Neugründung - Erster Parteitag des "Bündnis Sahra Wagenknecht" für Januar in Berlin geplant

Fr 01.12.23 | 15:02 Uhr
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Die Politikerin Sahra Wagenknecht spricht während einer Friedensdemonstration verschiedener Initiativen auf dem Platz des 18. März. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Audio: rbb24 Inforadio | 01.12.2023 | Kerstin Reinsch | Bild: dpa/Soeren Stache

Das neue "Bündnis Sahra Wagenknecht" will sich am 27. Januar in Berlin zum ersten Parteitag treffen. Diese Information des "Spiegels" wurde der Deutschen Presse-Agentur am Freitag bestätigt.

Zuvor soll Anfang Januar die neue Partei bereits formal gegründet und die ersten etwa 400 Mitglieder sollen aufgenommen werden. Derzeit werde die Satzung ausgearbeitet, meldete das Magazin.

Drei Landtagswahlen in 2024

Sahra Wagenknecht, früher lange Mitglied und zeitweise Fraktionschefin der Linken im Bundestag, war im Oktober mit neun weiteren Abgeordneten aus der Partei ausgetreten. Derzeit bereitet der Verein "Bündnis Sahra Wagenknecht" die Parteigründung vor und sammelt Spenden dafür.

Schatzmeister Ralph Suikat sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag): "Wir werden in diesen Tagen eine siebenstellige Summe erreichen." Er fügte hinzu: "Das klingt erst einmal viel, aber in einem Wahlkampf geben die großen Parteien zweistellige Millionenbeträge aus. Insofern sind wir zufrieden, aber wir haben auch noch eine lange Strecke zu gehen."

Die neue Partei will bei der Europawahl im Juni und möglichst bei den drei Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg 2024 antreten.

Sendung: rbb24 Inforadio, 01.12.2023, 14:02 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Meine Unterstützung hat Frau Wagenknecht und ihr Vorhaben neue Partei. Frohe Weihnachten schon jetzt. Reinhart Zarneckow

  2. 16.

    Herr Ansgar, gehe ich richtig in der Annahme, dass sie sich an Wahlen nicht beteiligen? Nennen sie mir eine Partei in Regierungsverantwortung oder Opposition, die durch Inhalte überzeugt und die man wählen kann. Es tut mir Leid, mir ist keine bekannt. 30 % und mehr der Wahlberechtigten quittieren das durch Wahlverweigerung. Die restlichen 70 % der Leute geben ihre Stimme Parteien, die dafür sorgen, dass es 80 % aller Menschen im Land immer schlechter geht. Sie sorgen dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird und das Leben für`s niedrige Volk immer schwieriger wird. Die Regierungsvertreter, die sich in die hohen Machtpositionen geturnt haben, sind in erster Instanz dafür verantwortlich, dass die Krisen in der Welt und die Kriegsgefahren zunehmen. Irgendwann wird auch bei uns die Luft brennen. Entweder sind die Emporkömmlinge unfähig ihr Wahlversprechen zu erfüllen oder sie sind einfach nur ruchlose, machtgeile Streberlinge.

  3. 15.

    Die dreimal gewendete Steinzeitkommunistin und jetzige Querfontaktivistin Wagenknecht spielt gerne mit dem Feuer. Wagenknecht ging es immer nur um eins. Wagenknecht.

    "Und sobald Sie nicht mehr die Nummer Eins in Ihrer neuen Partei ist, wird der Mist wieder von vorne anfangen! Thema Narzissmus... "

    Wie wahr, wie wahr...





  4. 14.

    Eine zweifellos intelligente Frau. Ob sie zum Regieren taugt ist fraglich!! Sie zählt für mich zu den Selbstdarstellern, gemeinsam mit ihrem Oscar.

  5. 13.

    "Nur Thüringen bleibt offen, weil gegen die AfD min. ein Bündnis zwischen CDU und Linke benötigt würde, den sich zumindest Ramelow nicht verweigern würde."
    Wenn ich mich recht erinnere hat die CDU Koalitionen mit AFD und Linke ausgeschlossen.
    Sollte die CDU hier umfallen ist sie völlig unglaubwürdig und wird 2025 bei der Bundestagswahl wahrscheinlich böse abgestraft. Die Tage von Herrn Ramelow als MP sind gezählt. Es sollte sich mal fragen warum der Linken 30% ihrer Wähler abhanden gekommen sind!

  6. 12.

    Solange sie nicht mit der AfD koaliert und dieser Stimmen weg nimmt, soll es mir Recht sein...

  7. 11.

    Nichts anderes schrieb ich, wobei für Brandenburg und Sachsen die Linken eher keine Relevanz haben.
    Entscheidend ist hier nur die AfD. Und die verliert durch Wagenknecht die entscheidenden Stimmen. Die Linke ist durch die AfD längst zu Ader gelassen worden, da ist für Wagenknecht nicht mehr viel zu holen.
    Nur Thüringen bleibt offen, weil gegen die AfD min. ein Bündnis zwischen CDU und Linke benötigt würde, den sich zumindest Ramelow nicht verweigern würde.

  8. 10.

    "Nur Thüringen bleibt spannend. Obwohl ich Bodo Ramelow trotzdem die Daumen drücke."
    In Thüringen hat Herr Ramelow grad noch 20%, dort hat die Linke ohne die Wagenknecht Partei schon 30% ihrer Wähler verloren und ist nur noch drittstärkste Partei. Mal sehen wieviel bei der Wahl überhaupt noch die Linke wählen, in Sachsen und Brandenburg liegt die Partei bei ca. 7% !

  9. 9.

    Das heißt Wagenknecht fischt bei den Frustwählern im Osten. Es geht um den Teil der anstelle Links jetzt AfD wählt.
    Ist doch offensichtlich!! Und nur dort kann sie überhaupt abfischen.
    Im Westen sieht sie sowieso kein Stich.

  10. 8.

    Sahra Wagenknecht schöpft ihr Potenzial bei weitem nicht aus. In meinen Augen ist sie eine sehr gute, fast schon phantastische Analytikerin, doch immer wieder kommt ihr die Versuchung zur Glättung und zum Stromlinienförmigen dazwischen. Das ist schließlich leichter verdaulich als das etwas kompliziertere andere.

    Der Umgang in Talkshows, wo sie ja öfters auftritt, ist deshalb außerordentlich gespalten: Da, wo sie analysiert und auseinandernimmt, wird ihr zugehört, da, wo sie glättet, gibt´s verbale Haue.

    Chamäleonhaft wird solches Bündnis der AfD Stimmen abziehen, denn Diejenigen, die mit Allem & Jedem unzufrieden sind, weil die Welt doch ach so undurchsichtig erscheint, können gewonnen werden. Hartnäckige Völkische mit dem Hang, den Untergang des Abendlandes seitens des Islamismus zu prohezeihen, die wird die AfD behalten.

  11. 7.

    Was Inhalte betrifft, hat sie von der AfD gelernt. Warum sonst haben AfD-Wähler keine Probleme mit Ihr?
    Und sobald Sie nicht mehr die Nummer Eins in Ihrer neuen Partei ist, wird der Mist wieder von vorne anfangen! Thema Narzissmus...

  12. 6.

    „ Man will also das Potential der AfD heben.“
    Wie bitte? Das würde bedeuten, BSW will die AfD unterstützen.
    Das glaube ich dann doch nicht, auch wenn ich von dem Bündnis und S.W. nix halte!

  13. 5.

    "Das ist doch bloß Strategie, um die Partei erstmal bekannt zu machen. Eine andere Chance hat die Partei ja nicht, wenn man Erfolg haben will."

    Da haben Sie wohl recht, denn mit Inhalten überzeugt sie nicht.

  14. 4.

    Ah, Strategie!! In Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Man will also das Potential der AfD heben. Woidke und Kretschmer wirds freuen, damit ist eine Verlängerung der Amtszeit problemlos im "Sack".
    Nur Thüringen bleibt spannend. Obwohl ich Bodo Ramelow trotzdem die Daumen drücke.

  15. 3.

    Klang anfangs alles noch interessant und vielversprechend. Mittlerweile ist es nur noch geprägt von Menschenverachtung und viel heißer Luft. Sehr traurig.

  16. 2.

    Das ist doch bloß Strategie, um die Partei erstmal bekannt zu machen. Eine andere Chance hat die Partei ja nicht, wenn man Erfolg haben will.

  17. 1.

    Was für ein Personenkult, sowas wähl ich nie wieder!

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