Der Kanalsprint in Potsdam geht in seine 15. Auflage. Quelle: imago images/Camera 4
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Potsdamer Kanalsprint - "Auge in Auge mit den Athletinnen und Athleten"

Bereits zum 15. Mal wird an diesem Sonntag der Kanalsprint in Potsdam ausgetragen. "Spitzensport zum Anfassen", verspricht der Veranstalter, der wieder rund 5.000 Zuschauer in die Potsdamer Innenstadt locken will.

Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Welt-, und Europameister: Alles mit Rang und Namen versammelt sich zur 15. Auflage des Kanalsprints in Potsdam an diesem Sonntag. Seit einigen Tagen wird der Kanal geflutet, pünktlich zum Wettkampfstart sollen ideale Bedingungen für die Athletinnnen und Athleten geschaffen sein. Die Zuschauer bekommen bei der traditionellen Veranstaltung einiges geboten. Hier die wichtigsten Fakten:

1. Der Kanal wird mit etwa fünf Millionen Litern Wasser geflutet

Bereits seit vergangenem Mittwoch wird der sonst trocken liegende Kanal in der Potsdamer Yorckstraße geflutet. Bis kurz vor dem Wettkampfstart am Sonntag werden insgesamt etwa fünf Millionen Liter Wasser in den Kanal gepumpt. "Das Wasser läuft bewusst langsam in den Kanal damit nicht zu viel aufgespült wird. Wir werden pünktlich zum Wettkampfstart fertig sein", erklärt Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg.

Zwar könne nicht verhindert werden, dass der eine oder andere Windstoß Blätter auf die Strecke weht, optimale Bedingungen für die Athletinnen und Athleten verspricht Gerlach aber dennoch. Nach dem Wettkampf wird das Wasser in die Havel und ins Grundwasser abgelassen.

2. Rund 70 Ehrenamtliche sorgen für einen reibungslosen Ablauf

Mittlerweile kann der Kanalsprint mitten in der Brandenburger Landeshauptstadt eine lange Tradition vorweisen. Viele Abläufe sind zur Routine geworden - ein großer organisatorischer Aufwand kommt dennoch jedes Jahr auf die Veranstalter zu. Damit die Wettkämpfe reibungslos ablaufen, helfen 70 Ehrenamtliche beim Aufbau, dem Ablauf und schließlich dem Abbau des Events. Die Helfer stehen den Besuchern zudem bei Fragen während der Veranstaltung zur Verfügung.

3. Viele Topstars und Olympia Medaillengewinner im Starterfeld

Sportlich ist der Potsdamer Kanalsprint wieder hochkarätig besetzt: Franziska John, Conny Wasmuth, Tina Dietze, Ronald Rauhe, Sebastian Brendel und Jan Vandrey können gemeinsam acht olympische Goldmedaillen vorweisen - sie bilden die Elite im Kanusport. Wie in jedem Jahr konnten die Veranstalter des Kanalsprints viele Spitzensportler für die Wettkämpfe in Potsdam verpflichten. Einige waren zuletzt auch bei den Weltmeisterschaften in Szeged erfolgreich.

Die Medaillengewinner um Sebastian Brendel und Ronald Rauhe werden am Sonntag im Rahmen des Kanalsprints für ihre Leistungen bei der WM in Ungarn geehrt. Für Rauhe, Brendel und viele weitere Athletinnen und Athleten kommt es beim Kanalsprint außerdem zu einem echten Heimspiel. Die Sportlerinnen und Sportler des KC Potsdam freuen sich auf die Wettkämpfe in ihrer Heimatstadt.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben die Veranstalter das Teilnehmerfeld in dieser Saison dabei bewusst national gehalten. "Wir haben uns diesmal darauf konzentriert, die deutsche Spitze einzuladen, die gerade sehr erfolgreich bei der WM war. Wir freuen uns, dass die Athletinnen und Athleten, die zuletzt in Szeged waren, bei uns zugesagt haben", sagt Andreas Gerlach.

4. Rund 5.000 Zuschauer werden erwartet

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren werden auch in diesem Jahr wieder rund 5.000 Zuschauer an der Wettkampfstrecke erwartet. Zur Sichtverbesserung wurden temporäre Tribünen errichtet, die Yorckstraße ist am Sonntag komplett gesperrt.

"Die Faszination beim Kanalsprint ist, dass es Kanurennsport zum Anfassen gibt. Auge in Auge mit den Athletinnen und Athleten können die Wettkämpfe verfolgt werden", verspricht Andreas Gerlach den Zuschauern, die für den Kanalsprint keinen Eintritt zahlen müssen. Neben den Wettkämpfen auf dem Wasser wird den Besuchern ein buntes Rahmenprogramm mit Musik und verschiedenen Mitmachaktionen am Streckenrand geboten. Unter anderem können Interessierte selbst in ein Kanu steigen und erste Erfahrungen sammeln.

5. Nach der Veranstaltung ist das Baden im Kanal erlaubt

Wer nach den spannenden Rennen bei sommerlich-heißen Temperaturen eine Abkühlung braucht, findet diese im Kanal. Anders als in den vorherigen Jahren, als das Baden nach der Veranstaltung im Kanal verboten war, dulden Veranstalter, Stadt und Polizei in diesem Jahr das Schwimmen im Kanal. Eine einmalige Gelegenheit also, in dem ansonsten trocken gelegten Becken zu schwimmen.

Sendung: rbb24, 01.09.19, 21:45 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Der Kanurennsport stellt sich da der Öffentlichkeit vor. Es wird kein Eintritt verlangt. Im Anschluss können Besucher im Kanal baden gehen. Das Wasser läuft danach ja nicht in den Abfluss... Was soll man in einer Mecker Gesellschaft erwarten.... Die Besucher lassen ja auch eine Menge Geld im Potsdam...

  2. 3.

    So ist Potsdam verschwenderisch mit Wasser oder mit Geld ist doch nichts neues das Geld und das Wasser gehört den Bürgern nicht den Politiker oder Veranstalter wann kapieren die das entlich. Wieso bericht man über diese Veranstaltungen überhaupt. Und dann mit alten Bildern pfui

  3. 2.

    Es ist traurig, wie oberflächlich und unreflektiert hier berichtet wird. Diesen Artikel könnte man so wie er ist jedes Jahr aufs Neue verwenden, ohne viel Arbeit, ohne viel nachzudenken. Aber wenn man mal drüber nachdenkt, ist das ein riesen Skandal, der da abläuft. Der Kanal wird mit 5 Millionen Litern Wasser gefüllt - Trinkasser. Und das passiert in einer Zeit, in der es bereits seit Wochen Beschränkungen im Wasserverbrauch der Stadt gibt. In einer Zeit, in der mehrere hundert Bäume im Stadtgebiet gefällt werden müssen, da sie durch die anhaltende Trockenheit zu stark geschädigt wurden. In einer Zeit, in der Klimaschutz doch angeblich immer ernster genommen wird.
    Aber in dieser Richtung zu recherchieren würde natürlich Arbeit machen, dann doch lieber wieder einen larifari Artikel schreiben, der nach wenigen Stunden ohnehin in den undurchdringlichen Weiten des Archivs versackt.

  4. 1.

    Das Wasser hätte man sinnvoller für die unter dem Klimanotstand leidenden Bäume verwendet. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Volksbelustigung.

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