Stromausfall in Prenzlauer Berg - Feuer an Versorgungsleitung laut Polizei versehentlich verursacht

Eine große Kabeltrommel steht vor der Brücke mit den beschädigten Stromkabeln. In Berlin sind wegen des Brandes einer Versorgungsleitung am Samstagmorgen etwa 15 000 Haushalte im Ortsteil Prenzlauer Berg ohne Strom gewesen. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Bild: dpa/Fabian Sommer

Nach ersten Erkenntnissen ist ein Brand in Prenzlauer Berg nicht absichtlich gelegt worden. Am Samstag waren Tausende Haushalte ohne Strom, weil eine Versorgungsleitung gebrannt hatte. Auch eine gezielte Brandstiftung war nicht ausgeschlossen worden.

Das Feuer nahe einer Starkstromleitung im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist in der Nacht zu Samstag nach ersten Erkenntnissen der Polizei versehentlich entstanden. Die Kriminalpolizei gehe derzeit davon aus, dass es sich um fahrlässige Brandstiftung gehandelt habe, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Für einen gezielten Anschlag - etwa aus politischen Gründen - gab es demnach zunächst keine Hinweise.

Tausende Haushalte in Prenzlauer Berg waren nachts und zum Teil bis Samstagnachmittag ohne Strom geblieben. Dicke Rohre, die an der Dänenstraße den S-Bahnring überqueren, standen in Flammen. Zwischen den Rohren verlaufen Stromkabel, die ebenfalls beschädigt wurden. Weil in den Rohren aber auch Frischwasserleitungen verlaufen, konnten die Flammen sich nicht groß ausbreiten.

Feuer brach mitten in der Nacht aus

Nach dem Feuer war kurz nach 3 Uhr in der nacht auf Samstag ausgebrochen. Im umliegenden Kiez war über Stunden der Strom ausgefallen. Rund 9.000 Haushalte und 1.000 Gewerbe waren betroffen. Erst gegen 16 Uhr konnte der Ausfall behoben werden.

Anfangs galt auch ein gezielter Anschlag als mögliche Ursache. Da der Brand an einen Vorfall aus dem vergangenen Oktober erinnerte, bei dem Kabelverbindungen der S-Bahn nahe dem Bahnhof Frankfurter Allee in Friedrichshain angezündet worden waren. Nach dem Brand in Prenzlauer Berg war jedoch kein Bekennerschreiben aufgetaucht.

Sendung: Abendschau, 03.10.2021, 19.30 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Ein Verbrechen ist also auszuschließen, wenn es kein Bekennerschreiben gibt. Aha, wieder was dazu gelernt und das nach mehreren Jahrzehnten Polizeidienst.

  2. 17.

    Ich behaupte nichts. Allerdings wundere ich mich, dass die Polizei so schnell einen Anschlag ausschließt, ohne das zu begründen. Ist das schon ein fahrlässiges Verhalten von mir?

  3. 16.

    Und die peinliche GdP tut vorher schon so als sei es ein Verbrechen gewesen. Tja, da reicht natürlich eine halbherzige Entschuldigung. Und alle die hier schon wieder rumgeiferten...

  4. 14.

    Das klassische Beispiel ist die weggeworfene und noch brennende Zigarettenkippe. Wenn dadurch ein Brand entsteht ist das fahrlässig aber nicht absichtlich. Was ist daran so schwer zu verstehen? Oder wollen Sie absichtlich etwas behaupten? Allenfalls wäre Ihre Aussage eine Fahrlässigkeit.

  5. 13.

    Das Wort Faschismus kommt aus dem ital. und bezeichnet Leute die einen starken Staat wollen. Bildung ist nicht jedermans Sache...

  6. 12.

    Na dann gehen jetzt 3,5 Millionen Bürger Nachts auf die Straßen, in Parks und auf Kinderspielplätze und testen ihre Streichhölzer auf Helligkeit der Flammen ? Wenn dabei Leselampen, Bahnhöfe.oder Flugplätze dunkel werden, müssen die Nachbarn vor Freude jubeln ! Krankenhäuser haben Ärzte , die gern bei Kerzenschein operieren. Wer unter der dunklen Laterne liegen bleibt, wird dann bei Sonnenschein weggeräumt. Berlin ist scheinbar immernoch nicht sexy genug.

  7. 11.

    Tja, blöd für die, die schon wieder gegen die bösen Linken wettern wollten...

  8. 10.

    Was fantasieren Sie denn hier zusammen? Haben Sie mehr Informationen als die ermittelnden Behörden? Und dann noch „Linksfaschist“…

  9. 9.

    Welche Art "Dicke Rohre" können denn einfach so nachts in Brand, aus was für Material?

  10. 8.

    Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, schrieb auf Twitter: "Das ist keine politische Meinungsäußerung. Wer Brandanschläge auf wichtige Bestandteile unserer Infra- und Versorgungsstruktur verübt, handelt absolut sinnfrei und greift unser demokratisches Zusammenleben an."

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/10/berlin-prenzlauer-berg-feuwerwehreinsatz-versorgungsleitung-brand.html


    Ohne jegliche Erkenntnisse twittert der Sprecher der GdP erstmal fröhlich drauf los. Der Mann versteht was von seinem Job!

  11. 7.

    Ausversehen hat ein Linksfaschist Feuer gelegt
    Na klar.
    Wie der Anschlag auf die S-Bahn vor zwei Jahren oder auf den Verteiler, der sogar seinerzeit den Flugplatz Tegel lahm legte.
    Linke Gewaltverbrecher machen es "ausversehen".

  12. 5.

    Und Sie glauben, dass der Polizei "Arbeiten in der Nähe" nicht mittlerweile bekannt wären?
    Für mich ist die Festlegung auf "versehentlich" nicht nachvollziehbar. Jedenfalls nicht, solange keine inhaltliche Begründung veröffentlicht wird.

  13. 4.

    Nachts um drei Uhr bricht versehentlich ein Feuer aus.
    Wie????

  14. 3.

    Sehr geehrter Herr Dörschel,
    dieser Ausdruck ist auch als „vorsätzliche Brandstiftung“ bekannt und kann sehr viele Ursachen haben.
    Mit freundl. Grüßen und einen schönen Sonntag

  15. 2.

    Suchen Sie mal nach "fahrlässiger Brandstiftung" im Netz.

    Können beispielsweise Arbeiten in der Nähe ohne entsprechende Sicherumgsmaßnahmen gewesen sein.

  16. 1.

    Wie legt man ein Feuer "versehentlich'? Oder möchte die Berliner Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen einen Anschlag (vorerst) ausschließen?

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