iPhone 5s und 6 - Corona-Warn-App kommt nun doch auch für alte iPhones

Di 15.12.20 | 18:33 Uhr
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Eine Frau nutzt ihr Handy vor einem Plakat zur Corona-Warn-App. Die Software soll zukünftig für ältere iPhone-Modelle bereitstehen.
Bild: picture alliance / Frank Hoermann / SVEN SIMON

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes soll in Zukunft auch auf den älteren iPhone-Modellen 5s und 6 laufen können. Darauf hat das Robert Koch-Institut am Dienstag hingewiesen. Apple kommt damit der Forderung nach, die notwendige technische Schnittstelle so zu verändern, dass noch mehr iPhone-Modelle als bislang die App laufen lassen können.

Bis die App von älteren iPhone-Modellen genutzt werden kann, werde es aber noch eine Zeit lang dauern. Der Code müsse erst angepasst werden, so das RKI.

Dass die nach wie vor viel genutzten älteren Modelle bislang nicht nutzbar waren, hatte zu massiver Kritik geführt.

Übertragung auf alte Betriebssysteme ist aufwändig

Die Entwickler der Software, die Deutsche Telekom und SAP, stehen der Mitteilung zufolge mit Apple in Kontakt, um die Corona-Warn-App der Bundesregierung für diese Modelle verfügbar zu machen. "Die Übertragung der Corona-Warn-App auf iOS 12.5 ist möglich, aber mit Aufwand verbunden. Die Unternehmen arbeiten gemeinsam mit Apple mit Hochdruck an den nötigen Anpassungen."

Ein genauer Zeitpunkt, wann die Corona-Warn-App auf iPhones 5s und 6 heruntergeladen werden kann, lasse sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. Die Unternehmen würden dazu schnellstmöglich wieder informieren.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bis heute mehr als 24 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 22 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.

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15 Kommentare

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  1. 15.

    Leider muss ich Ihnen widersprechen. Ich staune nicht welche Daten ich „freiwillig“ zur Verfügung stelle. Ich weiß das es so ist. Wenn diese Konzerne dürften wie sie können, würden sie diese Daten noch viel genauer erheben und könnten somit hochgenau Bewegung und Begegnungen personenscharf analysieren. Noch dürfen sie dies aber nicht.
    Ich bezog mich auf den Erstkommentar der meinte dass 2 Herren die Bewegungsdaten rausrücken sollen. Ich denke die beiden (wer auch immer gemeint ist) würden das machen, wenn sie dürften.

  2. 14.

    Die App benutzt Bluetooth.... es wird anhand der Signalstärke ermittelt wie nah einem jemand war.
    Pack mal das Handy in Alu Folie dann geht es permanent davon aus, dass dein gegenüber 100 Meter weit weg war.... also in einer Handtasche mit Schlüsseln usw. wird keine genaue Berechnung möglich sein. Ebenfalls erkennt die App natürlich nicht ob der Kontakt drinnen oder draußen mit oder ohne Maske oder ob eine Scheibe oder sogar eine Wand dazwischen war. Wieviele der Warnungen dadurch sinnlos sind ... keine Ahnung.
    Die App Warnung basiert daher auf der Vermutung einer Möglichkeit das es vielleicht sein könnte.....

  3. 13.

    Leider muss ich Ihnen widersprechen, Sie werden staunen, wie viel persönliche Daten Sie " freiwillig" den Herstellern von Smartphones, Google, Facebook usw. zur Verfügung stellen. Die Datenkraken heißen dort mal ganz einfach Standortermittlung, Körpersensoren, oder "das Betriebssystem braucht den erforderlichen Zugriff". Und was passiert mit meine gespeicherten Daten bei der Corona Warnapp? Wie lange werden die Daten gespeichert? Wer hat Zugriff auf die Daten?

  4. 12.

    Danke für die Antworten auf meine Frage über den Sinn der Corona App. In dem Fall macht es natürlich Sinn. Ich muss eingestehen, in dieser Richtung habe ich nicht gedacht. Also App aufs Handy.

  5. 11.

    Warum will man ein Desaster jetzt noch für ältere Geräte nutzbar machen?

  6. 10.

    "alte I-Phones" -die wegwerfmentalität- wirft am Ende alles weg und macht das Licht aus. Tiere, Pflanzen und den Planeten.

  7. 9.

    Ich denke die App benötigt noch einiges an Erklärung zur Funktionalität.
    Es gibt Leute, die denken grüne Lampe in der App, dann bin ich ja sicher und mir kann nix passieren. Als ob so ein Handy ein Schutzschild aufbauen könnte. Bissel überspitzt aber ähnliche Aussagen hab ich schon gehört.
    Ortung nicht zwingend aber zeitliche Eingrenzung eines „riskanten“ Kontaktes würde schon helfen. Ich hatte vor einiger Zeit eine Risikobegegnung im grünen Bereich. Das hätte ich evtl. selbst validieren können, wenn ich gewusst hätte wann. Das sollte datenschutztechnisch doch gehen?

  8. 8.

    Hallo Hajo,
    aber die, die Kontakt mit Ihnen hatten, werden gewarnt und können sich testen lassen.

  9. 7.

    Es mag sein, dass man Ihnen während Ihrer Quarantäne nicht zu nahe kommen kann. Aber Sie waren doch sicher in den zwei Wochen (Inkubationszeit) vor dem Bekanntwerden des Testergebnisses unter Leuten. Und diese würden nun nach Eingabe Ihres Ergebnisses gewarnt, sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählt, dass der Kontakt lang und nahe genug für eine Viren-Übertragung war.

    Mit der Eingabe des Testergebnisses helfen Sie also anderen, rechtzeitig zu reagieren, indem sie etwa selbst in Quarantäne gehen oder einen Test machen lassen.

  10. 6.

    Sie sprechen mir sehr aus dem Herzen. Ganz meine Meinung! Ich habe die App geladen. Fahre jeden Tag durch die halbe Stadt mit U-Bahn und S-Bahn. Die App steht auf grün. Also alles schön. Ich nehme jetzt mal an, dass die Infizierten vernünftig und zu Hause geblieben sind. ;)

  11. 5.

    Das ist natürlich toll, aber bitte korrigiert mich wenn ich etwas falsch verstanden habe.
    1. Die App basiert darauf dass ein positiv getesteter sich in der App als solcher anmeldet.
    2. Dazu müssten sie das erstmal wissen, bzw. die Möglichkeit haben sich testen zu lassen, was quasi unmöglich ist zumal ja auch viele ohne Symptome andere anstecken.
    3. "Donald Duck" beim Restaurant Besuch die App auch nicht füttern würde.

    Fazit: diejenigen die wissen (woher auch immer) das sie positv sind und Verantwortung haben, halten sich auch an die Spielregeln und bleiben Zuhause.
    Die unverantwortlichen werden diese App so oder so nicht benutzen.
    Wenn man das berücksichtigt ist diese App sicher eine gute Idee aber realitätsfern.

  12. 4.

    Guten Morgen lieber Hajo.
    Der Sinn in der App ist einfach erklärt:

    Weil du bereits vor den Symptomen für ca 5 Tage ansteckend warst und vermutlich eine Menge unbekannter Leute seitdem angesteckt haben könntest, deren Kontaktdaten du nicht hast (zb u-Bahn fahrt).
    Wenn du dann nach Test-Ergebnis in Quarantäne bist, sind in der Regel schon fast 10 Tage rum und du bist oft nicht mehr ansteckend.

  13. 3.

    Ich verstehe den Sinn dieser App nicht. Ich müsste dort eingeben wenn ich positiv auf Corona getestet worden bin. Wenn dies der Fall ist muss ich mich in Quarantäne begeben. Also wieso noch die Eingabe in dieser App? Kann mich do sowieso keiner zu nahe kommen.

  14. 2.

    Das dürfte kaum an Amazon, Facebook oder Google scheitern. Wenn die dürften wie Sie könnten wäre jede menschliche Bewegung exakt erfasst bis der Akku leer ist.
    Die Sportuhrhersteller haben auch sehr genaue Bewegungsprofile, die sie wenn gewollt auch genauestens analysieren, um Training zu optimieren. Da ließe sich natürlich auch mehr draus machen, wenn es erlaubt wäre.

  15. 1.

    ... und dann sollte die App no h mit einem vernünftigen Trackingsystem versorgt werden, dann könnten auch die Kontakte endlich besser nachverfolgt werden. Kann man da nicht mit Amazon oder Facebook verhandeln, denen wurden doch schon alle Angaben freiwillig weiter gegeben, die kann man doch nutzen, es geht schließlich um Menschenleben, da müssten doch selbst die beiden Herren menschliche Regungen verspüren.

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