Neue Bestattungsform "Reerdigung" - Vom Leichnam zu Blumenerde in 40 Tagen

So 03.09.23 | 08:06 Uhr | Von Yasser Speck
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Heu, Stroh, Blumen und eine Holzfigur liegen in einem sogenannten „Kokon“ bei einem Pressegespräch zu der neuen Bestattungsform "Reerdigung" in der Kapelle auf dem Parkfriedhof Eichhof in Berlin. (Quelle: dpa/Christian Charisius)
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Video: rbb|24 | 17.08.2023 | Material: Mittagsmagazin, rbb|24 | Bild: rbb | Bild: dpa/Christian Charisius

Stirbt ein Mensch, stellt sich die Frage nach der Bestattungsform: Einäschern lassen oder im Sarg bestatten? Oder doch "reerdigen"? Bei dieser neuen Bestattungsmethode wird aus dem Leichnam fruchtbare Erde. Von Yasser Speck

Wenn ein Mensch in Deutschland stirbt, gibt es zwei Optionen, was man mit dem Leichnam machen kann. Entweder die Angehörigen lassen ihn einäschern oder der Verstorbene wird in einem Sarg beigesetzt. In Schleswig-Holstein gibt es bereits eine dritte, eine neue Bestattungsform: die "Reerdigung".

Pablo Metz ist Gründer von "Meine Erde". Das Berliner Unternehmen ist die einzige Firma in Europa, die Reerdigungen anbietet. Dabei wird ein Leichnam in einem Metallsarg eingeschlossen und innerhalb von 40 Tagen in fruchtbare Erde umgewandelt. Metz will nach eigenen Angaben mit seinem alternativen Beerdigungskonzept nun auch nach Berlin expandieren.

Ohne Zusatz von Chemikalien

Bei der Reerdigung wird der Leichnam in einen sogenannten "Kokon" gelegt. Das ist ein Metallsarg, in dem Heu, Stroh und Blumen liegen. Auf dieses Bett wird der Leichnam dann gelegt und anschließend mit einem Deckel versehen. "Der Kokon wird für 40 Tage geschlossen. Da geht niemand mehr ran, der wird nicht geöffnet", betont Pablo Metz. Sie würden auch keine Chemikalien oder Insekten hinzugeben, so der Gründer von "Meine Erde".

"Es sind nur die Mikroorganismen, das Bett aus Heu und Stroh, Wasser, Sauerstoff und der Körper der verstorbenen Person selbst." Während der 40 Tage wird der "Kokon" sanft hin und her bewegt, damit sich die Flüssigkeit verteilen kann. Außerdem wird er die gesamte Zeit belüftet. Bei einer Reerdigung passiert nichts anderes als der natürliche Zersetzungsprozess - nur eben in optimalsten Bedingungen und damit viel schneller als in der Natur.

Es sind nur die Mikroorganismen, das Bett aus Heu und Stroh, Wasser, Sauerstoff und der Körper der verstorbenen Person selbst.

Pablo Metz, Anbieter der "Reerdigung"

Nur in einem Bundesland geduldet

In Deutschland sieht das Bestattungsgesetz nur zwei Bestattungsarten vor: die Erd- und die Feuerbestattung. In Schleswig-Holstein ist das auch so. Allerdings hat das Bundesland im Norden als bislang einziges Reerdigungen geduldet. Das heißt, Pablo Metz und sein Team dürfen dort Reerdigungen durchführen. Die Erde aus den Reerdigungen, die in Schleswig-Holstein durchgeführt werden, darf außerdem in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg beigesetzt werden. Das reicht Pablo Metz noch nicht. "Natürlich wünschen wir uns, dass wir ganz bald auch in Berlin die Reerdigungen anbieten können."

Zuständig für eine Duldung ist die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung. Diese verfolge das Pilotprojekt zur Reerdigung in Schleswig-Holstein mit Interesse, sagt Oliver Fey, Sprecher der Gesundheitsverwaltung, dem rbb auf Anfrage. "Es gilt aber, zunächst die dort gewonnenen Erkenntnisse und Auswertungsergebnisse abzuwarten, um auf dieser Basis über eine Regelung für das Land Berlin diskutieren und entscheiden zu können", erklärt Fey. Wann das so weit ist, sagt er nicht. Nur, dass das Vorhaben nicht im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD stehe.

Nur die Knochen bleiben übrig

Pablo Metz würde gerne so schnell es geht mit den Reerdigungen in Berlin starten. "Wenn es nach uns geht, dann könnten wir übermorgen anfangen", sagt er. Sie würden die "Kokons" dann in ungenutzten Kapellen auf Berliner Friedhöfen aufstellen.

Wenn so ein "Kokon" dann nach 40 Tagen wieder geöffnet wird, dann sind Mensch, Stroh und Blumen zu Erde geworden. Es finden sich dann nur noch die Knochen des Verstorbenen in der Erde. "Die Knochen werden dann zusammen mit der Erde verfeinert und werden so zum mineralischen Anteil der Erde", erklärt Metz. Es könnten fast alle Menschen reerdigt werden, sagt Metz. "Bei sehr seltenen Krankheiten wie zum Beispiel Ebola würden wir den Leichnam nicht reerdigen. Solche Fälle werden immer feuerbestattet."

Etwas teurer als eine Feuerbestattung

Eine Reerdigung kostet rund 3.000 Euro. Feuer- oder Sargbestattungen beginnen meistens bei rund 2.000 Euro. Das sind aber schon die günstigsten Angebote. Bei manchen Bestattern kann eine Feuerbestattung auch über 3.000 Euro kosten.

Die Erde der Reerdigung wird dann auf einem Friedhof beigesetzt. Auf sie wird dann noch eine Schicht Friedhofserde gestreut. In diese Friedhofserde können dann Blumen oder Pflanzen gepflanzt werden. Die Wurzeln werden dann auch in die Erde des Verstorbenen hineinragen.

Beitrag von Yasser Speck

72 Kommentare

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  1. 72.

    Übrigens: Diamantbestattungen gibt es tatsächlich:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Diamantbestattung

  2. 71.

    Nee, dort is die Antwort eben nicht zu finden, wo die Blechdose die 40 Tage während der Verwesung rumsteht, ob im Leichenschauhaus auf’m Friedhof oder im Bestattungsinstitut! Sonst hätten Sie ja antworten können.
    Außerdem schrieb ich „Metallsarkophag“ und werde von Muschebubu #42 belehrt, dass der Sarg aus Metall ist? Antwort folgerichtig „Davon bin ich ausgegangen, wenn Sie meine Frage richtig gelesen hätten.“!

  3. 70.

    Sorry, dass ich nicht „irony on“ rübergeschrieben hab. Das war ein Scherz - genau so irrwitzig wie diese neu ausgedachte Methode der Verwesung!

  4. 69.

    Ja, dann kann ja die Asche zur Gewinnung Seltener Erden verwendet werden.
    Aber darum ging es nicht - völlig überflüssig die Belehrung.
    Übrigens: Kakao, Kaffee, Muscheln, Schalentiere, Nüsse, Hülsenfrüchte, Emmentaler und Sonnenblumenkerne enthalten besonders viel Kupfer, wat für’s Gehirn wichtig is.

  5. 68.

    >"So find ich tatsächlich auch den Gedanken auf dem Friedhof angesichts der unmengen an Leichen ekliger als eine schnelle reerdigung"
    So viele richtige Leichenkörper rotten auf Friedhöfen heutzutage nicht mehr rum. Das allermeiste sind Aschebehälter, die in die Erde gelassen werden.

  6. 67.

    Für mich käme eine solche Bestattungsart nicht in Frage. Erinnert mich zu sehr an den Schnellkomposter in meinem Garten. Dann schon lieber Urne und Friedwald, zumal die modernen Urnen biologisch abbaubar sind und die Asche dem Baum zugute kommt.

  7. 66.

    Einige hier haben vermutlich zu oft Soylent Green geschaut...

  8. 65.

    "Man" braucht gar nichts. Erinnern ist immer eine sehr persönliche Angelegenheit. Sie können gern für sich und Ihre Bedürfnisse sprechen. "Man" - also für andere zu sprechen - steht Ihnen nicht zu.
    Ich persönlich bin nach dem Tod eines lieben Angehörigen sehr oft am Grab gewesen. Jahre später, als wieder jemand starb, der mir genauso nahe stand, habe ich es nicht über's Herz gebracht, zum Friedhof zu gehen.
    Das hat nicht mit Vermissen oder Vergessen zu tun. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit dem Schmerz umzugehen.

  9. 64.

    Hääää!!
    Der Kohlenstoff in Graphit muss mit einem Druck von ca. 60000 bar und einer Temperatur von 1500 °C erst dazu überredet werden, die stabile tetradische Bindungsform einzugehen. Ich glaube sie verwechseln das mit der Korrosionsthemperatur von Diamanten.
    Nun dürfen sie auch gerne mal ausrechnen, wieviel Energie und mit welchen Kosten sie in die künstliche Transformation stecken und wieviel sie für ihr Endprodukt erhalten. Und im Gegensatz dürfen sie gerne mal den Profit beim Abbau natürlich entstandener Diamanten dazu vergleichen.
    Dazu kommt, dass wir nicht aus Graphit, also reinem Kohlenstoff bestehen. Das dürfte die Ausbeute an Diamanten ohne weitere energieintensive Konzentrationsprozesse oder langen Wartezeiten wohl stark dezimieren.
    Jedenfalls ist das keine Energieeinsparung sondern wohl er das vollständige Gegenteil.

  10. 63.

    Heutzutage glauben die meissten ja dass was sie sehen und nicht mehr an alte Geschichten, die dazu dienten zu sozialisieren.

    So find ich tatsächlich auch den Gedanken auf dem Friedhof angesichts der unmengen an Leichen ekliger als eine schnelle reerdigung.

  11. 62.

    Also bevor Sie anderen vorwerfen, nicht richtig gelesen zu haben, sollten Sie den Bericht nochmal und auch richtig lesen - dort finden Sie die Antwort, denn es ist alles beschrieben, auch der Aufstellort.

  12. 61.

    Wenn mich das Zeitliche gesegnet hat, spendiere ich mich vom Scheitel bis zur Sohle einer Körperfarm. Nach dem Motto "Verwesen für die Wissenschaft".

  13. 60.

    Nun, ohne eine Vielzahl der genannten Spurenelemente könnten sie hier nicht posten. Mal 'ne andere Sichtweise ;-).

  14. 59.

    " in einer Metallwanne mechanisch zersetzt zu werden "

    es ist ein biologischer Prozeß , keine mechaniche Shredderung

  15. 58.

    Reerdigung klingt so ein bisschen wie Römertopf für Verstorbene

  16. 57.

    Nich det Jold, Brigitta, die Medikamentenreste, Silber-Nanopartikel aus Kosmetikprodukten und Micropartikel aus Plastik! Die Zahnkronen werden vermutlich vorher gezogen.

  17. 56.

    Nich det Jold, Brigitta, die Medikamentenreste, Silber-Nanopartikel aus Kosmetikprodukten umd Micropartikel aus Plastik! Die Zahnkronen werden vermutlich vorher gezogen.

  18. 55.

    Aber ihnen steht es doch frei den Angehörigen den „Totenkult“ zu vererben, den sie und/oder ihre Angehörigen für richtig halten.
    Mir ging es lediglich um die Fakten. Aber leider sind in Deutschland eben nicht alle Arten des „Totenkults“ erlaubt. Insbesondere diese, die sich der Geldmaschinerie entziehen.

  19. 54.

    Aber ihnen steht es doch frei den Angehörigen den „Totenkult“ zu vererben, den sie und/oder ihre Angehörigen für richtig halten.
    Mir ging es lediglich um die Fakten. Aber leider sind in Deutschland eben nicht alle Arten des „Totenkults“ erlaubt. Insbesondere diese, die sich der Geldmaschinerie entziehen.

  20. 52.

    Wieder eine "tolle Idee" die mit/aus Öko-/Bio-Belangen und selbstredend nur Kostendeckend auf den/einen Markt treten möchte.
    Meine Idee wäre ja, die Verstorbenen(*innen) ins All zu verbringen.
    So hat man in etwa die Aussicht auf Organisches im Universum.
    Und da es hier nicht politisch ist, muss man leider auch auf Kommentare von Claudia, Ansgar, Immanuel, Radfahrer, ... und Derartigen verzichten.
    Moral weicht wenn nich politisch, von Moral ab.

  21. 51.

    Finde ich super! Das wäre auch meine erste Option: Eine anonyme, naturnahe Re-Erdigung in einem Friedwald. Hoffentlich wird diese Methode bald in Berlin (und bundesweit) erlaubt werden.

  22. 50.

    Wieso darf man die Erde nicht mit in den Garten nehmen und ne Birne reinlegen?

  23. 49.

    Keine Sorge, mit den Knochen von Schlachttieren wird das bereits gemacht. Täglich. Aber bei Menschen ist das auf einmal geschmacklos?

  24. 48.

    Aus der Notwendigkeit der Energieeinsparung (statt 1.200 nur 800 - 950°C) wär ich ja für ne Diamantbestattung. Aber da haben wohl die ICF aus ethischen und der BDB, der generell gegen die gewerbliche Nutzung von Produkten oder Rückständen der Kremation ist, aus moralischen Gründen was dagegen. Was ich bei Letzterem allerdings stark bezweifel.

  25. 47.

    Nee, jetzt noch nicht. Nicht schlecht für Liebhaber von rabenschwarzen Humor! Aber: erst Rasen säen, dann ins Gras beißen. :-))

  26. 46.

    Davon bin ich ausgegangen, wenn Sie meine Frage richtig gelesen hätten. Was aber auch Sie nicht beantworten können: Wo die Blechdose die 40 Tage während der Verwesung rumsteht?

  27. 45.

    Diese Methode finde ich einesteils gut muß aber noch intensiver durchdacht werden.

  28. 44.

    Die erste Idee der Reerdigung hatte die US-Amerikanerin K. Spade schon länger.
    Muss Deutschland alles der USA nachmachen? Jetzt beim Klimaschutz müssen sogar die Toten noch ran?
    Nun, jeder kann das wählen was er möchte, ein Gesetz darüber gibt es nicht. Ich despektiere jede Entscheidung, meine ist es nicht.
    PS. Bei mir vor Ort wird kein Toter nach Polen oder Tschechien zur Feuerbestattung transportiert. Was Berlin macht, wird nicht überall gemacht.

  29. 43.

    Und dennoch kostet reerding mehr. Die Kokons werden bestimmt mehrfach verwendet, denn was soll damit sonst passieren? Ich finde es schlichtweg pervers. Die Leiche in einer Dose schnellstens zu verwesen zu lassen. Dann doch lieber natürlich in einem Erdgrab.

  30. 42.

    Das dürfte doch einfach zu beantworten sein. Der „Sarg“ ist aus Metall und wird sich wohl kaum selbst in dieser Zeit auflösen und wird dann wohl auch wiederverwertet werden können.

  31. 41.

    „… Keine Chemie mehr im Körper …“? Wie komm Se denn darauf? Medikamentenreste, Spurenelemente Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink, Gold aus Zahnkronen, Silber-Nanopartikel aus Kosmetikprodukten, Micropartikel aus Plastik …
    Wir gehören als Leichen eigentlich in den Sondermüll oder in die Sondermüllverbrennung! ;-)

  32. 40.

    Mich würde ja mal interessieren, wo der Metallsarkophag die 40 Tage rumsteht und was hinterher damit passiert. Oder hab ich was überlesen?
    Könnte ja dann jedesmal derselbe den Hinterbliebenen auf die Rechnung gesetzt werden - Holzsärge sollen bei einigen Bestattern auch nicht mit verbrannt worden sein, sondern umsatzsteigernd recyclet?

  33. 39.

    Es ist eine (neue) Variante die dann angeboten wird wofür man sich entscheiden kann, ich würde es für mich später gut finden. Warum müssen wir teure Särge oder Urnen kaufen zum verrotten! Im Islam werden die Leichen in Tüchern eingewickelt und dann begraben und das auch auf Friedhöfe in Deutschland!
    Ich glaube nicht daran das die Jugend von heute später noch unsere Grabstätten pflegen werden!
    Liebe Politik auch hier könnte mal nach gebessert werden.

  34. 38.

    Ich finde es gut, wenn diese neue Bestattungsform erlaubt wird. Es wird ja keiner dazu gezwungen, aber wer es möchte, darf es dann auch.

    Von diesen strengen Beschränkungen in Deutschland halte ich eh nichts. Solange eine Methode nicht Gesundheitsgefährend ist, sollte die erlaubt sein. Jeder hat eine eigene Meinung und sollte alle Möglichkeiten nutzen dürfen.

    Ich zieh eine Feuerbestattung vor, aber finde die in Hawaii übliche Zeremonie auf dem Wasser mit Booten und auf Surfbrettern schön.

  35. 37.

    „ Bei einer Reerdigung passiert nichts anderes als der natürliche Zersetzungsprozess - nur eben in optimalsten Bedingungen und damit viel schneller als in der Natur.“

    Muss man die Natur optimieren? Die nächste Methode schafft es dann in 30 Tagen usw.?

  36. 36.

    Ich finde es klasse.
    Der Gedanke verbrannt zu werden oder 1,50 tief in der Erde zu liegen…Nein Danke!
    Es bedarf keinen Ort mit dem man zeitlebens nichts verbindet und ich werde meinen Nachkommen die Grabpflege und Besuche somit ersparen.
    Die Erinnerungen an geliebte Menschen sind im Herzen und Gedächtnis fest verankert!

  37. 35.

    Das ist normal bei jedem Urnenverfahren. Was glauben Sie denn? Dafür gibt es seit Jahrzehnten elektrische Knochenmühlen. Metall raus, (Implantate und Gold), und der Rest wird gemahlen.

  38. 34.

    Das sehen Sie ganz richtig. Der Verstorbene war ein Mensch. Wenn das alles so unwichtig ist, stellt sich die Frage, wozu wir Friedhöfe für Haustiere brauchen. Andere tote, aber nicht geschlachtete Tiere, die man Nutztiere nennt, landen beim Abdecker und wie es scheint, kann man sich dann zusammen mit seinem Pferd oder Assistenzhund entsorgen lassen. Ist das wirklich eine tolle Idee? Wiedergeburt als Kernseife?

  39. 33.

    Dieses trifft auf mich nicht zu, ich persönlich finde diese Bersetzungform nicht gut

  40. 32.

    Erdbestattungen sibd zweifelhaft. Sie benötigen viel Platz. Und was Religion angeht: "Erde zu Erde".
    Ich glaube nicht, das man ein Grab zum Erinnern braucht. Erinnerung passiert im Kopf.

  41. 31.

    Die Bestattungsgesetze sind antiquiert und fördern den Preiswucher.
    Wie kann es sein, dass ein Leichnam nach Tschechien zur Einäscherung transportiert wird bei den aktuellen Treibstoffkosten und es trotzdem billiger ist als ein ortsansässiges Krematorium?
    Klar, wer genug Geld hat, spart dem Verstorbenen die weite Anreise zum Ofen.
    Auch die Pflicht, einen Sarg mitzuverbrennen ist nichts weiter als Geschäftstreiberei. Hier können die Bestatter für die billigsten Kisten Wucherpreise verlangen.

  42. 30.

    In Mafiafilmen wird auch gerne mal Salzsäure genommen. Es kommen mir die seltsamsten Assoziationen bei der Methode des bewussten Zersetzens von Leichen. Gehts um immer schneller? Schon die Verwendung von Öfen zum verbrennen find ich makaber.

  43. 29.

    Religion dürfen Sie nicht außen vor lassen. Und es geht nicht um eine Art Biomüll, sondern um das Gedenken an Verstorbene sowie um die Angehörigen. Sie können es versuchen mit Sachlichkeit, aber den meisten Menschen geht es eben auch um Emotionen. Und der Totenkult war und ist schon immer und in jeder Zivilisation ein Thema. Ansonsten würden wir den „Kadaver“ nicht bestatten. In welcher Form auch immer. Für viele Angehörige ist auch ein Grab wichtig. Mir persönlich gefällt die Vorstellung, in einer Metallwanne mechanisch zersetzt zu werden nicht. Der natürlichste Weg für mich bleibt die Erdbestattung auf einem Friedhof.

  44. 28.

    Für eine Urnenbestattung muss der Körper erst energieaufwändig verbrannt werden. Dafür werden die Leichen oft erst nach Polen oden Tschechien transportiert dort werden sie verbrannt und die Ache wird dann wieder zurück nach Berlin gefahren. Diesen Prozess als 'natürlich' zu bezeichnen erscheint mir eigenartig.

  45. 27.

    Im Grunde wie eine klassische Erdbestattung, nur schneller und ohne festen Platz. Ein Leichnam verwest auch im Sarg. Das neue Verfahren optimiert nur den Prozess. Geschmacksache. Meins wäre es nicht,

  46. 26.

    Erdbestattung was sonst. Ist doch alles Mist ich stehe am Grab meiner Angehörigen die Urnen bestattet wurden, und habe kein Draht mehr zu denen.
    Aber die die im Erdbestattungsgrab liegen geben mir eher das Gefühl noch da zu sein. Was soll dieser ganze innovative Scheiss. Gestorben wurde schon immer und wird auch immer. Oder wollt ihr auch noch den CO2 Verbrauch auf die Grabsteine des verstorbenen rauftackern um politisch korrekt zu bleiben?

  47. 25.

    Den Frieden im Friedwald habe ich schon vor X- Jahren gebucht und bezahlt für eine Platzmiete von 99 Jahre. Deswegen muss man nicht schon alt sein. Im Friedwald entsteht auch dort neues Leben durch die selbst auflösende Urne, die sich natürlich mit dem Waldboden vermischt. Ein Toter bedarf keine Liegezeit im Kokon, es geht im Wald natürlich zu ohne nachträglichen Arbeitsmehrkosten- Aufwand.

  48. 24.

    Zuersteinmal sollte man bei den Fakten bleiben. Vom Verkauf als Blumenerde ist in dem Artikel nichts zu lesen.
    Das es sich beim Toten um unbelebte Materie handelt, die in der einen oder anderen Form transformiert wird, sollte wohl auch ohne „Religions“-Konflikt wissenschaftlich einsichtig sein, ob nun durch Verbrennung, Knochenschredderung, natürlicher oder künstlich beschleunigter Verwesung ist dabei vollkommen belanglos.
    Und ja es gilt:
    „ Nur zwei Dinge auf Erden sind uns ganz sicher: der Tod und die Steuer.“
    Und in beiden Fällen brummt das Geschäftsmodell.

  49. 22.

    Bei sehr seltenen Krankheiten wie zum Beispiel Ebola würden wir den Leichnam nicht Re-erdigen. Solche Fälle werden immer feuerbestattet, sagt das Reerdigen- Unternehmen. Was würde sich noch alles ergeben, wer entscheidet bei einer schlimme Pandemie? Der Arzt, die Regierung im Land? Feuerbestattungen gab es schon immer, warum soll die Nachfrage dazu verdrängt werden? Im Kokon befinden sich nach 40 Tagen "nur noch Knochen". Diese neue Idee, der neue Job bei Bestattung, wo anschließend das Skelett des Toten noch zermahlt wird, scheint mit mehr als makaber zu sein. Lasst Tote bei den gewohnten Beerdigungen an Land und auf der See, in Ruhe von der Welt gehen. Ich finde es pietätslos wie man mit Tote Experimente macht. Neues Unternehmen, neues Glück, ja aber bitte nicht so!

  50. 21.

    „ "Die Knochen werden dann zusammen mit der Erde verfeinert und werden so zum mineralischen Anteil der Erde", “

    Verfeinert heißt was? Zermahlen? Na Danke, ich mag mir das nicht vorstellen, wenn die Knochen geschreddert werden.

  51. 20.

    Bei normaler Erdbestattung zersetzt sich auch alles. Es dauert eben länger. Dieses Schnellverfahren empfinde ich als pietätlos. Muss ich nicht haben, nach dem Tod hab ich Zeit für die natürliche Verwesung ;-)

  52. 19.

    Wenn erst für die Metamorphose von Leichnam zu Blumenerde bezahlt wird und anschließend die Knochen beigesetzt werden, ändert das am Geschäft der Bestatter nichts. Eher wird für die Angehörigen alles teurer.

  53. 18.

    Finde ich geschmacklos und ekelig, tote Menschen als Blumenerde zu verkaufen, ich will lieber meinen Frieden im Friedwald!

  54. 17.

    Finde das gut. Das Bestattungswesen in D. ist ein sehr lukrativer Geschäftsbereich. Ohne Ironie. Und wohin kommen eigentlich die Urnen wenn nach 25 Jahren oder 30 Jahren die Grabstelle abläuft? Heute aus Bio-Material, früher nicht. Ich finde die Verwendung als Blumenerde oder für ein Bäumchen gut. Jedem nach seinem Glauben.

  55. 16.

    Mein Favorit wäre der Sarg aus Pilzmyzel – @rbb: Bitte auch mal in einem Artikel vorstellen. Er besteht aus 100% Pilzmyzel, man wird hineingebettet und "wartet" dann in einem gruftartigen Raum, bis das Myzel den Körper vollständig umgesetzt haben.

    Den kleinen humusartigen Rest kann man dann – wo und wie auch immer – beisetzen.

    Die "Schnellkochtopf"-Variante (die es auch gibt; sehr ähnlich, aber 40°C-Brutstätte über 1-2 Monate), muss m. E. nicht sein.

  56. 15.

    Diese Reerdigung hört sich im ersten Moment gut an. Aber die Kokon- Art Behandlung stößt mich ab, ein Familienmitglied so von der Welt gehen zu lassen. Es hört sich nach Wiederaufbereitung an, man denkt an Erde- warum dann nicht gleich eine natürliche Urnenbestattung die sich selbst auflöst im Friedwald? Als Trauende könnte ich im Gedenken bei einer Reerdigung für meine Lieben, gedanklich nicht zur Ruhe kommen.

  57. 14.

    bin 86 und NOCH nicht interessiert-- es kommt, wie es kommt

  58. 13.

    Wunderschöne Idee, als Blume wiedergeboren zu werden.
    Ich wünsche mir das auch für das Land Brandenburg.

  59. 12.

    Na ich weiß nicht...
    Die "Blumenerde" muß mit Friedhofserde abgedeckt werden, also quasi ein ganz normales (Urnen-)Grab - nur das Loch nicht ganz so tief, dafür ein ziemlicher Aufwand mit dem "Kokon". Und die Grabstelle für die nächsten 20 Jahre braucht man so oder so, da hat so ein Leichnam doch eigentlich Zeit genug.
    Nix für mich.

  60. 11.

    Nur noch eine Unklarheit: werden die "Kokons" mehrfach verwendet oder wandern sie auf den Schrott ?

  61. 10.

    Ich empfehle Ihnen, den Beitrag noch einmal gründlich bis zum Ende durchzulesen. Dann erübrigt sich Ihre Frage.

  62. 9.

    Die Vorstellung, dass jemand seine Hände in mein Gemisch aus verwestem Fleisch, Erde und gemahlenen Knochen stecken muss, um damit einen Flecken auf einem Friedhof zu gestalten, finde ich extrem unangenehm. Ein Friedhofsgärtner. Nein danke.

    Verbrennen und Friedwald ist für mich friedlicher. Durch die abbaubare Urne werde ich zu Waldboden und füttere einen Baum, ganz ohne Schaukeln und Verbringen.

  63. 8.

    Na, das ist doch mal eine Idee. Fast freut man sich aufs Sterben. Ich hoffe in 150 Jahren, wenn ich mal weg bin, ist diese Bestattungsform auch in Berlin möglich. Über die Bezeichnung lässt sich streiten, aber ansonsten Daumen hoch.

  64. 7.

    Jupp, auch mein Ding. Find ich gut. Und dann in einen Friedwald.
    Was ist denn "verfeinern"? Shreddern? (Knochen)
    Und an den Autor: optimal ist bereits optimal. Da gibt es keine weitere Steigerung.

  65. 6.

    Eine großartige Sache, mir selbst sehr sympathisch, so, wie es gedacht war: Erde zu Erde. Ich würde mir wünschen, dass es ganz schnell überall erlaubt wird, damit man sich nicht zwangsweise verbrennen lassen muss, wenn man keinen Sarg will, kein großes Grab..

  66. 5.

    Die Asche direkt verstreuen lassen, geht tatsächlich nicht. Es ist eigentlich auch keine Asche, sondern eher ein Granulat, da die Knochen nicht komplett verbrennen, sondern vor dem Einfüllen in die Urne zusammen mit der Asche gemahlen werden. Sie können ihre Urne aber in einem Friedwald beisetzen lassen. Die Urnen sind biologisch abbaubar und deshalb wird die Totenasche nach einiger Zeit in den Waldboden übergehen.

  67. 4.

    Eigentlich eine gute Sache, nur dass man doch wieder auf einem Friedhof "beerdigt" wird. Wenn man diese Erde auf einem Friedwald beerdigen kann oder verstreuen, das wäre gut.

  68. 3.

    ich frage mich nur, wie das mit Knochen und Haaren und Zähnen funktionieren soll, die ja bekanntlich viel langsamer veegehen oder gar nicht erst, wie Knochenfunde aus früheren Epochen zeigen. Die werden sich ja wohl kaum in 40 Tagen zersetzen? Bleibt dann das gesamte Skelett übrig und muss geschreddert werden?

  69. 2.

    Nein Danke. Ich bleib bei normaler Erdbestattung.

  70. 1.

    Die Zukunft wird es zeigen. Ich finde diese Form der Bestattung wunderbar. Keine Chemie mehr im Körper und es geht dahin zurück woher wir auch gekommen sind. Zurück zur Natur. Eigentlich hätte auch ich es gerne wenn meine verbrannte Asche im Wald verstreut wird, doch dazu wird es wohl nicht kommen.

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