aufzufinden und ihr Kidneswohl sicherzustellen, kommen Sie nun daher und sprechen Geflüchteten nicht nur die Flucht, sondern die in aller Welt bekannten katastrophalen humanitären Zustände auf Moria ab - wie menschenverachtend kann man eigentlich sein? Für wen halten Sie sich, dass Sie Menschen Menschenrechtsansprüche entziehen wollen?

    Zudem sind die Abschiebungen in Kriegsgebiete sowie in Gebiete mit nicht gesicherten humanitären Verhältnissen menschenrechtswidrig. In Afghanistan sowie Syrien und Irak herrschen zahlreiche fundamentale Fluchtgründe vor.

    Ein widerwärtiger, rechtsextremer Kommentar, der sich nicht nur gegen die unmittelbar Betroffenen, sondern auch gegen alle nachfolgend Helfenden und zivilgesellschaftliche wie staatliche Organisationen und Menschenrechte allgemein richtet.

  17. 12.

    Warum will dann Berlin immer noch mehr ganz freiwillig aufnehmen, wenn sie es schon seither nicht schaffen?

  18. 11.

    "Bomben, Krieg, Zerstörung, Hunger, Gewalt"

    Es werden auch Afghanen wieder zurück geschoben. Weil eben "Bomben, Krieg, Zerstörung, Hunger, Gewalt" nicht den Regelfall darstellen.
    Deutschland kann nicht alle Armutsflüchtlinge, die dies wünschen und deswegen einreisen, versorgen. In vielen deutschen Pflegeeinrichtungen wohnt nicht ein einziger Jugendlicher in einem Doppelzimmer, wie hier geschildert, sondern zwei Pflegbedürftige müssen sich ein kleines Zimmer teilen.

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