17.08.2018, Berlin: Fahrradfahrer sind auf einem «Zickzack»-Radweg in Berlin-Zehlendorf unterwegs (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa

Trotz Millionenetats - Bau von Radwegen in Berlin kommt nur schleppend voran

Das Berliner Landesunternehmen Infravelo plant trotz eines Millionenetats, in diesem Jahr nur 73.000 Euro für den Bau von zwei Radwegen auszugeben. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarischen Anfrage der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hervor.

6,5 Millionen Euro hat die Infravelo dieses Jahr zur Verfügung. Mit dem Geld soll die Rad-Infrastruktur einen Schub erhalten. Millionenbeträge stehen dabei für Machbarkeitsstudien und Planungsarbeiten von Radschnellwegen bereit, nicht aber für deren Bau.

Streese: Bau von Radschnellwegen dauert drei bis vier Jahre

Der Berliner SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier kritisierte im rbb, dass nach einem Jahr Mobilitätsgesetz kaum etwas passiert sei. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) und ihre Verwaltung müssten nun "ranklotzen".

Wie Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese im rbb erklärte, dauere es drei bis vier Jahre, einen Radschnellweg zu planen und zu bauen. Er stellt heute Abend im Rathaus Charlottenburg Vorschläge für die sogenannte Westroute von Spandau zum S-Bahnhof Tiergarten vor.

Der Senat plant insgesamt elf Radschnellwege. Die ersten sollen laut Streese 2023 fertig sein.

Sendung: Inforadio, 13.08.2019, 8 Uhr

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Antwort auf [M.G.] vom 13.08.2019 um 12:35
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4 Kommentare

  1. 4.

    Tun wir, wir Radfahrer, über unsere Steuern. Und ärgern uns seit Jahren und Jahren, dass dem Bau und Unterhalt von Strassen der Löwenanteil der Mittel hinterhetgeschmissen wird. Weit mehr, als dem Anteil des Autoverkehrs am Gesamtverkehr entspricht. In dem Moment, wo Fussgänger und Radfahrer sowohl die Geldmitrel als auch den Platz bekommen, der ihren Anteil am Verkehrsaufkommen entspricht, können sie sich wieder sicher und konflilktfrei durch die Stadt bewegen.

  2. 3.

    Tja, eigentlich hatte ich gehofft, dass der neue RRG-Senat seine Versprechen besser einhalten würde.
    Zwei Jahre habe wir den nun schon und gerade im Verkehrsbereich hat sich - mit Ausnahme von einigen merkwürdigen Tempo-30-Bereichen wegen Schadstoffthematik - nach meinem Gefühl nichts geändert (wo sind denn die neuen kilometerlangen Busspuren und Radwege und die begonnenen Tram-Verlängerungen etc.?) - zumindest ist das mein subjektiver Eindruck.
    Wenn die Planung von Radschnellwegen drei Jahre dauert (das finde ich schon mal traurig), dann sollte man eben interimsweise erstmal klein anfangen, z.B. mit der Einrichtung von Fahrradstreifen auf den großen Straßen, z.B. auf dem Tempelhofer Damm. Hauptsache ist doch, dass überhaupt etwas bewegt wird, finde ich.

  3. 2.

    Cool. Wenn ich also derzeit Radfahrer bin, zahle ich gleichzeitig keine Steuern? Das sollte ich bei der nächsten Erklärung mit anmelden. /ironie off

  4. 1.

    Wer soll das Bezahlen. Vielleicht zur Abwechslung mal die Radfahrer.

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