Regelung auch für Tarifbeschäftigte der Feuerwehr - Sämtliche Berliner Rettungskräfte erhalten künftig Zulage

Fr 20.01.23 | 12:58 Uhr
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Symbolbild:Feuerwehrleute sind bei einem Brand im Einsatz.(Quelle:dpa/C.Soeder)
dpa/C.Soeder
Audio: rbb24 Inforadio | 20.01.2023 | Matthias Bartsch | Bild: dpa/C.Soeder

Auch Tarifbeschäftigte im Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr erhalten künftig eine Zulage zu ihrem Gehalt. Das hat die Senatsverwaltung für Finanzen am Freitag mitgeteilt. Die Regelung gelte rückwirkend ab dem 1. Dezember und sei befristet bis Ende 2025.

Früherer Vorstoß für Zulage war gescheitert

Monatlich sollen bis zu 450 Euro ausgezahlt werden, erläuterte ein Sprecher der Finanzverwaltung. Im gesamten Jahr addiert sich die Zulage damit auf 5.400 Euro. Von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), der Berlin angehört, habe es für die entsprechende Initiative aus der Hauptstadt inzwischen die erforderliche Zustimmung gegeben. Ein früherer Vorstoß war noch gescheitert.

Die Gewerkschaft Verdi begrüßte in einer Mitteilung ausdrücklich die nun eingeführte Zulage. "Damit wird eine Ungleichbehandlung mit den verbeamteten Kolleginnen und Kollegen vermieden, die eine entsprechende Zulage in vergleichbarer Höhe bereits erhalten“, sagte Andrea Kühnemann, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin.

Eine vergleichbare Zulagenregelung für beamtete Rettungskräfte gilt bereits seit Ende 2022. Sie erhalten ebenfalls mit Wirkung ab dem 1. Dezember einen Betrag von fünf Euro pro Alarmierung. Die Höhe der nun geltenden Pauschale für Tarifbeschäftigte entspricht nach Berechnungen der Innenverwaltung dem Betrag, den beamtete Dienstkräfte durchschnittlich als Zulage erzielen. Im Berliner Rettungsdienst arbeiten derzeit 110 Tarifbeschäftigte.

Sendung: rbb24 Inforadio, 20.01.2023, 15:40 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Na wenigstens etwas, aber kein Geld der Welt kann diese Übergriffe auf Polizei und Rettungs Kräfte wieder gut machen.
    Oder verhindern.
    Der Senat ist gefordert an den Ursachen zu etwas zu ändern.
    Die Angreifer müssen sofort bestraft werden.
    Am besten mit gemeinnütziger Arbeit.
    Aber die Täter werden ja immer irgewie entschuldigt.

  2. 7.

    Aha. Ist denn das Ziel, eine "Gleichheit" von beamteten Kräften und Tarifbeschäftigten herzustellen? Dann brauchen wir eigentlich auch keine zwei Systeme mehr. Bei den Beamten interessiert es doch niemanden, dass sie in fast allen Bundesländern und beim.Bund z.B. länger Arbeiten, als ihre angestellten Kollegen.

  3. 6.

    Offensichtlich wurde in den letzten Monaten doch viel aufgegriffen, was Gewerkschaften und Mitarbeitende der Berliner Feuerwehr gefordert hatten.
    Und, dass wir Alternativen zum Auto brauchen und stärken müssen, dass kann ich als jemand, der sich fast täglich im RTW oder LHF durch enge oder verstopfte Straßen quält, nur unterstützen.

  4. 5.

    Das ist eine anständige Entscheidung,doch der Arbeitskräftemangel wird bleiben.Es gibt leider nicht mehr viele junge Menschen die diesen sehr anspruchsvollen Job ausüben wollen.Die Aggressivität in dieser Stadt ist ja auch schwer zu ertragen.Wer möchte sich dem denn aussetzten.Vor allem fehlt es an Wertschätzung.Radfahrerge und Klientelbedienung ist wohl wichtiger in diesem Senat.

  5. 4.

    Das ist eine sehr gute Nachricht und eine Anerkennung für die tägliche Arbeit die geleistet wird. Diese Zulagen sollten sich durch den gesamten medizinischen und Rettungsbereich ziehen. Diesen Menschen können wir nur danken das es sie gibt.
    Jedoch sollte wie Sander schon schrieb, auch das Personal in diesen Bereichen enorm aufgestockt werden.

  6. 3.

    Das ist sicherlich ganz toll und eine Anerkennung für ihre Arbeit, hilft allerdings nicht gegen die massive Arbeitsverdichtung und noch immer fehlendes Personal oder Ausrüstung wie Fahrzeuge. Aber ein guter Anfang.

  7. 2.

    Das ist sicherlich ganz toll und eine Anerkennung für ihre Arbeit, hilft allerdings nicht gegen die massive Arbeitsverdichtung und noch immer fehlendes Personal oder Ausrüstung wie Fahrzeuge. Aber ein guter Anfang.

  8. 1.

    Das ist sicherlich ganz toll und eine Anerkennung für ihre Arbeit, hilft allerdings nicht gegen die massive Arbeitsverdichtung und noch immer fehlendes Personal oder Ausrüstung wie Fahrzeuge. Aber ein guter Anfang.

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