Zunahme des Drogenkonsums - "Konsummobil" für Drogensüchtige steht ab April am Berliner Leopoldplatz

Fr 03.03.23 | 12:22 Uhr
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Archivbild: Drogenkonsumraum im Drogenkonsummobil. (Quelle: dpa/TSP)
Audio: Radio Fritz | 03.03.2023 | Christin Huchel | Bild: dpa/TSP

Wegen der steigenden Zahl von Drogensüchtigen am Leopoldplatz in Berlin-Wedding soll dort künftig ein sogenanntes Drogenkonsummobil stehen. Das ist eine Art Wohnmobil, in dem Süchtige unter Aufsicht ihre harten Drogen spritzen oder rauchen können.

"Das Ausmaß des Drogenkonsums auf dem Leopoldplatz in Mitte hat in den vergangenen Monaten weiter stetig zugenommen und zu ansteigender Belastung im öffentlichen Raum geführt", teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag mit. Ab April soll es das neue Angebot in Wedding geben.

"Konsummobil" stand bisher vor Apostel-Paulus-Kirche

Bisher stand das "Konsummobil" in Schöneberg vor der Apostel-Paulus-Kirche. Durch die vielen Maßnahmen zur Eindämmung des Drogenkonsums im öffentlichen Raum habe sich die dortige Lage verbessert. Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) teilte mit, der Senat nehme die Belastung der Anwohner ernst und wolle zugleich die Süchtigen beraten und versorgen. Der Hilfsverein Fixpunkt betreibt zwei Drogenkonsummobile an unterschiedlichen Standorten, darunter am Stuttgarter Platz und in Neukölln an der Hermannstraße.

Sendung: Radio Fritz, 03.03.2023, 14:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Die Standorte waren schon immer im Mietspiegel "einfache Wohnlage".
    Also, was solls. Schlimmer geht es kaum.
    Augen auf bei der Wohnungssuche.

  2. 5.

    Es steht auch seit einiges Jahren schon ein Konsum-Wohnwagen von Fixpunkt vor der neuen Nazarethkirschstraße. Es gibt also bereits so ein Angebot am Leo. Aber den Anwohnern nützt das nichts! Die Kriminalität und verwahrloste Gestalten werden weiterhin angezogen, nun erst recht. Wir haben ein Anrecht auf eine vernünftige Wohngegend. Hier wachsen Kinder auf! Und es gibt Menschen, die hier seit Jahrzehnten leben und weder wegziehen möchten noch woanders eine Wohnung fände - schon gar nicht günstiger, wenn man noch Altmietveträge hat.

  3. 4.

    Was mir nicht ganz klar ist:Seit ca.einem Jahr gibt es die Mühlenstraße Müller/Ecke Transvaalstrasse wo sich auch Drogenabhängige spritzen können und Beratung bekommen.In der Zeit von 10-17 Uhr!!Vorher soll diese Einrichtung genau am Leopoldplatz gewesen sein.
    Nun frage ich mich weshalb man erst die Einrichtung am Leo weghaben wollte und nun wieder ein Konsummobil dort aufstellt.

  4. 3.

    Ich weiß nicht, warum Alkoholsüchtige, Drogensüchtige und Kriminelle Vorrang haben vor allen anderen Menschen, die am Leopoldplatz wohnen, arbeiten, einkaufen. Es hat über zwanzig Jahre so viele pädagogische und andere Hilfsangebote gebeten, nichts hat gefruchtet. Stattdessen ist für durchschnittliche BerlinerInnen dieses ganze Gebiet einfach ohne jede Aufenthaltsqualität, es wird schon lange nicht entsprechend gereinigt, die schöne Wasseranlage kann nicht mehr benutzt werden. Die Kinder mußten die Kirchenräume verlassen, die Kirche von Karl Friedrich Schinkel entworfen, verfällt.
    Und nun kommt ein Drogenmobil, das andernorts abgezogen wird.
    Wozu hat man den Raum in der Müllerstraße eingerichtet?
    Der einzige Lichtblick ist der Weddingmarkt an einigen Sonntagen. Und der wird privat organisiert.

  5. 2.

    Indem Angebote für die Drogen-Szene geschaffen wird, erreicht man nur, dass sich noch mehr von ihnen regelmäßig um den Leopoldplatz aufhalten. Hat man ja auch wunderbar an dem überdachten Aufenthaltsplatz für die Trinker-Szene gesehen, wo es immer mehr Leute wurden, die sich dort versammeln. Für uns Anwohner ist es unerträglich geworden! Auf dem Friedhof in der Turiner Straße wird offen gedealt und konsumiert, ebenfalls in den Treppenhäusern der Umgebung. Das wird auch ein Konsumraum nicht ändern. Die Szene muss weg vom Leo, sonst zieht sie imer mehr an Es ist jetzt schon laut Politikern 3x so schlimm wie am Kottbusser Tor!

  6. 1.

    Hat Frau Gote auch am Leopoldplatz Maßnahmen Maßnahmen zur Eindämmung des Drogenkonsums geplant oder überlässt sie das lieber anderen?

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