Testfahrt in Märkisch-Oderland - Roboter sollen Kunden in Strausberg aus dem Einzelhandel beliefern

Fr 13.10.23 | 14:45 Uhr
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13.10.2023:Der autonome Lieferroboter, Prototyp «Whizzy», wird auf einer Testfahrt in einem Gewerbepark in Strausberg vor geladenen Gästen präsentiert.(Quelle:dpa/P.Pleul)
Video: Brandenburg aktuell | 13.10.2023 | Fred Pilarski | Bild: dpa/P.Pleul

Schon bald sollen hochmoderne Einkaufsroboter in Strausberg Waren und Pakete liefern. Dazu fand nun die erste Testfahrt des autonomen Roboters auf dem Campus der Strausberger Wirtschaftsförderung statt.

Ein Einkaufsroboter soll ab 2024 Kunden in Strausberg (Märkisch-Oderland) mit Waren aus dem örtlichen Einzelhandel beliefern. Damit solle der Einzelhandel im ländlichen Raum gegenüber den Online-Handelsriesen gestärkt werden, sagte der Pressesprecher der Gestalt Robotics GmbH, André Schmiljun, am Freitag bei einer Testfahrt des Roboters auf dem Gelände der Wirtschaftsförderung des Landkreises Märkisch-Oderland in Strausberg. Dort drehte der Einkaufs- und Lieferroboter "Whizzy" eine Runde auf einer Teststrecke und präsentierte sich Vertretern von Politik und Wirtschaft.

Bestellung im Einzelhandel, Roboter liefert

Nach dem Start des Projektes "Mylog MOL" im kommenden Jahr sollen die Kunden über das Internet Waren beim örtlichen Einzelhandel bestellen können. Dann sollen die Roboter ausrücken und bei den an das System angeschlossenen Einzelhändlern die bestellten Waren abholen - und dann direkt zu den Kunden bringen.

Der Kunde soll dann über eine App ein Signal erhalten, dass "Whizzy" vor der Tür steht und kann sich seine Waren nach Eingabe einer Codenummer aus dem Fach des Rovers holen.

Zunächst ist ab Frühjahr ein Feldversuch in der Altstadt von Strausberg geplant. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung haben bislang ein Supermarkt und ein Whisky-Shop konkretes Interesse gezeigt. Ziel sei es, für den Feldversuch 15 bis 20 Einzelhändler zu gewinnen.

Funktechnik in Innenstadt nötig

Damit "Whizzy" im kommenden Jahr sicher und unfallfrei durch Strausberg manövrieren könne, müssten in der Stadt an einigen Kreuzungen über Mobilfunk vernetzte Sensoren errichtet werden, erläuterte Schmiljun. Die Steuerung der Roboter erfolge über 5G-Technologie und Echtzeit-Verkehrsanalysen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.10.2023, 08:30 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Haben Sie den Artikel in der MOZ dazu gelesen? Bis jetzt haben sich zwei Geschäfte für den Lieferroboter interessiert. Und man erhofft sich damit wine Wiederbelebung der Altstadt. Wozu soll man noch in die Stadt gehen, wenn man alles online bestellen kann und das Zeug nach Hause geliefert bekommt? Was alte und kranke Menschen angeht, bieten viele Geschäfte bereits einen Lieferservice an. Doch das ändert nichtds daran, dass gerade in der Strausberger Altstadt meines Erachtens die Voraussetzungen für das autonome Fahren eines solchen Geräts nicht gegeben sind. Zu klären wäre auch: fährt das Teil auf der Straße, gilt es als Fahrzeug? Mit welcher Geschwindigkeit? Behinderung des Auto- und Fahrradverkehrs? Oder nutzt es den Gehweg, behindert Fußgänger? Nicht alles, was technisch möglich ist, muss auch um jeden Preis umgesetzt werden.

  2. 14.

    Und an die Alten und Kranken denkt hier in den Kommentaren niemand. Vielleicht würden viele gerne was aus den lokalen Geschäften bestellen und sich liefern lassen. Außerdem wäre das ja erst der Anfang, es ist manchmal echt zum kotzen wie Technikfeindlich Deutschland ist. In anderen Ländern gibt's sowas schon lange. Der Deutsche hat alles was nicht genauso läuft wie vor 40 Jahren.

  3. 13.

    Wenn schon Lieferung,dann bis in die Wohnung.Vors Haus und dann Treppe,dann kann ich auch gleich Einkaufen gehen oder per Internet bestellen.
    So sinnlose Spielerei.

  4. 12.

    Na dann vielleicht statt Whisky einen Longdrink, der ordentlich durchgeshakert beim Kunden eintrifft.:-)

  5. 10.

    Das Ding wird viel Spaß haben auf dem Strausberger Altstadt-Holperpflaster, die Waren drin eventuell auch. Hoffentlich bleiben die Whiskyflaschen heil, wenn das Bringedings über die Bordsteine hüpft. Wer sich so etwas ausdenkt, hat offensichtlich Langeweile...

  6. 9.

    Könnte mehrere Bremsmanöver geben, das Teil sieht einem Blitzer verdammt ähnlich.

  7. 8.

    Absoluter Blödsinn, ich denke mal, wir haben noch viele andere wichtigere Sachen zu tun...

  8. 7.

    Oder vielleicht zu Fuß doch lieber in eine Buchhandlung ;)?
    Sehe ich ansonsten genauso, danke

  9. 6.

    Antwort auf "Helmut Krüger " vom Freitag, 13.10.2023 | 16:24 Uhr
    "Ein rein technisches Gerät, was es ja ist, sollte auch rein technisch daherkommen, nicht aber die Illusion menschlicher Züge nähren." Ich kenne ein Restaurant in dem die Teile eingesetzt werden, die haben ein Katzengesicht und schnurren, wenn man sie streichelt :~). Da machen die Roboter Sinn und sind eine echte Entlastung.

  10. 5.

    Fällt den Einzelhändlern keine andere Lösung ein, als diese teure Spielerei? Man könnte sich zusammentun für einen gemeinsamen Lieferdienst, der an der Tür klingelt, wenn er das ist und so auch die Menschen einbeziehen, die über keine App verfügen. Wann soll sich das denn rentieren? Ein Supermarkt und ein Whisky-Shop.... Lachhaft!

  11. 4.

    Schöne Spielerei, aber ich bin sicher, dass mein CO2 - Fußabdruck immer noch günstiger ist, wenn ich zu Fuß in den Supermarkt gehe und dort Schnitzel kaufe, als wenn ich mir von diesem Monster Tofu-Bratlinge liefern lassen würde. : )

  12. 3.

    Ein rein technisches Gerät, was es ja ist, sollte auch rein technisch daherkommen, nicht aber die Illusion menschlicher Züge nähren.

  13. 2.

    Gute Idee, aber Nutzung des Bürgersteigs von whizzy wird die Fußgänger und Radler erfreuen.

  14. 1.

    Einfach nur idiotisch. Möchte mir wie bisher meinen Einkauf schon selbst aussuchen!

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