Verordnung geändert - Berliner Taxis können demnächst zum Festpreis gebucht werden

Di 28.05.24 | 15:58 Uhr
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Symbolbild: Taxis stehen aufgereit am Olympischen Platz vor dem Olympiastadion bereit. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: rbb|24 Inforadio | 28.05.2024 | Jan Menzel | Bild: dpa/Paul Zinken

Bei Taxifahrten können Kunden ab dem Sommer vorab einen Festpreis ausmachen. Der Senat hat dazu am Dienstag eine Verordnung geändert. Die Taxi-Unternehmen hatten sich eine solche Regelung gewünscht, weil Konkurrenz wie Uber so etwas anbietet.

Taxi-Kunden in Berlin können künftig Fahrten zu vorab fest vereinbarten Preisen buchen. Der Senat hat am Dienstag die Verordnung über Beförderungsentgelte entsprechend geändert.

Sobald die neue Regelung im Gesetzblatt verkündet wird, tritt sie in Kraft. Das dauert in der Regel einige Tage. Aufgrund der notwendigen technischen Umstellung kann der neue Festpreis allerdings erst ab 1. Juli auf den Taxametern der Wagen angezeigt werden.

Festpreis für vorbestellte Fahrten

Bisher wurde der Fahrtpreis in erster Linie pro gefahrenem Kilometer berechnet. Bei vorbestellten Fahrten ist es nun auch möglich, dass Taxi-Unternehmer ihren Fahrgästen vorab einen festgelegten Preis anbieten. Für die Kunden hat das den Vorteil, dass sie keine etwaigen Mehrkosten aufgrund von Staus oder Umleitungen tragen müssen.

Eine Software berechnet zunächst den Preis. Dafür wird die kürzeste Route zum Zielort herangezogen. Der Festpreis, den der Taxiunternehmer dem Kunden letztlich anbietet, muss sich dann in einem Korridor um diesen Preis herum bewegen. Dabei sind Abweichungen von 20 Prozent nach oben und 10 Prozent nach unten möglich.

Festpreise zunächst auf Berliner Stadtgebiet beschränkt

Der Senat beseitigt mit der neuen Möglichkeit einen Wettbewerbsnachteil des Taxi-Gewerbes gegenüber App-basierten Vermittlungsplattformen. Diese bieten seit Jahren Mietwagenfahrten zu vorab festgelegten fixen Preisen an. Die Möglichkeit von Festpreisen hatten sich die Berliner Taxi-Unternehmen selbst gewünscht.

Die neue Festpreisregelung ist zunächst auf das Berliner Stadtgebiet beschränkt. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) kündigte an, dass der Flughafen BER "bald" einbezogen werden solle. Dazu müssten aber noch Gespräche mit der Flughafengesellschaft und dem Landkreis Dahme-Spreewald geführt werden.

Sendung: rbb24 Inforadio, 28.05.2024, 16:44 Uhr

31 Kommentare

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  1. 31.

    Seiner Durchlocht scheint ein kostengünstiges Auto nicht genehm zu sein. Er könnte jedoch bei der Bestellung bestimmte Wünsche äußern. War ihm das nicht bekannt?

    Na und, hauptsache sitzt ein echter "Kutscher" drin. Beim Trabbi würde ich sogar noch Oldtimerzuschlag akzeptieren.

  2. 30.

    Antwort auf "HG" vom Mittwoch, 29.05.2024 | 09:56 Uhr
    "Sollten Sie mal machen, dann würden Sie erkennen, welchen technischen Standard und Komfort die meisten der Uber-Fahrzeuge haben...." Offenbar haben Sie sehr schlechte Erfahrungen mit Taxen gemacht, ich nicht. Und Ihre anscheinend guten Erfahrungen mit UBER teile ich auch nicht. Ich möchte nicht entertaint, sondern sicher von A nach B gebracht werden. Nichts gegen ein nettes Gespräch, aber das beeinflusst meine Wahl nicht.

  3. 29.

    Wie abgehoben und arrogant ist das denn? Völlig egal was da für ein Fahrzeugtyp kommt, Grundvoraussetzung ist Sauberkeit, Ortskenntnis und faire Preise.

  4. 28.

    Aber sonst ist alles in Ordnung mit Ihnen ?? Was haben Sie gegen Dacia? Ist doch ein bequemes Auto, hat sogar einen Motor drin, und Räder dran. Oder widerspricht es Ihrem Statusdenken, und Sie akzeptieren nur die PKW mit Stern an der Front ?Neee, Leute gibt's.....

  5. 27.

    "an seine Rostlaube kleben kann" "Ich würde in so eine Kiste nicht einsteigen"
    Sollten Sie mal machen, dann würden Sie erkennen, welchen technischen Standard und Komfort die meisten der Uber-Fahrzeuge haben. Letztens habe ich während der Fahrt ein äußerst interessantes Gespräch mit dem Chauffeur über Wasserstoff-Technologie in seinem Wagen geführt und dabei u.a. erfahren, dass es in Berlin ganz 4 H2-Tanken gibt etc..
    In sauberem Deutsch, ohne Umwege, schnell, komfortabel, preiswert und sicher.
    Ich sehe keinen einzigen Grund, mir die Unfreundlichkeit, den Unwillen, die Unkenntnis, die Abzocke Einzelner und die Preise des Taxigewerbes als Ganzes jemals wieder anzutun.

  6. 26.

    Ich werde nicht gerne betrogen. Eine Zeit lang fuhr ich 2 mal pro Woche vom Potsd Platz zum Adenauerplatz. Kostete 16-18 Euro. Manchmal gab es aber auch nette Umwege. Wenn mich der Fahrer fragte "Wo ist Adenauerplatz" oder "in Wilmersdorf?", dann wusste ich schon, dass nun Betrug folgen sollte. Also gab ich mich unwissend. Der Spitzenpreis lag bei 43 EUR. Es wurde stets schnell verzichtet, als ich die Polizei ins Spiel brachte. Nach diesen Erfahrungen fahre ich gar nicht mehr Taxi in Berlin.

  7. 25.

    "Dieser Aussage liegen welche Daten zugrunde? "

    Dieser Aussage liegen Berichte der kontrollierenden Behörden zugrunde und man kann es immer wieder den Medien entnehmen.

    Aber Geiz ist geil, selbst wenn dabei die eigene Sicherheit vernachlässigt wird, ist wohl nicht ausrottbar.

  8. 24.

    „Abgesehen davon fahre ich lieber versichert im Taxi als unversichert bei Uber die ja nicht mal die Strasse eintippen können in Ihre Navi.“
    Dieser Aussage liegen welche Daten zugrunde?
    Ihr persönliches Bauchgefühl oder ihre persönliche Abneigung gegen Uber & Co oder einfach nur die Diffamierung und Falschbehauptung „alle Uberfahrer sind Verbrecher“
    Kommt beim Stammtisch vielleicht gut an hat aber bei einer sachlichen Diskussion nichts zu suchen.

  9. 23.

    Warum gibt es nicht mehr Sammeltaxis, speziell für die Langstrecke von und zum Flughafen. Da könnte man dann zum Festpreis kalkulierbar nach Hause. So wie z.B. bei MOIA in anderen Städten. Einfach mal schauen, was andere Städte machen.

  10. 22.

    Taxi heiß ja nicht, dass man Anspruch auf eine spezielle Fahrzeugmarke hat. Es sollte sauber sein, Platz für die Fahrgäste und deren Gepäck bieten und ein ortskundiger Fahrer sollte den sicheren und pünktlichenTransport von Start bis Ziel durchführen können. Dazu gehört die Verständigung in der ortsüblichen Sprache und ggf. einer gebräuchlichen Fremdsprache und die Fähigkeit zur Leistung von erster Hilfe.

  11. 21.

    Antwort auf Mathias also über die TaxiEU App die in allen EU Ländern funktioniert kann man per Wunsch eine Sharing Tour wünschen und dann wird auf dem Weg zum Ziel noch der eine oder andere mit eingeladen.
    Oder auch Winker manchmal.
    Abgesehen davon fahre ich lieber versichert im Taxi als unversichert bei Uber die ja nicht mal die Strasse eintippen können in Ihre Navi.

  12. 20.

    Ich verstehe die Diskussion hier nicht: wenn ich eine Dienstleistung in Anspruch nehme, muss ich dafür bezahlen - ganz normal. Dass ich dafür das -für mich- angenehmste Angebot wähle, auch normal. Die Wettbewerbsfähigkeit wird bestimmt durch die vielen Auflagen, die Taxen zu erfüllen haben, während sich Jede:r mit Führerschein eine Nummer an seine Rostlaube kleben kann und Personen befördern darf. Ich würde in so eine Kiste nicht einsteigen, egal, wie der Preisunterschied ist.

  13. 19.

    Ein netter Versuch, der zu Uber und Co. wohl nicht den gewünschte Wettbewerbsfähigkeit bringt.
    Lediglich für Fahrten, deren Strecke man kennt, wäre ein Festpreis attraktiv, denn wie oft habe ich es schon erlebt, dass der eine oder andere Taxi-Fahrer extra aufwendigere Stecken gefahren ist. Natürlich habe ich dies dann so gut wie unterbunden, aber es ist mehr als unentspannt, ständig aufpassen zu müssen, ob der Taxi-Fahrer entweder die Strecke tatsächlich nicht kennt oder bewusst Umwege fährt.
    Hier macht ein Festpreis dann tatsächlich Sinn!
    Am Ende bewerte ich aktuell (leider) Uber & Co. weiterhin als attraktiveren Dienstleister als ein Taxi, nicht nur der Preis bestimmt den Markt….

  14. 18.

    Ich bin gespannt, wie die Tankgesellschaften reagieren, wenn die Taxifahrer die geringeren Preise dorthin weitergeben. Oder Krankenkassen, Finanzamt, Einhaltung etc. Die Umsätze reichen doch schon lange nicht mehr für ein vernünftiges Leben. Würde ich nicht gut verdienen, müsste mein Mann kurz vor der Rente nochmal etwas Neues suchen. Allein wäre er trotz Vollzeitjob Aufstocker.
    So viel zu all denen, die die hohen Preise reklamieren.

  15. 17.

    Meinen Sie, Taxiunternehmer bekommen die Autos geschenkt? Zum Fahrzeug kommt eine umfangreiche Ausstattung mit Zusatzgeräten etc. Fordert der Gesetzgeber, der bei Uber & Co. nicht einmal kontrolliert, ob die eingeklebte Konzessionsnummer überhaupt angemeldet ist.
    Sie können übrigens bei der Taxibestelkung Wünsche zum Fahrzeug angeben

  16. 16.

    Da hoffe ich aber ganz doll für Sie, dass Ihr Arbeitgeber Sie ordnungsgemäß versichert und alle weiteren Abgaben abführt. Zudem stellt er Ihnen hoffentlich ordentliche Arbeitsmittel zur Verfügung. Das kostet alles Geld.
    Ist für Taxiunternehmer nicht anders. Und "wucherteuer" kommt weder beim Fahrer noch beim Unternehmer an, wenn beide alle geltenden Gesetze einhalten.
    Es soll ja Menschen geben, due durch ihre Bestellung dem Betrug Vorschub leisten. Die nutzen dann eben Fahrdienste ...

  17. 15.

    Halb harte Brötchen lassen sich schlechter zum selben Preis verkaufen als frische.

    Auf dem Flohmarkt kann gehandelt werden und im Einzelhandel gibt es Rabattmöglichkeiten. Flexible Preisgestaltungen gehören zur unternehmerischen Freiheit und Sonderangebote beleben das Geschäft.

    Hier sollte mit Reglementierungen sparsam verfahren werden, denn es ist ein Unterschied ob ein ehemals frisches Brötchen nachmittags mit Nachlaß angeboten wird oder bis abends nicht verkauft wurde.

  18. 14.

    In Berlin mittlerweile problemlos möglich.
    Ich frage beim Einsteigen immer noch aus alter Gewohnheit, ob Karte möglich ist. Da schauen die Fahrer immer verdutzt, weil das ganz normal ist.
    Und das Trinkgeld mit über die Karte zu bezahlen, ist auch immer problemlos möglich

  19. 13.

    >"Meine Karten sind für die Heimfahrt jedenfalls gedeckt."
    Meine auch. Nur eben als moderner Mensch habe ich keine 100 EUR Bargeld bei mir. Fragen Sie mal nen Taxifahrer in Deutschland nach Kartenzahlung! Der leckt Sie für Schreck gleich in die Leitplanke...
    Das Servicegeld würde er ja in bar von mir bekommen. Dafür reicht der Bargeldanteil in meinem Portemonnaie immer.

  20. 12.

    Ich habe tausende von Euros für einen Urlaub ausgegeben...und fange nach vierzehn Stunden Flug nicht an zu geizen.....oder?? Meine Karten sind für die Heimfahrt jedenfalls gedeckt.:-)

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