Berlin: Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen, l-r), Berlins Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, sitzen während der 42. Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses auf der Regierungsbank. (Quelle: dpa/Fischer)
Bild: dpa/Fischer

Testergebnisse negativ - Müller, Pop und Lederer sind nicht mit dem Coronavirus infiziert

Entwarnung beim Regierenden Bürgermeister Michael Müller, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Kultursenator Klaus Leder: Nach rbb-Informationen wurden alle drei negativ auf Covid-19 getestet.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) haben sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Wie eine Sprecherin der Senatskanzlei dem rbb auf Anfrage mitteilte, ergab ein Test Müllers auf Covid-19 einen negativen Befund.

Eine Sprecherin der Berliner Wirtschaftsverwaltung gab ebenso Entwarnung für Senatorin Pop. Nach Angaben der Kulturbehörde wurde auch Kultursenator Klaus Lederer (Linke) negativ getestet, der wie Pop ebenfalls Bürgermeister und Vertreter des Regierenden ist.

Müller hatte sich am Mittwoch kurzzeitig in Quarantäne begeben und sich untersuchen lassen, weil zuvor der Botschafter Israels, Jeremy Issacharoff, positiv auf das Virus getestet wurde. Anfang März nahmen Müller und Issacharoff gemeinsam bei einem Festakt im Berliner Abgeordnetenhaus teil. Der im Bezirk Mitte zuständige Gesundheitsstadtrat Ephrahim Gothe (SPD) habe den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, am Donnerstag darüber informiert, dass eine Infektion der Teilnehmer der Veranstaltung am 9. März ausgeschlossen sei.

Infektion Issacharoffs wohl erst nach Treffen

Beim israelischen Botschafter müsse der Infektionszeitpunkt nach Einschätzung des Gesundheitsamtes erst nach dem 9. März gewesen sein, sagte der Sprecher des Abgeordnetenhauses, Ansgar Hinz. Bei der Veranstaltung, bei der ein Porträt der Holocaust-Überlebenden und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer vorgestellt wurde, sei der israelische Botschafter noch nicht infektiös gewesen.

Bei dem Treffen hatte Issacharoff nach Angaben des Abgeordnetenhauses neben dem Regierenden auch Kontakt zu etlichen Abgeordneten, darunter auch zu Wieland und Vizepräsidentin Cornelia Seibeld. Das Abgeordnetenhaus hatte seine für Donnerstag geplante Plenarsitzung daraufhin am Mittwoch abgesagt.

Eine Senatssprecherin teilte am Mittwochabend mit, dass Präsident Wieland für kommenden Montag den Ältestenrat einberufen werde, um zu beraten, wie es mit den Sitzungen des Abgeordnetenhauses weitergeht.

Sendung: Inforadio, 19.03.2020, 13 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Wenn Menschen mit Krankhetssymptomen aus Kapazitätsgründen nicht getestet werden können, warum werden dann andere ohne Symptome getestet?
    Oh, das war wohl eine rhetorische Frage...

  2. 8.

    Das aber eine super gute Nachricht. Alle gesund und können sich um die Bürger kümmern.
    Dient es auch, sich mal wieder an der AfD zu reiben.

    Schade aber, dass der RBB es bis dato versäumte, die Bürger auch darüber zu informieren, dass die Berliner Landesregierung mitteilt, daß Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in ihrer Doktorarbeit vorsätzlich abgeschrieben hat. Der Senat der Hauptstadt habe sich nach mehreren Fragen des AfD-Abgeordneten Martin Trefzer zu den Vorwürfen gegen Giffey äußern müssen, berichtete die FAZ. Zur Überprüfung der Arbeit der Ministerin war ein Gremium eingesetzt worden.
    Auch dies wäre eine Information, die den Bürger interessiert hätte. Schließlich soll Frau Giffey die Geschicke der Berliner SPD lenken.

  3. 7.

    Bei der rechtsextremen AfD kommt heute sogar der Bundesvorstand zusammen um einem Verbot zuvorzukommen. Persönliche Teilnahme wurde angeordnet und das zu Zeiten von TK. Aber dann könnte womöglich etwas herauskommen was man so mauschelt was das HDJ Mitglied mit der Mitgliedsnummer 01330 und Rechtsextremist Kalbitz betrifft.

    Wo bleibt da der Sicherheitsabstand? Und im Gegensatz zur rechtsextremen AfD erfüllt der Senat eine wichtige Aufagbe.

  4. 6.

    Na und? Wen interessiert das? Mich würde mehr interessieren, ob der Kassierer an meiner Supermarktkasse infiziert ist.

  5. 5.

    Selbstverständlich bevorrechtigt. Wie denn auch sonst? Sind unsere gewählten Vertreter, um die Stadt zu leiten. Ihre Frage mit Verlaub: absurd.

  6. 4.

    Warum sitzen die Damen und Herren vom Senat eigentlich so dicht beieinander? Sicherheitsabstand?

  7. 3.

    Gott sei Dank!
    So kann sich der Senat weiter für die Bürgerinnen einsetzen.

  8. 1.

    Ich finde das unmöglich ,daß Politiker hier wieder bevorzugt werden. obwohl sie keine Symtome zeigen und dann ist der Test in 12h bereits ausgewertet. Herr Müller und Frau Pop sollten dringendst die Quarantäne einhalten und Home Office betreiben. Denn Hysterie und Chaos braucht jetzt keiner

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