Berlin lag nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern (Quelle: dpa)

Kriegsschäden in Berlin - Zerstörung in Zahlen

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ist, liegt Deutschland in Trümmern. Berlin ist besonders stark betroffen: Wohnraum ist zerstört, die Infrastruktur blockiert, die Versorgung mit Gas, Strom und Wasser unterbrochen. Wie der Krieg die Stadt veränderte - in Ziffern.

363 Luftangriffe

Britische und amerikanische Bomber flogen 363 Luftangriffe auf Berlin, darunter 35 Großangriffe.

100.000 Tonnen Sprengstoff in knapp drei Monaten

Allein zwischen dem 1. Februar und dem 21. April 1945 wurden mehr als 100.000 Tonnen Sprengstoff und Phosphor auf Berlin abgeworfen.

2,8 statt 4,3 Millionen Berliner

Im Mai 1945 bewohnten von den ursprünglichen 4,339 Millionen Berlinern aus dem Jahr 1939 nur noch 2,807 Millionen die Stadt.

75 Millionen Kubikmeter Trümmer

Schätzungsweise 400 bis 500 Millionen Kubikmeter Trümmer gab es in ganz Deutschland, davon fiel rund ein Siebtel auf Berlin: Mindestens 45 Millionen Kubikmeter Trümmer lagerten in West-Berlin, mindestens 30 Millionen Kubikmeter in Ost-Berlin. Mit den Berliner Trümmern hätte man einen 30 Meter breiten und fünf Meter hohen Wall bis nach Köln bauen können.

11,3 Prozent total zerstörte Gebäude

Von 245.300 Gebäuden waren unmittelbar nach Kriegsende 11,3 Prozent total zerstört, 8,3 schwer beschädigt, 9,7 Prozent wiederherstellbar und 69,4 Prozent bewohnbar.

600.000 unbewohnbare Wohnungen

Von ursprünglich 1.562.641 Wohnungen konnten nach dem Krieg nur 370.000 sofort wiederbewohnt werden, 380.000 waren leicht beschädigt, über 500.000 total zerstört und rund 100.000 schwer beschädigt. In den Bezirken Mitte und Tiergarten waren über 50 Prozent der Wohnungen total oder schwer zerstört.

28,5 Quadratkilometer zerstörte Fläche

Insgesamt 28,5 von 187 Quadratkilometern bebauter Stadtgebietsfläche waren total zerstört.

1.350 Kilometer zerstörtes Straßennetz

Das Berliner Straßennetz umfasste insgesamt 4.300 Kilometer Straßennetz, davon waren 1.350 Kilometer völlig zerstört.

57,6 Prozent weniger Betriebe

1939 gab es noch 277.628 Arbeitsstätten in Berlin, 1945 waren es nur noch 117.845. Von 2.171.690 Arbeitsplätzen existierten noch 560.000, aus 1.179.731 Beschäftigten wurden 293.618.

24.500 weniger Krankenhausbetten

Statt der ursprünglichen 33.000 Krankenhausbetten gab es im Mai 1945 nur noch 8.500.

149 zerstörte Schulgebäude

Von 649 Schulgebäuden waren 149 völlig zerstört und 127 stark beschädigt.

20 intakte Kinos

Von den ursprünglich rund 400 Kinos waren nach dem Krieg nur noch 20 intakt.