Übernachtungssteuer - City Tax soll auch von Berliner Geschäftsreisenden gezahlt werden

So 19.11.23 | 17:47 Uhr
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Berlin: Eine Reisetasche liegt in der Wohnung eines Airbnb-Gastgebers (Gestellte Aufnahme). (Foto: dpa)
Audio: rbb24 Inforadio | 19.11.2023 | Kirsten Buchmann | Bild: dpa

In Berlin soll die City Tax künftig auch für Geschäftsreisende gelten. Das plant nach rbb-Informationen die schwarz-rote Koalition in Berlin. Die City Tax, eine Übernachtungssteuer für Touristen, wird bislang bei privaten Übernachtungen etwa in Berliner Hotels oder Pensionen fällig. Sie beträgt fünf Prozent des Übernachtungspreises.

Die City Tax in Berlin auch auf Geschäftsreisende auszudehnen, soll nach rbb-Informationen für das Land bis zu 25 Millionen Euro Mehreinnahmen im Jahr bringen. Ein weiteres Argument für die geplante Änderung lautet, Hotels und andere Beherbergungsbetriebe zu entlasten, die die Steuer einkassieren müssen. Künftig sollen sie den Plänen zufolge nicht mehr zwischen privaten und Geschäftsreisenden unterscheiden müssen. Geschäftsreisende müssen momentan den beruflichen Zweck ihrer Reise nachweisen können, zum Beispiel mit einem entsprechenden Schreiben der Firma.

Die schwarz-rote Koalition verhandelt über die künftigen Einnahmen und Ausgaben des Landes Berlin derzeit in den parlamentarischen Haushaltsberatungen. Der Doppelhaushalt für 2024 und 2025 soll am 14. Dezember verabschiedet werden.

Sendung: rbb24 Inforadio, 19.11.2023, 18 Uhr

8 Kommentare

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  1. 7.

    Intensive Reisen - lustich... :-)
    Wie intensiv die sind, liegt ja immer an der reisenden Person selber und watse in Berlin macht/erlebt.

  2. 5.

    Kosten sind immer preiswirksam....Zahlen sie es ruhig und gelassen irgendwann....

  3. 4.

    Was für eine blöde Argumentation, von wegen touristischen Unternehmungen.Dad wäre ja bei anderen Besuchen auch gegeben.Erinnert mich an die Zwangsgebühr bei der Hundefassung,die eigentlich schon durch Hundesteuer und kostenloser Tassohunderegister gegeben ist und somancher ander Zwangsgebühr um Gelder zu generieren bei Klammer Kasse.

  4. 3.

    Wie sollen wir ihren Kommentar verstehen? Es geht um Übernachtungen in Herbergen. Der Senat liegt mit dem Ansatz ganz richtig, weil so eine Vereinheitlichung stattfindet und ein erheblicher Bürokratieabbau erfolgt. Bei Geschäftsreisen sind touristische Teilaktivitäten nicht ausgeschlossen oder sind teilweise der eigentliche Zweck der Reise (Incentive Reisen)

  5. 2.

    Was solls, andere Länder und Städte erheben auch eine "Luftwegatmungsabgabe". Dem Tourisums tat es bisher wohl keinen Abbruch und als Geschäftsreisender gehört das dann eben zu den steuerlich relevanten Reisekosten.
    Solange Berlin keine Kurtaxe verlangt geht das ja noch ;-).

  6. 1.

    Solange nicht auch noch Familienbesuch für die Schulden Begleichung herhalten muss,weil man sich woanders vergalopiert oder einfach manche Bezirke das Geld zum Fenster herauswerfen,unter dem Mäntelchen des Klimaschutzes.
    Irgendwo muss Schluss sein mit dem Geld ausgeben,als würde es schlecht.Einen Einwohner kannan nicht unendlich schroepfen ohne Folgen.

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