Eine Gruppe von Kindern trägt Signalwesten und läuft mit einer Betreuerin durch die Straße (Bild: dpa/Sven simon)
Bild: dpa/Sven Simon

Ein- bis zweiwöchige Angebote - Brandenburg will Kinderbetreuung in den Ferien anbieten

Allmählich wird die Wirtschaft in Brandenburg nach dem Corona-Shutdown wieder angekurbelt. Wenn die Eltern wieder arbeiten gehen, müssen die Kinder allerdings betreut werden. Dafür möchte die Regierung in den Sommerferien Angebote schaffen.

Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung will für Familien mit Kindern in den Sommerferien ein Betreuungsangebot schaffen.

In Zusammenarbeit mit Jugendherbergen und anderen Einrichtungen solle es ein- bis zweiwöchige Angebote geben, sagte SPD-Fraktionschef Erik Stohn am Dienstag nach der Fraktionssitzung. Diese Maßnahmen müssten nicht nur pädagogisch ausgerichtet sein, meinte er. "Das wird ein Angebot an Familien, die viele Wochen lang Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen mussten", sagte Stohn. "Wir haben an vielen Stellen die Wirtschaft hochgefahren und müssen jetzt bei der Kinderbetreuung nachziehen."

Ernst: "Eher Freizeitangebote"

Nach Absprachen mit Vertretern der Kommunen wolle die Landesregierung dazu in dieser oder in der kommenden Woche ein Konzept vorlegen, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Dies seien aber keine Unterrichts-, sondern "eher Freizeitangebote" betonte sie. Zu den Kosten äußerte sich Ernst noch nicht. Die Sommerferien beginnen in Brandenburg am 25. Juni.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 02.06.2020, 19:30 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Kopf schütteln, alles nicht durchdacht. bin Alleinerziehende Mama, 2 Kitakinder, nicht Systemrelevanter Beruf.
    6h täglich ( 8-14Uhr) Kinderbetreuung, feste Zeit die ich nicht schieben kann. ich kann nicht mal mehr darüber lachen.
    Beruflich für mich nicht machbar. 3 Wochen macht unsere Kita zu Sommerferien, Ausweich Kita, begrenzte Plätze zu Coronazeiten überhaupt machbar? Wenn ja dann kommen eh erst die Systemrelevanten Berufe dran. Bin jetzt seit 11 Wochen in Kurzarbeit und wird wohl noch ne Weile gehen.

  2. 11.

    Schon mitbekommen, dass die, die die Notbetreuung bekommen haben, die beklatschten und belobten 'Systemrelevanten' sind, die die ganze Zeit gearbeitet haben und die Kinder in der Notbetreuung lassen mussten? Das ist für die Kinder dort unter den aktuellen Bedingungen nicht witzig.

  3. 9.

    Wo und wie sollen Eltern denn durch eine 1-2 wöchige Betreuung in den Ferien besser arbeiten können? Berufstätigkeit findet regelmäßig statt. Man merkt mal wieder, dass Frau Ernst nicht weiß, wovon sie spricht. Den Kindern wird seit Monaten Bildung vorenthalten. Hier sollten die Verantwortlichen dringend wach werden.

  4. 7.

    Vielleicht denen, die die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen durften, hier den Vortritt lassen. Denn diese Eltern sind ja weiter in der Misere, dass sie durch die Betreuung ihrer Kinder Urlaub nehmen mussten oder Minusstunden ansammelten. Die Eltern, die derzeit die Möglichkeit der Notbetreuung nutzen können, könnten sich jetzt solidarisch zeigen und dann in die zweite Reihe treten.

  5. 6.

    Wenn das so klappt, wie die Umsetzung der Aussage, dass Vorschulkinder vor Beginn der Ferien noch mal in die Kita dürfen, sollen sie es lieber stecken lassen und ihre Ressourcen auf die Einschulung konzentrieren. Denn diese ist immer noch nicht geregelt. Die Praxis zeigt, dass Bundesliga wichtiger war als unsere Kinder. Ich bin schwer enttäuscht, welchen Stellenwert Kinder in diesen Zeiten haben.

  6. 5.

    Sind Erzieher eigentlich robuster als Lehrer?

  7. 4.

    Langsam entwickelt sich die ganze Kinderbetreuung seitens der Landesregierung zum Schildbürger Streich. Erst dürfen die Kinder nicht in die Schule, alle Vereinstätigkeiten werden verboten , Abschlussfeiern dürfen nicht statt finden, nun sollen die Kindern zu gunsten der Wirtschaft ( die ja mit dieser Regierung ruiniert wurde) in den Ferien auf engsten Raum mit 4-8 Betten Zimmern abgeschoben werden. Abstandsregeln gelten scheinbar nur wenn es um die Bildung der Kinder geht. In den Ferien ist das wohl egal. Hier wird mit zweierlei Maß gemessenen. Wie heißt es : Denn Sie wissen nicht ,was Sie tun. Die Verarschung der Bevölkerung nimmt gigantische Dimensionen an.

  8. 3.

    Ist das Ihr Ernst Frau Ernst?

    Erst werden die Kinder zuhause eingesperrt, dann dürfen sie nichts mehr lernen und nun sollen sie von uns Eltern dann doch abgeschoben werden?
    Mein Sohn dürfte keine Abschlussfahrt mit seinen Freunden machen, die traditionelle Zeugnisübergabe fällt wohl auch ins Wasser und nun auf einmal soll es 1 bis 2wöchige Angebote geben. Ich hoffe doch das Land zahlt diese Betreuungskosten.

    Desweiteren hoffe ich, sie nehmen ihren Job ernst und bieten den Kindern im nächsten Schuljahr wieder BILDUNG in den Schulen an.

    Ich möchte nicht unhöflich werden, deswegen höre ich besser auf.

  9. 2.

    1-2 Wochen von 6,5 Ferienwochen. Und übrigens, die Eltern müssen JETZT schon arbeiten. Naja, der gute Wille zählt...

  10. 1.

    Hoffentlich ist das umsetzbar, Tropfen auf den heissen Stein, das wäre schön.

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