Aus Parkspur wird Radweg - Teil des Radstreifens auf der Schönhauser Allee soll bis Herbst fertig werden

Mo 17.04.23 | 11:27 Uhr
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Visualisierung: Schönhauser Allee 3D-Visualisierung Geschützter Radfahrstreifen und Gehweg Schönhauser Allee. (Quelle: infravelo.de)
Bild: infravelo.de

Das erste Teilstück des neu gestalteten Radweges an der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg könnte im Herbst fertig werden. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Pankower Grünen-Politikers Andreas Otto hervor, die dem rbb vorliegt. Darin heißt es, der Umbau solle Mitte dieses Jahres beginnen und "Ende des dritten Quartals" fertiggestellt werden. Zuerst hatte die "Berliner Zeitung" berichtet.

Zunächst geht es dabei um ein rund 700 Meter langes Teilstück der Schönhauser Allee von der Stargarder Straße/Gleimstraße bis fast an die Danziger/Eberswalder Straße. Zwischen diesen Kreuzungen wird in beide Fahrtrichtung die rechte Spur, die derzeit vor allem als Parkraum genutzt wird, zum Fahrradstreifen.

Kein seriöser Zeitplan für weitere Abschnitte aufgrund von Personalmangel

Neben dem Radweg sollen auch auf dem Bürgersteig kleinere Veränderungen vorgenommen werden. Zusätzliche Fahrradbügel zum Anschließen von Rädern, sowie neue Sitzbänke sollen den Platz des früheren Radwegs einnehmen. Dem Autoverkehr verbleiben wie bisher auch zwei Fahrspuren, die Parkspur entfällt, für den Lieferverkehr sollen allerdings Ladezonen eingerichtet werden, heißt es auf der Webseite des Projektentwicklers "infraVelo GmbH" - eine Tochtergesellschaft der "Grün Berlin GmbH", die wiederum eine landeseigene Gesellschaft ist.

Der Umbau weiterer Abschnitte sei vorgesehen, heißt es außerdem. Dazu gab der Senat in seiner Antwort auf die Anfrage allerdings keine Zeitpläne bekannt. Es hieß lediglich, im Bezirk Pankow seien derzeit 19 Radverkehrsprojekte "größeren Umfangs" in der konkreten Planung, drei weitere in Umsetzung. Zusätzliche neue Projekte könnten aufgrund einer Personalknappheit nicht begonnen werden, schreibt der Senat. Die Zeitpläne für die Radweg-Abschnitte südlich des U-Bahnhofs Eberswalder Straße sowie nördlich der Stargarder/Gleimstraße seien deshalb "nicht seriös prognostizierbar".

Aufgrund der Priorisierungsliste des Senats für Radverkehrsmaßnahmen haben allerdings einige Projekte Vorrang vor anderen. Dazu gehört ein weiterer Bereich der Schönhauser Straße - in etwa vom S-Bahnhof Schönhauser Allee bis hoch zur Bornholmer Straße.

58 Kommentare

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  1. 58.

    "Es liegt mir fern, gegen Radfahrer zu hetzen, weil ich selbst eines nutze. "

    Hier gibt es auch einen, der nennt sich auch Radfahrer und holt sein Rad nur zu Feiertagen oder zum Freizeitsport hervor. Schreibt aber ständig pro Auto. Es kommt hier häufiger vor, dass sich welche als Radfahrer bezeichnen und gegen Radfahrer wettern. da sind sie kein Einzelfall.

    "Meine täglichen Beobachtungen bestätigen mir jedoch immer wieder, dass viele (nicht alle) Radfahrer denken, ein Alleinstellungsmerkmal zu besitzen und Verkehrsregeln für sie nicht gelten. "

    Das stellt sich immer wieder als subjektive Sichtweise heraus und deckt sich mit keiner Unfallstatistik.

    "Meine Vorstellung, jeder möge sich an geltende Verkehrsregeln halten, dann gäbe es weniger Chaos, ist leider nur Wunschdenken und offensichtlich nicht realisierbar."

    Sie haben aber etwas völlig anderes geschrieben, nämlich " wenn sich JEDER Radfahrer an die StVO halten würde, wäre das Chaos geringer."

  2. 57.

    @Lucie Pankowerin/Peter Schönhauser/PrenzlBerger Schade dass ihre blühende Fantasie nur für ihre nicknames gereicht hat und nicht für ihre frei erfundenen, wilden Storys.

  3. 56.

    "Allerdings bin ich der Meinung, dass eine gute und gerechte Verkehrsplanung ALLE Verkehrsteilnehmer - und nicht nur Radfahrer - sowie die umliegende Infrastruktur wie Geschäfte, Restaurants, Bewohner etc. berücksichtigen muss. "

    Sie reden von einer gerechten Verkehrsplanung für ALLE Verkehrsteilnehmer und meinen aber weiterhin die einseitige Bevorzugung einer Minderheit mit einer starken Lobby.

    "Ich schaue eben ÜBER den Tellerrand." Offensichtlich nicht.

  4. 55.

    "Allerdings bin ich der Meinung, dass eine gute und gerechte Verkehrsplanung ALLE Verkehrsteilnehmer - und nicht nur Radfahrer - sowie die umliegende Infrastruktur wie Geschäfte, Restaurants, Bewohner etc. berücksichtigen muss. "

    Sie reden von einer gerechten Verkehrsplanung für ALLE Verkehrsteilnehmer und meinen aber weiterhin die einseitige Bevorzugung einer Minderheit mit einer starken Lobby.

    "Ich schaue eben ÜBER den Tellerrand." Offensichtlich nicht.

  5. 54.

    Danke für diesen Kommentar. Endlich mal jemand mit Verstand und Null Egoismus.

  6. 53.

    Hallo, "Radfahrer",
    Ihr Name ist wahrscheinlig Programm. Es liegt mir fern, gegen Radfahrer zu hetzen, weil ich selbst eines nutze. Meine täglichen Beobachtungen bestätigen mir jedoch immer wieder, dass viele (nicht alle) Radfahrer denken, ein Alleinstellungsmerkmal zu besitzen und Verkehrsregeln für sie nicht gelten. Meine Vorstellung, jeder möge sich an geltende Verkehrsregeln halten, dann gäbe es weniger Chaos, ist leider nur Wunschdenken und offensichtlich nicht realisierbar. Das beweisen hier einige Kommentare.

  7. 52.

    Witzig, ihre Meinung ;-) Ich habe gar kein Auto, nutze Öffis, Fahrrad oder laufe, so, wie es am Günstigsten und Schnellsten für mich ich. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine gute und gerechte Verkehrsplanung ALLE Verkehrsteilnehmer - und nicht nur Radfahrer - sowie die umliegende Infrastruktur wie Geschäfte, Restaurants, Bewohner etc. berücksichtigen muss. Ich schaue eben ÜBER den Tellerrand. Und Sie?

  8. 51.

    "Ich bin der Meinung, dass die vorhandenen Radwege ausreichend sein sollten. wenn sich JEDER Radfahrer an die StVO halten würde, wäre das Chaos geringer. Noch besser fände ich es, die Nutzung der vorhandenen Radwege verpflichtend zu machen, jedem Rad ein Kennzeichen zu verpassen und bei Verstößen die Strafen drastisch zu erhöhen. Statt dessen gibt es keine einheitliche Verkehrsregelung für die Nutzung von Radwegen."

    Das sieht man ja jeden Tag an den tausenden Verkehrsverstößen was ein Kennzeichen alleine bringt. Nichts. Fie allermeisten Hochbordradwege sind heute nicht mehr genehmigungsfähig und an jeder Kreuzung eine Todesfalle.

    Es gibt eine einheitliche Verkehrsregelung für die Nutzung von Radwegen, nur haben die allermeisten Autofahrer davon noch nie gehört, Autofanatiker ignorieren sowieso alle Regeln.

    Sie gehören offensictlich zu letzten Sorte, so wie sie hier gegen Radfahrer hetzen.

  9. 50.

    "... Wenn Kinder nicht sicher auf Radwegen fahren können, dann sollen sie es eben lassen? ..."
    Natürlich, was denn sonst!
    Als Erziehungsberechtigte schiebe ich dann mit meinen Kindern oder suche mir einen sicheren Weg!

  10. 49.

    Ihre Weltsicht ist abenteuerlich sowie durch und durch autozentriert, Sie zelebrieren das Recht der Stärkeren. Wenn Kinder nicht sicher auf Radwegen fahren können, dann sollen sie es eben lassen? Der Gesetzgeber hat aus sehr guten Gründen die Beschaffenheit der Fahrradinfrastruktur zur Voraussetzung über seine Benutzung gemacht! Da können Sie noch so sehr fabulieren und sich einreden, dass Fahrräder auf der Fahrbahn nichts zu suchen haben. Sie haben schlichtweg nicht Recht. Bei Personen wie Ihnen sollte in regelmäßigen Abständen eine charakterliche Fahrtauglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Sie sind garantiert auch von der Sorte "den schneide ich jetzt mal schön mit 20 cm Abstand, das wird ihm eine Lehre sein!". Wirklich wirklich gruselig.

  11. 48.

    Sie: "durch unsinnige Radspuren durch die Staus wird die Umwelt sogar mehr belastet"
    -> völlig richtig Ulrich, ich wäre sogar dafür, die störenden Bebauungen links und recht der Schönhauser abzureißen und die Fahrbahn je Richtung 6spurig auszubauen. DAS wäre der BESTE Umweltschutz. Genießen Sie die Luft!

  12. 47.

    Wenn Sie verpflichtet wären, dort zu fahren, könnten Sie es sich auch nicht aussuchen - unabhängig von der Beschaffenheit Ihrer Gelenke. Dann geht eben nur Laufen. Das ist es was ich meine: Wenn die Nutzung ALLER Radwege verpflichtend wäre, sie jedoch für die Meisten nicht "schön" genug sind, muss man eben eine andere Fortbewegung nutzen . Sie fahren wohl nicht oft im Wald und der Natur?

  13. 46.

    Selbstverständlich ist es wichtig, dass regelmäßig! sowohl Straßen, Gehwege als auch Radwege erneuert u. instandgehalten werden. Deshalb muss jedoch nicht die ganze Infrastruktur geändert, tradionsreiche Kieze zerstört werden. Denn gerade diese Kieze sind es, die noch das wahre Berlin repräsentieren, das Leben in Berlin interessant und lebenswert machen. Weshalb kommen denn so viele Touris nach Berlin? Bestimmt nicht, weil sie eine 0-8-15-Stadt besichtigen wollen, nur Zoo u. Ku´damm sehen wollen. Die interessierten Touris wollen mehr. Früher war ich gern in Pankow unterwegs. Bisher ein traditionsreicher Bezirk mit schönen Parks, Cafes, Bummelmeilen. Leider stirbt diese Historie durch Verdrängung und grüner Ideologie langsam aus. Das sollte verhindert werden. Ein gutes Beispiel ist Köpenick. Dieser Bezirk kombiniert Altes mit Neuem, bewahrt so ein großes Stück Tradition und Geschichte und ist damit für jede Geration interessant. Wo ein Wille ist...

  14. 45.

    Die Regeln sind klar: als Radwege ausgewiesene Wege (Radwegszeichen) sind verpflichtend. Wo dieses Zeichen fehlt, sind sie optional. Und m.E. fehlen diese bei vielen alten ungepflegten Hochbordradwegen aus gutem Grund. (Trotzdem fahre ich möglichst auch auf denen, sofern sie meine Wirbelsäule und Gelenke nicht zu sehr strapazieren ...)

  15. 44.

    Ich bin der Meinung, dass die vorhandenen Radwege ausreichend sein sollten. wenn sich JEDER Radfahrer an die StVO halten würde, wäre das Chaos geringer. Noch besser fände ich es, die Nutzung der vorhandenen Radwege verpflichtend zu machen, jedem Rad ein Kennzeichen zu verpassen und bei Verstößen die Strafen drastisch zu erhöhen. Statt dessen gibt es keine einheitliche Verkehrsregelung für die Nutzung von Radwegen. Ja, nee, vielleicht. Solange Radfahrer sich aussuchen können, ob sie auf dem Radweg oder der Straße fahren - sehr oft auch auf Gehwegen - ist jeder neue Radweg eine Verschwendung von Steuergeldern. Was soll´s: Sie werden bei Verstößen ja eh nicht erwischt und sanktioniert. Oft kommt dann die Ausrede: der Radweg ist schlecht, dort kann man nicht fahren. Ja, Pech gehabt! Die anderen Verkehrsteilnehmer können sich auch nicht aussuchen, ob sie aufgrund der vielen Straßen- u. Gehwegschäden für sie nicht gedachte Wege nutzen. Gleiches Recht für alle!

  16. 43.

    Wenn ich mir die Darstellung zum Artikel betrachte, stelle ich wieder einmal fest, dass das Wunschdenken der damaligen Planer im Senat fern jeglicher Realität war u. noch ist. Wahrscheinlich haben sie noch nie einen Spaziergang entlang der Schönhauser Allee gemacht oder wurden mit ihrem Dienstwagen durch diese Straßen kutschiert. Absolut weltfremd.
    Sowohl die Schönhauser Allee als auch die angrenzenden Straßen waren schon von jeher pulsierend, voll von Menschen und Fahrzeugen jeder Art. Nichts mit entspannend, ruhig, abgeschieden. Es wäre von der Redaktion realer gewesen, ein aktuelles Foto, also vom jetzigen Ist-Zustand zu veröffentlichen. Auf jeden Fall wird es so, wie auf der Fotofiktion dargestellt, nie werden, ganz im Gegenteil: Mehr Stau, Lärm ist vorprogrammiert, besonders in Zeiten der Rushhour. Es gibt eben Straßen in Berlin, die sind aufgrund ihrer Bauart u. Historie NICHT dazu geeignet, mit breiten Fahrradwegen eingeengt zu werden.

  17. 42.

    Die Pankower BVV betreibt seit Jahren eine „Center-Politik“. Das heißt Rathaus-Center/Schönhauser Arkaden besitzen mehr Stimmrecht und Einfluss und haben natürlich Parkhäuser zu bieten. Wir Ladenbesitzer werden eher vergrault weil wir genau das nicht bieten können. Nun macht man die Schönhauser kaputt für uns. Wetterbedingt ist es eh schwierig mit Laufkundschaft und niemand trägt gern Kiloweise Einkäufe 4 Querstraßen weit (sofern möglich). Auch wir machen dicht in absehbarer Zeit. Grüne Politik

  18. 41.

    Die Schönhauser war schon immer eine der Haupttangenten vom Norden Berlins/Brandenburg/BAB Richtung City. Nach der Wende und dem Ausbau der Wohngebiete im Norden wurde sie noch wichtiger. Hier eine Spur wegzunehmen ist völlig krank. Da reicht die Belieferung oder ähnliches und das Chaos bricht aus. Aber das scheint politisch gewollt und natürlich nicht logisch. Pankower Tor Verkehrspolitik der BVV mit Hobby-Politiker ohne Sachverstand wird immer schlimmer. Alternativen bieten die nicht

  19. 40.

    Erstens habe ich Ihnen nicht das Du angeboten.
    Zweitens ist es wohl ein Unterschied, ob ich in der Stadt inmitten anderen Verkehrs von einem Ort zum anderen unterwegs bin (ich fahre oft 30 + km durch die Stadt) oder ob ich im Wald radele. Autos, falls sie auf Waldwegen zugelassen sind (und sich daran halten), müssen da auch anders fahren, oder?
    (Einer Wertung Ihres "Arguments" enthalte ich mich ...)

  20. 39.

    Die Grünen mit ihrer Ideologie zerstören gegen den Willen der Betroffenen die Infrastruktur und die Existenz der Gerwerbe durch unsinnige Radspuren durch die Staus wird die Umwelt sogar mehr belastet und die Gefahr durch Kampfradler für Fußgänger nimmt ständig zu es wird Zeit das vernünftig Verkehrsplanung gemacht wird und Frau Jarasch Berlin verlässt sie hat genug Schaden angerichtet

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