Wahlprogramm-Check - Das planen die Berliner Parteien in der Bildungspolitik

Archivbild, Grafik: Ein Lehrer unterrichtet eine Klasse der Gemeinschaftsschule in Friedenau, Berlin Schöeberg. (Quelle: dpa/B. Pedersen/rbb24)
Audio: Inforadio | 04.07.2021 | Kirsten Buchmann | Bild: dpa/B. Pedersen/rbb24

Kaum ein Bereich polarisiert so sehr wie die Bildung. Noten oder Lernfeedback? Mehr Gemeinschaftsschulen oder die freien Schulen stärker fördern? In den Wahlprogrammen für das Berliner Abgeordnetenhaus klafft das auseinander. Von Kirsten Buchmann

Hinweis: Die Reihenfolge der Parteien richtet sich nach dem Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl 2016: SPD 21,6 Prozent; CDU 17,6 Prozent; Linke 15,6 Prozent; Grüne 15,2 Prozent; AfD 14,2 Prozent; FDP 6,7 Prozent

  • SPD

  • CDU

  • Linke

  • Grüne

  • AfD

  • FDP

Hinweis: Die Reihenfolge der Parteien richtet sich nach dem Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl 2016: SPD 21,6 Prozent; CDU 17,6 Prozent; Linke 15,6 Prozent; Grüne 15,2 Prozent; AfD 14,2 Prozent; FDP 6,7 Prozent

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Sendung: Inforadio, 03.07.2021, 6 Uhr

Beitrag von Kirsten Buchmann

18 Kommentare

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  1. 18.

    Ich bin auch gegen die Noten - Abschaffung, und zwar weil ich nun das Zeugnis ( 2. Klasse ) meines Enkels lesen dürfte.
    Auf diesem Zeugnis wurde auf der Forderseite benotet, und auf der Rückseite zur jeder Note eine Text verfasst.
    Ohne Benotung wären die Eltern, und auch wir Großeltern, ratlos. Wir wüssten eigentlich nicht wo steht dieses Kind, sprich, es stand viel emotional gefärbtes Bla,Bla dort.

  2. 17.

    "Es ist aber nicht nur das "Alleinstellungsmerkmal" der fehlenden Verbeamtung, weswegen die Lehrer in Berlin flüchten. Es ist so, wie in der Ostzone, viele andere Gründe dürfen nicht angesprochen werden."

    Was wollen sie uns mal wieder für einen Schwachsinn erzählen? Sie dürfen doch hier jeden Tag ihre rechtsextreme Propaganda verbreiten. Ihre ständigen DDR Vergleiche gehören eindeutig dazu.

  3. 16.

    Da keine der Parteien plötzlich Millionen für Sanierungen, neue Schulgebäude oder dringend notwendige Neueinstellungen voll ausgebildeter Pädagogen zur Verfügung stellen wird, bleibt unsere Schulqualität unverändert! Das einzige Mittel, diese zu verbessern, ist die Reduzierung der Klassenstärke! 15-18 Kinder pro Klasse und die Berliner Bildungsmisere wäre Geschichte! Ich weiß: Nicht bezahlbar! Aber es würde so viele Probleme lösen….

  4. 15.

    Das Schulsystem sollte bundesweit einheitlicher gestaltet werden, weil damit viele Schwierigkeiten/Konflikte vermieden werden könnten. Andere europ. Länder machen es lange vor.
    Kein Wahl, ob ein 12. o. 13. Abijahr, keine religiösen Symbole in der gesamten Schule, denn diese sollte für jeden neutral sein. Wichtig sind Trennung von Kirche u. Staat, denn welcher Religion jmd. angehört, ist Privatsache. Mehr Lehrkräfte? Schön und gut, aber woher nehmen, wie motivieren u. bezahlen? Da sollte auch bereits bei der Studienwahl angesetzt werden. Man verschärft Konflikte, wenn Konkurrenz entsteht. Soll heißen: In einem einheitlichen, bundesdeutschen Schulsystem, mit gleichen Bedingungen für alle Lehrenden u. Lernenden erübrigen sich viele Maßnahmen. Die Wahlmöglichkeit, verbeamtet zu werden o. Teil des Öffentlichen Dienstes zu sein, sollte bleiben, doch ALLE zahlen Steuern. Und die Frage, welche Schule das Kind besucht, sollte nicht von der Finanzkraft der Eltern abhängen.

  5. 14.

    Wieder mal kein Wort davon, dass die vielen maroden Schulen saniert werden sollen.
    Bevor irgendwelche Schulen umstrukturiert werden sollen, sollten erst einmal die Lernstätten auch so hergerichtet werden, dass lernen möglich ist!

  6. 13.

    Die Schulen haben heute nicht einmal annähernd die Ausstattung mit Personal, die gebraucht würde. Und dann soll auf dem Papier nochmal aufgestockt werden? Was glauben die Parteien, wie blöd die Leute sind?

  7. 12.

    "Die Liberalen wollen Leistungen klar nachvollziehbar bewertet wissen:..."
    Finde ich sehr realitätsnah. Im Job sind die Pampers ja auch max. XXS. Mit reinen Worten kann man viel umschreiben, auch schönschreiben (Ist gewillt, einfache Anforderungen unter Anleitung zu begreifen. Das gelingt teilweise. --- Ok, sowas wird eher nicht drinstehen). Eine Note ist ein Hausnummer - fertig. Dazu ein Text, der den Schüler beschreibt. Da kann sich ein späterer Arbeitgeber erstmal drauf einstellen.

  8. 11.

    Ja, warum wohl hat es die SPD nicht umgesetzt? Weil die Linke dagegen, die Grünen wohl ebenso, und die beiden haben in der Berliner Regierung die Mehrheit.

  9. 10.

    Ziemlich blöde, was der RRG Senat in Berlin in Sachen Schulpolitik macht.
    VOB-Sprecher Ralf Treptow schließt seinen Brandbrief mit einem Appell an den rot-rot-grünen Senat: „Wenn die Parteien nicht langsam bereit sind, die Realitäten im bundesweiten Wettstreit um die zukünftigen Lehrkräfte zu akzeptieren, dann wird Berlin auch weiterhin Jahr für Jahr mehrere hunderte Lehrkräfte an andere Bundesländer verlieren.“
    Es ist aber nicht nur das "Alleinstellungsmerkmal" der fehlenden Verbeamtung, weswegen die Lehrer in Berlin flüchten. Es ist so, wie in der Ostzone, viele andere Gründe dürfen nicht angesprochen werden.

  10. 9.

    Ja, so kann man das auch machen. Die Verbeamtung von Lehrern abschaffen, um danach mit dem entstandenen Defizit in den Wahlkampf zu gehen. Das Gleiche in der Wohnungspolitik. Alles privatisieren, um es dann wahlwirksam wieder aufzukaufen. War da nicht auch noch Hartz4 auf Bundesebene?! SPD bleibt SPD, bleibt SPD, bleibt SPD...

  11. 8.

    Also prinzipiell bin ich der Meinung, dass Lehrer nicht verbeamtet sein müssen. Sie füllen keine hoheitlichen Aufgaben aus.
    Aber da alle Bundesländer um uns herum verbeamten und viele noch ungebundenen Studienabgänger dann in andere Bundesländer wechseln, bin ich unbedingt dafür, auch in Berlin wieder zu verbeamten. So wird die Abwanderung von Lehrern und der Wettbewerb zwischen den Bundesländern stark reduziert und hoffentlich die Notwendigkeit der Quereinsteiger verhindert (Ich biete mich als Quereinsteiger für eine Evtl. anstehende Herz-OP von Frau Scheres an).

    Was mich sehr wundert: Genau das schreibt die SPD in ihr Wahlprogramm. Warum hat sie das in den letzten vielen Jahren, die sie in Berlin regiert haben, nicht umgesetzt?

  12. 7.

    Ja was haben die Linken denn versaut, erzähl doch mal. Musst schon genau erklären können, warum du diese Aussage triffst, Quelle vielleicht? Merkste selbst, einfach nur Unsinn.

  13. 6.

    Klar, die Linken haben ja auch jahrzehntelang den Schulsenator gestellt. Erst nachdenken, dann tippen.

  14. 5.

    "Das stimmt wohl, aber gerade bei bildungsfernen Familien, wird von den Eltern meist schon vorgelebt, das man sich nicht anstrengen muss. "

    Seeehr witzig, sonst wären sie ja nicht bildungsfern. Gerade Kinder von bildungsfernen Familien muß man fördern und nicht aussortieren. Das hebt dann auch den Schnitt, keine Elitenbildung.

  15. 4.

    Stimmt, Berlin steht nicht auf dem letzten Platz, nur Platz 13 von 16. Und ich glaub nicht das die anderen Bundesländer an der Spitze die Noten abgeschafft haben.

    "Wer sich für eine bessere Bildung einsetzt der muß die Kinderfeindlichkeit und die soziale Ungerechtigkeit bekämpfen." Das stimmt wohl, aber gerade bei bildungsfernen Familien, wird von den Eltern meist schon vorgelebt, das man sich nicht anstrengen muss.

  16. 3.

    Nie im Leben die Linken, die haben jetzt lange genug in Berlin alles mit versaut.

  17. 2.

    Zu den Fakten: Berlin steht im Ranking nicht auf dem letzten Platz und Deutschland hat international katastrophal abgeschnitten. Soviel zu dem bestehenden, auf Selektion gründenden Schulsystem. Kinder von ärmeren Haushalten ist es fast unmöglich einen höheren Abschluß zu erreichen. Fakt ist aber auch die immer noch fehlende Digitalisierung der Schulen. Fakt ist auch dass Großstädte schlechter abschneiden weil dort die Klassen überfüllt sind.

    Wir brauchen also ein Umdenken, das Abschaffen von Schulnoten wäre ein erster Schritt. Eine Einbeziehung der Eltern wäre wünschenswert ist aber kaum möglich wo beide Elternpaare oder Aleinerziehende berufstätig sind um sich die horrenden Mieten leisten zu können.

    Da gibt es nicht die eine Stellschraube, da muß ein Umdenken der Gesellschaft her, die den Wert unserer Kinder neu bemisst.

    Fazit: Wer sich für eine bessere Bildung einsetzt der muß die Kinderfeindlichkeit und die soziale Ungerechtigkeit bekämpfen.

  18. 1.

    Ja die Berliner Bildungpolitik, abschaffen der Noten und schon ist man alle schlechten Schüler los. Berliner Schüler sind ja eh bundesweit für die schlechte Schulausbildung bekannt, Schulabschlüsse geschenkt sag ich nur. Für das Kind einer Freundin ,war das super, sonst hat er keinen Schulabschluss bekommen, da er so schlecht war. Machen wir uns nichts vor, wenn die Kinder keine Noten bekommen werden sie sich nicht mehr anstrengen, hat ja keine Konsequenzen. Und die Eltern können die Leistung und das können nicht mehr richtig einschätzen.

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