Schwarze Pumpe - Wasserstoff-Referenzkraftwerk Lausitz könnte ab 2024 gebaut werden

Mi 01.11.23 | 16:31 Uhr
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Robert Habeck (l. Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und Ben Schüppel (r), Geschäftsführer Referenzkraftwerk Lausitz GmbH unterhalten sich an einem Modell des künftigen Wasserstoff-Referenzkraftwerkes Lausitz (Archivfoto: dpa/Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.11.2023 | Florian Ludwig | Bild: dpa

In Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) könnten ab Ende 2024 die Bauarbeiten für das geplante Referenzkraftwerk Lausitz starten. Das sagte Projektleiter Ben Schüppel am Mittwoch dem rbb. Demnach liegen die Vorbereitungen für das Projekt im Zeitplan.

Das Kraftwerk soll zeigen, wie eine sichere Energieversorgung mit Wind und Sonne möglich ist. So soll erforscht werden, wie Strom aus Erneuerbaren Energien mithilfe von Wasserstoff gespeichert werden kann.

Das geplante Kraftwerk besteht aus Windparks und einer Solaranlage. Mit Strom aus Wind und Sonne wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Der Wasserstoff wird gespeichert oder als grüner Wasserstoff verkauft. Ein Teil wird für Zeiten gespeichert, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.

Großes Interesse am Projekt

"Gerade sind wir dabei, die "Bimschg"-Antragsunterlagen [Antrag nach Bundes-Immissionsschutzgesetz, d. Red.] zusammenzustellen", so Ben Schüppel. Geplant sei, die Unterlagen Anfang 2024 einzureichen. "Dann werden sie geprüft, es gibt nochmal eine Öffentlichkeitsbeteiligung, wo auch gewisse Unterlagen ausgelegt werden, wo wir auch nochmal in die Diskussion gehen."

Läuft alles nach Plan, soll das Referenzkraftwerk 2026 in Betrieb gehen. Schon jetzt gebe es laut Schüppel großes Interesse an dem Projekt. Je konkreter es werde, desto konkreter würden auch die Anfragen. "Jetzt sind es erstmal Vorabfragen, wie viel wir liefern können. Circa 1.000 Tonnen haben wir geplant. Dann merkst du schon: Oh, wir bräuchten aber eher 2.000 Tonnen." Es müssten nur "mit wirklich viel Vehemenz" die Grundlagen geschaffen werden, dann werde sich alles andere entwickeln, so Schüppel.

Unterschriften gegen neue Windräder

Für das Kraftwerk werden voraussichtlich zwölf neue Windräder gebraucht. Sie sollen im Spremberger Stadtwald aufgestellt werden, in direkter Nachbarschaft zu bereits bestehenden Windkraftanlagen. Der Naturschutzbund sammelt dagegen Unterschriften. Knapp 4.150 sind bisher laut Nabu zusammengekommen. Sie sollen der Stadtverordnetenversammlung übergeben worden, die über den Flächennutzungsplan entscheidet.

"Ich hoffe, dass wir die Zustimmung der Fraktionen von Spremberg bekommen werden", so Projektleiter Ben Schüppel. Er wünscht sich außerdem eine einvernehmliche Lösung des Konflikts und hofft, mit Kritikern wie dem Nabu "in einem fruchtbaren Diskurs" zu bleiben. Es müssten die Interessen abgewogen werden, so Schüppel. "Wenn es nicht klappt, wird es wahrscheinlich kein Referenzkraftwerk und auch keine Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften im Industriepark geben."

Fast 30 Millionen Euro Fördermittel

Das Projekt kostet insgesamt rund 50 Millionen Euro. Im Februar 2022 hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Grüne) einen Förderbescheid über mehr als 28 Millionen Euro für das Kraftwerk übergeben. Die Gelder sind für den Aufbau gedacht.

Bereits seit Längerem baut auch der Energiekonzern Leag sein Geschäft um und will mehr und mehr auf Erneuerbare Energien setzen. So soll beispielsweise eine schwimmende Solaranlage auf dem künftigen Cottbuser Ostsee entstehen. Außerdem will der Konzern eine sogenannte "Gigawatt Factory" entwickeln. Auf insgesamt rund 33.000 Hektar ehemaliger Tagebauflächen sollen große Solar- und Windparks entstehen. Die Leag will nach eigenen Angaben das größte Zentrum Erneuerbarer Energien in Deutschland werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.11.2023, 16:30 Uhr

35 Kommentare

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  1. 35.

    Auch wenn es einigen e-mobil-fans, die seit zwei Jahren die erkennbare Tendenz zur verstärkten Nutzung von Wasserstaff leugnen, nicht gefällt, ist das doch ein Beispiel dafür. Ich habe der e-Mobilität abgeschoben.
    Es wird in der Zukunft so sein, dass das ansteigende Wasser der Meere an den Küsten zu Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird und über Rohrsysteme H2 ins Landesinnere transportiert wird. Das bei der Verbrennung entstehende Wasser wird vor Ort verwertet. Es wird dann auch Wasserstofftakstellen für die dann existierenden Fahrzeuge geben.
    Technische Lösungen als unsinnig und nicht durchführbar abzutun, nur weil man nicht in der Lage ist sie sich vorzustellen, ist schlicht und ergreifend armselig und entspricht dem Stand von vor vielen hundert jahren, als man noch über die Gestalt der Erde debattierte und darüber, ob der Mensch mit Geräten tief unter Wasser überleben bzw. die Mondoberfläche jemals betreten kann.

  2. 34.

    Auch wenn es einigen e-mobil-fans, die seit zwei Jahren die erkennbare Tendenz zur verstärkten Nutzung von Wasserstaff leugnen, nicht gefällt, ist das doch ein Beispiel dafür. Ich habe der e-Mobilität abgeschoben.
    Es wird in der Zukunft so sein, dass das ansteigende Wasser der Meere an den Küsten zu Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird und über Rohrsysteme H2 ins Landesinnere transportiert wird. Das bei der Verbrennung entstehende Wasser wird vor Ort verwertet. Es wird dann auch Wasserstofftakstellen für die dann existierenden Fahrzeuge geben.
    Technische Lösungen als unsinnig und nicht durchführbar abzutun, nur weil man nicht in der Lage ist sie sich vorzustellen, ist schlicht und ergreifend armselig und entspricht dem Stand von vor vielen hundert jahren, als man noch über die Gestalt der Erde debattierte und darüber, ob der Mensch mit Geräten tief unter Wasser überleben bzw. die Mondoberfläche jemals betreten kann.
    Guten Abend und beste Grüße aus Brandenburg

  3. 33.

    Sie ignorieren gerade ein Urteil des BVerG, mithin eines Verfassungsorgans. Es gibt sehr wohl eine Zeitplan zum Erreichen der Klimaneutralität. Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes musste die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben nach dem Urteil des BVerfG verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken. Selbst führende Forscher schätzen die Kernfusionskonstante immer noch mit rund 0,8 x 10^4 ab. Die käme also viel zu spät.

  4. 32.

    Klar gibt es den Zeitrahmen. Wenn das Klima erstmal drei vier Grad wärmer ist kann man sich Arbeit sparen.

  5. 31.

    Eine Wende ist ein Manöver, bei dem das Segelboot gedreht wird, sodass der Wind von der anderen Seite in die Segel kommt. Bei einer Wende wird das Boot mit dem Bug im Wind in die andere Richtung gebracht.

  6. 30.

    Sie ignorieren gerade ein Urteil des BVerG, mithin eines Verfassungsorgans. Es gibt sehr wohl eine Zeitplan zum Erreichen der Klimaneutralität. Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes musste die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben nach dem Urteil des BVerfG verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 sinken. Selbst führende Forscher schätzen die Kernfusionskonstante immer noch mit rund 0,8 x 10^4 ab. Die käme also viel zu spät.

  7. 29.

    @rbb was ist jetzt da das Neue, welches "großes Interesse an dem Projekt" bewirkt und wofür 30mio Steuergeld ausgegeben werden? Wie ihre kollegen vom ndr bereits berichteten funktionieren solche Anlagen In Schleswig-Holstein doch schon seit Jahren und passen dort in einen Überseecontainer rein. Oder soll da etwa die Abwärme genutzt werden um den Energienutzungsgrad von circa 40% bei der Rückverstromung von Wasserstoff im Vergleich zu den 80% bei Pumpspeicherkraftwerke erhöht werden?

  8. 28.

    Nochmal wenn man ein Referenzkraftwerk baut, ist die Frage "ob" definitiv geklärt. Es geht darum wie man den Prozess optimal aufstellt, um daraus mit Skalierung 20, 30, 100 auf den Markt zu gehen. Der Prozess als solches steht, es geht nur noch um Parameter und Abstimmungen unter den Einzelkomponenten.
    Da liegt Ihre Sicht aus meiner und der vieler Fachleute eben falsch, da die Erzeugung und direkte Netzeinspeisung deutlich einfacher und schneller umzusetzen ist. Das dies bis zu den derzeit >50% EE im Stromnetz ohne echte technische Probleme funktioniert, zeigt doch den richtigen Weg.
    Ab 80% wird es spannend, bis dahin dürften netztechnische Maßnahmen und der europäische Verbundmarkt ausreichend sein.
    Die Zeiten in denen wir für z.B. H2-Speicherung ausreichend saubere Elektroenergie im Überschuss haben, sind noch überschaubar. Da kann man nicht mehr als experimentieren.
    Wenn Sie den zweiten vor dem ersten Schritt machen stolpern Sie unweigerlich.

  9. 27.

    „Sich auf Technologien wie Gen4-AKW oder Kernfusion für die dringend gebotene Energiewende zu verlassen, würde grob fahrlässig den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen sprengen,„
    Es gibt diesen Zeitrahmen nicht. Weil die Entwicklung niemals aufhört. Nur Bornierte werden der Kernfusion den Rücken kehren. Eine Wende gibt es auch nicht, sagen diejenigen die eine Wende erlebt und gestaltet haben. Es gibt stattdessen eine Weiterentwicklung.

  10. 26.

    Wie groß der Platzbedarf für die WKA-"Gäste" der Energiewende-Party ist, ist aber bekannt: 2% der Fläche. Selbst in Bayern wären solche WKA wie hier geplant mittlerweile als Ausnahme von der 10H-Regel möglich. Deren Lockerung bedeutet, dass beispielsweise in Wäldern, nahe Gewerbegebieten, an Autobahnen, Bahntrassen und Wind-Vorrang- sowie Vorbehaltsgebieten der Mindestabstand der Windräder zur Wohnbebauung auf 1000 Meter reduziert werden kann, ggf. sogar noch etwas darunter.

  11. 25.

    Wenn man so anfängt, wird es nie was. Ob es reicht. Das ist schon irgendwie wie bei einer Party ohne die Anzahl der Gäste zu kennen. Den meisten Gastgebern fällt noch was ein und die Forschung bleibt nicht stehen. So wie es überall Schwarzmaler gibt, fällt auch ab und an ein Edison, Watt, Virchow oder Siemens vom Himmel, ganz ohne Apfel auf die Birne. :-)

  12. 24.

    Erzählen Sie mal den "Vogelschützern", dass wegen der Pipeline unter der Erde oben kein Rotmilan mehr der WKA zu nahe kommen würde. Ein paar WKA in der Nähe bedeutet eben nicht, dass die gesamte Trasse in Brandenburg geeignet wäre. Und vor allem: Würde die ausreichen, um die Vorgaben zum Ausbau der Windenergie zu erfüllen?

  13. 23.

    Abwärme? Könnte für Gewächshäuser alternativ sein, auch Fernwärme. Auch wenn es hier Wärmeverluste durch lange Leitungen gibt, ist es immernoch besser als den Hof...ähm die Lausitz...zu heizen. Auch Trockenkammern für Bauholz wären möglich, von mir aus auch eine Reptilienfarm oder Schwimmbäder.

  14. 22.

    Wo für Pipelines mit Rohrdurchmesser von über 1,4 m und das Ganze 1m unter die Erdoberfläche versenkt, also ca. 2,5m tief gewühlt wurde, ist das ganze Artenschutzblabla schon mal durch. Die Pipeline war erst 2020 fertiggestellt und in der Nähe stehen schon ein paar WKA.

  15. 21.

    Zwischen über eine Wasserstoffwirtschaft nachdenken oder die tatsächlich in größerem Stil realisieren zu wollen besteht jedoch ein erheblich Unterschied. Anfangs des 20.Jhdts. war Windenergie ein Baustein für die dezentrale Elektrifizierung des ländlichen Raumes, verlor aber zwischen den Weltkriegen massiv an Bedeutung. Man erinnere sich auch an die Zeit kurz nach der Ölkrise, wo Atomenergie mit Wasserstoff ein Paar gebildet und Mercedes einen Wasserstoff-Verbrenner auf der IAA gezeigt hatte.

    Hier soll die Volatilität von Wind und Sonnen ausgeglichen werden. Zusammen minimieren die zwar das Risiko einer Dunkelflaute erheblich, ein deutliches Restrisiko bleibet dennoch. Beim DWD gibt es dazu eine Studie bereits aus dem Jahr 2018, die mit 0,2 Dunkelflauten pro Jahr länger als 48h endet. Sich auf Technologien wie Gen4-AKW oder Kernfusion für die dringend gebotene Energiewende zu verlassen, würde grob fahrlässig den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen sprengen,

  16. 20.

    Wirklich neu ist nur die Sektorenkopplung von Stromerzeugung über Elektrolyse und Speicherung bis zu Verstromung insbesondere samt des zugehörigen H2-Kraftwrkes bzw. dem Verkauf des dafür nicht benötigtem Wasserstoffs. Ich vermisse hier nur einen Hinweis auf die Abwärmenutzung, freue mich aber schon auf die Auslegung der Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, um mir dann ein bedeutend umfassenderes Bild machen zu können

    Verstromt wurde H2 bisher in größerem Stil nicht, sondern stattdessen Erdgas genutzt. Der Umweg über den immer noch üblichen grauen Wasserstoff ergibt ganz banal keinen Sinn. Erst jetzt sind eine Vielzahl von Projekten mit Wasserstoff-Kraftwerken in Planung oder früher Realisierungsphase.

  17. 19.

    "Für Deutschland ist das aber Neuland." Da stimmt nicht. Bereits in den 30er Jahren wurde über eine Umstellung auf Wasserstoffwirtschaft konkret nachgedacht. Solarzellen gab es für den Strom noch nicht, aber an Großwindkraftanlagen dachte und forsche man damals auch schon in Deutschland.

  18. 18.

    Dennoch liegen nur 2,8% der Flächenpotenziale für WKA wie von Wossi gefordert mindestens 2km von Wohnbauflächen entfernt. Weitere Kriterien wie Naturschutzgebiete und Artenschutzbelange sind dabei nichtmals berücksichtigt.

  19. 17.

    Leider hatte man seit dem Atomausstiege und der Unterzeichnung des Pariser Abkommens eher eine gegenteilige Energiepolitik betrieben, so dass jetzt die Zeit drängt. Viele Technologien sind dabei längst marktreif. Elektrolyseure gibt es ebenso wie seit über 50 Jahren Salzkavernen großtechnisch zur Speicherung von Wasserstoff genutzt werden. Für Deutschland ist das aber Neuland.

  20. 16.

    Ich staune ja, daß das noch nie jemand weltweit wohl probiert hat - zumindest gibt es keine Literaturhinweise dazu im Artikel. D.h., wenn es funktiniert und rentabel ist (oder im Upscale rentabel wird), wäre es ein weltweites Alleinstellungsmerkmal.

  21. 15.

    Brandenburg hat viele alte Schießplätze. Mir ist zum Beispiel unerklärlich, warum es Pläne für Solarfelder auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt und darunter Landwirtschaft betrieben werden könnte. Von der Grenze zu Meck-Pomm bis nach Sachsen gibt es 2 Gasleitungen OPAL = Nordstream1 und EUGAL = Nordstream 2, die durch Gebiete verlaufen, die vorher forstwirtschaftlich genutzt wurden und nun frei von Bewuchs gehalten werden müssen, genau wie die Flächen unter Hochspannungsleitungen. Da beide Gaspipelines fast immer parallel laufen, ergibt sich eine Fläche von etwa 60 m Breite über viele Kilometer und da an den Rändern Platz ist, könnte man da auch WKAs bauen ohne wieder große Flächen zu roden, denn die Schneise ist ja sowieso schon da und auch befahrbar.

  22. 14.

    "Der semantische Unterschied zwischen ob und wie ist Ihnen nicht klar?"
    Nun, lieber Matthias, Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass die Frage des "Wie?" letztlich auch darüber entscheidet, ob diese Art der Energieerzeugung geeignet ist, eine sichere Energieversorgung sicherzustellen. Das Problem liegt also nicht in der Semantik sondern in der technologischen Umsetzbarkeit.
    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich unterstütze die Errichtung dieses Referenzkraftwerkes. Nur wäre das aus meiner Sicht der erste notwendige Schritt zur Umgestaltung gewesen.

  23. 13.

    "Und warum will man den erzeugten "grünen" Wasserstoff verkaufen?" Weil man davon ausgeht, dass die Anlage im Dauerbetrieb mehr Wasserstoff erzeugt als für die nur kurzen Dunkelflauten benötigt wird. Die Elektrolyseure arbeiten umso wirtschaftlicher, je länger die jeweils im Betrieb sind. Wasserstoff wird ja nicht nur als Backup für die Stromerzeugung benötigt, sondern vor allem in anderen Branchen wie z.B. der Stahl- und Chemieindustrie. Man kann so Parallelinvestitionen vermeiden.

  24. 12.

    Wenn Ihr Abstand von 2.000 m gewahrt werden würde, wäre Ausbau Windkraft in Brandenburg praktisch tot. Das wissen Sie aber ebenso wie Ihnen auch aus gebündelten Verfahren mehrerer Personen bekannt ist, die über alle Instanzen samt zusätzlichem Rechtsweg geklagt, aber auch verloren hatten. Dort war der Abstand größer 2.000n

  25. 10.

    Wie wäre es einfach mal mit MACHEN anstatt wie in Deutschland üblich jahrelang über Unwägbarkeiten und Gefahren zu diskutieren, was am Ende ein solches Projekt zum Scheitern bringt.

  26. 9.

    Muss mich korrigieren.
    Kein Gaskraftwerk sondern Brennstoffzellen sind wohl im Konzept für die Rückspeisung vorgesehen.
    Zusätzlich noch Momentanreserve als auch Batteriespeicher und somit Schwarzstartfähigkeit.

  27. 8.

    Der "semantische Unterschied zwischen ob und wie" ist vielleicht wichtig für einen Germanisten. Mich würde eher interessieren, zu welchem Preis denn dann der "Grüne Wasserstoff", der mit dieser Testanlage erzeugt wird, verkauft werden soll. Denn dazu steht im Beitrag nichts. Zumal auch großzügig über das ungelöste Problem der Wasserstoffspeicherung in Kraftwerkdimensionen und anwendungsrelevanten Zeiträumen kein Word verloren wird.

  28. 7.

    Der semantische Unterschied zwischen ob und wie ist Ihnen nicht klar?
    In einem Referenzkraftwerk erforscht man nicht ob etwas geht sondern wie man es am effizientesten macht, um es später einfach hochzuskalieren. Über die Frage "ob" ist man da schon lange hinaus.
    Natürlich gehört da auch ein Gaskraftwerk dazu.
    Steht in einem der verlinkten älteren rbb24 Artikel.
    10-12MW in dem ein Teil des H2 rückverstromt wird, wenn PV und Wind nicht ausreichend liefern.
    Die Frage warum man ein Produkt verkaufen möchte, sollten Sie sich selbst beantworten. Weil man es kann.
    Wenn irgendjemand für ein Produkt ausreichend bezahlt, verkauft man es. Das ist das primäre Ziel von Wirtschaft.
    Die Windräder + PV + Elektrolyseur erzeugen mehr H2 als man für eine gewünschte elektrische Dauerleistung benötigt, da verkauft man den Rest, der in so einem Industriepark sicher Abnehmer finden wird.

  29. 6.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Die Sicherheitsvorschriften werden sich so gestalten, dass das Ding nicht abfackelt, wie die Hindenburg. Schließlich baute die Gascade die Verdichterstationen für das Nordstream-Gas auch nicht neben der Kirche im Dorf, sondern in der Pampa. Vielleicht ist es sogar möglich, diese Anlagen für Wasserstoff zu reaktivieren, damit nicht alles ganz umsonst versenkt wurde.

  30. 5.

    "Das Kraftwerk soll zeigen, wie eine sichere Energieversorgung mit Wind und Sonne möglich ist."
    Ist es etwa nicht sicher, dass eine sichere Energieversorgung mit Wind und Sonne möglich ist? Wenn sich nun tatsächlich herausstellen sollte, dass es nicht möglich ist, waren dann die Investitionen in die vielen tausenden WKA etwa umsonst?
    Und warum will man den erzeugten "grünen" Wasserstoff verkaufen? Wird dadurch die Energieversorgung sicherer? Sollte man den nicht eher in ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk einspeisen, um bei Dunkelflaute trotzdem eine gesicherte Leistung zur Verfügung stellen zu können? So ein Gaskraftwerk sollte doch ebenfalls ein Bestandteil so eines Referenzkraftwerkes sein, schon allein um die Transportverluste des Wasserstoffs zu vermeiden.

  31. 4.

    Wenn der Abstand von 2000 m gewahrt wird, wird es von den Ansässigen keinen Widerstand geben. Die Gemeindevertreter werden das... und die Hauptwindrichtung „auf dem Schirm haben“? So macht man Erfolg..., mit (!) statt gegeneinander.

  32. 3.

    Ich wette, dass dem Bau des Wasserstoff-Referenzkraftwerks Erdkröten und Vögelchen im Wege stehen.

  33. 2.

    Einen fruchtbaren Diskurs mit dem NABU führen, klingt schön aber wird es wohl nicht geben. Außer eine großzügige Spende, alles andere klappt nicht.

  34. 1.

    Natürlich ist der NABU dagegen. Die schützen lieber gedankenlos den einzelnen Hamster, auch wenn dann später die gesamte Population als Folge des Klimawandels den Hitzetod sterben wird. Windkraftanlage gehören wie Atomkraftwerke zu den privilegierten Anlagen im Außenbereich. Auch ohne Flächennutzungsplan dürfen die deshalb grundsätzlich im Rahmen der geltenden Regelwerke gebaut werden.

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