Vor dem Impfzentrum in der Treptow Arena, für die Impfung gegen das Corona-Virus, stehen am 04.01.2021 Taxis. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Taxi-Service in Berlin ausgeweitet - Gratis-Transport zu Impfzentren bald auch für Senioren ab 80

Nach den Senioren ab 90 Jahren können in Berlin demnächst auch Menschen ab 80 kostenlos mit dem Taxi in ein Corona-Impfzentrum und zurück fahren.

Mit dem Deutschen Roten Kreuz sowie der Senatsverwaltung für Gesundheit seien entsprechende Verträge unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen Taxi Berlin am Dienstag mit. Damit sei sichergestellt, dass sowohl die Beförderung der Seniorinnen und Senioren als auch die Abrechnung für das Taxigewerbe problemlos laufe.

Impfstart für Über-80-Jährige noch ungewiss

Wann die Impfungen bei Menschen ab 80 beginnen, steht indes laut Gesundheitsverwaltung noch nicht fest. Weil der Impfstoff noch knapp ist, erhalten derzeit Senioren, die 90 oder älter sind, ihre erste Dosis im Impfzentrum in der Arena Treptow. Hier wurden am Montag die Impfungen nach einigen Tagen Pause über den Jahreswechsel wieder aufgenommen, etwa 500 Impfungen wurden dabei durchgeführt.

Wer einen Termin im Impfzentrum hat, kann einen Taxi-Transfer unter der Telefonnummer 030 202020 buchen. Bislang gilt dieses Angebot für Menschen über 90 Jahre.

Sendung: Abendschau, 05.01.2021, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

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  1. 5.

    Also wenn sich darum auch noch der Staat kümmern soll, oh mein Gott, dafür gibt es Familie wo es ja wohl irgendjemand geben wird, der den Termin vereinbaren kann, und auch die Mama zum impfen bringen kann!! Unglaublich...

  2. 4.

    Es gibt leider keinen Königsweg, außer dass es wohl eher an der Zeit ist mit dem "Schimpfen" aufzuhören. Ganz sicher müssen ganz viele individuelle Entscheidungen getroffen werden, da jeder Mensch individuelle Bedingungen mit sich bringt. Es wird sich einfach im Laufe der Zeit zurecht ruckeln, dann dürfen die Hausärzte impfen, die gehen auch nach Hause etc...Also ich ziehe meinen Hut vor solch einer logistischen Leistung, plädiere für fairplay, Fehlerfreundlichkeit und, nach wie vor Corona, für eine prozessorientierte Betrachtung. Dit wird schon :)

  3. 3.

    wie das gehen soll, ich kann ihnen das beantworten, wenn die schnöde Verwandtschaft sich aufrafft, ihre Mutter zu begleiten. Es ist immer einfach, auf den Sozialstaat zu schimpfen. Die Verantwortung liegt in der Familie, nicht beim Staat, schauen sie mal nur in unsere Nachbarländer, da werden solche Ansinnen erst garnicht gestellt.

  4. 2.

    Wie wärs, wenn Sie Ihre Mutter zum Impfzentrum begleiten? Meine Mutter ist auch über 80 und wir haben ihr und einer Familienfreundin schon angeboten, mit ihnen zum Impfzentrum zu fahren, und das ist in Brandenburg noch weiter als in Berlin. Und ja, dafür würde ich auch jeweils einen Tag frei nehmen, so viel ist mir die Gesundheit der alten Damen wert.

  5. 1.

    Wie soll das gehen? Viele Pflegebedürftige über 80 bzw. 90 Jahren können nicht mehr mit dem Taxi fahren. Unsere demenzkranke Mutter würde sich dann nicht zurechtfinden, wenn das Taxi wegfährt, und wäre völlig verloren. Auch körperlich ist sie nicht zum Anstehen in der Lage. Also muss ein Krankentransport organisiert werden. Wie soll das gehen? Wieder die Krankenkasse um Genehmigung bitten. Dazu muss man aber einen Arzt aufsuchen, der den Krankentransport verordnet. Die Genehmigung dauert dann laut Krankenkasse einige Tage. Wie lange, weiß man nicht. Hat man alles, telefoniert man sich die Finger wund, um einen Krankentransport zu finden. Da der Weg zum Impfzentrum sehr weit ist (mehr als 1 h Fahrt!) lohnt sich die Fahrt für die Transporte nicht, die fahren nur in der Nähe der Umgebung. Nach Hause kommen die Mobilitätsdienste aber auch nicht. Und in der Presse steht dann, Impftermine werden per SMS bestätigt. Prima. Das kann ein 96-jähriger auf dem Handy gut lesen...

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