Berlin-Mariendorf - Deutsche Wohnen räumt zu hohe Heizkostenabrechnungen ein

Fr 12.01.24 | 17:59 Uhr
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Symbolbild: Ein Heizkörper hängt in einer Wohnung. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)
Bild: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Nach Hinweisen auf deutlich überhöhte Heizkostenabrechnungen von Mietern in Berlin-Mariendorf räumt der Vermieter Deutsche Wohnen Fehler ein.

Der mit den Abrechnungen beauftragte Dienstleister, die G+E Getec Holding GmbH, habe fehlerhaft gearbeitet. Bei der Abrechnungsprüfung der Betroffenen für das Jahr 2022 sei man auf "signifikante Fehler" gestoßen, teilte das zu Vonovia gehörende Unternehmen am Freitagnachmittag mit.

Mieter rund um den Dardanellenweg betroffen

"Die an uns gestellte Rechnung des Energielieferanten war deutlich zu hoch. Wir haben den Abrechnungsprozess daraufhin sofort angehalten und direkt heute die Mieterinnen und Mieter informiert, dass ihre Heizkostennachzahlung sich deutlich reduzieren wird", heißt es in der Mitteilung vom Freitag weiter. Betroffen sind demnach Mieter im Bereich rund um den Dardanellenweg in Berlin-Mariendorf.

Vorsichtshalber lasse man nun alle Abrechnungen des Dienstleisters G+E Getec für Berlin nochmals kontrollieren, wie Deutsche Wohnen-Sprecher Christoph Metzner dem rbb sagte. Betroffen seien bei weitem nicht alle Mietwohnungen der Deutschen Wohnen in Berlin, betonte er weiter. Wie viele Wohnungen von G+E Getec abgerechnet wurden, könne er nicht sagen. Zur Höhe der zu viel gezahlten Heizkosten sagte Metzner, es sei keine Millionensumme. Damit widersprach er einem Bericht des "Tagesspiegel", wonach es zu falschen Forderungen "in Millionenhöhe" gekommen sei.

Sendung: rbb24 Abendschau, 12.01.2024, 19:30 Uhr

22 Kommentare

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  1. 22.

    Nachtrag: ACHTUNG VERMUTUNG!!! Da die Deutsche Wohnen vor nicht allzulanger Zeit zu einer Strafzahlung wegen Verstosses gegen des Datenschutzgesetzes (oder einer Verordnung?) verurteilt wurde, könnte es nicht möglich sein daß die sich das Geld irgendwie auf Umwegen zurückholen wollen? Möglich wäre es.

  2. 21.

    Das Beispiel in unserem Haus mit 26 Wohnungen demonstriert, dass im einem Haus mit dem selben Energielieferanten und der Firma die im Auftrag der Hausverwaltung den Einzelverbrauch abliest und die Heizkostenabrechnungen macht, das es dort von Rückzahlungen von 40 Euro und mehr, aber auch Nachzahlungen von ca 100 bis 2000 Euro reicht.
    Im unserem Haus haben sich zum Vorjahr die Gaskosten mehr als verdoppelt, und wer sein Verbrauch nicht gedrosselt hat, der musste viel Nachzahlen.
    Wenn eine 13 qm2 kleinere Wohnung als unsere dpppelt so viele Einheiten verbraucht, dies muss man sich in heutigenr Zeit leisten können!
    Übrigens, unsere Wohnung war um die 21 - 22 Grad warm.

  3. 19.

    Wir wohnen in Reinickendorf und haben ebenso eine Heizkostennachzahlung von 1200 EUR erhalten.

  4. 18.

    Ist ja nicht nur Deutsche Wohnen. Vonovia ist doch das selbige in grün.

  5. 17.

    Hier in Nikolassee Spanische Allee herrscht genau das gleiche Problem. Exorbitante Nachzahlungen. In meinem Fall über 1860€. Sonst immer Rückzahlungen.

  6. 16.

    "Wie alles in Deutschland nur misst" Wie sieht es eigentlich mit Pisa für Rechtschreibung aus? However, diese vollkommen überflüssigen und falschen Verallgemeinerungen sind es, die zurzeit überall für die vergiftete Stimmung sorgen. Sachlichkeit in Diskussionen ist das Gebot der Stunde und wichtiger denn je.

    Und zu den Abrechnungen: als ob da jemand mit Bleistift und Taschenrechner sitzt, und Zahlenkolonnen addiert. Wenn man aber ein Abrechnungsprogramm mit falschen Zahlen füttert (vertauschte Abrechnungseinheiten, falsch abgelesene Zähler, verwechselte Rechnungen etc.?) hat das nochmal was mit Pisa zu tun?

    Und in Österreich gäbe es keine falschen Heizkostenabrechnungen. Aha, wieviel wären Sie bereit, darauf zu wetten?

  7. 15.

    Da scheint sich eine Profitindustrie zu etablieren denn die denken sich, in den meisten Fällen übernimmt das Amt das eh und die anderen können sie ja reklamieren.

  8. 14.

    Was sind das für Hausverwaltungen??? Rechnen 6 setzen! Wie alles in Deutschland nur misst! Komisch in Österreich gibt es keine falsche Heizkosten , liegt das an der Pisa ?

  9. 13.

    Die Gewobag hat auch sehr hohe Nachzahlungen und arbeitet auch mit der Getec als Dienstleister zusammen. Was passiert da gerade in Berlin .
    Man sollte alle Nachzahlungen überprüfen und in Frage stellen.

  10. 12.

    Ich wohne in dem besagten Gebiet, wo diese geforderten exorbitant hohen Nachzahlungen viele ältere Mieter nicht nur um den Schlaf gebracht haben. Es geht hier teilweise um Beträge von bis zu 7.000 €!! Allein der gesunde Menschenverstand hätte den Verantwortlichen sagen müssen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Aber nun noch abschwichtigend zu erklären, es würde hier ja um keine Millionenbeträge gehen, ist an Unverfrorenheit nicht zu überbieten.

  11. 11.

    Mit Gas komme ich von Mai 2023 bis April 2024 höchstwahrscheinlich mit gesamt400 bis 500€ hin , Davor war es dank längerfristigen altem Vertrag mit der Hälfte getan. Aber 40€ im Monat ist auch noch Super. Deshalb sind diese Beträge und dann noch als Nachzahlung einfach nicht nachvollziehbar.

  12. 10.

    Na ooopsie ... 'tschuljung, daß wir ihnen soviel unnötigen Streß bereitet haben ...

  13. 9.

    Ihre Frage hat aber tasächlich noch einen zweiten Aspekt.
    Sollte der Mieter die Nachforderung noch nicht bezahlt haben, die fehlerhafte Abrechnung ist ihm aber fristgerecht zugegangen (also vor dem 31.12.2023), dann muss unterschieden werden, ob es formelle oder inhaltliche (materielle) Fehler sind.
    Formelle Fehler wären z.B. fehlende Umlageschlüssel, eine Abrechnung die wichtige Fakten weglässt und so nicht mehr nachrechenbar ist. Rechtlich gilt eine derart formell fehlerhafte Abrechnung als nicht gestellt. Bei einer neue Abrechnung nach der Frist bei formellen Fehlern müsste ein Mieter Forderungen nicht mehr begleichen.

    Hier, bei den geschilderten Fällen, wenn der Abrechner mit falschen Zahlen rechnet, dürfte es aber eher eine inhaltlich falsche Abrechnung sein. Und dann muss der Mieter auch die (korrigierte) Nachforderung leisten.

    Verbraucherzentrale, Mieterverein oder ein Fachanwalt geben hier rechtssichere Beratung, ich bin nur informierter Laie!

  14. 8.

    Wenn der Vermieter versäumt hat, den Energieanbieter zu wechseln (weil zu teuer) hat der Mieter Chance dagegen vorzugehen?

  15. 7.

    ..und bei der nächsten Abrechnung für 2023 die gleichen Tricksereien wie bisher..

  16. 6.

    Im Video wurde gesagt, man solle sich einen günstigeren Anbieter suchen....als Mieter einer degewo mietanlage kann der einzelne Mieter gar nicht einfach wechseln - die degewo sagen hat langfristig für uns Mieter die Heizverträge abgeschlossen...und blieb.

  17. 5.

    Das ist einfach zu beantworten. Wenn die Abrechnungsperiode am 31.12.2022 endete, muss die Abrechnung spätestens am 31.12.2023 im Briefkasten sein.
    Wird nun festgestellt (von wem, ist nicht von Bedeutung) dass die Abrechnung fehlerhaft ist, und die Korrektur geht dem Mieter erst nach dem 31.12.2023 zu, gilt Folgendes: weist die Korrektur nun ein Guthaben für den Mieter aus (er hat also zuviel nachgezahlt), muss der Vermieter das erstatten.
    Sollte die Nachzahlung tatsäch aber zu niedrig sein (was in den hier berichteten Fällen ja wohl nicht der Fall sein dürfte) und der Mieter hätte sogar noch mehr nachzahlen müssen, so ist das für den Vermieter verwirkt. Er hat keine Handhabe diese Differenz einzufordern.

  18. 4.

    Nachdem zwar die Abrechnung 2022 nun fristgerecht eingegangen ist, aber ja falsch, stellt sich mir die Frage, ob die später berichtigte Abrechnung fristgerecht sein kann. Wenn nicht: darf der Vermieter dann überhaupt noch die Nachzahlung verlangen? Also wirkt sich die Berichtigung fristverlängernd aus?

  19. 3.

    ...kann man nur hoffen, dass alle Abrechnungen geprüft werden - nicht nur bei der Deutsche Wohnen. Auch bei der degewo haben wir Horror-Abrechnungen erhalten: z.B. für 40 qm 1800 € statt wie im Vorjahr 160 € Nachzahlung. Oder für 2-Personen-Haushalt 3200 € usw.

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