Das abgebrannte Auto des Berliner AfD-Vorsitzenden Nicolaus Fest am 10.03.2020. (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Nicolaus Fest - Brandanschlag auf Auto des Berliner AfD-Vorsitzenden

Auf das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest ist ein Brandanschlag verübt worden. Das teilte die AfD am Dienstag mit.

Die Polizei nannte den Namen des Autobesitzers nicht, bestätigte aber eine Brandstiftung an einem Auto gegen 2 Uhr in der Nacht zu Dienstag in der Witzlebenstraße in Berlin-Charlottenburg. Der Anschlag war nach Einschätzung der Polizei politisch motiviert. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Nicolaus Fest spricht am 17.11.2018 beim Delegiertenparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) zur Wahl der Bewerber zur Europawahl 2019. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)
Das abgebrannte Auto von Nicolaus Fest. | Bild: dpa/Michael Kappeler

Pazderski macht Linksextremisten verantwortlich

Für ähnliche Anschläge und Sachbeschädigungen an Büros, Autos und Häusern von AfD-Politikern hatte es in den vergangenen Jahren Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene gegeben.

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski machte am Dienstag erneut Linksextremisten für den Brandanschlag verantwortlich. Nach seinen Worten wurde zudem "in der vergangenen Nacht ein Lokal in Reinickendorf angegriffen, das von der AfD für Versammlungen genutzt wird".

Sendung: Inforadio, 10.03.2020, 12 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    @Karsten
    Der Unterschied zwischen rechter und linker Gewalt ist aktuell der, dass sich die rechte gegen Personen richtet, die linke gegen Objekte. Hintergrund ist, dass die Rechten momentan stärker radikalisiert sind, was sie aktuell zu einem größeren Problem macht.
    Doch mittel bis langfristig kommt die große Bedrohung eher von links, denn es gibt dort sehr viel mehr grundsätzlich gewaltbereite Kräfte, dazu braucht man sich nur deren Chaos am 1. Mai anschauen oder die Anzahl der An·ti·fa Mitglieder.
    Die radikale Rechte ist klein und extrem aggressiv, die radikale Linke ist groß und AKTUELL NOCH nicht so stark gegen Personen gerichtet.

  2. 5.

    Tja, stört ihn ja auch nicht, wenn es bei anderen passiert. Da faselt die afd doch auch immer irgendwas von Volkszorn usw..Wer Hass säht, darf sich nicht wundern!!!!!

  3. 4.

    Am Untergang der Titanic und der Explosion der Hindenburg geben Sie ihr keinen?
    Beruhigend.

  4. 3.

    rbb, das Vokabular "Altparteien" entstammt der Zeit des Nationalsozialismus bzw. unmittelbar vor der Machtergreifung durch NSDAP und wurde zur Entwertung des Parlamentarismus genutzt. Es wäre angemessen, wenn man diesen auch bei heutigen Rechtsextremen beliebten Duktus nicht bedient.

    Dass Brandanschläge etc. kein Mittel von Demokrat*innen sind, erkärt sich von selbst. Nur bin ich doch gespannt, wie sich ausgerechnet die Berliner Polizei bei der Aufklärung verhalten wird, ist sie doch weder Staatsanwaltschaft noch Gericht, um festzulegen, um welchen Straftatbestand es sich hierbei handelt. Mehr noch, die rechtsextreme (Brand)Anschlagsserie in Neukölln wurde bisher trotz Einrichtung einer sog. Fokusgruppe nicht aufgeklärt. Des Weiteren zeigen sich sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft bei Mordanschlägen wie dem an Burak Bektas als voreingenommen und mitunter scheints strafvereitelnd, wenn Beweise und Zeugen nicht zugelassen werden.

  5. 2.

    ..dümmer geht's nimmer, Herr Pazderski...

  6. 1.

    Und ich gebe der Afd eine Mitschuld für Halle, Hanau und Herrn Lübcke was keineswegs die Brandstiftung rechtfertigen soll.

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