Prozessauftakt wegen Drogenhandels in den den Cottbuser Messehallen am 15.05.2020. (Foto: rbb/Mastow)
Video: Brandenburg Aktuell | 15.05.2020 | P. Manske | Bild: rbb/Mastow

Cottbus - Einer der größten Drogenprozesse Brandenburgs hat begonnen

Es geht - unter anderem - um mehrere Hundert Kilo Marihuana: In Cottbus hat ein Prozess begonnen, bei dem eine mutmaßliche Drogenbande aus Berlin und Brandenburg angeklagt ist. Nach dem ersten Prozesstag steht ein Deal im Raum.

In Cottbus hat am Freitag der Prozess gegen eine mutmaßliche Drogenbande aus Brandenburg und Berlin begonnen. Es geht vor allem um den Handel mit Marihuana. Der Fall ist einer der größten Drogenprozesse in der Geschichte Brandenburgs. Für diesen ist eine Cottbuser Messehalle zum Verhandlungssaal umgebaut worden.

Waffenfund Drogenprozess Cottbus (Foto: LKA Brandenburg)
Während der Ermittlung sichergestellte Waffen | Bild: LKA Brandenburg

Langjährige Haftstrafen möglich

Angeklagt sind vier Männer und eine Frau aus verschiedenen Orten in Brandenburg und aus Berlin. Sie sollen gemeinsam im großen Stil mit Drogen gehandelt haben. "Insgesamt sollen die Angeklagten in den Jahren 2018 und 2019 Marihuana in einer Gesamtmenge von circa 750 Kilo bezogen haben", sagte Gerichtssprecherin Susanne Becker vor Prozessbeginn rbb|24. Am Freitag sprach die Staatsanwaltschaft vor Gericht dann von insgesamt 880 Kilo. Hinzu kommen weitere Drogen wie Crystal Meth und Amphetamine.

Drogenfund (Foto: LKA Brandenburg)
Sichergestellte Ecstasy-Tabletten | Bild: LKA Brandenburg

Für den Prozess sind Verhandlungstage bis August geplant. Den Männern und der Frau drohen bis zu 15 Jahre Haft. Sie sitzen im Moment in Untersuchungshaft.

Das Ziel ist ein Deal

Es soll ein so genannter Deal angestrebt werden. Das heißt: Wenn die Angeklagten ein Geständnis ablegen und sich ausführlich zu den Vorwürfen äußern, stellt das Gericht eine mildere Strafe in Aussicht. Die Verteidiger wollen jetzt über den Vorschlag beraten. Ihre Entscheidung wollen sie zum nächsten Prozesstag bekanntgeben. Dieser ist für den 20. Mai angesetzt.

Laster mit versteckten Drogen (Foto: LKA Brandenburg)
Hinter einer Gemüselieferung waren über 200 Kilo Mariuana versteckt | Bild: LKA Brandenburg

Zu wenig Platz im Gericht

Der Prozess wird in einer der Cottbuser Messehallen verhandelt, damit die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden. Jeder Angeklagte hat zwei Verteidiger an seiner Seite. Dazu kommen Gericht, Staatsanwaltschaft, Zeugen und die Öffentlichkeit. Für so viele Personen ist auch der größte Verhandlungssaal im Cottbuser Landgericht zu klein. Die Messehalle bietet ausreichend Platz, um den Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zwischen allen Beteiligten zu garantieren.

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