Berlin-Kreuzberg - Kurzfristige Finanzspritze soll Lage am Kottbusser Tor verbessern

Do 12.10.23 | 13:41 Uhr
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12.10.2023, Berlin: Passanten gehen zu der U-Bahn an der Haltestelle Kottbusser Tor.(Quelle:dpa/C.Koall)
Audio: rbb 88.8 | 12.10.2023 | O-Ton: Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann | Bild: dpa/C.Koall

Obdachlose betreuen, Kaputtes reparieren, Unrat wegräumen: Für Sozialarbeit und weitere Maßnahmen am Brennpunkt Kottbusser Tor bekommt Friedrichshain-Kreuzberg für dieses Jahr 250.000 Euro aus Sondermitteln des Senats, wie Bezirksbürgermeisterin
Clara Hermann am Donnerstag mitteilte. Ziel ist, dass sich Anwohner und Besucher am Kotti, aber auch im Umkreis bis hin zum Görlitzer Park sicherer und wohler fühlen.

Mehr Geld für Sozialarbeiter

Konkret sollen zwei Teams von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern auf den Straßen unterwegs sein und sich um obdachlose Menschen kümmern. Zugleich sollen sie Kontakt zu Nachbarn, Geschäftsleuten und sozialen Einrichtungen halten. Teil der Aufgabe ist "Monitoring in Bezug auf Drogenkonsum im öffentlichen Raum". Eine "Kiezhausmeisterei" am Kottbusser Tor kümmert sich den Angaben zufolge um Instandsetzungen, Reparaturen oder Beräumungen. Zudem gibt es Zuschüsse für das Fußballprojekt "Kick it like Kreuzberg" / "Kicken im Block 87".

Herrmann fordert kontinuierliche Hilfen

Das Geld ist für das laufende Jahr vorgesehen. Herrmann mahnte kontinuierliche Hilfen an: "Einzelne Projekte nur punktuell über Sondermittel zu finanzieren und dann abrupt wieder zu beenden, verbessert die Lage am Kottbusser Tor nicht", meinte die Grünen-Politikerin.

Sendung: rbb24 Abendschau, 12.10.2023, 19:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Die Politik hat noch nicht begriffen, mit Geld löst man diese Probleme nicht mehr , der Zug ist schon vor 20 Jahren abgefahren.

  2. 5.

    Nein Frau Herrmann, als Einwohner von Friedrichshain-Kreuzberg fühle ich mich dort auch weiterhin nicht sicher und werde mich auch nur im äußersten Notfall in dieser Gegend bewegen. Auch im Auto ist die ZV dort grundsätzlich verriegelt.

  3. 3.

    Das Kottbusser Tor nordwestlich der Reichenberger Str. ist 2023 verwahrloster denn je, der Bezirk kümmert sich dort nicht einmal mehr um die Müllberge. Von den 250.000€ kommt hier leider nichts an, hier herrscht Elend. Schade dass man hier keine Fotos einfügen kann.

  4. 2.

    Ich frage mich wo man sich hier
    noch sicher oder wohl fühlen kann, diese Aussage ist doch einfach nur lächerlich!

  5. 1.

    "... Konkret sollen zwei Teams von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern auf den Straßen unterwegs sein und sich um obdachlose Menschen kümmern. ..."

    Wie viele Sozialarbeiter sind in einem Team - zwei, fünf, acht?
    Morgens, mittags, abends, nachts - gibt es dazu nähere Informationen?

    Möchte ungern wieder nörgeln, aber geht diese Ankündigung in Richtung "Wir tun doch etwas!" oder doch eher der "Mini-Mni-Tropfen auf den heißen Stein"?!

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