Zahlreiche Taxen stehen am Roten Rathaus, Atchivbild (Quelle: DPA/Paul Zinken)
Bild: DPA/Paul Zinken

Berlin - Menschen ab 90 können kostenlos im Taxi zu Impfzentren fahren

Berlinerinnen und Berliner, die mindestens 90 Jahre alt sind und einen Termin im Impfzentrum in Berlin-Treptow haben, können kostenlos mit dem Taxi dort hin fahren. Das teilte die Sprecherin des Projekts Impfzentren Berlin, Regina Kneiding, am Samstag mit. Die Impfungen in der Arena-Halle im Bezirk Treptow-Köpenick sollen am Montag (4. Januar) fortgesetzt werden.

Als nächste Gruppe sind die rund 18.700 Menschen in Berlin ab 90 Jahren dran. Wer eine Einladung bekommen und einen Termin für die Impfung gegen das Coronavirus vereinbart hat, könne unter der Telefonnummer 030 202020 ein Taxi für eine kostenlose Hin- und Rückfahrt buchen, sagte Kneiding.

Eine entsprechende Vereinbarung sei zwischen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Berlin, der Senatsverwaltung für Gesundheit und der Innung des Berliner Taxigewerbes geschlossen worden. Abgerechnet würden die Kosten über das DRK Sozialwerk. Die Regelung soll auch künftig gelten, wenn weitere der insgesamt sechs geplanten Berliner Impfzentren in Betrieb genommen werden.

Bisher haben rund 11.100 Berliner erste Impfung erhalten

Das Impfzentrum in Treptow, mit 80 Impfkabinen das Größte der Hauptstadt, war am vergangenen Sonntag als erstes gestartet - aber über Silvester bis einschließlich 3. Januar geschlossen. Der Hauptgrund dafür war offensichtlich, dass es nicht genug Impfstoff gab. In Treptow sind bisher vor allem Mitarbeiter von Berliner Senioren- und Pflegeheimen geimpft worden.

Auch die Impfungen durch mobile Impfteams haben am vergangenen Sonntag begonnen. Bisher sind gut 11.100 Menschen geimpft worden; vor allem Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Zwei Dosen in einem Abstand von etwa drei Wochen sind notwendig, um vollen Impfschutz zu erhalten. Ursprünglich war vorgesehen, zu Jahresbeginn in der Arena in Treptow mit den Impfungen für ältere Menschen ab 80 Jahren zu starten, die nicht im Pflegeheim leben. Nun geht es zunächst nur mit den noch Älteren los.

Der Start der Corona-Impfkampagne verlief in Berlin wie im gesamten Bundesgebiet holpriger als erhofft. Die Mainzer Firma Biontech kämpft mit Produktionsproblemen und Lieferschwierigkeiten; ihr Impfstoff ist der einzige, der bereits von der EU zugelassen wurde. In den nächsten Tagen rechnet die Bundesregierung mit einer Zulassung des Impfstoffes des Herstellers Moderna.

Sendung: Inforadio, 02.01.21, 16 Uhr

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29 Kommentare

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  1. 29.

    Das Taxi soll über die nachstehend genannte Tel.-Nr. bestellt werden,also ist man dort sicher vorbereitet:
    Als nächste Gruppe sind die rund 18.700 Menschen in Berlin ab 90 Jahren dran. Wer eine Einladung bekommen und einen Termin für die Impfung gegen das Coronavirus vereinbart hat, könne unter der Telefonnummer 030 202020 ein Taxi für eine kostenlose Hin- und Rückfahrt buchen, sagte Kneiding.

  2. 28.

    Ich muss vor dem Taxiruf warnen. Als ein älterer Mensch in der Familie zum Arzt musste, kam kein Taxi, welches sogar am Tag vorher bestellt wurde. Für die Rückfahrt wieder nicht. Begründung auf Nachfrage, wo das Taxi bleibt: Kein Taxi frei. Hintergrund war, es handelte sich um ein ungeliebte Kurzfahrten. Berliner Taxen sind bei mir unten durch.

  3. 27.


    https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/6402205-958092-kostenlose-taxifahrt-zum-impfzentrum-fue.html
    Kostenlose Taxifahrt zum Impfzentrum für Berliner ab 90 Jahren
    Berlinerinnen und Berliner, die mindestens 90 Jahre alt sind und einen Termin im Impfzentrum in Treptow haben, können kostenlos mit dem Taxi dort hin fahren.
    Das teilte die Sprecherin des Projekts Impfzentren Berlin, Regina Kneiding, am Samstag (02. Januar 2021) mit. Die Impfungen in der Arena-Halle im Bezirk Treptow-Köpenick sollen am Montag (04. Januar) fortgesetzt werden. Als nächste Gruppe sind die rund 18 700 Menschen in Berlin ab 90 dran. Wer eine Einladung bekommen und einen Termin für die Impfung gegen das Coronavirus vereinbart hat, könne unter 030 202020 ein Taxi für die kostenlose Hin- und Rückfahrt buchen, sagte Kneiding.

  4. 26.

    Prima, meine Mutter wird demnächst 90. Bleibt nur eine Frage: Wie kommt sie die Treppen runter und wieder rauf? So'n Taxifahrer wird sicher keinen Tragestuhl und einen Kollegen im Gepäck haben. Durchdacht? Eher nicht.

  5. 25.

    Und wie läuft das dann mit pflegebedürftigen Ü-80ern, deren pflegender Angehöriger nicht mit rein darf (siehe offizielle Berlin-Homepage)? Die alle 20 Meter eine Sitzpause auf Ihrem Rollator brauchen? Die sich ohne Liegepause keine Stunde stehend oder sitzend aufrechthalten können ? Denen aufgrund von Inkontinenz evtl. zwischendurch die Vorlage gewechselt werden muss (ein unverhoffter Boxenstop auf der Toilette, falls in der Nähe, macht 20 Minuten extra)? Die altersbedingt schon zu viel vergessen, um dem Impfarzt die Fragen zu beantworten, die er aufgrund einer sehr komplexen Krankengeschichte trotz Anamnesebogen erfahrungsgemäß haben wird? Denen irgendein Film egal ist, im Gegensatz zum pflegenden Angehörigen, der nicht mit reingelassen wurde. Und wie beantwortet der Impfarzt dem pflegenden Angehörigen, der nicht mit reingelassen wurde, die Fragen, die normalerweise der Impfling stellt? Wie läuft das also wenn, ein pflegender Angehöriger nicht mit rein darf ?

  6. 24.

    Eine sehr gute Idee von Berlin. In Brandenburg hat man leider alle Menschen über 80 und die noch zu Hause wohnen komplett vergessen. In Pflegeheimen wird diese Gruppe geimpft, alle zu Hause wohnenden müssten in die zwei Impfzentren Potsdam und Cottbus! Laut Aussage des Gesundheitsministeriums Brandenburg ist ist für diese Personen z.z eine Impfung nicht möglich, siehe auch MOZ vom 2./3. Januar!!! Danke Frau Nonnemacher!

  7. 22.

    können denn die alten menschen mit dem taxi auch wieder zurück nach hause fahren ? das ist schwammig formuliert.

  8. 21.

    Verlauf der PandemieDrosten rechnet erst in zweiter Jahreshälfte mit Entspannung
    03.01.21 | 13:36
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2021/01/drosten-pandemie-entspannung-erst-ab-zweiter-jahreshaelfte.html
    Der Wissenschaftler verwies darauf, dass nach dem Biontech-Impfstoff nun in Großbritannien der AstraZeneca-Impfstoff bereits zugelassen sei. "Da sollte man in der EU ganz schnell hinterherkommen, denn dieser Impfstoff kann auch in normalen Arztpraxen geimpft werden. Bei diesem Impfstoff hat man nicht die besondere Kühlpflicht."

  9. 20.

    Welch löblicher Einfall, rüstige Selbstfahrer auf der Straße. Womöglich mit dem Fahrrad ? - Wo doch auch sportlich-agile Jungstudenten nach NUR Grippeschutzimpfungen auf den Rücken fallen wie Käfer. - Studieren Sie noch, sind Sie schon Professor oder schon für die Krankenversicherung un-tätig ?

  10. 19.

    Ich hoffe, das Unsere Verantwortlichen in 18, besser 10 Tagen daran denken, Geld für die Taxifahrten der Zweitimpfung aufzutreiben ! - Aber dann sind die Wähler schon geimpft und müssen laufen, um die Jugwnd nicht mit Schulden zu belasten. Ende Sarkasmus. LOL

  11. 18.

    Hallo Paula,
    Das ist leider so nicht richtig, s.Ärztzeitung v. 1.12.20. Der Impfstoff wird in Boxen mit Trockeneis ausgeliefert, deren Haltbarkeit bei 30 Tagen liegt. Der Impfstoff kann bis 5Tage bei 2-8 Grad im Kühlschrank aufbewahrt werden. Daher wäre es wohl sinnvoller die Hausärzte mit den Impfungen zu beauftragen. Diese kennen ihre Patienten, deren Alter und Krankheiten. Die älteren und rüstigen Patienten könnten auch mit dem Taxi zu ihnen fahren.

  12. 17.

    Eine tolle Idee, die evt. auch in Brandenburg helfen könnte. Die übernommenen Kosten kommen auch der Taxi-Branche etwas zu Gute.

  13. 16.

    Krankentransport hätte ich irgendwie angemessener gefunden, wenn man auch mal an Rollstuhlfahrer oder anderweitig gebundene denkt. Zudem sind die Transportwagen für Desinfektion ausgelegt, andere Erreger wie MRSA gibt es ja auch noch! Und Taxi-Fahrer sind doch gar nicht entsprechend geschult und verstehen nicht selten nur gebrochen Deutsch.

  14. 15.

    Da geht mir das Herz auf, was für ein tolles Angebot.


  15. 14.

    Ich freue mich über dieses Angebot.

  16. 13.

    Freue mich, wenn der jetzt 40 Jahre alte Pöbel selbst einmal auf Hilfe anderer angewiesen ist. Einfach mal nett sein, anderen etwas gönnen. Bei dem Kommentar will ich nicht wissen, wenn man selbst auf Hilfe angewiesen ist und einem dann solch ein Satz entgegen kommt.

  17. 12.

    Ich weiß es auch nicht aber ich kann mir vorstellen,dass es schon einen,auch logistischen Unterschied macht,ob ein mobiles Impfteam in Heimen einen größeren Personenkreis ( Bewohner und Pflegekräfte) pro Impfung mit einem Mal impfen kann oder ob das Team einzelne Haushalte abklappern muss.
    Auch mit den Taxen sollte es besser klappen,als wenn die zu Impfenden privat zum Imofzentrum gefahren werden. Bei Privatfahrten z.B. durch Angehörige,müssten diese den PKW irgendwo lassen. Taxen können vorfahren,die Senioren werden von Zentrummitarbeiter am Taxi abgeholt,z.B. im Rollstuhl und zum Impfbereich gebracht. Sind sie fertig,werden sie für den Rückweg genau zu einem anderen Taxi zurückgebracht. Es gibt ja getrennte Ein - und Ausgänge an den Taxen sie Senioren absetzen und am Ausgang wartende Taxen,die wieder welche aufnehmen. Wenn das so organisiert wird,sollte es klappen.

  18. 11.

    Solange es nur den bei - 70Grad zu kühlenden Impfstoff gibt,werden Hausärzte ihn wegen mangelnder Kühlmöglichkeit in den Praxen nicht verimpfen können.
    Ein Anspruch auf kostenlose Schutzmasken besteht, wenn...
    ... die Versicherten das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bei ihnen eine der folgenden Erkrankungen oder einer der folgenden Risikofaktoren
    vorliegt:
    chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
    chronische Herzinsuffizienz
    chronische Niereninsuffizienz Stadium 4
    Demenz oder Schlaganfall
    Diabetes mellitus Typ 2
    aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann
    stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation,
    Trisomie 21
    Risikoschwangerschaft

  19. 10.

    Das ist ja alles schön und gut, aber hat sich schon mal einer Gedanken über Schwangere gemacht? Ich glaube nein, Impfungen kommen für sie nicht in Frage aber es wäre angebracht gewesen, wenn zu ihren Schutz Masken frei auf Rezept zur Verfügung stehen würden. Zu den ab 90 Jahre die meisten von ihnen bekommen Besuch von ihrem Hausarzt der dann das spritzen gleich mit übernehmen kann.
    Aber wie immer warum einfach wenn es kompliziert geht.

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